28 August 2011

wenn der schuh drückt

vierte woche: check und somit schon fast die halbzeit bis zu den ferien erreicht. obwohl's noch ne weile dauert, fühlt es sich schon jetzt wie ferien an: stunden fallen aufgrund von ausflügen oder anderen gründen aus, was die woche noch kürzer als üblich macht. am donnerstag zum beispiel fiel der nachmittagsunterricht aufgrund einer weiterbildung aus. obwohl zwei schulstunden gegen vier stunden weiterbildung kein guter deal ist, freute es mich, da dies zwei stunden weniger vor- und nachbereiten hiess. was die weiterbilung anbelangte... viel mehr hab ich nicht dazugelernt, zumindest nicht vom thema. spanischwörter von den karteikärtchen meines kollegen hatte ich in dieser zeit etliche dazugelernt...

freitag dann noch ein kleiner schock für mich. morgens um halb sechs, wie gewohnt, ging ich mit meinen alten turnschuhen ins training. während dem joggen merkte ich, dass die schuhe drückten, doch beachtete ich dies weiter nicht. der tag verging und der schmerz in meinem grossen zeh wurde immer grösser, bis ich nachts im bett lag und vor lauter schmerz nicht schlafen konnten. ponstan sei dank, die tablette verhalf mir zu ein paar stunden schlaf. samstag das genau gleiche und ich bekam es mit der angst zu tun, irgendetwas gebrochen zu haben. tagsdurch, ohne schuhe, war alles ok, doch sobald ich einen schuh anzog kehrten die schmerzen zurück, sodass auch die nacht am samstag die hölle war. doch stellte ich fest, dass es nur der zehennagel ist, der mir diese schmerzen bereitet und nichts gebrochen ist. hatte schon schiss, das training einstellen zu müssen, so kurz vor dem ziel... aber nichts da, es geht weiter, auch wenn mit einem ein bisschen röteren und grösseren zeh ;-)

ansonsten verlief das wochenende ruhig. nach dem traditionellen gang zur feria musste ich leider ein paar stunden in das verfassen der kommenden examen investieren. war dies jedoch erledigt, widmete ich mich der musse. auch sonntags war musse mit der familie von elmer angesagt. seine mutter hatte geburtstag, weshalb wieder einmal der grill angefeuert und gefeiert wurde, bis der regen uns zum abbrechen zwang.

21 August 2011

anders als gewohnt

aufgrund des freien montags verging wieder eine woche, die wir kaum zu spüren bekamen.
schultechnisch war nicht viel los, alles lief wie gewohnt. ein lacher war mit dabei, als mir nach muttertag ein kind ein geschenk in die hände drückte und mir zu diesem tag alles gute wünschte. merkwürdig genug, dass er mir was sc
henkt, obwohl ich keine mutter bin. trotzdem nahm ich das geschenk natürlich dankend an und konnte mir das lachen nicht verkneifen, als ich unterwäsche von victoria's secret auspackte. so ein geschenk hab ich ja noch nie von eltern bekommen und wird mir bestimmt lange in erinnerung bleiben :-)

auch wenn der montag schulfrei war, so durften wir dafür am mittwochnachmittag länger in der schule bleiben, da die primariakonferenz statt fand. termine und aktivitäten wurden angesprochen, die mich gar nicht mehr zu interessieren brauchen und ich konnte feststellen, dass ich die schule nun mit dem kommenden ende einiges relaxter angehen kann.
es gab nur ein moment , in dem ich wieder dachte: typisch humboldt, als ich meinen namen vergeblich auf einer liste für eine schon lang vereinbarte fortbildung suchte. meine chefin erklärte mir das mit den einfachen worten, dass ich ja schliesslich im dezember gehe, sodass es sich nicht lohne, mich an diese fortbildung zu schicken... dankeschön, liebe humboldt, dass ihr mir nicht einmal mehr eine persönliche weiterbildung gönnt! aber eben, ich ärgerte mich gut fünf minuten, dann war es vorbei.

am samstag wurde elmer und ich bei einem lehrerkollegen eingeladen, wo wir fotos von unseren vergangenen europareisen austauschten und stundenlang von dem schönen europa schwärmten. motiviert von diesem austausch versuchten wir dann am montagmorgen ein schweizer frühstück zu immitieren. dieser versuch ging jedoch ziemlich in die hose (siehe bild): obwohl das schweizer nutella vorhanden war, so schmeckte das mini-gipfeli nicht annähernd so wie zu hause... zu all dem hin der kaffee, der einfach kein nespresso-kaffee war... doch entmutigen liessen wir uns nicht und genossen den sonntag noch mit nichtstun in der sonne, bis der schiff kam und dem ein ende erteilte.

15 August 2011

durchgeknallt und durchgeschwitzt

die erste reguläre schulwoche haben wir erst mal hinter uns gebracht. glücklicherweise war diese keine grosse anstrengung und ging gut über die runden. auch schon die ersten nachmittage durften wir aufgrund von konventen in der schule verbringen. wir sind also wieder voll im alltagstrott drin und die ferien scheinen schon monaten hinter uns zu liegen.
schulisch kann ich nichts hervorheben, nur den freitag, als der muttertag gefeiert wurde. die kinder konnten schon um elf fast nicht mehr ruhig auf den stühlen sitzen, da sie wussten, dass bald ihre mütter in die schule kamen und sie ihnen stolz das selbstgemachte geschenk überreichen durften.

ausserschulisch lief ein bisschen mehr: freitags in der nacht war ich allein im haus, da nicole an den strand fuhr und elmer von der schule aus ein wochenende mit den schülern verbringen "durfte". als ich in dieser nacht durch ein geräusch aus dem schlaf geweckt wurde und zu nicole ins zimmer ging, fand ich eine durchgeknallte manchita vor, die aufgeregt und stolz um eine halbtote maus tänzelte. natürlich konnte sie nicht verstehen, dass ich mit ihr schimpfte, schliesslich war es doch ein nett gemeintes geschenk an nicole. ich fands gar nicht toll und schmiss die maus samt katze nach draussen und schloss die türen. guten appetit!

am montag war also muttertag, weshalb wir auch schulfrei hatten. da war ja klar, dass alle an den strand fahren, doch wie gesagt, der elmer durfte arbeiten bis am samstag und ich löli hatte einen lauf auf meiner liste. so verbauten wir uns ziemlich alles.
ich bereue jedoch nichts.
vor gut einem jahr bin ich einen lauf mitgerannt, der "reto powerade" hiess. nach dem lauf schwor ich mir, diesen nie mehr mitzulaufen, da die zwei steigung in der strecke alles andere als spassig waren. so beschloss ich, als alternative den lauf von colypro mitzumachen. doch da hab ich echt am schissigriff gezogen! anstatt zwei, waren hier vier steigungen, die es noch mehr in sich hatten als im lauf des vergangenen jahres...
ein zweites mal zog ich am schissigriff, als mir mein kollege am freitagabend noch mitteilte, dass der lauf nun doch schon um acht und nicht erst um neun beginnen würde. tapfer, an einem samstagmorgen, stand ich um sechs auf und machte mich auf den weg. pünktlich um sieben war ich am start, nur war ich die einzige weit und breit: der lauf begann doch erst um neun! zum glück gesellte sich bald der kollege dazu und so ging die zeit einigermassen schnell vorbei, bis es um neun endlich so weit war und ich endlich mit den rund 200 läufern losstürmen konnte.
die ersten minuten liefen gut, bis ich vor der ersten steigung stand und das gefühl hatte, direkt vor dem hanfroosenweg in wermatswil zu stehen! am liebsten wäre ich hingesessen und hätte gestreikt. doch schliesslich bin ich nicht so, hab mich versucht, selber zu beruhigen und ging schritt für schritt dem hügel hoch, mit dem ziel, nicht anzuhalten. es klappte! doch leider konnte ich so schlussendlich meine vorgesehenen 50 minuten nicht einhalten, es wurden 52 daraus. was solls, beim zieleinlauf wurde mir dann erfreulicherweise mitgeteilt, dass ich als dritte frau das ziel erreicht habe(!). meine freude dauerte jedoch keine sekunde, da ich wusste, dass ich mit der nummer von elmer lief und deshalb nicht als frau zählte... tja, ein drittes mal am schissigriff gezogen...

der sonntag und montag dienten dann dazu, mich vom muskelkater zu erholen.

07 August 2011

kleine freuden machen glücklich

zu beginn der woche fragte ich mich, ob ich überhaupt noch zu unterrichten fähig bin. nun, mit der ersten schulwoche im rücken, weiss ich, dass ich es noch kann und frag mich bereits, wann die nächsten ferien vor den türen stehen... :-)

montag und dienstag konnten wir dank feiertage noch zu hause verbringen. doch schon da begann es mit der schule, alles musste aufgeräumt und vorbereitet werden. erst mittwochs gings richtig los, bei mir leider gleich mit dem intensivsten tag der woche. die schüler waren erstaunlich motiviert, sodass mir der anfang ziemlich leicht viel. bis auf das frühe aufstehen natürlich, das geht wohl noch ne weile, bis ich mich daran gewöhnt habe.

gleich zu beginn hatte ich schon ein paar freudige erlebnisse: mein stundenplan enthält zum beispiel zwei lektionen weniger, was bedeutet, dass ich einen nachmittag mehr frei habe. zudem stellten wir fest, dass in nur acht wochen schon wieder ferien vor der tür stehen und bis dahin etliche feiertage dazwischen liegen. mein allererfreulichstes erlebnis war jedoch, als ich dem direktor meine absage einer verlänger in die hände gedruckt habe. erst dachte ich, dass ich losheulen werde, weil dies bedeutet, dass alles ein ende nimmt. doch das gegenteil war der fall, ich war erleichtert! so kann ich nun das letzte halbe jahr noch mit voller energie zu ende bringen und brauch mich nicht mehr zu nerven, wenn etwas nicht so läuft, wie's sollte.
und auch wenn ich den schisser in der hose hab, weil ich nicht weiss, wie's mir in der schweiz ergehen wird, freue ich mich auf die kommende zeit und bin gespannt, was mir die zukunft bringt!

nun aber wieder den fokus nach costa rica.
der freitag und demnach das wochenende traf diese woche also erstaunlich schnell ein. die schule wurde wieder einmal mehr auf die seite geschoben und das "sich erholen" stand im mittelpunkt.
nebst dem erholen wurden wir am samstag auf eine geburtstagsfeier eingeladen, an der wir endlich wieder einmal unsere freunde trafen, rum tranken und die zeit mit reden und tanzen verbrachten.

energie wurde getankt und mit motivation starten wir morgen in die erste komplette schulwoche dieses semesters.