26 July 2009

irgendwie neben dem schuh

das war vielleicht eine woche. wie in einem traum, oder halbschlaf, verbrachte ich die zeit in diesen vergangenen tagen.
schon früher hatte ich immer mühe, mich an den alltag zu gewöhnen, nachdem ich von einem cevi-lager nach hause kam. die stille war ungewöhnlich und das fehlen von vielen menschen und ereignissen, liess mich das gefühl haben, alleine zu sein. auch mit dem alter scheint sich dies nicht ausgewachsen zu haben :-) diese zwei ferienwochen waren einfach zu genial und halten mich momentan noch mehr in der vergangenheit als im jetzt.
deshalb bin ich (hätte vor ein paar wochen niemals gedacht, das zu sagen) froh, dass die schule morgen beginnen wird.
mal schauen, was ich dann morgen abend sagen werde...

viel gemacht habe ich diese woche nicht, nur verändert habe ich viel.
dass der computer ein neues hirn hat, wisst ihr ja bereits (obwol dies alles andere als beabsichtigt war)... ich kann übrigens nicht genug betonen, wie froh ich bin, so viele informatiker-kollegen und einen informatiker-bruder zu haben. ohne sie wäre ich immer noch am verzweifeln. danke also, ihr seit die besten!
zudem riss ich alle bilder von den wänden und tapezierte sie mit neuen. ich putze wie eine wilde, selbst auf dem kühlschrank (obwohl ich zu klein bin um dort hin zu sehen) ist es jetzt sauber. die neuen rennschuhe (danke chrigi, dass du mich überredet hast!) wurden montiert und trugen mich schon über mehrere kilometer um heredia herum. der kleiderschrank wurde entrümpelt, altes raus, neues rein.
so ganz im motto: alles macht neu der juli... war schon immer ein spätzünder...

am samstagabend war dann ladie's night angesagt. ich ging zu riana (gringa-kollegin), wo wir sushi bestellten (gringo-stile halt, lieber bestellen als selber machen) und assen gemütlich (selbstgemachte schmecken eben doch besser!).
nachher gings noch mit drei weiteren costaricanischen kolleginnen in eine bar. war für mich noch spannend, das erste mal ausgang mit costaricanerinnen. die themen waren auch ein bisschen anders, als ich es mir gewohnt bin: krach mit dem ehemann, probleme mit freund, weil er schon heiraten möchte... und alle in meinem alter oder sogar jünger. als ich meine meinung zur heirat deklarierte, wurden die augen der anderen immer grösser und mir wurde wieder einmal mehr bewusst, wie die kulturen verschieden sein können.

den sonntag genoss ich draussen an der sonne und versuchte mich gedanklich von morgen abzulenken. aber eigentlich bin ich ja startklar.
fühl mich momentan einfach so, als ob ich in einem vergnügungspark an einer struben bahn anstehen würde. nervös, weil ich nicht weiss, was kommen wird, ob es lustig, gefährlich oder angsterfüllend sein wird. bittend, dass die wartezeit endlich vorbei ist, damit es beginnen kann und gleichzeitig mir wünschend, dass ich es schon hinter mir hätte... aber solange ich nicht aus der bahn geworfen werde, ist mir alles recht ;-)

22 July 2009

zwei tage zum vergessen

jaa, ihr seht richtig! es ist nicht montag und doch steht hier ein neuer blog-eintrag. ich hab schon früh gelernt, mir die sorgen "von der seele zu schreiben", das ist jetzt gerade nötig.

gestern und heute (also dienstag und mittwoch) sind zwei tage, die ich am liebsten aus meinem leben streichen würde.
mein computer hat sich wohl gedacht, dass er sich meinem neuen leben anpassen und auch ein "neues" leben beginnen sollte. er hat sich entschlossen, den geist aufzugeben. anfangs war ich noch zuversichtlich, diese masche (plötzlich nicht mehr arbeiten und reagieren) zog er nämlich schon vorher durch. aber bis jetzt konnte ich ihn immer ausschalten, er beruhigte sich und arbeitete nachher wieder eifrig weiter. dieses mal jedoch nicht. nichts passierte, als ich ihn wieder benutzen wollte. ich wurde ungeduldig. mein lieber bruder reagierte gleich und antwortete mit einem anruf auf mein verzweifeltes sms. er konnte mich zumindest ein bisschen beruhigen, sodass ich doch noch in der nacht die augen schliessen konnte.

mittwoch dann der horror-tag: angefangen frühmorgens, als ich um halb neun in der mall stand, zusammen mit dem compi, damit er zum doktor gehen konnte. alles war jedoch geschlossen. als ich fragte, sagte mir der wächter, dass die läden erst um halb elf aufmachen würden. toll!
zum glück hatte ich was dabei und ich konnte während des wartens an meinen spanischkenntnissen arbeiten.
um halb elf stand ich dann vor dem laden. er war offen. doch dunkel wie in einer kuh. kein licht, kein strom, ergo:"wir können ihnen jetzt nicht helfen, kommen sie doch bitte um zwölf nochmals vorbei". mit leicht angeschlagenen nerven verbrachte ich die zeit einmal mehr mit spanisch-studieren und hoffen.
um zwölf dann endlich! die hard disk wurde entfernt und in ein weiteres gerät eingefügt, mit den worten "wenn jetzt nichts auf dem bildschirm erscheint, sind die daten weg". stunde, bzw. sekunde der wahrheit. und nein, meine glückssträhne von den vergangenen zwei wochen war aufgebraucht. nichts kam. trotz fünf minuten warten. nichts.
meine nerven waren fast bei null, doch ich konnte mich noch beherrschen und sah tapfer zu, wie mein compi ein "neues hirn" bekam. einen vorteil kann ich aus dieser ganzen sache ziehen: nun hat er mehr speicherplatz (obwohl ich ja momentan nichts mehr zu speichern habe :-p), ist schneller und hat ein neues system. aber da hört der vorteil schon auf und ich würde alles dafür geben, diese vorteile ins "alte hirn" meines compis zu tauschen.
das "alte hirn", die hd also, wurde mir netterweise übergeben. ich erpichte auch darauf, man weiss ja nie, was man noch damit machen kann. auch wenn ich sie mir nur an die wand hängen kann, hauptsache irgend eine erinnerung... aber ich hirni hatte mein hirni nicht dabei (auch kein wunder) und lief ohne die hd nach hause! erst nach einer gewissen zeit, als mich mein bruder danach fragte, fiel mir auf, dass ich sie gar nicht hatte! also schnell ein telefonat in den laden, um sicher zu gehen, dass sich die hd noch dort befand. ein bisschen glück schien doch noch vorhanden gewesen zu sein, denn sie hatten diese noch und ich konnte sie schnell abholen.

die hd steht nun gut verpackt auf dem tisch und ist parat, morgen in die staaten zu meinem bruder und leni verschickt zu werden. die computer-doktoren, meine letzte hoffnung... drückt den jungs die daumen!!! und dem pöstler auch!!!

so war dieser tag ein hin und her geseckle. die emotionen hatte ich auch nicht wirklich unter kontrolle, meine sprache noch weniger (ich fluchte noch nie so viel in der öffentlichkeit wie heute) und die nerven sind nun definitiv aufgebraucht.
aber: schlimmer kann es nicht mehr werden! das treibt mich nun an. und gelernt habe ich verdammt viel in nur einem tag: backups sind doch heilig und keine unnötigen "ach das brauch ich ja sowieso niemals"-abspeicherungen! merkt euch das, ich spreche aus erfahrung ;-)

18 July 2009

das dream-duett auf reisen

die jungs haben uns verlassen, doch dies gab chrigi und mir keinen grund, den kopf in den sand zu stecken. unser abenteuer ging jetzt einfach zu zweit weiter.

sonntag, 12.juli
gut drei stunden nachdem die jungs weg waren, bewiesen wir auch gleich, dass wir uns auch ohne männer durchschlagen können.
mit der absicht, um 9 uhr den bus nach playa
brasilito in san josé zu erwischen, machten wir uns genügend früh auf die socken. nach einem weniger erfreulichen "morgenspaziergang" durchs coca-cola viertel in der hauptstadt schwor ich mir wieder einmal mehr, lieber das taxi einmal zu viel als zu wenig zu benützen. wir begegneten vielen gestalten, die uns in der nacht bestimmt einen noch grösseren schrecken eingejagt hätten.
trotzdem, heil kamen wir um 7:55 bei der station an. wie sich herausstellte genau 5 minuten vor abfahrt, der bus fuhr nämlich schon um acht... des glücks nicht genug, bekamen wir dazu auch noch die "logenplätze" hinter dem chauffeur.
das glück verliess uns jedoch 10 minuten nach abfahrt mit einem leisen "bumm". ein keilriemen riss. so musste angehalten und repariert werden. die entstandene verspätung wurde vom chauffeur durch sein rassiger fahrstil (und dies trotz präsenz eines polizisten im bus!) souverän wieder wett gemacht.
nach 6 stunden fahrt kamen wir ziemlich gerädert an, bezogen das hotel und brauchten erstmals erholung vom sitzen.
später bekundeten wir brasilito. ein kleiner unscheinbarer ort im norden von costa rica, direkt am strand.
wir gingen in ein restaurant am strand, genossen einen fruchtdrink, das rauschen des meeres und die ungewohnte ruhe. später folgte ein nachtessen (wenn mir jetzt dann flossen wachsen, weiss ich auch warum) mit direktem blick auf den sonnenuntergang... wie haben wir das nur verdient?!


montag, 13. juli
zweimal mussten wir am morgen auf die uhr schauen, damit wir es glaubten:
halb elf! dass wir müde waren wussten wir ja, aber so müde um gleich 13 stunden zu schlafen?!
egal, schliesslich hatten wir ja ferien. gleich machten wir uns auf den weg an den nahe liegenden strand playa conchal, der den namen mit dem fakt verdient, dass der sand aus lauter zerkleiner
ten muscheln besteht. nach rund 10 minuten laufen befanden wir uns in einer scheinbar anderen welt: weisser strand, muscheln und türkisfarbenes meer. als kontrast dazu den playa basilito mit schwarzem, verdreckten strand und grünem "tümpel" als meer.
so verbrachten wir den ganzen tag bei angenehmer brise, sonnenschein und badewannewarmen wasser. lesend, träumend, schwimmend, schreibend und nichts-tuend.
müde vom nichts-tun schlurften wir ins hotel zurück, gingen in ein heimeliges restaurant schrimps (ja, ich und schrimps!) essen, liessen den abend mit einem leckeren eis ausklingen und uns mit dem meeresrauschen in den schlaf wiegen.



dienstag, 14. juli
tagwach war dieses mal ein bisschen früher, um neun
. gleich ging's, nach obligatorischer ananas-einkauf und organisation unseres rückreiseticket, wieder an den playa conchal. der wind blies ziemlich stark, was ein wolkenloser himmel zur folge hatte. der schweiss floss uns selbst beim relaxen runter und der hecht ins lauwarme wasser musste alle halbe stunde repetiert werden. resultierend aus diesem tag: eine ungewohnte bräune, als ob wir schon eine woche am strand gewesen wären.
am abend gingen wir direkt am meer in ein chices restaurant fisch essen (was denn sonst?) und konnten währenddessen wieder den sonnenuntergang beobachten und bestaunen. sand unter den füssen, das rauschen des meeres in den ohren, die sonne im gesicht, den meeresbewohner im gaumen und die kühle brise am körper... mehr muss ich wohl nicht dazu sagen. schade nur, dass dies nicht ewig dauern konnte...


mittwoch, 15. juli
schwer
en herzens verabschiedeten wir, uns dieses mal definitiv, vom meer. warten war angesagt. würde "warten" als sport gelten, hätten wir's an diesem tag echt übertrieben.
um zwei sollte schliesslich der bus kommen. sollte... aber wir sind ja in costa rica, dann soll noch viel und tut nicht so wie's sollte. um viertel nach zwei kam er dann schliesslich, jedoch in die verkehrte richtung. so musste dieser zuerst weiter nach playa flamingo fahren und dann, mit 3/4 stunde verspätung konnten wir die rückreise antreten.
das konstante französisch-gerede hinter uns und meine volle blase (ich lern's wohl nie :-)) liess mich währed der fahrt kein a
uge zu tun, was zur folge hatte, zeugin von halsbrecherischen überholmanövern des buses zu werden. da war leni's aktion von letzter woche direkt harmlos! :-)
um neun erreichten wir wieder mein appartment und, wieder einmal mehr müde, fielen wir gleich ins bett.


donnerstag, 16. juli
was machen zwei frauen in einer stadt mit vielen verführerischen läden?! genau. so schoppten wir fast den ganzen tag, chrigi animierte mich richtig, das geld auszugeben, anstatt drauf sitzen zu bleiben. chrigi tut mir gut. nicht nur wenn's um's geld ausgeben geht :-) eigentlich hätte ich sie anbinden sollen, damit sie nicht hätte gehen können...
den donnerstag hatten wir uns zum glück noch den ganzen tag und den genossen wir auch zu zweit. am abend ging's ins lieblingsrestaurant von ihr, dem italiener. obwohl mir dieses lokal langsam aber sicher aus dem hals hängt :-)
in der nacht fühlte ich mich "sleepless in heredia", die gedanken an morgen und an die vergangenen tage liessen mich kein auge zu tun. nach ablenkung am pc (blogschreiben beruhigt), schaffte ich es dann doch noch, ein paar stunden zu schlafen.


freitag, 17. juli
logisch, kam dieser tag, doch trotzdem möchte man dies ja nicht wahr haben, solang man's nicht wahr haben muss. aber an diesem tag musste ich es wahr nehmen, was mir überhaupt nicht passte. zum glück musste chrigi schon am mittag abfliegen, so mussten wir den abschied nicht zu lange in die länge ziehen.
auf der bushinreise gab's sogar noch einige situationen zum lachen: fast fiel chrigi den koffer aus dem bus. vor lauter aufregung hielten wir diesen nicht fest und bei einer ruckartigen kurve flog der koffer direkt zur türe, welche ein bisschen nach liess. aber eben, es ging gerade noch glimpflich.
danach verging uns jedoch das lachen. der abschied tat weh und ich möchte diesen nicht nochmals wiederholen (merk dir diese worte, chrigi!).
die rückkehr in mein appartment erlebte ich wie in einem traum, noch nicht realisierend, dass ich nun noch ein weiteres halbes jahr alleine hier sein werde. zwar immer noch am gleichen ort, jedoch mit neuen erinnerungen verbunden, die mich vieles aus einer neuen perspektive sehen lassen.
doch wie ich bin: tief durchatmen, kopf nach unten und losrennen. so wird's am schnellsten gehen :-)

allgemein scheint eine neue ära begonnen zu haben. ich begebe mich nach wie vor in der alt vertrauten umgebung, meine neuen schuhe auf dem neuen weg machen jedoch die differenz. mal schauen, wie ich jetzt vorwärts komme und wohin mich der weg führen wird.
ihr werdet es bestimmt erfahren...

17 July 2009

das dream-quartett kreuz und quer durch costa rica

achtung: dieser blog-eintrag ist lang. könnte noch länger sein, glaubt mir. für all diejenigen, die nicht gerne lesen, keine zeit haben oder was auch immer, ein resumee:
zu viert (aldo, chrigi, leni und ich) machten wir während einer woche mit auto costa rica unsicher. es wurde viel gelacht, geredet, getratscht, genossen, gefeiert, gegessen, getrunken (fruchtsäfte natürlich, was denn sonst?!), geschlafen, gelaufen, gefahren, geschwommen, gebadet, geplantscht, gefiebert, geföttelt, gesehen, gehört, gebräunt (bzw. gerötet), geschält, ...
ferien, die einmalig waren, meiner meinung nach
die besten in meinem seither bescheidenen kurzen leben. schade nur, dass sie nun zu ende sind.

ich wünsche euch viel spass beim lesen, es lohnt sich ;-)


samstag, 4.juli

misserfolg beim start unserer gemeinsamen ferien. aldo und leni verpassen beide ihren anschlussflug, so dass sie mit bis zu 24 stunden verspätung eintrafen. das positive, ich konnte da
für ausschlafen und musste nicht schon um sechs am flughafen sein.
mit leni (er hat gewonnen und kam als erster an) ging ich nach ankunft das auto abholen, wobei er schnell realisierte, weshalb ich mich strikte gegen das autofahren in costa rica wehre. aber ich muss sagen, er hat sich wacker geschlagen und schnell gelernt, ein bisschen rücksichtloser als gewohnt zu fahren, damit mir überhaupt vom fleck kamen...
am nachmittag spielte ich stadtführerin, währenddem wir den neusten klatsch und tratsch austauschten und dabei aufpassen mussten, nicht in ein strassenloch zu fallen.
das nachtessen wurde gleich auf thomas' wunsch hin in einem kleinen, traditionelle
n restaurant eingenommen. das nenne ich interesse an einer neuen kultur!
in der nacht kam dann schliesslich chrigi dazu. endlich konnte ich sie knuddeln!!! fehlte also nur noch aldo, um das quartett zu vervollständige
n.


sonntag, 5. juli

eigentlich hätten wir ja nur drei stunden schlafen können in dieser nacht. doch der wecker meinte es lieb mit uns und liess uns gut eine stunde weiter schlafen. lieb gemeint, doch deshalb hatten wir drei morgens um fünf einen riesen stress. wir kamen jedoch gerade noch rechtzeitig am flughafen an, ohne dass aldo uns hätte unterstellen müssen, dass wir ihn vergessen hätten. so fuhren wir gleich, endlich vollständig, richtung norden los.
diverse male verfuhren wir uns, doch glücks meiner kleinen hemmungsschwelle, leute nach dem weg zu fragen, erreichten wir doch noch das hotel
termales del bosque. ein geheimtipp für jedermann, der entspannung sucht und ein idealer ort, die ferien einklingen zu lassen: bäder, auf natürliche weise bis zu 48 grad geheizt, gringofreiheit, natur-geräusche, die ohrenbetäubend waren, pure natur, die man nicht satt sehen konnte und dem null plus ultra: drinks im wasser an einer bar. das nenn ich ferien!


montag, 6. juli
früh am morgen (vor 8 uhr, sogar ohne wecker!) gings schon wieder los. morgenessen war angesagt. durchs reden wurde es jedoch schon wieder spät und so fuhren wir um 10 uhr richtung la fortuna und vulkan arenal los. der weg war dieses mal selbsterklärend, sodass wir (bzw. ich) nicht einmal danach fragen musste. direktes fahren war jedoch nicht möglich, da jede und jeder ihre und seine extrawünsche bezüglich fotosession äusserte und diese durch freundliches anhalten gewährleistet wurden (danke aldo und leni!). kurz vor zwölf konnten wir die herzigen, vorreservierten cabinas beziehen.
da der vulkan, direkt vor unserer hütte(!), bis nach oben frei zu sehen war, riskierten wir es gleich, ihn näher zu bekunden. wie sich später herausstellte, war dies auch die richtige entscheidung: lautes gerummel, steingerolle und sicht bis ganz nach oben liessen uns unser glück kaum fassen.
nach einem gemütlichen nachtessen beim mexikaner wurde noch bis in die morgenstunden gefeiert (natürlich mit fruchtsaft, was denn
sonst?!). schliesslich sind ferien dazu da!


dienstag, 7. juli
mit wolken bedeckten und regen getrieften himmel, fiel uns die verabschiedung vom arenal leicht. richtung playa hermosa ging's weiter, eine gut fünfstündige fahrt richtung süden, wacker von den männern bezwungen. die fahrt führte uns durch alle klimazonen: regenwald, trockene gegenden, begleitet von sonne und regen, reisfeldern, bananen-, papaya- und ananasplantagen, noch nie gesehene pflanzen, blumen in allen farben und kilometerlange palmgesäumte strassen. trotz langer fahrt also ein naturspektakel, das uns keine zeit, noch lust zum dösen oder schlafen liess.
in playa hermosa angekommen waren wir von unserer vorreservierten unterkunft nicht wirklich üb
erzeugt. bilder im internet können sehr trügen... so beschlossen wir gleich, unsere reise weiter richtung quepos zu führen, denn selbst der "schöne" strand überzeugte mit seinem schwarzen sand kaum.
angekommen, müde, aber doch glücklich, die richtige entscheidung getroffen zu haben, fielen wir ins bett.


mittwoch, 8. juli
dieser tag bestätigte schliesslich, dass die entscheidung wirklich ein schuss ins schwarze gewesen war. "früh" morgens, um 10 uhr, ging's nach manuel antonio, an den sonnenüberflutenden, heissen und ferienadäquaten strand. leider übetriebens die wellen ein bisschen mit ihrer intensität, sodass gewisse ausflüge ins meer mit einem gegen die strömung schwimmender kampf endete, den mich am nächsten tag die muskeln spüren und schmerzen liess (sollte wohl doch ein bisschen mehr sport treiben)... an diesem tag wurde also auch sport ausgeübt, so dass wir es uns, nach leichtem regen, jedoch immer noch schönwarmen temperaturen, im pool im hostel gemütlich machten.
am abend ging die gemütlichkeit beim nachtessen gleich weiter und über in die abendunterhaltung mit ausgehölter wassermelone, angereichert mit erstklassigem rum (fruchtsaft ging uns leider aus :-)). prost!


donnerstag. 9. juli
wie gerufen war der himmel an diesem tag am morgen mit wenigen wolken befleckt, sodass uns petrus wieder einmal mehr signalisierte, dass wir das richtige machen. denn an diesem tag besuchten wir den nationalpark in manuel antonio, wo die bäume sowieso nicht zuliessen, dass man den himmel sieht.
die natur bewies uns, dass grün eben doch nicht gleich grün ist und geheimnisse verbirgt, die sich nur erahnen oder erhören lassen.
nach gut dreistündigem laufen
(wobei sich das "laufen" aus staunen, stehen, rückwärtslaufen, lauter "hei lug!" zusammensetzte) konnten wir unsere schweisstriefenden kleider auswinden, jedoch stolz sagen, dass wir zeugen von tukanen, sowie krebsen, eidechsen, spinnen und selbst affen wurden. wobei mir persönlich die affen, zähnezeigend und ungewohnte laute von sich gebend, plötzlich doch nicht mehr so "knuddelig" rüberkamen...
die strände im park genossen wir am nachmittag, bevor wir wieder vor dem regen und der flut flüchten mussten.


freitag, 10. juli
nach morgendlicher shoppingtour ging's wieder ans meer. die wellen schienen sich beruhigt zu haben, so dass sie selbst mich verzauberten und im wasser hielten. sieger war und blieb jedoch aldo, der bestimmt nicht gemerkt hätte, wenn wir ohne was zu sagen uns aus dem staub gemacht hätten.
schliesslich mussten wir uns endgül
tig vom meer verabschieden und es ging wieder zurück ins hostel. der tag war zu schnell zu ende, sodass sich unsere stimmung mit dem gedanken, dass morgen schon alles wieder zu ende sein sollte, ein bisschen trübte.


samstag, 11. juli
mit fruchtsalat gestärkt, nahmen wir die rückreise in den angriff. schweren herzens...
die trauer dauerte jedoch nicht lange an und wandelte sich schnell in spannung um. dank unserem leni, der immer wieder auf's neue überrascht.
man schliesse die augen und stelle sich vor: leni lenkt. ich sitze vorne rechts im auto, chrigi und aldo hinten. eine überlandstrasse erstreckt sich unter den vier rädern und vier eher lansame autos höttern vor uns hin. die sicht ist gut, was leni nutzt und ans überholen ansetzt, von uns animiert. kaum ist das überh
olmanöver zufriedenstellend terminiert, stellt sich eine person mitten auf die strasse und zwingt uns somit anzuhalten. die person stellt sich als polizist heraus. die zahl 104km/h strahlt uns auf dem geschwindigkeitsmessgerät entgegen. bei erlaubten 60 km/h... wow...
doch wieder einmal mehr meinte es unser schicksal gut mit uns: da am samstag und sonntag die banken geschlossen haben und leni also vor abflug die strafe (von 50 dollar) nicht hätte bezahlen können, wurde alles "vergessen".
was jetzt vielleicht so einfach und simpel tönt, war in realität ein halbstündiges gespräch, in dem mich meine spanischkenntnisse ans limit und ins schwitzen brachten. doch mit der masche "wir alles touristen und wissen von nichts" fuhren wir genau auf der richtigen schiene. das liebe lächeln von chrigi und mir, die unschuldigen blicke von aldo und leni und der fakt, dass wochenende ist, liess den polizisten schliesslich dazu erweichen, den strafzettel zu "vergessen".
leicht zitternd und das glück nicht fassend kamen wir, ohne weitere zwischenfälle, in heredia an.
das auto konnten wir ohne weitere kratzer (was bein einem kratzer-übersääten auto auch nicht schwierig war) abgeben und den allerletzten abend zu viert in einer pizzeria mit überdimensionalisierten pizzen ausklingen lassen.
auch wenn nicht für viele stunden, legten wir uns in meinen bescheidenen vier wänden schlafen.


sonntag, 12. juli
der kreis schloss sich: um viertelvorfünf ging das licht, wie im militär, unsanft an, begleitet mit den worten: wir haben verschlafen! irgendwie kam uns diese situation zu bekannt vor...
in rekordzeit waren die männer aus dem bett (und das nach nur 3 stunden schlaf!), konnten gleich ins taxi einsteigen und den weg richtung usa antreten. der abschied war also kurz, jedoch von kleinen schmerzensstichen begleitet.
ab diesem moment hiess es für chrigi und mich: selbst ist die frau, bzw. die frauen!

03 July 2009

wenn tage zu stunden dahinschmelzen (oder: wenn man ferien hat)

schon wieder eine woche rum...
war ich vor ein paar monaten noch froh, dass die wochen so schnell vergehen, hätte diese erste ferienwoche meiner meinung nach ruhig etwas länger dauern können...

am montag wurde endlich wieder einmal geschoppt. ein geheimtipp einer lehrerkollegin liess mich in einen laden gehen, der von aussen nicht sehr anmächelig aussah. doch darin waren perlen enthalten: alles produkte aus der usa, von gap bis nach lewis. nur im preis unterschieden sie sich wohl ein bisschen, sodass ich zwei paar jeans zum eigentum machen konnte, zu einem preis, mit dem ich in der schweiz nicht einmal ein hosenbein hätte kaufen können.

am dienstag brachte ich es fertig, den waschraum und die halbe wohnung unter wasser zu setzen. dabei wollte ich doch nur meine kleider waschen!
das wasser hatte, nicht wie sonst immer, das waschbecken getroffen, sondern hat sich entschieden, mich zum bodenputzen zu zwingen. ich sass in der küche und dachte noch, dass mir das geräusch abnormal vorkommt. erst ein paar sekunden später fiel der zwanziger runter. aber eben, alles hat sein gutes, der boden ist jetzt schön geputzt und riecht erst noch fein nach waschmittel.

am mittwoch ging ich in die schule. ja, in die schule! ich konnte es selber nicht glauben, selbst die wächter haben mich mit grossen augen angesehen und wollten mich erst nicht rein lassen, da sie sich einig waren, dass ich in die ferien gehöre ;-)
aber erstmals, am morgen, traf ich mich mit einer lehrerkollegin. sie wollte heredia kennenlernen und so kam sie mich besuchen. ich zeigte ihr die stadt ein bisschen und wir schwatzten gemütlich, auch wenn fast nur über die schule, in einem cafe.
gemeinsam gingen wir dann zurück nach pavas, an die schule. grund des besuches war ein treffen mit einer spanischlehrerin, die mein spanisch testete. wie an einem examen liess sie mich reden, schreiben etc. fest steht jetzt, dass ich im august (muss mich also ziemlich in den arsch kneiffen) das dele (ein spanischdiplom) auf der mittleren stufe absolvieren werde.
ich muss offen zugestehen, dass ich stolz bin auf mich. nach einem jahr hier schon so weit, das hätte ich nicht zu träumen gewagt!

donnerstag und freitag vergingen dann schnell mit spanisch studieren, putzen, packen, schlafen, etc.
und nun geht es nicht mehr lange und chrigi, aldo und leni werden vor meiner tür stehen. ich freue mich total. endlich mal wieder schweizerdeutsch, endlich mal wieder frauengespräche (natürlich wenn aldo und leni die ohren zuhalten :-) )... ich kann es nicht erwarten.

jetzt melde ich mich jedoch für die nächsten zwei wochen ab. damit ihr mich aber nicht allzusehr vermisst, hinterlasse ich euch zwei nette links, wo ihr sehen könnt, wo wir nächste woche alles so herumirren werden.
erste station ist in der nähe des vulkanes arenal. wir werden in einem hotel übernachten mit dazugehörigen
thermalbädern und werden uns sicher prächtig erholen. dann gehts weiter nach monteverde bis zu playa hermosa, wo wir in einer schön gelegenden unterkunft die täglichen sonnenuntergänge bewundern werden. überzeugt euch selbst: refugio del buda.

hasta luego!