neues layout - neues abenteuer
kaum in meiner heimat angekommen, habe ich mich bereits entschlossen, wieder nach costa rica zurück zu kehren. für ein jahr werde ich an einer deutschen schule in der nähe der hauptstadt san josé unterrichten. das "pura vida" und der blog geht also bald weiter. ich werde euch auf dem laufenden halten...
09 October 2008
17 September 2008
día de la independencia y despedida numéro 3
dem jahre 1821 ist es zu verdanken, dass costa rica jährlich ihre unabhängigkeit, den dìa de la independencia, so ausgiebig feiern kann. schon die ganze woche durch wurden im parque central konzerte gegeben, stände aufgestellt und typisches essen serviert.
unglaublich auch, wie gnädig petrus war: die ganze woche hindurch war morgens strahlend blauer himmel mit viel hitze. geregnet hat es selten, teils gar nicht. einfach herrlich und wie für diese feier bestellt. dementsprechend war auch die stimmung in ganz heredia.
ich wollte natürlich nichts davon missen und habe mich erkundet, wann was statt findet. was schwieriger war als ich gedacht habe! denn ein programm existierte nicht. vom “hören sagen” wusste ich schliesslich ungefähr wann was stattfinden wird.
nachdem wir am samstagabend nochmals in den ausgang gingen und ausgiebig getanzt wurde, bis mir der schweiss auf der stirn stand, gings am sonntag etwas ruhiger zu und her.
am nachmittag gings in den parque central. dort sollte, laut leute, um drei uhr die antorcha, die fackel mit dem feuer der unabhängigkeit, eintreffen. traditionell wird eine fackel in guatamala angezündet und bis nach cartago getragen, sprich leute rennen (wie an der olympiade) eine strecke und geben das feuer weiter.
auch in heredia ist das feuer eingetroffen, jedoch eine stunde später als gedacht.
an diesem tag hatte petrus leider eine weniger gute laune, als die antorcha eintraf fing es nämlich kräftig an zu regnen. und die fackel erlosch. :-) tja, natürlich wurde sie wieder angezündet (mit “feuer” aus heredia)...
nach diesem spektakel ging ich für das letzte, wirklich letzte mal in die schule. nebst diversen aktivitäten wurde viel gesungen und gegessen. gleichzeitig wurde die desfile de los faroles eingeleutet. auch dies eine tradition, ähnlich wie in der schweiz am ersten august. kinder halten laternen in ihren händen und laufen in der stadt umher. mit dem unterschied, dass hier die laternen meist selber gebastelt werden und diverse formen aufweisen, wie häuser, autos, burgen, etc. die stimmung, der regen verliess uns zum glück, war atemberaubend. als dann noch die hymne von costa rica gesungen wurde, lief es mir kalt den rücken herunter.
um neun uhr sollte dann noch ein juego de polvo, ein feuerwerk, stattfinden. damit ich bestimmt nicht zu spät war, traf ich mich mit eder um halb neun im park. als ich jedoch um 8 uhr 15 von draussen knälle hörte, liess ich alles stehen und liegen und rannte in den park. die letzten fünf minuten kriegte ich noch wenigstens was von den farbigen lichtern mit. eben, so läufts hier halt... :-)
am montag, ein freier tag für jedermann, wurde früh aufgestanden, denn eine parade der schulen hereidas war angesagt! und was für eine! in brütender hitze, über sechs stunden lang! und wir schauten zu, alles stehend, weil kein platz war um uns zu setzen. nachdem ich jedoch nach gut vier stunden anfing sterne vor meinen augen zu sehen, entschieden wir, dass es wohl besser sei, wenn wir mal was essen und trinken würden ;-)
aber ich sage
euch, ich bewunderte die kinder, die an dieser parade mitliefen. der schweiss lief ihnen nur so von der stirn und es war offensichtlich zu sehen, dass ihnen der schuh an allen stellen am fusse drückt (auch kein wunder mit diesen schuhen, siehe bild)...
der schönste moment für mich war, als mich meine schüler erblickten. die konzentration war nicht mehr dort, wo sie sein sollten und sie riefen laut meinen namen. war herzzerreissend, denn in diesem augenblick wurde mir bewusst, dass ich sie nicht mehr sehen werde...
tja, so ging auch dieses verlängerte wochenende zu ende. oder besser gesagt ging mein pura vida (bis auf weiteres) zu ende. nach vielen tränen und einer gut 17 stündigen reise bin ich wieder zu hause.
hallo zusammen ;-)
unglaublich auch, wie gnädig petrus war: die ganze woche hindurch war morgens strahlend blauer himmel mit viel hitze. geregnet hat es selten, teils gar nicht. einfach herrlich und wie für diese feier bestellt. dementsprechend war auch die stimmung in ganz heredia.
ich wollte natürlich nichts davon missen und habe mich erkundet, wann was statt findet. was schwieriger war als ich gedacht habe! denn ein programm existierte nicht. vom “hören sagen” wusste ich schliesslich ungefähr wann was stattfinden wird.
am nachmittag gings in den parque central. dort sollte, laut leute, um drei uhr die antorcha, die fackel mit dem feuer der unabhängigkeit, eintreffen. traditionell wird eine fackel in guatamala angezündet und bis nach cartago getragen, sprich leute rennen (wie an der olympiade) eine strecke und geben das feuer weiter.
auch in heredia ist das feuer eingetroffen, jedoch eine stunde später als gedacht.
an diesem tag hatte petrus leider eine weniger gute laune, als die antorcha eintraf fing es nämlich kräftig an zu regnen. und die fackel erlosch. :-) tja, natürlich wurde sie wieder angezündet (mit “feuer” aus heredia)...
nach diesem spektakel ging ich für das letzte, wirklich letzte mal in die schule. nebst diversen aktivitäten wurde viel gesungen und gegessen. gleichzeitig wurde die desfile de los faroles eingeleutet. auch dies eine tradition, ähnlich wie in der schweiz am ersten august. kinder halten laternen in ihren händen und laufen in der stadt umher. mit dem unterschied, dass hier die laternen meist selber gebastelt werden und diverse formen aufweisen, wie häuser, autos, burgen, etc. die stimmung, der regen verliess uns zum glück, war atemberaubend. als dann noch die hymne von costa rica gesungen wurde, lief es mir kalt den rücken herunter.
um neun uhr sollte dann noch ein juego de polvo, ein feuerwerk, stattfinden. damit ich bestimmt nicht zu spät war, traf ich mich mit eder um halb neun im park. als ich jedoch um 8 uhr 15 von draussen knälle hörte, liess ich alles stehen und liegen und rannte in den park. die letzten fünf minuten kriegte ich noch wenigstens was von den farbigen lichtern mit. eben, so läufts hier halt... :-)
aber ich sage
der schönste moment für mich war, als mich meine schüler erblickten. die konzentration war nicht mehr dort, wo sie sein sollten und sie riefen laut meinen namen. war herzzerreissend, denn in diesem augenblick wurde mir bewusst, dass ich sie nicht mehr sehen werde...
tja, so ging auch dieses verlängerte wochenende zu ende. oder besser gesagt ging mein pura vida (bis auf weiteres) zu ende. nach vielen tränen und einer gut 17 stündigen reise bin ich wieder zu hause.
hallo zusammen ;-)
12 September 2008
despedida numéro 3
sprachschule, primarschule und tanzlektionen gehören nun auch zur vergangenheit.
die woche verging wie erwartet in einem tempo, das mir kaum erlaubte zu atmen. noch weniger realisierte ich, dass mein abflug immer näher kommt. jetzt, wo ich wieder zeit habe zu denken, sickert dies langsam in mein hirn hinein. gefällt mir gar nicht :-) nachdem ich noch einen kollegen aus der schweiz angefragt habe, was er denkt, sei ein grund, in die schweiz zurück zu kommen, antwortet dieser doch promt mit "das wetter"... ist das alles???
aber nun wird auf die vergangenen tage zurück geblättert.
eine woche war schule intensiv angesagt. dieses mal ohne dass mein kopf zu rauchen hatte. welch ein glück, alles ging ein bisschen langsamer voran als letzte woche. und nun bin ich mit der ganzen spanischen grammatik ausgestattet. :-D
am dienstag nachmittag war día de los niños. ein tag, an dem die kinder zwar zur schule gehen mussten, jedoch keine schule hatten. ich nutzte diese gelegenheit gleich aus, um "meine kinder" nochmals zu sehen.
statt schule wurde also gegessen, gespielt und die verkleidungen, die sie sich zur feier des tages anzogen, bewundert.
die freude, als mich die kinder sahen war unbeschreiblich. kreischend kamen sie auf mich los gerannt und umarmten mich.
der schwerste abschied dieser woche fiel mir von den tanzlektionen. ein halbes jahr wöchentlich vier stunden tanzstunden mit salsa, merengue, cumbia, bolero, bachata... das wird mir fehlen und eine grosse lücke hinterlassen.
glücklicherweise steht mir noch ein wochenende bevor, an dem wir die nächte zum tanzen ausnützen werden.
allgemein steht ein vollgepacktet wochenende bevor. am montag, dem 15. september feiern die ticos hier nämlich ihren día de la independencia. schon während der ganzen woche wurden verschiedenste aktivitäten in heredia durchgeführt, wie konzerte oder umzüge (siehe bild). auch werden stände laufend aufgestellt, um diesen grossen tag zu feiern. und eben, deshalb wird am wochenende viel los sein.
das einzige, das schief gehen könnte, ist das wetter.
petrus scheint jedoch in letzter zeit eine super laune zu haben: am morgen herrscht purer sonnenschein und während stunden herrscht eine hitze, wie schon lange nicht mehr. am nachmittag regnet es meistens für eine stunde oder gar nicht. wenn es aber regnet, dann leerts aus kübeln! und wie! herrlich! :-) nach einer stunde ist jedoch das spektakel vorbei und die sonne schein wieder am himmel, als ob nichts gewesen wäre. so gefällts mir ;-)
aber nun wird auf die vergangenen tage zurück geblättert.
eine woche war schule intensiv angesagt. dieses mal ohne dass mein kopf zu rauchen hatte. welch ein glück, alles ging ein bisschen langsamer voran als letzte woche. und nun bin ich mit der ganzen spanischen grammatik ausgestattet. :-D
statt schule wurde also gegessen, gespielt und die verkleidungen, die sie sich zur feier des tages anzogen, bewundert.
die freude, als mich die kinder sahen war unbeschreiblich. kreischend kamen sie auf mich los gerannt und umarmten mich.
der schwerste abschied dieser woche fiel mir von den tanzlektionen. ein halbes jahr wöchentlich vier stunden tanzstunden mit salsa, merengue, cumbia, bolero, bachata... das wird mir fehlen und eine grosse lücke hinterlassen.
glücklicherweise steht mir noch ein wochenende bevor, an dem wir die nächte zum tanzen ausnützen werden.
allgemein steht ein vollgepacktet wochenende bevor. am montag, dem 15. september feiern die ticos hier nämlich ihren día de la independencia. schon während der ganzen woche wurden verschiedenste aktivitäten in heredia durchgeführt, wie konzerte oder umzüge (siehe bild). auch werden stände laufend aufgestellt, um diesen grossen tag zu feiern. und eben, deshalb wird am wochenende viel los sein.
das einzige, das schief gehen könnte, ist das wetter.
petrus scheint jedoch in letzter zeit eine super laune zu haben: am morgen herrscht purer sonnenschein und während stunden herrscht eine hitze, wie schon lange nicht mehr. am nachmittag regnet es meistens für eine stunde oder gar nicht. wenn es aber regnet, dann leerts aus kübeln! und wie! herrlich! :-) nach einer stunde ist jedoch das spektakel vorbei und die sonne schein wieder am himmel, als ob nichts gewesen wäre. so gefällts mir ;-)
08 September 2008
despedida numéro 2
die tage fliegen nur so an mir vorbei. kaum stehe ich auf, bin ich schon wieder am schlafen. kaum beginne ich am montag in der schule, ist es schon freitag und das wochenende steht vor der tür. und dieses vergangene wochenende, auch kein wunder, schoss wie eine rakete an mir vorbei :-)
doch nun alles der reihe nach:
wie erwähnt war die vergangene woche sprachschule in intercultura angesagt. anfangs rauchte mir wieder der kopf und das gehirn drohte zu explodieren. dies hatte jedoch auch seine gründe! mit meinem sprachenniveau existierte nämlich keine klasse, so musste ich ein niveau höher eingsteigen, was doppelte arbeit bedeutete: einerseits das nachholen der theorie, die ich verpasst habe und gleichzeitig kam neues dazu. doch, ich habe viel gelernt und es hat sich gelohnt! jetzt bleibt mir noch ein niveau für diese woche und dann kenne ich, laut lehrerin, die ganze spanische grammatik :-) aber eben, zwischen kennen und benutzen, theorie und praxis herrscht noch eine grosse kluft ;-)
die woche verging demnach rasant und eher unspektakulär mit büffeln, hausaufgaben erledigen und natürlich tanzen (was nicht fehlen darf) vorbei.
das wochenende kam schnell und wurde also auch verdient!
eigentlich wollte ich vor meiner heimkehr nicht mehr an den strand costa ricas, da ich überzeugt war, dass dies der abschied noch mehr erschweren würde. aber ich wurde überredet (viel schlimmer kann's ja nicht werden) und ging mit eder ab an den strand.
tambor war unser ziel, eine stadt am strand am süden von puntarenas. um fünf uhr morgens ging's los, mit der absicht, dass wir dann um zehn uhr im hotel ankommen würden. doch dieses mal hatten wir das glück nicht auf unserer seite: um 8:10 kam unser bus in puntarenas an, doch um 8:00 uhr fuhr die fähre bereits ohne uns ab. was mich erstaunte, denn normalerweise wird in costa rica die pünktlichkeit nicht gerade sehr gross geschrieben... dazu kam der fakt, dass nur zwei fähren diese strecke fahren. so mussten wir also ärgerliche drei stunden warten, bis die nächste los fuhr... tja, mala suerte.
um ein uhr kamen wir dann doch noch im hotel an. dort verbrachten wir zwei herrliche tage, mit viel sonne, wärme, meer, strand, wolkenlosem himmel,... wieder einmal mehr ein paradies auf erden.
leider hat jedoch alles ein ende. schweren herzens mussten wir am sonntag vom träumen abschied nehmen und in die realität zurückkehren. und ich nahm gleichzeitig abschied vom strand costa ricas... despedida numéro 2...
jetzt bleibt mir noch eine woche und dann ist schluss mit allem. zumindest mit dem leben hier in costa rica. zumindest bis auf weiteres... nunca lo sabes, vamos a ver que pasará... :-)
doch nun alles der reihe nach:
die woche verging demnach rasant und eher unspektakulär mit büffeln, hausaufgaben erledigen und natürlich tanzen (was nicht fehlen darf) vorbei.
eigentlich wollte ich vor meiner heimkehr nicht mehr an den strand costa ricas, da ich überzeugt war, dass dies der abschied noch mehr erschweren würde. aber ich wurde überredet (viel schlimmer kann's ja nicht werden) und ging mit eder ab an den strand.
tambor war unser ziel, eine stadt am strand am süden von puntarenas. um fünf uhr morgens ging's los, mit der absicht, dass wir dann um zehn uhr im hotel ankommen würden. doch dieses mal hatten wir das glück nicht auf unserer seite: um 8:10 kam unser bus in puntarenas an, doch um 8:00 uhr fuhr die fähre bereits ohne uns ab. was mich erstaunte, denn normalerweise wird in costa rica die pünktlichkeit nicht gerade sehr gross geschrieben... dazu kam der fakt, dass nur zwei fähren diese strecke fahren. so mussten wir also ärgerliche drei stunden warten, bis die nächste los fuhr... tja, mala suerte.
um ein uhr kamen wir dann doch noch im hotel an. dort verbrachten wir zwei herrliche tage, mit viel sonne, wärme, meer, strand, wolkenlosem himmel,... wieder einmal mehr ein paradies auf erden.
leider hat jedoch alles ein ende. schweren herzens mussten wir am sonntag vom träumen abschied nehmen und in die realität zurückkehren. und ich nahm gleichzeitig abschied vom strand costa ricas... despedida numéro 2...
jetzt bleibt mir noch eine woche und dann ist schluss mit allem. zumindest mit dem leben hier in costa rica. zumindest bis auf weiteres... nunca lo sabes, vamos a ver que pasará... :-)
01 September 2008
San Bartolomé cocinando una olla de carne sin carne
und schon wieder gehört eines der letzten wochenenden der vergangenheit an. die tage hier bestehen definitiv aus weniger als 24 stunden...
an diesem wochenende stand die kultur costa ricas voll im zentrum. angefangen am samstagmorgen mit einem gang an die feria. in den letzten wochenenden habe ich diese regelmässig versäumt, es war also wieder einmal an der zeit, die vitaminbombenansammlung zu besuchen. dieses mal ging ich mit meiner mitbewohnerin lily und eder dort hin. echt praktisch, einen einheimischen dabei zu haben, der einem (fast) alles erklären kann. so habe ich jetzt auch von den noch so merkwürdigsten und exotisten früchten und gemüsen den namen gehört. das behalten muss noch geübt werden, die wörter sind nicht immer einfach (pejibaye, merk dir das mal)...
danach ging's weiter zu eder's eltern, die uns zeigten, wie man olla de carne auf costa ricanische art kocht. wörtlich übersetzt nennt sich das gericht "pfanne des fleisches". ihr könnt euch ja meine begeisterung vorstellen... ;-)
zur grossen überraschung war ich jedoch wirklich begeistert! denn zu meiner freude bestand das gericht zur hälfte aus gemüse! :-) meine augen fingen demnach auch zu leuchten an, als ich all das gemüse zu sehen bekam, das wir zu rüsten hatten.
nach gut zwei stunden (!) kochzeit und allerhand amüsanten geschichten von den eltern, wurde das gericht verzehrt. und für mich eben: olla de carne sin carne ;-)
sonntag, ein neuer gang nach barva (wie letzte woche), dieses mal jedoch an die sogenannte fiesta del patrono san bartolomé. ein fest mit bizarrer tradition (siehe bild): maskierte und verkleidete leute laufen mit blasen von viehern (!) herum. die blasen sind mit wasser gefüllt und an einer schnur befestigt. mit diesen dingern wird auf die zuschauer am fest eingehauen. kinder, sowie erwachsene, hatten ihr gaudi dabei. die getroffenen wohl eher weniger, die nach hause ihre kleider waschen gehen mussten ;-)
glücklicherweise hatten sie mitleid, oder was auch immer mit uns und wir wurden nicht zum ziel dieser doch eher "grusigen" handhabung von tierinnereien...
soviel zum wochenende.
jetzt steht mir eine woche spanisch-schule bevor. auch wenn das wieder intensives pauken, viel hausaufgaben und täglich frühes aufstehen bedeutet, freue ich mich, das spanisch auf fordermann zu bringen...
an diesem wochenende stand die kultur costa ricas voll im zentrum. angefangen am samstagmorgen mit einem gang an die feria. in den letzten wochenenden habe ich diese regelmässig versäumt, es war also wieder einmal an der zeit, die vitaminbombenansammlung zu besuchen. dieses mal ging ich mit meiner mitbewohnerin lily und eder dort hin. echt praktisch, einen einheimischen dabei zu haben, der einem (fast) alles erklären kann. so habe ich jetzt auch von den noch so merkwürdigsten und exotisten früchten und gemüsen den namen gehört. das behalten muss noch geübt werden, die wörter sind nicht immer einfach (pejibaye, merk dir das mal)...
zur grossen überraschung war ich jedoch wirklich begeistert! denn zu meiner freude bestand das gericht zur hälfte aus gemüse! :-) meine augen fingen demnach auch zu leuchten an, als ich all das gemüse zu sehen bekam, das wir zu rüsten hatten.
nach gut zwei stunden (!) kochzeit und allerhand amüsanten geschichten von den eltern, wurde das gericht verzehrt. und für mich eben: olla de carne sin carne ;-)
sonntag, ein neuer gang nach barva (wie letzte woche), dieses mal jedoch an die sogenannte fiesta del patrono san bartolomé. ein fest mit bizarrer tradition (siehe bild): maskierte und verkleidete leute laufen mit blasen von viehern (!) herum. die blasen sind mit wasser gefüllt und an einer schnur befestigt. mit diesen dingern wird auf die zuschauer am fest eingehauen. kinder, sowie erwachsene, hatten ihr gaudi dabei. die getroffenen wohl eher weniger, die nach hause ihre kleider waschen gehen mussten ;-)
glücklicherweise hatten sie mitleid, oder was auch immer mit uns und wir wurden nicht zum ziel dieser doch eher "grusigen" handhabung von tierinnereien...
soviel zum wochenende.
jetzt steht mir eine woche spanisch-schule bevor. auch wenn das wieder intensives pauken, viel hausaufgaben und täglich frühes aufstehen bedeutet, freue ich mich, das spanisch auf fordermann zu bringen...
29 August 2008
despedida numéro 1
meine augen blieben dabei trocken! ich musste jedoch hart dafür kämpfen... kaum war es mir nämlich möglich, einen meter zu gehen, ohne dass dabei ein kind an meinem körper hing und mich bat, bei ihnen zu bleiben.
nebst tausenden von küsschen, die ich auf die backe gedrückt bekam, erhielt ich heute von den kindern noch ein einzigartiges andenken: jedes kind schrieb oder zeichnete mir etwas kleines auf ein blatt. all diese heftete die englischlehrerin zusammen und lässt mich nun glückliche besitzerin eines heftes mit lauter herzigen mitteilungen und verzierenden herzchen sein.
damit mich die kinder nicht vergessen, habe ich jedem ein portrait-foto (vom jeweiligen kind natürlich und nicht von mir ;-) ) und ein klassenfoto geschenkt. ihr hättet ihre gesichter sehen sollen, als sie sich selber sahen, so als ob sie sich das erste mal auf einem foto zu sehen bekamen! :-)
ach, ich werde die kleinen vermissen...
26 August 2008
tranquilidad y quemadura
am samstag fuhren wir morgens "früh" (neun uhr :-)) nach brava, um die sonne in einer badi (samt sauna! welch luxus!) zu geniessen. brava ist ein eher kleiner ort und etwa einen kilometer von heredia entfernt.
ich bin mir mittlerweile so den regen gewohnt, dass ich ganz vergessen habe, wie intensiv die sonne sein kann. nicht, dass ihr jetzt denkt, dass es hier nur regnet und sonst nichts. im gegenteil! in den letzten tagen hat petrus besonders gute laune: morgens ist es angenehm warm und bis etwa vier uhr nachmittags fällt kein regen. dafür nachher, was jedoch nichts aus macht, weil man sowieso zu hause im warmen (mehr oder weniger warmen, hat ja keine heizung) hockt.
och da fällt mir ein: wisst ihr, was ich als erstes machen werde, wenn ich nach hause komme? eine heiiisse dusche werde ich nehmen und mich nachher vor den brennenden kamin (oder besser gesagt: dessen brennendes holz) setzen und mich schliesslich ins warme bett kuscheln ;-) ich freu mich schon!
also, zurück nach costa rica, samstag morgen, fast-strahlend blauer himmel: für gut drei stunden lagen wir also im grass und liessen uns sonnen. das hat auch gereicht, dass nadja nun einen knütschroten rücken hat. ich werd's wohl nie lernen ;-)
immerhin werd ich jetzt ein bisschen brauner nach hause kommen... wär ja peinlich, ein halbes jahr in costa rica zu sein, ohne brauner zu sein als vorher :-)
schon wieder schreibe ich von zu hause...
wie ihr merkt, langsam naht das ende meines aufenthaltes. nur noch knapp eine woche in der schule und nachher gehts wieder selber in die sprachschule für zwei wochen. erstaundlicherweise freue ich mich von tag zu tag mehr und mehr auf die schweiz. hätte ich nicht gedacht, aber irgendwie bin ich langsam aber sicher bereit, euch lieben wieder zu sehen. obwohl hier noch ein herz-schmerz abschied auf mich wartet, freu ich mich auf das herz-erfreuende wiedersehen.
aber eben, zurück nach costa rica. samstag verging also tranquilo, sonntag genauso. und jetzt sitze ich hier in der wohnung und wünschte, ich hätte den fünfer und das weggli. fühl mich zwischen stuhl und bank. schweiz und costa rica, costa rica und schweiz. chaos! ich geb's auf... ;-)
18 August 2008
volcán irazú
alles hat jedoch einen sinn, wie auch diese abnormalität: ich unternahm nämlich mit eder einen ausflug zum volcan irazú.
der vulkan ist nicht weit von heredia entfernt und liegt in der nähe der ehemaligen hauptstadt cartago. auch dieser berg zählt noch zu den wenigen aktiven vulkanen und hatte sein letztes dampfausgespucke vor gut 15 jahren.
um die vulkane sehen zu können, muss man sich hier in costa rica jedoch früh auf den weg begeben, da sich die wolken nach zehn/elf uhr in den krater nisten und ihn den restlichen tag nicht mehr wieder frei geben. deshalb fuhren wir um sieben uhr los, damit wir den bus in san josé auch auf sicher erwischen.
widder meinem bisherigen glück, das ich bisher auf ausflügen hatte, klappte dies auf anhieb. so erreichten wir den vulkan schliesslich noch rechtzeitig, konnten den krater bewundern und schön den wolken und dem nebel zuschauen, wie sie sich in den krater nisteten. und ihn nicht mehr verliessen.
allgemein war ich jedoch eher enttäuscht, ein grüner tümpel in einem loch zu sehen war nicht sehr spektakulär. doch der vulkan, war zum glück nicht die einzige attraktion an diesem ort: die kleinen tierchen auf dem bild, pisotes, versüssten den aufenthalt und liessen die herrschende kälte
eine stunde später verliess der bus den vulkan wieder. und, welch ein wunder, auch wir waren auf dem bus, also auch hier verlief wieder alles glimpflich (wo steckt nur der haken?:-)). bevor wir schliesslich wieder richtung nach hause steuerten, schoben wir in cartago einen halt ein und gingen die kirche erneut besuchen, wie vor zwei wochen während der romería. dieses mal hatte es jedoch weniger menschen und weniger sensation, dafür war die kirche immer noch die gleich schöne. ohne in einer schlange stehen zu müssen gingen wir noch den stein anschauen, auf dem der legende nach die puppe stand und liessen uns von dem angeblich heiligen wasser beträufeln.
so nahm unser ausflug ein ende und ich kann nun behaupten, dass auch ausflüge ohne missgeschicke spannend und schön sein können ;-)
15 August 2008
un hogar nuevo
umzug
gringa-freiheit! meine verlorenen nerven können sich endlich wieder in ruhe regenerieren.
zudem befindet sich in der wohnung ein wohnzimmer, waschecke und küche. meine neuen mitbewohner sind unkomplizierte leute, also ein grosser unterschied zur vorhergehenden unterkunft. :-) dazu kommt der fakt, dass ich von nun an praktisch nur noch spanisch sprechen werde, bzw. muss, weil der freund meiner kollegin nämlich ein einheimischer ist. ein playstation-süchtiger einheimischer, zum ärgernis der freundin... männer! eine faszination, die ich niemals nachvollziehen werden kann :-)
anders als vorhin fühle ich mich hier auch sehr sicher, denn vis-à-vis befindet sich direkt das hauptzentrum der polizei von heredia. ein grosser unterschied zum alkoholladen, der sich noch vor einer woche vis-à-vis der residenz befand und regelmässig für gäste sorgte, denen ich im dunkeln nur ungern begegnete... doch wie immer gibt es auch nachteile bei einem ortswechsel, welche jedoch den vorteilen weitaus unterliegen. einer besteht darin, dass das internet nur nach lust und laune funktioniert (obwohl, beklagen möchte ich mich nicht, schliesslich benütze ich dieses als “pirot”. harrharr ;-)). weitere, dass kein telefon, sowie keine waschmaschine vorhanden ist. wobei letzteres kein viel grösseres übel ist, denn vorher hatten wir zwar eine waschmaschine, doch nur zu betrachten, weil sie nicht mehr funktionierte.
das ende naht. nur noch zwei wochen bleiben mir mit den kindern übrig. täglich werde ich gefragt, ob ich denn wirklich gehen muss... mir zerreist letzten endes wohl doch noch mein herz. mal schauen, wieviele kinder ich schliesslich in meinem gepäck mitnehmen werde... :-)
doch auch die lehrerin möchte mich nicht gehen lassen. kein wunder, bei 27 kindern ist wohl jeder froh, unterstützung bei der arbeit zu erhalten.
obwohl ich noch nicht an das ende meines aufenthaltes denken möchte, werde ich trotzdem täglich daran erinnert, was mir ein kurzer stich im herzen hinterlässt. es wird nicht einfach sein, diesen ort zu verlassen (entschuldigung, wenn ihr dies jetzt schon zum x-ten mal lesen müsst, aber so ist es nun mal :-( )...
um so mehr werde ich nun die zeit, die mir noch bleibt geniessen. ich werde euch auf dem laufenden halten...
07 August 2008
una era nueva
endlich!!! denn es hätte nicht mehr lange gedauert und ich wäre der einen gringa an der gurgel gehangen.
so zog ich nun die notbremse und werde zu einer kollegin (gringa... ABER eine von der raren sorte, mit der ich sehr gut auskomme :-) ) und ihrem freund (tico und zu meinem erfreuen tanzlehrer ;-) ) einziehen. nebst einem schöneren ort und einer zentraleren lage, werde ich obendrein noch nette mitbewohner haben. perfekt also!
jetzt fehlt nur noch, dass es auch wochenende wird. ihr könnt euch nämlich nicht vorstellen, wie satt ich die leute hier habe...
zu meiner vorfreude hin, hat sich heute noch in der schule eine aufregende sache ereignet: eine lehrerin musste notfallmässig (schlaganfall ihrer mutter) das schulhaus verlassen. ihre klasse blieb also unbeaufsichtigt. die schüler nach hause zu schicken kam erst gar nicht in frage, die kleinen dürfen die schule nämlich ohne elterliche begleitung erst gar nicht verlassen.
so kam es dazu, dass ich "meine" klasse übernehmen durfte und alejandra (die lehrerin "meiner" klasse) die andere übernahm.
wow, das war ein spass! für die kinder mal eine echte abwechslung und neue erfahrung, dass man auch ohne geschimpfe der lehrerin etwas lernen kann... und für mich wieder einmal eine bestätigung, dass ich den richtigen job erlernt habe... :-)
so warte ich jetzt nur noch ab, bis ich am samstag meine sieben sachen (viel mehr sind es nicht:-) ) packen und ans andere ort einziehen kann.
03 August 2008
2 de agosto, la romería
la romería wird jährlich am 2. august durchgeführt, in der die halbe bevölkerung von costa rica auf den beinen ist und sich in richtung basílica de nuestra señora de los ángeles in cartago bewegt. diese basílica hortet die sogenannte "la negrita" (schwarze madonna), die auslöser dieser pilgerung ist.
einschub für geschichts-interessierte, um die pilgerfahrt zu verstehen:
wir schreiben das jahr 1635. juana pereira heisst der junge, der sich in den wald begibt, um holz zu suchen. auf seiner suche entdeckt er auf einem stein eine "muñeca", eine puppe. diese gefällt ihm so sehr, dass er sie mit nach hause nimmt und in eine vitrine schliesst.
nächster tag, gleiches prozedere. zu seinem erstaunen entdeckt er wieder die gleiche puppe auf dem gleichen stein. verdutzt nimmt er diese mit und muss feststellen, dass die vitrine, trotz schloss, leer dasteht. so schliesst er die puppe nochmals ein.
dritter tag, gleicher vorfall. verunsichert wendet sich juana an einen priester und erzählt ihm sein erlebnis. zusammen schliessen sie die puppe ein und warten den kommenden tag ab. am nächsten tag begeben sie sich gemeinsam in den wald und finden wieder dieselbe puppe auf dem stein vor.
schliesslich wird beschlossen, dass sich die puppe demnach an diesem einen platz zu befinden hat. so wurde eine kirche über diesen stein erbaut und darüber wird la negrita, die puppe, seither sicher in der basílica augehoben.
ich machte mich zusammen mit eder, ein tico von hier, auch auf den weg. jedoch mit dem bus ;-)
auf der ganzen busfahrt konnten wir die laufenden menschen beobachten und bewundern.
vor der kirche befanden sich schliessich hunderte, wenn nicht tausende von menschen. kein gedränge, nichts, alles verlief total friedlich und sie begaben sich nacheinander, entweder zu fuss, oder auf den knien kriechend (!), in die kirche, wo sich die la negrita befand.
die vielen menschen, die atemwegpustende kirche (und das heisst etwas, wenn ich das sage!), sowie die kriechenden menschen beeindruckten mich ziemlich.
doch... ein ausflug ohne komplikationen??? neeeee... :
um ein uhr am nachmittag wurde eine prozession abgehalten, nach dieser hatten alle die gleiche idee: ab nach hause. aber natürlich nicht mehr laufend, sondern mit dem bus, so wie wir halt ;-) die reihe für unser bus erstreckte sich beinahe ins unendliche, hunderte von leute warteten in der brütenden hitze!
so beschlossen wir, zu laufen. pilgerfahrt rückwärts also. :-) nach einer viertelstunde hatten wir jedoch genug und gingen, dank viel glück, mit einem taxi weiter richtung einer mall um die zeit totzuschlagen, bis der grosse rummel mit dem bus-engpass und dem verkehrs-chaos vorbei war.
schliesslich, nach fünfstündiger rückfahrt (hinfahrt dauerte rund zwei stunden) kamen wir in heredia an.
29 July 2008
un fin de semana con mis padres
la fortuna ist ein kleines dörfchen, das momentan wohl doppelt so viele gringos (amerikaner) beherbergt als einheimische. demnach sehr touristisch. sehr, sehr touristisch. fast zu unheimlich stark touristisch. aber für ein wochenende haben wir's ausgehalten. :-)
deshalb hatten wir zum beispiel trotz dauerregen am samstag genügend zu tun: unsere erste station hiess puentes colgantes (hängebrücken). eine schaukelige angelegenheit, wo's mir zum teil ein bisschen schwindelig wurde. schliesslich hingen wir bis zu 25 metern in der höhe. in diesen momenten versuchte ich mich stets auf das grün des regenwaldes zu konzentrieren, was mir das schwindlig-sein schnell vergessen liess. und das grün war nicht bloss grün! grün in allen tönen! dann noch die geräusche dazu von tieren, die ich bisher nur in bildern von büchern bestaunen konnte. allem dazu unterstützte der regen die atmosphäre, ein purer und echter regenwald also... :-) herrlich und in worten gar nicht auszudrücken. selbst die fotos können die schönheit nicht reflektieren.
der regen liess leider nicht nach, so beschlossen wir, baldi zu besuchen. eine anlage mit rund 15 thermalbädern. eines wärmer als das andere, teilweise so warm, dass wir nicht hineingehen konnten oder das bad nach fünf minuten mit roten köpfen verlassen mussten. (meist) perfekt zu entspannen. wären da nicht die gringos gewesen............ :-)
weiter gings zu einem catarata (wasserfall). einem unter vielen hier in costa rica.
um diesen von unten zu betrachten mussten wir jedoch erstmals 480 stufen nach unten laufen (spüre diese immer noch in meinen waden). danach war die volle wucht dieses wasserfalles zu bewundern, eingebettet in einem regenwald, umgeben von blumen und grün, samt getöse und wasserwolken. wieder einmal mehr nicht in worten zu fassen, deshalb: kommt hier her und erlebt selber ;-)
und so verging ein ereignisreiches wochenende. unglaublich, wie viele eindrücke dass ich gewinnen konnte in diesen nur zwei tagen.
dazu die begeisterung meiner eltern! ich musste sie nicht von costa rica überzeugen, sie schienen wie von selbst von diesem land wie weggeblasen...
23 July 2008
escuela con mucha acción
die ferien sind vorbei und nach nur schon zwei tagen schule, herrschte heute schon ein erstes kleines chaos unter den schülern und lehrern:
wie jeden tag begab ich mich heute mit den kindern in die küche, um zusammen das mittagessen zu verschlingen (wortwörtlich. "genuss" ist dabei ein fremdwort. auch verständlich beim ansehen des essens;-) ). nachdem wir fertig waren und die nächsten schüler eintrafen, verliessen wir die küche wieder und gingen in unser klassenzimmer zurück.
kurz nachher... ein knall! wie ein schuss. zwei sekunden geschah nichts, dann kamen alle schüler aus der küche gerannt, kreischend und so schnell ihre kleinen beine sie tragen konnten. wir sahen dabei zu, mit offenen mündern, bis meine lehrerin aus vollem leibe "a fuera!" schrie. mit diesen worten kam bewegung in die sache und alle schüler samt lehrer rannen um ihr leben aus der schule.
was ist geschehen?????
ein dkt (dampfkochtopf) ist explodiert! das heisst, der deckel hat sich mit solchem druck von der pfanne gelöst, dass dieser knall entstanden ist und sich alle so erschrocken haben. ich mich auch ;-) niemand wurde verletzt, auch das essen lag noch schön brav im topf drin ;-)
das nenn ich aktion! und so was kann man wirklich nur hier in einer schule erleben!
dios, yo amo este país! ;-)
wie jeden tag begab ich mich heute mit den kindern in die küche, um zusammen das mittagessen zu verschlingen (wortwörtlich. "genuss" ist dabei ein fremdwort. auch verständlich beim ansehen des essens;-) ). nachdem wir fertig waren und die nächsten schüler eintrafen, verliessen wir die küche wieder und gingen in unser klassenzimmer zurück.
kurz nachher... ein knall! wie ein schuss. zwei sekunden geschah nichts, dann kamen alle schüler aus der küche gerannt, kreischend und so schnell ihre kleinen beine sie tragen konnten. wir sahen dabei zu, mit offenen mündern, bis meine lehrerin aus vollem leibe "a fuera!" schrie. mit diesen worten kam bewegung in die sache und alle schüler samt lehrer rannen um ihr leben aus der schule.
was ist geschehen?????
ein dkt (dampfkochtopf) ist explodiert! das heisst, der deckel hat sich mit solchem druck von der pfanne gelöst, dass dieser knall entstanden ist und sich alle so erschrocken haben. ich mich auch ;-) niemand wurde verletzt, auch das essen lag noch schön brav im topf drin ;-)
das nenn ich aktion! und so was kann man wirklich nur hier in einer schule erleben!
dios, yo amo este país! ;-)
18 July 2008
vacaciones con mucha acción
sámara heisst das paradies diesmal. ein kleines dörfchen im westen costa ricas. besuchenswert, sag ich euch.
doch! ihr kennt mich ja, ohne action lief auch in diesen ferien überhaupt nichts ;-)
montagmorgen, abfahrt: genügend früh ging ich aus dem haus, denn ich wusste nicht genau, wo sich die bushaltestelle in san jose befand. zudem kenne ich mich gut genug und weiss, dass ich ein talent im nicht-finden bin.
so war es schliesslich auch: nachdem ich eine stunde in san jose herumgeirrt bin, mir nicht einmal die einheimischen helfen konnten und die station nicht kannten, obwohl sie sich nur 100 meter von ihr befanden, bin ich endlich, und ein wenig verzweifelt, angekommen. leider war ich nicht die einzige, die ferien in samara geplant hatte. doch schliesslich bin ich eine halbe stunde nachdem ich angekommen bin, im bus gesessen und liess die sechsstündige fahrt über mich ergehen.
petrus musste an diesem tag besonders traurig und sogar ein bisschen wütend gewesen sein, denn ununterbrochen hat er geweint und seinen ärger mit blitz und donner zum ausdruck gebracht. möchte nicht wissen, was ihm über die leber gekrochen ist...
nun gut, petrus hatte sich ausgeweint, was für mich zwei tage dauer-sonne bedeutete. blauer himmel, brütende hitze, badewanne-warmes meer... herrlich.
eine stunde samt instruktion und ich stand bereits auf dem brett! hätte ich nicht erwartet (siehe bild als beweis)!
glücklicherweise waren zwei kolleginnen von mir dabei, die mich aus dem wasser fischten und mir gut zuredeten, damit ich nicht ganz unter den tisch fiel.
nach einem besuch beim doktor war ich schliesslich wieder zusammengeflickt (siehe bild).
das positive: ich musste kein souvenir mehr kaufen, hab jetzt ein permanentes ;-)
das imposante dabei ist, dass sich nach diesem unfall der himmel in tiefes grau verwandelte, der regen prasselte nur so herunter. wie ein zeichen, dass sich meine ferien nun zu einem ende neigten. so war es für mich überhaupt nicht schwer, dem schönen samara tschüss zu sagen und meine reise am freitagmorgen anzugehen.
gesurft bin ich trotz allem bestimmt nicht zum letzten mal. auch wenn es mit ritterausrüstung sein muss, damit mir nichts mehr zustossen kann! :-)
12 July 2008
mi cabeza está fumando
vergangene woche wurde in der spanisch-schule gebüffelt, bis mein kopf geraucht hat. jeden tag fiel ich informationsüberflutet und müde ins bett. selbst in meinen träumen verfolgte mich die spanische grammatik... es hat sich jedoch gelohnt!
das erstaunliche ist, dass sich in den vergangenen zweieinhalb monaten mein spanisch-niveau um ganze vier levels verbessert hat. ich bin also nicht mehr "principiante", sondern "intermedio". und, haltet euch fest, im nächsten level bin ich "avanzado"... wooow ;-)
ich bin zumindest von unserer menschlichen fähigkeit (bzw. meiner fähigkeit :-)) eine sprache zu erlernen, sehr beeindruckt.
vor nur vier monaten bin ich in dieses land gekommen und verstand nicht mehr als das wort "costa rica". lief ich den strassen entlang, wurden meine ohren mit unbekannten lauten konfrontiert, die irgendwie keinen sinn ergaben. nun, ein paar wochen später, kann ich gar nicht mehr anders als verstehen. klar verstehe ich noch lange nicht jedes einzelne wort, doch so viel, dass ich mich in diskusionen beteilligen und mit den worten, die ich nun kenne, ausdrücken kann.
auch wenn es teilweise lange dauert einen satz zu formen... und auch wenn es bestimmt albern aussehen muss, wenn ich mit den händen in der luft herumfuchtle, weil ich ein wort erklären muss... :-)
die schule ist nun jedoch vorbei und wie bekannt, kommt das vergnügen nach der arbeit! deshalb fahre ich am montag für ein paar tage an den strand, um eine kollegin zu besuchen, die dort als surflehrerin arbeitet. strand, sonne, meer, sand, hitze... na?! habe ich erreicht, was ich wollte? hab euch auch lieb :-)
das erstaunliche ist, dass sich in den vergangenen zweieinhalb monaten mein spanisch-niveau um ganze vier levels verbessert hat. ich bin also nicht mehr "principiante", sondern "intermedio". und, haltet euch fest, im nächsten level bin ich "avanzado"... wooow ;-)
ich bin zumindest von unserer menschlichen fähigkeit (bzw. meiner fähigkeit :-)) eine sprache zu erlernen, sehr beeindruckt.
vor nur vier monaten bin ich in dieses land gekommen und verstand nicht mehr als das wort "costa rica". lief ich den strassen entlang, wurden meine ohren mit unbekannten lauten konfrontiert, die irgendwie keinen sinn ergaben. nun, ein paar wochen später, kann ich gar nicht mehr anders als verstehen. klar verstehe ich noch lange nicht jedes einzelne wort, doch so viel, dass ich mich in diskusionen beteilligen und mit den worten, die ich nun kenne, ausdrücken kann.
auch wenn es teilweise lange dauert einen satz zu formen... und auch wenn es bestimmt albern aussehen muss, wenn ich mit den händen in der luft herumfuchtle, weil ich ein wort erklären muss... :-)
die schule ist nun jedoch vorbei und wie bekannt, kommt das vergnügen nach der arbeit! deshalb fahre ich am montag für ein paar tage an den strand, um eine kollegin zu besuchen, die dort als surflehrerin arbeitet. strand, sonne, meer, sand, hitze... na?! habe ich erreicht, was ich wollte? hab euch auch lieb :-)
04 July 2008
finalmente, las vacaciones están aquí
ferien! höchste zeit!
für lehrer und kinder (und mich) war die zeit definitiv reif genug, um die schule für zwei wochen unterbrechen zu lassen.
in den letzten tagen war unkonzentration, lern-müdigkeit, demotivation und gereiztheit an der tagesordnung. kein wunder! stellt euch vor, in costa rica haben die kinder zwei mal im jahr ferien! einmal im juli für ganze zwei wochen und schliesslich an weihnachten zwei weitere wochen.
glücklicherweise sind die costaricaner so religiös, was ihnen während dem jahr weitere freie tage bescheehrt. wüsste nicht, wie das sonst auszuhalten wäre... (ich weiss, ich weiss. alle "normal-arbeitende-nicht-lehrer" schütteln jetzt vermutlich den kopf und sagen: "ach, die verwöhnten lehrer"... ;-) )
damit sich die kinder nicht mit einem schul-ablöscher in die ferien begeben mussten, wurden in den letzten tagen verschiedene aktivitäten durchgeführt. nebst einer missionar-aktion (warum glaubt jeder, er glaubt besser? kann mir das mal jemand erklären?), stand bingo und fiesta de las vacaciones auf dem stundenplan.
bingo ist also nicht nur für ältere leute, auch den kindern kann dieses spiel eine heidenfreude (welche mit kreischen ausgedrückt wurde) bereiten. halb taub verliess ich jedoch an diesem tag die schule... der vorteil den ich daraus ziehen konnte: ich kenne jetzt die zahlen von eins bis 80 im schlaf.
an der "fiesta de las vacaciones" wurde viiiiel gegessen (und das nicht wirklich gesund. siehe bild). unglaublich, was die kinder an nahrung alles in sich aufnehmen können! wäre nahrung wissen, dann bestünde unsere schule aus lauter kleinen genies!
speziell an diesem tag war auch der fakt, dass sie anziehen konnten, was sie wollten. keine uniformen! ein highlight, was in der schweiz nichts als zur normalität zählt.
und ich? ich gehe in den ferien zur schule! in der ersten woche kehre ich in die spanisch-schule zurück.
sprechen kann ich noch nicht fliessend, dennoch kann ich mit den worten, die ich kenne, so ziemlich alles sagen, was ich will. und wenn nicht, nehme ich zur not meine hände und füsse dazu.
nun möchte ich auch noch die grammatik richtig lernen. denn ob das auch richtig ist, was jeweils von meinen stimmbändern produziert wird, ist nicht sicher... fakt ist, dass mich die menschen hier meist verstehen und meine fragen geduldig beantworten, begleitend dazu kommt meist ein freundliches lächeln.
in der zweiten woche werde ich auf costa rica-erkundungs-tour gehen. die westküste ist das ziel (weniger regen, juhee!), wo genau ich landen werde, weiss ich noch nicht.
wir werdens sehen, oder so wie wir hier zu sagen pflegen "vamos a ver"!
für lehrer und kinder (und mich) war die zeit definitiv reif genug, um die schule für zwei wochen unterbrechen zu lassen.
in den letzten tagen war unkonzentration, lern-müdigkeit, demotivation und gereiztheit an der tagesordnung. kein wunder! stellt euch vor, in costa rica haben die kinder zwei mal im jahr ferien! einmal im juli für ganze zwei wochen und schliesslich an weihnachten zwei weitere wochen.
glücklicherweise sind die costaricaner so religiös, was ihnen während dem jahr weitere freie tage bescheehrt. wüsste nicht, wie das sonst auszuhalten wäre... (ich weiss, ich weiss. alle "normal-arbeitende-nicht-lehrer" schütteln jetzt vermutlich den kopf und sagen: "ach, die verwöhnten lehrer"... ;-) )
bingo ist also nicht nur für ältere leute, auch den kindern kann dieses spiel eine heidenfreude (welche mit kreischen ausgedrückt wurde) bereiten. halb taub verliess ich jedoch an diesem tag die schule... der vorteil den ich daraus ziehen konnte: ich kenne jetzt die zahlen von eins bis 80 im schlaf.
speziell an diesem tag war auch der fakt, dass sie anziehen konnten, was sie wollten. keine uniformen! ein highlight, was in der schweiz nichts als zur normalität zählt.
und ich? ich gehe in den ferien zur schule! in der ersten woche kehre ich in die spanisch-schule zurück.
sprechen kann ich noch nicht fliessend, dennoch kann ich mit den worten, die ich kenne, so ziemlich alles sagen, was ich will. und wenn nicht, nehme ich zur not meine hände und füsse dazu.
nun möchte ich auch noch die grammatik richtig lernen. denn ob das auch richtig ist, was jeweils von meinen stimmbändern produziert wird, ist nicht sicher... fakt ist, dass mich die menschen hier meist verstehen und meine fragen geduldig beantworten, begleitend dazu kommt meist ein freundliches lächeln.
in der zweiten woche werde ich auf costa rica-erkundungs-tour gehen. die westküste ist das ziel (weniger regen, juhee!), wo genau ich landen werde, weiss ich noch nicht.
wir werdens sehen, oder so wie wir hier zu sagen pflegen "vamos a ver"!
24 June 2008
el opuesto en el mismo continente
der anfänglich harmlose schock verwandelte sich während dem wochenende schliesslich zu einer nicht so ganz harmlosen abneigung gegenüber dem "land der unbegrenzten möglichkeiten".
aus rücksicht vieler kollegen und kolleginnen (und familienangehörige), von denen ich weiss, dass sie sich momentan mit begeisterung in der usa aufenthalten oder sich auf einen zukünftigen aufenthalt freuen, werde ich mich vor dem erzählen hüten... :-)
das wochenende hat schliesslich zur folge, dass ich costa rica noch mehr schätze. trotz früher dunkelheit und regen ;-)
entonces, voy a disfrutar los meses que me quedan aquí!
16 June 2008
la mitad de mi estancia
kaum zu glauben - die hälfte meines aufenthaltes ist bereits verstrichen. oder, um alles ein bisschen optimistischer erklingen zu lassen: juhee, ich habe noch eine ganze hälfte vor mir! :-)
ich muss mich selber ein bisschen aufbauen, denn die tage fliegen hier nur so dahin und ich sehe mich schon jetzt, wie ich schweren herzens dieses land in schon nur drei monaten verlassen muss.
aber eben, genug schwarzmalerei!
lieber erzähle ich von den kleinen episoden, welche meine letzte woche versüsst haben.
die sonne lebt: in den letzten tagen meinte es petrus gut mit uns - die sonne scheint nun mehrere stunden am tag. es gibt sie also noch! als beweis dient das nebenstehende bild. nicht, dass ihr nach all meinen blog-einträgen denkt, dass wir nur regen haben... :-)
die tauben ("palomas") sind hier übrigens eine echte last. nirgends ist man sicher vor ihnen, sie stecken in jeder ecke und gackern (und kackern) vergnügt vor sich hin. selbst in unserem klassenzimmer sind sie anzutreffen!
da fällt mir ein: schon einmal eine taube beobachtet, wenn sie läuft? ein echtes vergnügen bei genauem hinsehen! zum krummlachen! ;-)
die spinne springt: kaum habe ich mich von der cucaracha-atacke erholt, kam der nächste schock: wie jeden abend freute ich mich auf mein kuscheliges bett, doch eine dicke, grosse spinne an meiner zimmerwand verunmöglichte mir dieses vergnügen für ein paar minuten.
naja, theoretisch hätte ich natürlich schlafen gehen können doch jeder vernünftige mensch hätte bei diesem anblick und dem anwesenheits-wissen der spinne in der nacht kein einziges auge zugetan. ich übertreibe nicht! aber (inklusive beine natürlich) war diese spinne etwa der grösse meiner handfläche. und dann nicht dünn! sondern dick, so, wie in einem grässlichen horrorfilm. oder so ähnlich...
naja, nach dem bekannten schock habe ich mich fassen können und schmiss sie worwörtlich aus dem haus.
möchte nicht wissen, wo sie jetzt steckt. wünsche euch aber eine ruhige und gute nacht ;-)
die nadja ruft aus (in spanisch!): eine grosse herausforderung sag ich euch! besonders wenn die kinder vor deinen augen spinnen und nicht das tun, was sie sollten und dir die worte in spanisch einfach nicht einfallen, um sie zurechtzuweisen... bisher war dies immer so und ich musste mich im stillen ärgern.
neuerdings, was mich selber in erstaunen versetzt hat, kommen mir die worte jedoch aus dem mund! und zwar in spanisch! kaum zu glauben, aber ich konnte die kinder echt "zusammenscheissen", auf alle fälle war die ganze klasse am schluss ruhig und hat mir zugehört.
und ich musste mich echt zusammenreissen, um nicht loszulachen! ach, ich hätte mich gerne selber aufgenommen um euch diese szene vorzuzeigen. musste sich echt ulkig angehört und angesehen haben. nachher hat mich nämlich noch ein kind gefragt, warum ich so rot sei in meinem gesicht ;-)
ich bin auf alle fälle stolz, denn dem kind, dem der zusammenschiss galt, verging das lachen... ziel also erreicht ;-)
die lehrerin mutiert: bisher war mir ja bekannt, dass eine lehrerin nicht nur dafür da ist, um die kinder auf die grosse, weite welt vorzubereiten. nebst seelsorgerin, krankenschwester, streit-schlichterin und erzieherin fungieren wir auch als polizistin oder mutter-ersatz (sorry für die ausschliesslich weibliche ausführung der berufe, doch die mehrheit gewinnt nun mal...). neu für mich ist jedoch der beruf "zahnärztin":
denn heute hat sich doch glatt eine schülerin vor die lehrerin gestellt und den mund geöffnet. die lehrerin hantierte für gut 10 sekunden im mund herum und hält letzten endes etwas weisses in den händen. und ich?! ich stand mit offenem mund für 10 sekunden da, während meine augen auf die doppelte grösse wuchsen. ich konnte dies nicht fassen, sie hat tatsächlich einen zahn gezogen!
voller stolz hat mir danach die lehrerin noch von all den kindern erzählt, welchen sie bereits einen, oder mehrere zähne gezogen hat...
ticos erstaunen mich tagtäglich von neuem mit ihren gewohnheiten...
doch genau dies fasziniert mich hier so enorm. es sind kleine dinge, kleine gewohnheiten der einheimischen, welche mich immer wieder in erstaunen und verblüffen versetzen. bereichert mit der exotischen sprache, dem warmen klima (trotz regen!) und den warmen und offenen menschen, ergibt sich eine welt, in der ich noch einiges länger bleiben könnte..........
da ich mich jedoch schon für drei monate hier in costa rica befinde, muss ich nun das land für 72 stunden verlassen, damit ich ein neues visum beantragen kann. meine reise führt mich nach los angeles, usa. nicht nur ein anderes land - auch eine andere welt. mal schauen, wie gross der kultur-schock sein wird... :-)
ich halte euch auf dem laufenden. bis dahin: que tengan una semana magnífica!
ich muss mich selber ein bisschen aufbauen, denn die tage fliegen hier nur so dahin und ich sehe mich schon jetzt, wie ich schweren herzens dieses land in schon nur drei monaten verlassen muss.
aber eben, genug schwarzmalerei!
lieber erzähle ich von den kleinen episoden, welche meine letzte woche versüsst haben.
die tauben ("palomas") sind hier übrigens eine echte last. nirgends ist man sicher vor ihnen, sie stecken in jeder ecke und gackern (und kackern) vergnügt vor sich hin. selbst in unserem klassenzimmer sind sie anzutreffen!
da fällt mir ein: schon einmal eine taube beobachtet, wenn sie läuft? ein echtes vergnügen bei genauem hinsehen! zum krummlachen! ;-)
die spinne springt: kaum habe ich mich von der cucaracha-atacke erholt, kam der nächste schock: wie jeden abend freute ich mich auf mein kuscheliges bett, doch eine dicke, grosse spinne an meiner zimmerwand verunmöglichte mir dieses vergnügen für ein paar minuten.
naja, theoretisch hätte ich natürlich schlafen gehen können doch jeder vernünftige mensch hätte bei diesem anblick und dem anwesenheits-wissen der spinne in der nacht kein einziges auge zugetan. ich übertreibe nicht! aber (inklusive beine natürlich) war diese spinne etwa der grösse meiner handfläche. und dann nicht dünn! sondern dick, so, wie in einem grässlichen horrorfilm. oder so ähnlich...
naja, nach dem bekannten schock habe ich mich fassen können und schmiss sie worwörtlich aus dem haus.
möchte nicht wissen, wo sie jetzt steckt. wünsche euch aber eine ruhige und gute nacht ;-)
die nadja ruft aus (in spanisch!): eine grosse herausforderung sag ich euch! besonders wenn die kinder vor deinen augen spinnen und nicht das tun, was sie sollten und dir die worte in spanisch einfach nicht einfallen, um sie zurechtzuweisen... bisher war dies immer so und ich musste mich im stillen ärgern.
neuerdings, was mich selber in erstaunen versetzt hat, kommen mir die worte jedoch aus dem mund! und zwar in spanisch! kaum zu glauben, aber ich konnte die kinder echt "zusammenscheissen", auf alle fälle war die ganze klasse am schluss ruhig und hat mir zugehört.
und ich musste mich echt zusammenreissen, um nicht loszulachen! ach, ich hätte mich gerne selber aufgenommen um euch diese szene vorzuzeigen. musste sich echt ulkig angehört und angesehen haben. nachher hat mich nämlich noch ein kind gefragt, warum ich so rot sei in meinem gesicht ;-)
ich bin auf alle fälle stolz, denn dem kind, dem der zusammenschiss galt, verging das lachen... ziel also erreicht ;-)
die lehrerin mutiert: bisher war mir ja bekannt, dass eine lehrerin nicht nur dafür da ist, um die kinder auf die grosse, weite welt vorzubereiten. nebst seelsorgerin, krankenschwester, streit-schlichterin und erzieherin fungieren wir auch als polizistin oder mutter-ersatz (sorry für die ausschliesslich weibliche ausführung der berufe, doch die mehrheit gewinnt nun mal...). neu für mich ist jedoch der beruf "zahnärztin":
denn heute hat sich doch glatt eine schülerin vor die lehrerin gestellt und den mund geöffnet. die lehrerin hantierte für gut 10 sekunden im mund herum und hält letzten endes etwas weisses in den händen. und ich?! ich stand mit offenem mund für 10 sekunden da, während meine augen auf die doppelte grösse wuchsen. ich konnte dies nicht fassen, sie hat tatsächlich einen zahn gezogen!
voller stolz hat mir danach die lehrerin noch von all den kindern erzählt, welchen sie bereits einen, oder mehrere zähne gezogen hat...
ticos erstaunen mich tagtäglich von neuem mit ihren gewohnheiten...
doch genau dies fasziniert mich hier so enorm. es sind kleine dinge, kleine gewohnheiten der einheimischen, welche mich immer wieder in erstaunen und verblüffen versetzen. bereichert mit der exotischen sprache, dem warmen klima (trotz regen!) und den warmen und offenen menschen, ergibt sich eine welt, in der ich noch einiges länger bleiben könnte..........
da ich mich jedoch schon für drei monate hier in costa rica befinde, muss ich nun das land für 72 stunden verlassen, damit ich ein neues visum beantragen kann. meine reise führt mich nach los angeles, usa. nicht nur ein anderes land - auch eine andere welt. mal schauen, wie gross der kultur-schock sein wird... :-)
ich halte euch auf dem laufenden. bis dahin: que tengan una semana magnífica!
09 June 2008
la vida en la escuela (achtung, nur für schul-interessierte)
vielleicht habt ihr euch schon gefragt, wie denn die schule so ist im fernen costa rica.
eines steht fest, es ist anders als in der schweiz: organisation, pünktlichkeit und pflichten stehen hier nicht so sehr im vordergrund. wichtiger ist hier, den kindern eine abwechslung zu ihrem sonst doch eher harten leben zu bieten.
das äussert sich darin, dass wir mindestens an einem tag in der woche ein spezielles programm haben. so wie der “día del agrigultura”, wo viel getanzt und gegessen wurde, oder so wie der “día de desafío”, an dem die schüler spielen konnten. gelegenheiten, wo sich die kinder amüsieren und austoben können, was sie sonst zu hause selten tun. ausser fernsehen und playstation spielen steht meist nichts auf dem freizeit-plan, da ihre eltern, wenn noch zusammen, am arbeiten sind und sie alleine zu hause sind. und nach draussen spielen gehen geht schlecht, denn es regnet hier ziemlich oft ;-)
zur schule: stundenpläne existieren hier zwar, doch hält sich niemand so recht daran. die lektionen dauern eineinhalb stunden am stück, wobei jedoch das fach in den lektionen nach lust und laune gewechselt wird.
pausen gibt es demnach am morgen drei, etwa je 10 minuten lang. während der zweiten lektion ist zudem essen im “comidor” angesagt. dort erhalten die schüler meist reis und bohnen und zu guter letzt eine gesunde frucht (vorbildlich und feeeein :-) ). es gibt kinder, die auf dieses "morgenessen" angewiesen sind, da sie sonst zu hause nichts bekommen.
die fächer bestehen aus mathematik, spanisch, englisch und mensch und umwelt (realien). sport, musik und computer (!) ebenfalls, welche von fachlehrkräften unterrichtet werden. dabei ist frontalunterricht angesagt, alles andere ist mit diesen lehrmitteln nicht möglich. die kinder kennen jedoch auch nichts anderes. selber zu denken ist doch eh zu anstrengend, oder?! deshalb warten sie lieber, bis die lehrerin die antworten liefert. und sie liefert diese auch immer.
die lehrerin hält anfangs der stunde also einen monolog, eine etwa 15 minütige einführung und anschliessend lässt sie die kinder abschreiben, was sie während dem erklären an die tafel geschrieben hat. sind die einen fertig, ist zeichnen angesagt. sowieso besteht die hälfte der stunde aus zeichnen und ausmalen. dass dies die kinder mitmachen erstaunt mich immer wieder...
und ich "stehe ihr bei", helfe beim korrigieren, schreibe an die tafel, erkläre das erklärte nochmals (in gebrochenem spanisch, aber so langsam, dass sie's dann schnallen ;-) ) und achte besonders auf einen jungen, dessen schwachpunkt die konzentration ist, dass er schön am platz sitzen bleibt (tönt einfach, aber glaubt mir, ist es nicht!).
der unterrichts-stil, wie er hier gepflegt wird, geht mir gegen den strich. "freiheit" scheint hier ein fremdwort zu sein und wenn ein kind eine sache nicht verstanden hat, dann liegt es an der mangelnden konzentration des kindes und nicht etwa an der nicht ganz verständlichen erklärungen der lehrerin.
doch so wird es hier nun einmal gehandhabt und ich schwatze nicht drein. mein wirken liegt im kleinen. ich versuche, den schwachen kindern zu helfen, die vielleicht ohne meine hilfe auf der strecke bleiben würden... hier liegt meine motivation, die ich in den zwei monaten die ich nun schon hier bin, aufrecht erhalten und intensivieren konnte.
und sonst? regen macht schön, nicht wahr?! ach, ihr werdet mich als eine pure schönheit wieder zu hause erwarten können ;-)
doch eben, regen ist zum glück nicht das ganze leben hier. meine arbeit in der schule erfüllt mein herz mit genügend sonnenschein, sodass ich auch noch im regen davon zehren kann (ach, wie poetisch :-) )...
eines steht fest, es ist anders als in der schweiz: organisation, pünktlichkeit und pflichten stehen hier nicht so sehr im vordergrund. wichtiger ist hier, den kindern eine abwechslung zu ihrem sonst doch eher harten leben zu bieten.
das äussert sich darin, dass wir mindestens an einem tag in der woche ein spezielles programm haben. so wie der “día del agrigultura”, wo viel getanzt und gegessen wurde, oder so wie der “día de desafío”, an dem die schüler spielen konnten. gelegenheiten, wo sich die kinder amüsieren und austoben können, was sie sonst zu hause selten tun. ausser fernsehen und playstation spielen steht meist nichts auf dem freizeit-plan, da ihre eltern, wenn noch zusammen, am arbeiten sind und sie alleine zu hause sind. und nach draussen spielen gehen geht schlecht, denn es regnet hier ziemlich oft ;-)
zur schule: stundenpläne existieren hier zwar, doch hält sich niemand so recht daran. die lektionen dauern eineinhalb stunden am stück, wobei jedoch das fach in den lektionen nach lust und laune gewechselt wird.
pausen gibt es demnach am morgen drei, etwa je 10 minuten lang. während der zweiten lektion ist zudem essen im “comidor” angesagt. dort erhalten die schüler meist reis und bohnen und zu guter letzt eine gesunde frucht (vorbildlich und feeeein :-) ). es gibt kinder, die auf dieses "morgenessen" angewiesen sind, da sie sonst zu hause nichts bekommen.
die fächer bestehen aus mathematik, spanisch, englisch und mensch und umwelt (realien). sport, musik und computer (!) ebenfalls, welche von fachlehrkräften unterrichtet werden. dabei ist frontalunterricht angesagt, alles andere ist mit diesen lehrmitteln nicht möglich. die kinder kennen jedoch auch nichts anderes. selber zu denken ist doch eh zu anstrengend, oder?! deshalb warten sie lieber, bis die lehrerin die antworten liefert. und sie liefert diese auch immer.
die lehrerin hält anfangs der stunde also einen monolog, eine etwa 15 minütige einführung und anschliessend lässt sie die kinder abschreiben, was sie während dem erklären an die tafel geschrieben hat. sind die einen fertig, ist zeichnen angesagt. sowieso besteht die hälfte der stunde aus zeichnen und ausmalen. dass dies die kinder mitmachen erstaunt mich immer wieder...
und ich "stehe ihr bei", helfe beim korrigieren, schreibe an die tafel, erkläre das erklärte nochmals (in gebrochenem spanisch, aber so langsam, dass sie's dann schnallen ;-) ) und achte besonders auf einen jungen, dessen schwachpunkt die konzentration ist, dass er schön am platz sitzen bleibt (tönt einfach, aber glaubt mir, ist es nicht!).
der unterrichts-stil, wie er hier gepflegt wird, geht mir gegen den strich. "freiheit" scheint hier ein fremdwort zu sein und wenn ein kind eine sache nicht verstanden hat, dann liegt es an der mangelnden konzentration des kindes und nicht etwa an der nicht ganz verständlichen erklärungen der lehrerin.
doch so wird es hier nun einmal gehandhabt und ich schwatze nicht drein. mein wirken liegt im kleinen. ich versuche, den schwachen kindern zu helfen, die vielleicht ohne meine hilfe auf der strecke bleiben würden... hier liegt meine motivation, die ich in den zwei monaten die ich nun schon hier bin, aufrecht erhalten und intensivieren konnte.
und sonst? regen macht schön, nicht wahr?! ach, ihr werdet mich als eine pure schönheit wieder zu hause erwarten können ;-)
doch eben, regen ist zum glück nicht das ganze leben hier. meine arbeit in der schule erfüllt mein herz mit genügend sonnenschein, sodass ich auch noch im regen davon zehren kann (ach, wie poetisch :-) )...
01 June 2008
attacke!
hätte ich das gewusst, hätte ich meine gummistiefel von zu hause mitgenommen... und meine regenhosen. denn es ist unmöglich in diesem regen vorwärts zu kommen, ohne dabei nass zu werden.
dem nicht genug: ich habe dazu noch meinen schirm im taxi liegen lassen... aber! jetzt habe ich einen neuen: gelb mit winnie the pooh. der macht den regen ein bisschen erträglicher ;-)
heredia blieb zum glück verschont, doch dort wo wir hin wollten ("samara") gab es mächtige überschwemmungen. deshalb war unsere entscheidung zu bleiben, wirklich nur das beste. und der strand muss nun halt warten. was er ja auch bestimmt wird...
cucaracha-attacke: als ob es nicht schon genügt, dass diese hässlichen cucarachas (lat: blatta orientalis, der schöne name trügt!) überall in den Strassen herumkriechen, jetzt müssen sie mich auch noch attackieren!
stellt euch vor: ich, gemütlich auf dem sofa liegend und nichts ahnend, geniesse die unterhaltung im fernsehen, als doch plötzlich eine cucaracha aus dem nichts auf meinen arm springt. wow! im nachhinein unglaublich, wie schnell mein hirn reagierte und das, obwohl es so viele dinge auf einmal zu entscheiden hatte: erstmals das fokusieren "was ist das?", dann die erkenntnis "cucaracha!", dann die innerliche reaktion "iiiiik! das isch nöd guet!" und die physische reaktion mit dem schrei und dem wegjagen. und das innert wenigen sekunden! ein hoch auf das hirn! ;-)
bakterien-attacke: wie schon im letzten blog-eintrag erwähnt, haben wir noch kleinere, und ekligere dinger, die sich momentan in der residenz befinden. diese dinger treiben uns dazu, dass wir herumsäuchen, krank sind und husten, bis wir keine luft mehr haben. auch kein wunder, bei diesem feuchten und warmen wetter fühlen sich die kleinen bakterien richtig wohl. und das ist ja der fall hier, denn, habe ich schon erwähnt?, es regnet hier ziemlich oft :-)
das unterrichten in der schule macht immer mehr spass, kein wunder, denn nun kann ich auch mehr als nur "sí" und "no" sagen, wenn mich die kinder etwas fragen. und sie sind sooo schnüger! (siehe bild)
das spanisch geht also vorwärts. besonders nach einem wochenende wie diesem, wo ich mit ticos (so werden die einheimischen hier genannt) in den ausgang ging. da kam ich nicht drumrum, spanisch zu sprechen, was mir geglückt ist. mit bier gehts auch viel einfacher, die zunge löst sich, was für das ausprechen von spanisch wichtig ist ;-)
trotzdem, es gibt momente, wo ich die schweiz wirklich vermisse. besonders, wenn es draussen bindfäden regnet wünschte ich mich in die schweiz, wo es jetzt ja, so wie ich hörte, sommer ist.
und bitte: wenn ihr das nächste mal ein stück brot, mit feeeiner kruste esst: denkt an mich... tortillas können die costaricaner wirklich machen, aber brot, das kriegen sie einfach nicht so gut hin... ;-)
und hey, ratet mal.... es regnet!!! ;-)
22 May 2008
wahlen, regen und virus
schon wieder sind zwei wochen vorbei. die zeit rennt mir einfach zu schnell davon. und das, obwohl sich eigentlich ein alltag eingependelt hat. dieser besteht momentan aus wahlen, regen und virus. diese abwechslung genügt wohl schon, damit keine langeweile entsteht...
wahlen: in der schule (habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die schule um sieben uhr morgens (!) beginnt?) sind zur zeit die wahlen. wer gewinnt, wird der präsident der schule. vier parteien, die momentan um ihre anhänger kämpfen und dies auf eine art und weise, wie es die grossen tun! mit t-shirts, stickers, candies und slogans versuchen sie die gunst der mitschüler zu gewinnen. zeitens scheint mir, mitten in amerika in den wahlen zu stecken... nur die candies zeigen mir dann wieder, dass wir es mit kindern zu tun haben, die dafür alles tun... :-)
regen: bereits um ein uhr, zum glück noch nicht täglich, fällt der regen vom himmel herunter. unglaublich, wie viel wasser dieser enthält! im regen zu laufen ist dann unmöglich, selbst mit schirm. die nässe ist unausweichlich, von oben bis unten. :-)
der kommentar der ticos: "das ist ja noch nichts, warte bis im juli und august!"
virus: der nachteil einer wg ist, dass wenn jemand krank ist, es dann ganz schnell geht und alle anderen auch krank sind. naja, so ähnlich verläufts bei uns momentan. meine kollegin ist am wochenende am strand gewesen und hat dort wohl was falsches gegessen. die konsequenz ist, dass sie nun ein virus in sich trägt, den sie schon bloss mit ihren fingern weiter verbreiten kann. damit wir geschützt sind, dürfen wir nun medikamente schlucken. in der hoffnung, dass diese mehr helfen als schaden, denn was wir genau nehmen, weiss niemand so genau... soviel zu meiner naivität ;-)
noch zwei tage und dann haben wir bereits wieder wochenende. da ich am montag nicht arbeiten muss, werde ich an den strand fahren. wohin genau weiss ich nicht, irgendwo, wo die wahrscheinlichkeit auf regen auf dem minimum liegt ;-)
der kommentar der ticos: "das ist ja noch nichts, warte bis im juli und august!"
virus: der nachteil einer wg ist, dass wenn jemand krank ist, es dann ganz schnell geht und alle anderen auch krank sind. naja, so ähnlich verläufts bei uns momentan. meine kollegin ist am wochenende am strand gewesen und hat dort wohl was falsches gegessen. die konsequenz ist, dass sie nun ein virus in sich trägt, den sie schon bloss mit ihren fingern weiter verbreiten kann. damit wir geschützt sind, dürfen wir nun medikamente schlucken. in der hoffnung, dass diese mehr helfen als schaden, denn was wir genau nehmen, weiss niemand so genau... soviel zu meiner naivität ;-)
noch zwei tage und dann haben wir bereits wieder wochenende. da ich am montag nicht arbeiten muss, werde ich an den strand fahren. wohin genau weiss ich nicht, irgendwo, wo die wahrscheinlichkeit auf regen auf dem minimum liegt ;-)
09 May 2008
día a día
heute zum beispiel war ein spezieller anlass, weil die schule (und jetzt, haltet euch fest!) computer erhalten hat!!! das highlight dieses jahres!
es wurde musik gespielt, getanzt und gesungen (siehe bild links). alle waren in bester laune, kein wunder, ist ja fast wie schulfrei...
kaum zu glauben, was bei uns so selbstverständlich ist, ist hier nichts anderes als ein luxus. selbst das kopieren von blättern zum beispiel, ist hier eine komplizierte sache. in der schweiz kopierte ich täglich blätter, ohne gross zu überlegen. hier ist das eine fast vierstündige prozedur: die lehrer müssen dem "copy-guy" das blatt geben, von welchem sie gerne die kopien für die klasse haben. dieser "copy-guy" ist von beruf "copy-guy" und hat einen fulltime-job! täglich geht er zu allen schulen in heredia, bekommt die blätter von den lehrern und geht diese kopieren. man muss sich als lehrer also mehr als zwei mal überlegen, ob es die kopien wirklich wert sind...
die aufgabe der schülern besteht hauptsächlich in warten und malen. jedoch nur für die schlauen schüler. die nicht so schlauen (oder faulen schülern) brauchen jeweils etwas länger für alles.
meine aufgabe besteht darin, die schwachen schüler zum arbeiten zu motivieren und ihnen zu kleinen erfolgserlebnissen zu verhelfen. glaubt mir, es kostet jeweils viele nerven, bis das erreicht ist, denn die arbeitslust dieser kinder ist sehr gering. lieber stören sie ihren nachbarn, oder malen, bis ich ihnen die stifte aus den händen nehme. aber selber denken, das wollen sie als letztes... :-)
aber die nerven sind es mir wert. der glanz in den augen, wenn der schüler etwas selber herausgefunden hat, möchte ich nicht missen :-) ich geniesse also die zeit mit den kindern. dass dabei noch mein spanisch besser wird, ist fast ein luxus...
28 April 2008
mi trabajo
nicht, dass ihr denkt, dass ich hier nur auf der faulen haut liege: auch ich muss mir das wochenende zuerst verdienen!
in den ersten vier wochen besuchte ich ja die sprachschule. nebst täglichen vier stunden power-spanisch, gings weiter mit tanzstunden (was auch "arbeiten" war, jedoch mehr körperlich :-) ) und schliesslich gings nach hause, die hausaufgaben mussten nämlich erledigt werden.
diese wochen sind nun vorbei...
letzte woche war es dann soweit: das erlernte konnte endlich angewendet werden!
ich konnte es kaum erwarten, mit dem unterrichten zu beginnen und war von den schülern auch sogleich begeistert: schnüsige sechsjährige kinder (siehe bild)! nach dem "jöh-effekt" war meine begeisterung jedoch schnell verflogen. meine aufgabe bestand lediglich darin, den kindern zuzuschauen, wie sie spielen und essen (was so ziemlich jede stunde der fall war), die tische zu reinigen, nachdem sie gegessen haben und sie in den arm zu nehmen, wenn sie weinten.
wirklich herzig, aber ich konnte mir diese arbeit nicht für ein halbes jahr vorstellen.
so ging ich auf die suche nach einem job, der mir besser gefällt. und, ich glaube, ihn gefunden zu haben: eine andere schule mit achtjährigen kindern in meiner klasse. halt nicht mehr so schnüsig, dafür kann ich hier meine lehrer-begabung (?!) einsetzen. ich helfe den schwachen schülern in mathematik, geografie, spanisch (!), etc. dabei kann auch ich noch vieles dazu lernen! :-)
mein spanisch zu verbessern und gleichzeitig unterrichten zu können, das war das ziel. und ich denke, dass mir das hier in der schule auch gelingen wird.
ich werde euch auf dem laufenden halten. ¡vamos a ver que va a pasar en el futuro!
in den ersten vier wochen besuchte ich ja die sprachschule. nebst täglichen vier stunden power-spanisch, gings weiter mit tanzstunden (was auch "arbeiten" war, jedoch mehr körperlich :-) ) und schliesslich gings nach hause, die hausaufgaben mussten nämlich erledigt werden.
diese wochen sind nun vorbei...
ich konnte es kaum erwarten, mit dem unterrichten zu beginnen und war von den schülern auch sogleich begeistert: schnüsige sechsjährige kinder (siehe bild)! nach dem "jöh-effekt" war meine begeisterung jedoch schnell verflogen. meine aufgabe bestand lediglich darin, den kindern zuzuschauen, wie sie spielen und essen (was so ziemlich jede stunde der fall war), die tische zu reinigen, nachdem sie gegessen haben und sie in den arm zu nehmen, wenn sie weinten.
wirklich herzig, aber ich konnte mir diese arbeit nicht für ein halbes jahr vorstellen.
so ging ich auf die suche nach einem job, der mir besser gefällt. und, ich glaube, ihn gefunden zu haben: eine andere schule mit achtjährigen kindern in meiner klasse. halt nicht mehr so schnüsig, dafür kann ich hier meine lehrer-begabung (?!) einsetzen. ich helfe den schwachen schülern in mathematik, geografie, spanisch (!), etc. dabei kann auch ich noch vieles dazu lernen! :-)
mein spanisch zu verbessern und gleichzeitig unterrichten zu können, das war das ziel. und ich denke, dass mir das hier in der schule auch gelingen wird.
ich werde euch auf dem laufenden halten. ¡vamos a ver que va a pasar en el futuro!
27 April 2008
nächte im freien und irrfahrten: meine abenteuer in puerto viejo
an diesem vergangenen wochenende musste der strand daher!
freitagmorgen war es auch soweit, um zehn uhr verliess der bus san josé und fuhr richtung puerto viejo, ein ort im osten von costa rica, also am karibischen meer.
dieses mal fuhr der bus sogar mit mir los! bisher verlief also alles nach plan.

um drei uhr, nach einer langen und nicht sehr spannenden fahrt (obwohl, ich weiss jetzt immerhin, wo die bananen wachsen), erreichte ich puerto viejo.
kulturschock aufs erste: ausser schwarze menschen sieht man nur turisten. man könnte meinen, man sei in jamaica angekommen: bob marley hört man in jedem noch so kleinen restaurant und das frühstrück kann man gleich mit einem joint zusammen bestellen. paradise ;-)
ich machte mich gleich auf den weg ins hotel "rocking j's", denn schon immer wollte ich eine nacht unter freiem himmel verbringen. dort wurde es mir, mehr oder weniger, ermöglicht. mein "bett" war eine hängematte. und hey, niemals hätte ich gedacht, so gut in einer hängematte schlafen zu können!

doch um acht uhr war am samstagmorgen das träumen zu ende. die sonne war zu hell und so schälte ich mich aus meiner hängematte heraus und ging meinen träumen am strand weiter ;-)
später traf ich mich mit meinem kollegen philip (der schweizer) und wir suchten den schönsten strand in der nähe auf. dort gings weiter mit nichts tun, schafen und "sünnele".
bisher konnten wir uns glücklich schätzen, nicht einen tropfen regen war gefallen. doch am sonntagmorgen lernten wir den nachteil der karibikküste kennen: regen, regen, regen, der nicht mehr aufhören wollte. so verliessen wir puerto viejo um acht uhr in der früh, mit der idee, dass wir dann um gut ein uhr zu hause sein werden.
aber, wo bleibt denn das richtige und unvorhergesehene abenteuer? keine angst, das kommt erst jetzt! :-)
auf dem highway, dieses mal mit dem firma-auto von philip, fuhren wir gemütlich dahin, bis uns die polizei hinaus zitierte. 117 km/h stand auf dem geschwindigkeitsgerät, laut polizei... laut polizei war jedoch nur 60 km/h erlaubt... laut polizei sollten wir 100 dollar bezahlen. philip hatte jedoch keine 100 dollar, nur 70 dollar. laut polizei "no problema" und das geld verschwand sogleich unter der eigenen mütze.
da lernt man schnell, was "korruption" und "erpressung" bedeutet...
gratis dazu gab's von der polizei einen netten rat: die strasse sei bis um drei uhr vor san josé gesperrt, wir sollten also den anderen highway nehmen.
danke und weiter gings. wir nahmen dann jedoch einen anderen weg, der laut karte schneller zu sein scheint. leider stand auf der mappe nicht, was für ein weg das war: teer war ein fremdwort. nach gut einer stunde fahrt auf diesem "weg", schmerzten meine finger, die ich gekreuzt hielt: bitte, bitte, kein autoschaden!!!
aber, alles ging gut. und das positive am ganzen: wir haben den urwald durchkreuzt. überall wars grün, so viel grün an einem ort habe ich bisher selten gesehen!
um drei uhr, also gut zwei stunden später als erhofft, kam ich dann schliesslich zu hause an. somit ging ein weiteres erlebnis und abenteuer in costa rica zu ende. ich bin schon gespannt, was das nächste sein wird, das dieses toppen könnte! :-)
freitagmorgen war es auch soweit, um zehn uhr verliess der bus san josé und fuhr richtung puerto viejo, ein ort im osten von costa rica, also am karibischen meer.
dieses mal fuhr der bus sogar mit mir los! bisher verlief also alles nach plan.
um drei uhr, nach einer langen und nicht sehr spannenden fahrt (obwohl, ich weiss jetzt immerhin, wo die bananen wachsen), erreichte ich puerto viejo.
kulturschock aufs erste: ausser schwarze menschen sieht man nur turisten. man könnte meinen, man sei in jamaica angekommen: bob marley hört man in jedem noch so kleinen restaurant und das frühstrück kann man gleich mit einem joint zusammen bestellen. paradise ;-)
ich machte mich gleich auf den weg ins hotel "rocking j's", denn schon immer wollte ich eine nacht unter freiem himmel verbringen. dort wurde es mir, mehr oder weniger, ermöglicht. mein "bett" war eine hängematte. und hey, niemals hätte ich gedacht, so gut in einer hängematte schlafen zu können!
doch um acht uhr war am samstagmorgen das träumen zu ende. die sonne war zu hell und so schälte ich mich aus meiner hängematte heraus und ging meinen träumen am strand weiter ;-)
später traf ich mich mit meinem kollegen philip (der schweizer) und wir suchten den schönsten strand in der nähe auf. dort gings weiter mit nichts tun, schafen und "sünnele".
bisher konnten wir uns glücklich schätzen, nicht einen tropfen regen war gefallen. doch am sonntagmorgen lernten wir den nachteil der karibikküste kennen: regen, regen, regen, der nicht mehr aufhören wollte. so verliessen wir puerto viejo um acht uhr in der früh, mit der idee, dass wir dann um gut ein uhr zu hause sein werden.
aber, wo bleibt denn das richtige und unvorhergesehene abenteuer? keine angst, das kommt erst jetzt! :-)
auf dem highway, dieses mal mit dem firma-auto von philip, fuhren wir gemütlich dahin, bis uns die polizei hinaus zitierte. 117 km/h stand auf dem geschwindigkeitsgerät, laut polizei... laut polizei war jedoch nur 60 km/h erlaubt... laut polizei sollten wir 100 dollar bezahlen. philip hatte jedoch keine 100 dollar, nur 70 dollar. laut polizei "no problema" und das geld verschwand sogleich unter der eigenen mütze.
da lernt man schnell, was "korruption" und "erpressung" bedeutet...
gratis dazu gab's von der polizei einen netten rat: die strasse sei bis um drei uhr vor san josé gesperrt, wir sollten also den anderen highway nehmen.
danke und weiter gings. wir nahmen dann jedoch einen anderen weg, der laut karte schneller zu sein scheint. leider stand auf der mappe nicht, was für ein weg das war: teer war ein fremdwort. nach gut einer stunde fahrt auf diesem "weg", schmerzten meine finger, die ich gekreuzt hielt: bitte, bitte, kein autoschaden!!!
aber, alles ging gut. und das positive am ganzen: wir haben den urwald durchkreuzt. überall wars grün, so viel grün an einem ort habe ich bisher selten gesehen!
um drei uhr, also gut zwei stunden später als erhofft, kam ich dann schliesslich zu hause an. somit ging ein weiteres erlebnis und abenteuer in costa rica zu ende. ich bin schon gespannt, was das nächste sein wird, das dieses toppen könnte! :-)
22 April 2008
mein weekend: ein versuch war's wert...
samstag: festival imperial
der samstag fing mit einem gemütlichen gang zu meiner geliebten “la feria” an. nicht zu unrecht trage ich den namen “chica del mango”, auch dieses mal wurde wieder rege mangos und sonstiges grünzeug eingekauft.

danach gings nach alajuela, wo wir (die geschwister aus deutschland und ich) tickets für das “festival imperial” zu ergattern erhofften. “smashing pumpkins” stand nebst anderen grossartigen artisten auf dem programm. hätten wir schon vor einem monat reagiert, so hätten wir für ein ticket 20 dollar bezahlt. doch bis wir erfahren hatten, was an diesem wochenende los sein wird, war es bereits zu spät, alles war ausverkauft.
nun, in alajuela angekommen, fragten wir, zuversichtlich und optimistisch wie wir waren, nach tickets. und ja, es gab noch tickets! 140 dollar! ach ja? drei tickets für 140 dollar?! neee, natürlich nicht! jedes 140 dollar!!! tja, nun weiss ich, was nächstes mal zu tun ist, um ein paar dollar dazu zu verdienen...
so gings halt wieder zurück... immerhin bleibt uns dieses bild als erinnerung unserer gefühle...
sonntag: festival de las artes
gleiches festival wie am sonntag zuvor, nur die artisten waren dieses mal anders.
nicht schlecht staunten wir, als eine dreiköpfige band, die zusammen mindestens 240 jahre auf dem buckel tragten, das publikum mit ihrem karibischen-sound verzauberte und auf die füsse lockte. hie und da sorgten sie für einen lacher, wenn sie wieder mit ihren eher alten hüften die jugendlichen schwünge versuchten zu immitieren (was ihnen auch gelang!).
das highlight war dann schliesslich die letzte aufführung: tango! um sieben uhr begann das spektakel und – wups, nach 20 minuten war's bereits vorüber. drei tänze und das wars. kein feuerwerk, nichts. schade... ein bisschen enttäuschend für das “hightlight” eines festivals, das zwei wochen gedauert hatte...
und schon wieder ist ein wochenende vorbei und hey, ich bin schon seit einem monat hier! die zeit vergeht wie im flug.
nun freue ich mich auf die kommenden tage – endlich darf ich zu den kindern in die schule! :-) wie ich mich dort "herumschlagen" werde, erfahrt ihr bestimmt bald...
der samstag fing mit einem gemütlichen gang zu meiner geliebten “la feria” an. nicht zu unrecht trage ich den namen “chica del mango”, auch dieses mal wurde wieder rege mangos und sonstiges grünzeug eingekauft.
danach gings nach alajuela, wo wir (die geschwister aus deutschland und ich) tickets für das “festival imperial” zu ergattern erhofften. “smashing pumpkins” stand nebst anderen grossartigen artisten auf dem programm. hätten wir schon vor einem monat reagiert, so hätten wir für ein ticket 20 dollar bezahlt. doch bis wir erfahren hatten, was an diesem wochenende los sein wird, war es bereits zu spät, alles war ausverkauft.
nun, in alajuela angekommen, fragten wir, zuversichtlich und optimistisch wie wir waren, nach tickets. und ja, es gab noch tickets! 140 dollar! ach ja? drei tickets für 140 dollar?! neee, natürlich nicht! jedes 140 dollar!!! tja, nun weiss ich, was nächstes mal zu tun ist, um ein paar dollar dazu zu verdienen...
so gings halt wieder zurück... immerhin bleibt uns dieses bild als erinnerung unserer gefühle...
sonntag: festival de las artes
gleiches festival wie am sonntag zuvor, nur die artisten waren dieses mal anders.
nicht schlecht staunten wir, als eine dreiköpfige band, die zusammen mindestens 240 jahre auf dem buckel tragten, das publikum mit ihrem karibischen-sound verzauberte und auf die füsse lockte. hie und da sorgten sie für einen lacher, wenn sie wieder mit ihren eher alten hüften die jugendlichen schwünge versuchten zu immitieren (was ihnen auch gelang!).
das highlight war dann schliesslich die letzte aufführung: tango! um sieben uhr begann das spektakel und – wups, nach 20 minuten war's bereits vorüber. drei tänze und das wars. kein feuerwerk, nichts. schade... ein bisschen enttäuschend für das “hightlight” eines festivals, das zwei wochen gedauert hatte...
und schon wieder ist ein wochenende vorbei und hey, ich bin schon seit einem monat hier! die zeit vergeht wie im flug.
nun freue ich mich auf die kommenden tage – endlich darf ich zu den kindern in die schule! :-) wie ich mich dort "herumschlagen" werde, erfahrt ihr bestimmt bald...
14 April 2008
horizonterweiterung, vitaminbombe und ohrenschmaus - mein vergangenes wochenende
freitag: día de juan santamaría
vor gut 150 jahren stand costa rica vor der gefahr, von den amerikanern (von wem denn sonst?!) erobert zu werden. ein tapferer junger costaricaner stellte sich freiwillig zur verfügung, dies zu verhindern, indem er den feind in flammen setzte. sein leben musste er dafür auch hergeben. dafür wird ihm nun jährlich dieser tag gewidmet.
auch wenn er nichts mehr davon hat, ich konnte damit ein bisschen costaricanische kultur miterleben.
dafür besuchte ich eine stadt namens “alajuela”, in der juan santamaría geboren wurde. nebst diversen tänzen, die mit gewöhnungsbedürftigen lauten untermauert wurden (stellt euch elche in der brunst-zeit vor), wurde auch ein umzug abgehalten, der sich gut mit unserem “sächsilüten” vergleichen lässt. nur 20 grad dazu gerechnet und einen halben meter stoff an den uniformen abgeschnitten. und voilà (siehe bild).
samstag: la feria
seit drei wochen bin ich nun schon da und ich habe erst vor wenigen tagen erfahren, dass in heredia jeden samstag ein grosser frucht- und gemüsemarkt, eben die “la feria”, stattfindet. ich als frucht- und gemüsefreak (wundert euch nicht, wenn ich als mango zurückkehre) musste natürlich dort hin!
die überwältigung war gross, niemals habe ich so viel grün auf einem haufen gesehen (und das heisst etwas, wenn ich das sage)! eingekauft wurde natürlich rege, wo sonst bekommt man drei kilo mangos für einen dollar, die einem beim verzehr vor süsse beinahe umwerfen?! :-)
¡mi paradiso!
sonntag: el festival de las artes

heute ging's schliesslich mit philipp an's “festival de las artes”. stände säumten den weg (ähnlich wie beim “uschtermärt”. nur 30 grad wärmer und kein regen :-) ) und tausende von leute waren vorhanden. costaricanische bands gaben ihre songs zusätzlich auf einer bühne zum besten, was selbst ältere menschen (hätte mein grosspapi sein können) auf die beine lockten und ihren noch jung gebliebenen hüftschwung präsentierten (siehe bild rechts)
ein gelungenes und friedliches wochenende. warum verreisen, wenn die post vor der eigenen tür ab geht? trotzdem – ich freue mich wieder auf das ach so blaue und türkise meer... mal schauen, wenns wieder so weit ist. ihr werdet davon erfahren ;-)
vor gut 150 jahren stand costa rica vor der gefahr, von den amerikanern (von wem denn sonst?!) erobert zu werden. ein tapferer junger costaricaner stellte sich freiwillig zur verfügung, dies zu verhindern, indem er den feind in flammen setzte. sein leben musste er dafür auch hergeben. dafür wird ihm nun jährlich dieser tag gewidmet.
auch wenn er nichts mehr davon hat, ich konnte damit ein bisschen costaricanische kultur miterleben.
dafür besuchte ich eine stadt namens “alajuela”, in der juan santamaría geboren wurde. nebst diversen tänzen, die mit gewöhnungsbedürftigen lauten untermauert wurden (stellt euch elche in der brunst-zeit vor), wurde auch ein umzug abgehalten, der sich gut mit unserem “sächsilüten” vergleichen lässt. nur 20 grad dazu gerechnet und einen halben meter stoff an den uniformen abgeschnitten. und voilà (siehe bild).
samstag: la feria
die überwältigung war gross, niemals habe ich so viel grün auf einem haufen gesehen (und das heisst etwas, wenn ich das sage)! eingekauft wurde natürlich rege, wo sonst bekommt man drei kilo mangos für einen dollar, die einem beim verzehr vor süsse beinahe umwerfen?! :-)
¡mi paradiso!
sonntag: el festival de las artes
heute ging's schliesslich mit philipp an's “festival de las artes”. stände säumten den weg (ähnlich wie beim “uschtermärt”. nur 30 grad wärmer und kein regen :-) ) und tausende von leute waren vorhanden. costaricanische bands gaben ihre songs zusätzlich auf einer bühne zum besten, was selbst ältere menschen (hätte mein grosspapi sein können) auf die beine lockten und ihren noch jung gebliebenen hüftschwung präsentierten (siehe bild rechts)
ein gelungenes und friedliches wochenende. warum verreisen, wenn die post vor der eigenen tür ab geht? trotzdem – ich freue mich wieder auf das ach so blaue und türkise meer... mal schauen, wenns wieder so weit ist. ihr werdet davon erfahren ;-)
08 April 2008
es ist nicht alles gold, was glänzt
seien es nur die kleinen freunde (siehe bild), die das land zu tausenden beherbergt (glücklicherweise bisher noch nicht in meinem zimmer) oder der regenschauer, der nun nachmittags täglich vom himmel fällt.
nichts ist perfekt, auch costa rica nicht... wäre ja auch langweilig ;-)
06 April 2008
volcán poás
dass während dem reisen alles schief gehen würde, wusste ich ja bereits. deshalb hat es mich auch nicht erstaunt, dass auch dieser ausflug einige abenteuer mit sich brachte.
zu dritt nahmen wir den bus nach alajela, von dort aus sollte uns ein weiterer bus direkt auf den volcán poás mitnehmen. dieser bus mussten wir umbedingt erwischen, denn dieser fuhr nur einmal am tag auf den vulkan!
naja, den rest könnt ihr euch ja denken... denn ja, wir haben ihn verpasst! aber: wir sind unschuldig! wie konnten wir wissen, dass es in costa rica auch vorkommen konnte, dass mal etwas zu früh als angekündigt passierte?
währenddem wir nämlich noch gemütlich am kaffee-schlürfen waren, fuhr dieser eine bus fünf minuten zu früh ohne uns los.
tja, pech gehabt. ans aufgeben haben wir jedoch nicht einmal gedacht! nein, wir wollten diesen vulkan sehen! so gelang es uns schliesslich, nach diversem herum-fragen und -suchen, mit einem bus in ein nahe gelegenes dorf zu kommen. dort nahmen wir schliesslich ein taxi und, welch ein wunder, wir haben's geschafft.
das bangen hatte jedoch kein ende, denn wir wussten, je später wir
dass wir den vulkan zu sehen bekamen. es war halb zwölf, wir rechneten also mit keinem wunder und hatten uns damit abgefunden, dass uns die wolken die sicht auf den vulkan verhindern würden.
doch, petrus hatte erbarmen mit uns: die freie sicht war uns gewährleistet. zwei stunden später und wir hätten nichts mehr gesehen. das glück konnten wir kaum fassen (deshalb auch das schöne foto rechts mit dem "nichts" zwei stunden nach ankunft ;-) )
die zeit verging und laut plan sollte der bus ins tal hinunter um 2:30 uhr schliesslich abfahren. da wir von unseren reise-künsten inzwischen genug wussten, gingen wir ein bisschen früher an die haltestelle - genau rechtzeitig für die abfahrt um 2:25 uhr...
es gibt hier in costa rica noch viel zu lernen, soviel ist sicher :-)
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