26 March 2012

und tschüss...

der koffer, sowie der rucksack stehen bepackt in der ecke des zimmers. alles ist soweit. bis auf mich. ich frag mich, ob dies nun wirklich die realität ist und ich morgen um diese zeit schon in miami sitze, oder ob ich doch nur träume. glauben und merken werd ich es erst, wenn ich in der luft sein werde.

die zeit verging viel zu schnell, was ja zu erwarten war. jeden tag habe ich jemanden zum letzten mal gesehen, mir tausend mal gesagt, dass ich dies und das nun das letzte mal machen oder sehen werde und alles administrative so geregelt, damit ich jetzt ruhigen gewissens abfliegen kann.
ich habe sogar die letzte chance genutzt und mich am freitag frühmorgens aus dem bett geschält, damit ich noch am letzten training teilnehmen konnte. danach ging es gleich das letzte mal an die schule, wo ich gegen die tränen ankämpfen musste.
der bisher weitaus traurigste abschied war, als ich der manchita, unserer katze, tschüss sagen musste. anfangs habe ich sogar gedacht, dass sie mich nicht mehr erkannt hat. doch als ich sie lieb kraulte, merkte sie dann, wer ich war und folgte mir wieder schritt auf tritt. am liebsten würde ich sie einpacken und mitnehmen...

am wochenende war dann einiges los mit meinem abschiedsfest der freunden und abschiedsessen mit elmers familie.

glücklicherweise werde ich ja schon im oktober wieder costa rica besuchen, was das tschüss-sagen einiges erleichtert. trotzdem kann ich den stich in meinem herzli nicht ignorieren, sobald ich ans weggehen denke...

sodass mir jetzt noch das letzte fehlt, nämlich das tschüss zu diesem blog. es war schön, in diesen fast vier jahren wöchentlich meine erlebnisse, hochs und tiefs mit euch zu teilen. vielen lieben dank für eure treue und bis bald in der schweiz!

19 March 2012

das ende naht

zwischen den tränen der trauer und tränen der freude, zwischen zweifel und überzeugung, zwischen heulen und lachen... stündlich, nicht wenn sogar im minutenrhythmus verändert sich mein gemüt und mittlerweile weiss ich gar nicht mehr, wie ich zu dem fakt, dass ich mich bald nicht mehr in costa rica befinden werde, stehe. zwischen zwei welten, die mich von beiden seiten her an meinen armen ziehen und mir klar machen wollen, dass ihre wahl die bessere wäre.
bald werde ich meinen kopf abschrauben und zur seite legen, es wird mir zu viel!

trotz allem, ich versuche die noch verbleibende zeit zu geniessen und nicht mit den gedanken zu vermasseln. schwieriger als ich gedacht hätte!
trotzdem konnte ich einige momente in der vergangenen woche erleben, die mich ablenken konnten. am dienstag besuchte ich die schule, da ich noch einige dinge erledigen musste. als meine ehemaligen drittklässler auf mich zugestürzt kamen, musste ich mich regelrecht freikämpfen, damit sie mich los liessen. das noch schönere highlight war dann jedoch, als die ehemaligen sechstklässler, jetzige oberstufler, mit lautem geschrei auf mich zuströmten und umarmten. sogar die jungs! das ging wirklich unter die haut und mir wurde das erste mal bewusst, wie gern die mich haben müssen. und wi
e gerne ich sie habe...

am donnerstag luden wir elmers familie zum abendessen in unsere wohnung ein. die wohnung verfügt über einen kleinen patio, was eine etwa zwei auf zwei meter grosse fläche ohne dach ist, die man meist zum aufhängen der kleider benutzt. wir dachten, dass es eine gute idee sei, dort den grill aufzustellen, um zu grillen. wäre da nicht der rauch gewesen wäre dies auch eine hervorragende idee gewesen! aber eben, nach dieser aktion roch bzw. stank so ziemlich die ganze wohnung nach rauch und noch tage danach zeugte der duft vom grillen. was solls, ansonsten war der abend wenigstens friedlich verlaufen.

am wochenende zog es elmer und mich dann, zum letzten mal, an den strand. da wir erst am samstagmorgen losfahren konnten, suchten wir uns den nah gelegende playa esterillos aus. die zwei tage vergingen viel zu schnell und wir kamen nicht zu mehr als zum lesen, schlafen und faulenzen. was ja eigentlich genügt. das tschüss-sagen zum meer war nicht einfach, doch bin ich überzeugt, dass meine füsse nicht zum letzten mal in meinem leben den costaricanischen strand fühlen konnten... ;-)

und jetzt läuft der countdown weiter. in einer woche werden die koffer vollgepackt in der ecke stehen. glücklicherweise erst in einer woche, es bleiben mir also noch einige wenige tage. was bedeutet, dass der blog bald auch das definitive ende finden wird, geniesst diese letzten einträge also noch!

11 March 2012

ich und hausfrau?!

so schön ferien sind - irgendwie freu ich mich jetzt schon darauf, wieder eine aufgabe zu haben, sobald ich in der schweiz sein und arbeiten werde. nicht, dass es mir langweilig wäre, doch fehlt mir das gefühl, das man nach einem gelungenen tag in der schule mit nach hause tragen kann...

erstaundlich schnell habe ich mich in dieser woche auch daran gewöhnt, nun mit elmer zusammen zu wohnen, es scheint gut zu klappen. aber genauso erstaundlich schnell habe ich gemerkt, dass ich nie im leben full-time-hausfrau sein werde... :-)

die woche verging also schnell, auch zum dank eines super spannenden buches, sodass das wochenende im handumdrehen vor der tür stand. dies wurde an verschiedenen festen verbracht, wie das eine, das von meinen ex-lehrerkollegen organisiert wurde. nebst mir bekannten gesichtern lernte ich auch die neu dazugekommenen lehrern kennen, die sich genauso gefreut haben mich zu sehen, wie die alten. anscheinend wurde ich an der humboldt doch noch nicht vergessen! lehrer und vor allem schüler, erwähnen mich immer wieder und bringen die neuen lehrer zum verzweifeln, weil sie immer wieder hören, dass "wir dies aber nicht so gemacht haben bei frau moor". das freut mich natürlich, obwohl ich ja dies bei ankunft genauso erlebt habe und weiss, wie mühsam dies ist :-)

am samstag feierten wir dann die hochzeit eines freundes von elmer. scheint so, dass dies bis auf weiteres die letzte hochzeit war, denn nun sind seine freunde alle verheiratet oder laufen noch single durch die gegend.
wie immer wurde bis ins morgengrauen viel gefeiert, getanzt, gegessen und getrunken, sodass wir dann den sonntag ruhig angingen und uns von allem erholten.

04 March 2012

en la choza

mexiko gehört mittlerweile zur vergangenheit, mein aktueller wohnort ist also wieder das schön übersichtlich kleine costa rica. jedoch nicht mehr für lange zeit, denn schon in dreieinhalb wochen steht der grosse abschied vor der tür und meine rückkehr in die schweiz wird zur realität. doch bevor ich melancholisch werde, nütze ich die verbleibende zeit bis zur letzten minute aus und geniesse jeden tag die sonne und wärme costa ricas.

das wiederankommen in costa rica verlief anfangs zwar ein bisschen unerwünscht, doch hat sich in dieser woche alles wieder so eingerenkt, dass ich in den nächten wieder unbesorgt und ruhig schlafen kann.
vor abreise nach mexiko erkundigte ich mich am alten wohnort in heredia, ob die früher von mir bewohnte wohnung noch frei sei. damals wurde mir dies bestätigt und die vermieter versprachen mir sogar, auch wenn diese besetzt sein sollte, wenn ich von mexiko zurück komme, ganz bestimmt eine wohnung für mich frei haben werden. gesagt, geglaubt. doch natürlich haben sie mich in dem monat vergessen und natürlich war keine wohnung mehr frei, als ich zurück kam. da hab ich mich echt genervt und war ziemlich verzweifelt, da ich ja nun keine bleibe mehr hatte.
elmers familie nahm mich dann mit offenen armen auf und bot mir an, dass ich für den verbleibenden monat gleich bei ihnen bleibe. doch wer mich kennt weiss, dass ich nicht auf meine unabhängigkeit und freiheit verzichten kann und deshalb ging ich trotz angebot auf wohnungssuche. schnell hatte ich erfolg und fand eine schöne wohnung nördlich vom heredia zentrum. zwar waren keine möbel vorhanden, doch konnten diese schnell, von freunden geborgt und verschenkt, zusammengekratzt werden. sodass es jetzt richtig gemütlich wurde und vom elmer, der gleich miteingezogen ist, mit leben gefüllt wurde.

die woche verlief also schnell durch das suchen und einrichten von der wohnung, mit der sonne und heredia geniessen und damit, von der reise runter zu kommen.
am wochenende wurde dann gefeiert, denn seit langem wieder einmal fand eine despedida de soltera, eine junggesellinnenabschiedsfeier einer freundin statt. nächste woche wird geheiratet und deshalb hauten wir noch das letzte mal allesamt auf die pauke. am sonntag verlief es dann etwas ruhiger, ich begleitete den elmer noch an ein fussballspiel, an dem sich seine mannschaft mit einer niederlage zufrieden geben musste.

01 March 2012

auf suche meiner wurzeln in mexiko

nach drei kulturüberhäuften wochen in mexiko und einer halben emotionsüberhäuften woche zurück in costa rica, melde ich mich endlich wieder aus einem neuen zu hause in weiter ferne.

vergebens versuche ich nun schon seit einer weile meine mexikoreise in worte zu fassen. die eindrücke, die dieses fassettenreiche und enorm grosse land hinterlassen hat, lassen mich noch jetzt über ihre realität zweifeln und veranlassten mich damals dazu, dass es mir immer wieder die sprache verschlug. die drei wochen verstrichen, jeden tag wurden mir neue sehenswürdigkeiten vor die augen geführt und rückblickend muss ich ernüchternd feststellen, dass ich von mexiko erst einen kleinen bruchteil zu gesicht bekommen habe.
priorität meines tripps war nebst dem kennenlernen von mexiko, das auffinden meiner wurzeln meiner familie. der bruder des vaters meiner oma reiste v
or vielen jahren nach mexiko aus, liess sich dort nieder und gründete seine eigene familie. sodass nun in jeder ecke von mexiko menschen mit dem namen "bächtold" hausen, die ich der reihe nach besuchte und gleich damit das land erkunden konnte.

begonnen hat das abenteuer mit ernesto, meinem cousin, dritten oder vierten grades, dessen ururgrossvater der gleiche ist wie meiner. ernesto lebt inmitten von mexiko city, sodass ich also meinen eigenen tourguide hatte, der mich per moto in der stadt herumführte. die ersten tage war ich erschlagen von der grösse der stadt und fühlte mich wie eine kleine ameise unter all den leuten. mit der zeit gewöhnte ich mich daran und genoss wieder einmal, unabhängig mit dem gut erschlossenen bussystem und der metro in der gegend herumzudüsen. mit dem touribus konnte ich schliesslich alle bekannten sehenswürdigkeiten abklappern, welche mit dem besuch des bekannten museo de antropología vervollständigt werden konnte.
mexiko hat jedoch auch um die hauptstadt selbst viel zu bieten: valle de brava, wo wir die schmetterlinge "monarca" besichtigen gingen, die zu tausenden um uns herumflogen. taxco, die stadt des silbers mit silberschmuck, soweit das auge reichte, sowie mit ihren tausenden vw-käfer, die in den engen gassen herumdüsten. und schliesslich teotihuacán, wo sich die drittgrösste pyramide der welt befindet.

ich hielt mich jedoch nicht nur in und um mexiko city herum auf, sondern begab mich zudem in die welt der mayas im südosten von mexiko. in der ersten woche nahm ich mit ernesto den flug in die stadt mérida, yucatán. von dort aus ging es weiter, per moto. wir waren insgesamt vier tage unterwegs, legten rund 3700 kilometer hinter uns und sahen diverse mayastätten, den türkisblauen atlantik, den eher tümpelähnliche golf von mexiko, unterirdische grotten mit transparentem wasser und bestiegen dazu unzählige pyramiden, bis wir vor muskelkater kaum mehr gehen konnten.

der nächste ausflug ging dann richtung nordwesten von mexiko stadt. aus reiner neugier erkundigte ich mich vor abflug nach mexiko im internet über die internationalen halbmarathone, wobei mir der halbmarathon in guadalajara, mexiko ins auge sprang. wie der zufall es wollte, fand dieser genau während meinem aufenthalt statt. so ging ich wieder von ernesto begleitet nach guadalajara, wo widerum bekannte von ernesto wohnten. dieser lauf war echt ein einmaliges erlebnis, obwohl die anstrengung nicht weniger intensiv war wie sonstige halbmarathone, war dieses mal das sightseeing gleich inklusive.
später ging es über querétaro wieder richtung mexiko stadt zurück, wo ich jedoch noch einen tag bei meiner tante und onkel verbrachte. auch hier also hatte ich meine persönlichen reiseführer und lernte die stadt mit ihrem kolonialen zentrum kennen.

vor der rückreise nach costa rica hielt ich mich noch einige tage in mexiko stadt auf, bis ich zu meinem onkel und meiner tante nach cuernavaca ging. von dort aus besuchten wir dann noch tepoztlan, eine kleine stadt ("nur" 40 000 einwohner), aus der man die pyramiden in den bergen besichtigen konnte der letzte ausflug ging nach puebla, eine stadt, die mir mit ihren von den spaniern beeinflussten häusern und gebäude den atem verschlug.

die drei wochen vergingen unglaublich schnell und ich könnte noch x zeilen weiter schwärmen. jede ecke mexikos enthält eine geschichte, wird durch einen spezifisch kulinarischen duft umhüllt und lässt mich von erstaunen verstummen.

03 February 2012

zum devoo seckle

eine weitere lebensetappe erreicht mit dieser woche ihr ende und ich frage mich, ob ich mich in meinem leben jemals daran gewöhnen werde, mir lieb gewonnene menschen oder sogar dinge loszulassen. diese woche musste meine mitbewohnerin und ich der tatsache in die augen sehen und unser haus ausräumen, inklusive von oben bis unten mit all möglichen putzmitteln schruppen, bis in keiner ecke mehr der dreck zu sehen war. unser nachmieter wohnt nun schon hier und wir zwei wohnen als untermieterinnen weiter, bis wir individuell das weite in eine andere richtung suchen werden. bei mir gehts nicht mehr lange - schon morgen sitze ich im flugzeug und reise richtung mexiko.

die vergangenen tage flogen wieder im affentempo vorbei, kein wunder, denn tagtäglich musste ich irgendwelchen dingen hinterherrennen. so war ich zum beispiel am freitag in der schule und habe die prüfung des kindes durchgeführt, das vor den ferien durchgefallen ist. leider hat es das examen bestanden und darf nun weiter an die humboldt gehen. was mich tröstet ist jedoch der fakt, dass sie ganz bestimmt keine sorgenfreie ferien hatte, da sie einiges nachholen musste.
sodass sich nun mein letzter pfeiler an der humboldt in der luft aufgelöst hat und ich nun offiziell arbeitslos bin. doch beklagen werd ich mich nicht, schliesslich war dies ja auch mein wunsch! ausserdem habe ich an diesem tag gemerkt, dass ich nun mit der schule abgeschlossen habe und ich bin immer mehr der meinung, dass ich im richtigen augenblick nein gesagt habe.

am wochenende rannte ich nach langer zeit wieder einmal ein wettlauf. dieses mal jedoch nur acht kilometer, die ich in rekordzeit zurücklegte. 36 minuten, da wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. so war es dann auch, die strecke wurde nochmals ausgemessen und da waren es dann plötzlich nur 7 einhalb kilometer. trotz allem bin ich auf dem stolzen 14. platz von 230 teilnehmerinnen meines alters...

gleich nachmittags darauf organisierte nicole und ich unsere letzte party in unserem noch-haus. wir feierten bis ins morgengrauen hinein, was ich dann am montag bitter bereute, da ich den ganzen tag im bett verbrachte. dabei musste noch so viel geregelt werden, sodass die folgende tage eher zum horror wurde. packen für mexiko, mein hab und gut in kisten ablegen und putzen, bis wir in unseren träumen sogar vom dreck verfolgt wurden.
der weitaus schlimmste und deprimierenste teil war der moment, als der neue nachmieter in unserem haus herumlief und an jedem möbelstück was auszusetzen hatte. in jedem noch so abgenutzten stuhl ist eine geschichte oder episode von uns eingraviert, die uns bei anbetracht dessen in erinnerung gerufen wird. für den nachmieter ist es bloss ein stück holz - was seiner meinung nach schnellstens auf den müll gebracht werden sollte. sodass ich überzeugt bin, dass dieses haus bald nicht mehr zu erkennen ist...
auf grund dessen bin ich froh, hier bald draussen zu sein, den weg nach mexiko einleiten kann, um dann nach den drei wochen reisen die letzten wochen costa rica wieder im vertrauten heredia verbringen werde.

22 January 2012

zwischen zwei welten

ferien bestätigen mir immer wieder, dass zeit nicht gleich zeit ist. eine schulstunde kann sich unendlich in die länge ziehen, währenddem eine stunde in den ferien, verbracht an der sonne und lesend, in kürze ins nichts dahinschmilzt. demnach kommen mir die vergangenen zwei wochen wie eine schulwoche vor und ich, gemeinsam mit meinem unterbewusstsein, schweifen je länger je mehr in die schweiz und wir malen uns das kommende in allen möglichen farben aus. träume reissen mich nachts schwitzend aus dem schlaf und geben meinen ängsten und befürchtungen form. hin und her gerissen zwischen dem verlangen, gleich heute ins flugzeug zu steigen, um den abschiedsleidensweg zu verkürzen und dem wunsch, die verbleibende zeit so langsam wie nur möglich verstreichen zu lassen. innerlich zerrissen zwischen schuldgefühlen, menschen zu verlassen und zu enttäuschen und der purer freude, mir liebe menschen nach so langer zeit wieder zu sehen. soweit, bis ich mich frage, wieso mir dies immer wieder passiert. bin ja selber schuld.

solche und weitere gedanken beschäftigen sich momentan in meinem kopf und lassen ihn vor sich hin brummen. nebst dem mir gedanken machen gibt es glücklicherweise genügend ablenkung, wie zum beispiel in vergangener woche die tage am strand. dieses mal ging es jedoch in die andere richtung, richtung pazifik. ziel war playa samara, und der etwas südlicher liegende strand, playa carillo. vier tage verbrachten wir lesend und schlafend, mit purem sonnenschein, wolkenlosem himmel und lauwarmen meerwasser. nachts wiegte uns das meerrauschen in den schlaf und begrüsste uns genauso morgens beim aufstehen.
nach den tagen am strand ging es dann genauso weiter bei mir zu hause, nur auf das meerrauschen musste ich verzichten. jeden tag sonnte ich mich vom ersten sonnenstrahl im garten bis zum letzten, sodass meine haut in einer bräune strahlt, die sie noch nie erreicht hat. inzwischen weiss ich auch, wie ich den sonnenbrand verhindern kann, sodass alles bisher schmerzlos über die runden ging.

und nun geht's, zumindest für elmer, in die letzte ferienwoche. danach ist bei ihm schule angesagt und bei mir gehts weiter mit ferien. jedoch nicht hier in costa rica, sondern in dem noch unbekannten und kulturbepackten mexiko...

08 January 2012

pure aktion

eine aktion um die andere und das alles, obwohl wir doch ferien haben und es eigentlich ruhig zu und her gehen sollte.
der erste montag unserer ersten ferienwoche staunten wir nicht schlecht, als sich nicole aus dem sofa erhob und es knallte, als ob jemand einen schuss losgelassen hätte. auf den knall folgte ein lautes rausche
n und innert kürzester zeit stand unser sitzplatz unter wasser. aus bis heute unerklärlichen gründen, brach ein rohr und der wasserhahn, glücklicherweise draussen im garten, wurde aus der wand gejagt, sodass das wasser unaufhaltsam aus dem rohr strömte. währenddem nicole fassungslos vor dem wasserloch stand und mich fragte, was wir tun sollten, reagierte ich schnell, holte einen eimer, drückte ihn nicole in die hände und ging auf die strasse, um hilfe zu holen. ich schrie herum, bis unser wächter erschien und uns helfen kam.
nach dem vergeblichen versuch, das wasser abzudrehen (weil, was sich später herausstellte, wir am falschen ort drehten), stopfte er ein holzstück ins loch, was den wasserstrom auf weiteres unterbrach. die nacht war trotz allem praktisch schlaflos, da wir dem holzstück ehrlich gesagt nicht so recht trauen wollten. doch alles verlief gut und tags darauf kam ein handwerker, der alles wieder gerade bog.
gelernt haben wir daraus einiges. wir wissen jetzt, wo sich der haupthahn befindet, wissen, wie wir das wasser abdrehen können und schrieben mehrere telefonnummern auf, die uns in solchen fällen helfen können. alles hat sei
nen grund, auch dieses geschehnis ;-)

mitte woche ging es dann samt zelt und grill richtung karibik, nach punta uva, unser lieblingszeltplatz. durch unvorhersehbaren konstruktionen auf der fahrt dauerte die ganze reise schliesslich geschlagene sieben stunden! erschöpft und müde kamen wir an und stellten das zelt mehr schlecht als recht auf. das aufstehen mit dem rauschen der wellen liess uns die strapazen vom tag zuvor jedoch schnell vergessen und so ging auch gleich mein erster geburtstagswunsch in erfüllung. meine weiteren wünsche erfüllten sich dann sogleich nach dem sonnenerfüllten tag, als nicole mit freunden am abend ankam und wir ein feuer schürten und marshmellows in die glut hielten.

die darauf folgenden tage wollte uns die sonne nicht mehr so recht bräunen, von dicken wolken verdeckt kam in der nacht sogar der regen und nässte unsere schlafstätte. doch elmers zelt hielt dem nass stand und so konnten wir trotz strömenden regen trocken schlafen.
auch silvester feierten wir in der nähe von punta uva, in dem kleinen partydorf namens puerto viejo. viel anders als an anderen orten auf der welt hat dieser anlass nicht ausgesehen, es wurde genauso wie überall gebechert und beglückwunscht. nur das rückwärtszählen blieb aus und niemand wusste so recht, wann nun das neue jahr begonnen hat.

am sonntag, dem ersten januar, ging dann die reise wieder zurück nach san josé. und wie sich tage danach herausgestellt hatte, war dies die beste entscheidung, die wir machen konnten, denn ausser regen hat nicole die restliche woche nichts mehr gesehen...
bei mir war die woche trotz ferien gefüllt mit dingen, die ich während dem arbeiten nicht erledigen konnte. so war ich einen tag in san josé, einen anderen in heredia, um die wohnung für nach meinem mexiko-trip zu organisieren und schliesslich zu hause im garten am sonnenbaden und lesen. so, dass auch diese zweite ferienwoche wie das bisiwetter an mir vorbeizog.

25 December 2011

ach ja, weihnachten!

irgendwie war's ein bisschen viel auf einmal: letzte schultage, tschüss-sagen hier, dort und überall, ferien und obendrauf gleich elmers geburtstag und weihnachten. dies alles in einem schwall und innerhalb von weniger als sieben tage. weder körper noch kopf noch seele waren so richtig darauf vorbereitet, sodass mein körper krank, mein kopf müde und meine seele melancholisch wurde. doch mittlerweile habe ich mich aufgerafft und das durcheinander in meinem gehirn geordnet.

bis mittwoch waren wir der schule mit weiterbildungen und nachprüfungen schreiben verpflichtet. eigentlich hätte ich gerne gesehen, wie meine schüler durch die erste prüfung durchfallen, damit sie in den ferien so richtig hätten lernen müssen, doch die mehrheit hat das examen bestanden, was immerhin zeigt, dass sie in den letzten tagen einige stunden mathe üben mussten.
nur eine schülerin ist durchgefallen und dank ihr darf ich im januar nochmals in die schule gehen. doch ich geb es ohne scham zu, ich freu mich darauf. erstens möchte ich wissen, wie's mit der schülerin ausgeht und zweitens habe ich so noch einen anker, an dem ich mich richten kann, bevor auch dieser aus dem boden gerissen wird und ich richtungslos auf dem weiten meer treiben werde...

nach der schlusskonferenz packte elmer und ich gleich unser währli und steuerten richtung termales del bosque, um die ferien so richtig entspannend beginnen zu können. dort haben wir uns verwöhnen lassen und die heissen bäder genossen. allem hinzu war am donnerstag elmers geburtstag, den wir jedoch genauso nichtstuend in den heissen quellen verbrachten, bis wir auf den abend wieder ins stadtleben stürzten und mit der familie essen gingen. meinem magen gefiel dies jedoch überhaupt nicht und beklagte sich noch tage danach bei mir.
zwei tage später befand ich mich gleich wieder im hause von elmers familie, da sie mich für das essen an heiligabend eingeladen hatten. extra für mich wurden fische zubereitet, damit ich nicht das hier als delikatesse geltende schweinefleisch essen musste. diese extrawürste immer... :-)

und jetzt sind weihnachten. stünde dies nicht im kalender, würd ich's gar nicht merken: blauer himmel, pralle sonne und alles andere als eine eisige kälte - so ist der momentane zustand bei uns. hätte ich flügel würde ich trotz sonnenschein und wärme in die schweiz fliegen, die brennenden kerzen am christbaum bestaunen, ein guetzli von meinem mami essen und mit meinen eltern einen kafi trinken. zum glück gehört dieses szenarium (bis auf den baum) schon bald zur realität...

da ich bald richtung strand steuere, um dort das neue jahr einklingeln zu lassen, wünsche ich euch schon jetzt einen guten rutsch ins neue jahr, in dem wir uns lesen und schon bald sehen (!) werden.

18 December 2011

war's das schon?!

erstmals ein herzliches dankeschön an die humboldt: ihr hättet mir den abschied nicht einfacher machen können!
die ersten drei tage der woche wurde ich so mit vertretungsstunden vollgestopft, sodass ich meine letzten nerven fast verl
oren hätte. zum glück war weder direktor noch sonst irgendjemand einflussreiches neben mir gestanden, als ich laut meinen frust raus liess. sonst hätt ich wohl die restlichen tage gar nicht mehr kommen müssen ;-)

bis mittwoch war also noch alltag angesagt, erst am donnerstag konnte man nicht wirklich sagen, dass wir noch schule hatten, da der ausflug statt fand. wir gingen nach tres rios in eine "residencia" (eine eingemauerte und überwachte siedlung), wo die kinder tennis- und fussballspielen, im a...kalten wasser schwimmen oder einfach auf einem spielplatz spielen konnten. die kinder scherten sich wenig um die kälte und den regen, wir lehrer waren eher diejenigen, die sich den rückweg herbeisehnten.

am abend wurden wir von der direktion noch an die jährliche weihnachtsfeier eingeladen. natürlich wurden wir einzeln aufgerufen, mussten nach vorne gehen und unsere verabschiedungsreden schwingen. meine vorhergehende kollegin brachte von lauter schluchzen fast nichts raus, sodass ich mich doppelt zusammennahm und ich mich, auch wenn kämpfend, mit trockenem gesicht nach dem reden setzte.
als dank erhielten wir ein geschenk, dessen gebrauch ich immer noch nicht herausgefunden habe: ein baumstück, das zu einer schüssel verarbeitet wurde und kein aschenbecher sein kann, da es im sockel ein loch besitzt. weder meinen namen, noch der name der schule ist drauf, einfach nichts, sodass ich beschlossen habe, dies beim nächsten lagerfeuer einzusetzen. :-)

auch hier also keine tränen. die wollte ich mir auf den letzten schultag aufbewahren, doch wie sich herausstellte, war auch dies nicht nötig. auch wenn ich nicht hätte anwesend sein müssen, wollte ich doch meine drittklässler ein letzten mal sehen und verbrachte den ganzen morgen mit ihnen und der klassenlehrerin im zimmer. immer wieder kamen kinder und umarmten mich herzlich und sagten mit trauriger stimme, dass sie mich vermissen werden. und da bin ich mir sicher, dass auch ich diese schüler nicht so schnell vergessen werde...

ferien haben wir lehrer trotz verabschiedungen und tschüsssagen noch nicht, denn bis nächsten mittwoch müssen wir noch in eine fortbildung gehen und auf die nachschreiber aufpassen.
das wochenende war dann so entspannend wie schon lange nicht mehr. jedesmal wenn ich an die schule gedacht und überlegt habe, was ich nächste woche mit den kindern machen möchte, kam mir in den sinn, dass das vorbereiten nun endgüldig für die nächsten monate tabu sein wird. ich kann mein glück noch nicht so richtig fassen :-)

am samstag war ich mit elmer noch in heredia und habe der weihnachts-parade zugeschaut. auch wenn ich in einem schal und dickem pullover eingehüllt war, war mir kalt. ich will ja nicht wissen, wie's mir frieren wird, wenn ich wieder in der schweiz bin :-)

11 December 2011

ya casi!

durch den abgang der sechsten klasse wurde mir eine ziemlich lockere woche vergönnt. in theorie hätte ich zwölf lektionen weniger unterrichten müssen. die realität war jedoch eine andere, durch abwesenheit gewisser lehrer durfte ich dann diese vertreten, womit die anzahl der stunden schlussendlich fast gleich wie immer war. zu allem hin kam der donnerstagnachmittag, an dem wir wieder einmal mehr, zum glück nun das letzte mal, die notenkonverenzen hatten und bis spät nachmittags in der schule sitzenbleiben durften.

trotz allem hatte diese woche die musse ihren verdienten platz, sodass wir am dienstagabend bei einer lehrerkollegin den samichlaus feierten. da die deutschen den grittibänz nicht kennen, backte ich ihnen gleich eine ladung, damit sie eine kleine idee von einem unserer kulinarischen höhepunkte im jahr haben :-) und wie schnell die weg gingen! wie frische brötchen, auch wenn einige von den grittibänzen durch meine unaufmerksamkeit schwarze füsse kriegten...

am wochenende durfte ich wieder in die schule antraben, da die sechsten klassen ihre abschlussfeier feierten. mit grossem tamtam wurden ihnen die zeugnisse und titel ausgeteilt, begleitet durch die weisen worten der direktoren und klassenlehrern.
für mich war dieser anlass ziemlich demotivierend. nach drei jahren unterricht an dieser klasse, zwei jahre davon als klassenlehrerin, war der dank ein warmer händedruck und ein knappes "tschüss" der schüler... wenn es so weiter geht, dann wird mir der abgang an dieser schule überhaupt nichts mehr ausmachen.

am sonntag begleitete ich dann elmer noch zu seinem softball-finale, das sie hochaus gewannen und sich nun lokale meister nennen können.
und nun noch sage und schreibe eine woche schule! auf gehts, so motiviert war ich wohl noch nie ;-)

04 December 2011

time to say goodbye

verrückter hätte die woche wohl nicht sein können. zwischen schulischen- und privaten anlässen hin und her gerannt, kam ich kaum zum atmen, weshalb die woche rasant vorbeiraste.

montags hatten die schüler frei und wir lehrer haben uns zu dem sogenannten pädagogischen tag versammelt. die idee dieses tages war, unser teamgeist zu stärken, was sich meiner meinung nach jedoch eher als einen schuss nach hinten herausstellte. kein wunder, meines erachtens sind solche forcierte aktionen meist für die katz. so war zum beispiel der daraufhin folgende anlass, das deutsche essen, eine weitaus natürlichere und effizientere art und weise,
um unsere lehrerschaft näher zueinander zu bringen.
das thema dieses essens, war, nebst all den deutschen spezialitäten, "wetten dass...". erstmals wurde ich angefragt, ob ich die spanische übersetzung übernehmen könnte, was ich natürlich gerne übernahm. hätte ich gewusst, dass diese frage dazu führt, dass ich schlussendlich als michelle hunziker neben "thomas gottschalk" vor den kollegen stehen musste, hätte ich mir die antwort wohl ein bisschen länger überlegt... doch schliesslich entpuppte sich der nachmittag zu einer unterhaltsamen zeit mit leckeren kulinarischen höhepunkten (wie zum beispiel das schweizer raclette mit echtem schweizer öfeli).

die darauf folgenden tage war schule wie üblich angesagt. nur am donnerstag durfte ich aufgrund des notenkonvenz der 6. klassen länger in der schule bleiben, wo ich ernüchternd feststellen musste, dass das examenschreiben für mich doch noch kein ende hat, da bei mir vier schüler in mathe nachschreiben müssen... doch was soll's, der reine fakt, dass die sechstklässler ab nächster woche nicht mehr präsent sein werden und ich zwölf stunden weniger unterrichten muss, stimmt mich fröhlich.
demnach auch schon die vergangene woche das erste "tschüss" für die 6. klässler, die ich nächsten samstag zur graduacion das letzte mal sehen werde.

am freitag dann der tag, wo ich endlich die nummer für meinen 2. halbmarathon abholen konnte. chaotischer hätte es nicht sein können: laut plan wollten sie um 12 uhr mit der austeilung beginnen. bis ein uhr war jedoch tote hose. dann, anstatt alles schön nach den nummern und den distanzen der strecken zu organisieren, wurden alle anwesenden auf einem haufen versammelt, wo die nummern im durcheinander verteilt wurden. zwei stunden später hatte ich dann endlich meine 1481.
am sonntag dann schliesslich der grosse tag. auch hier hat die organisation ihr verbesserungsbedarf, denn der lauf ging erst am nachmittag um eins, bei praller sonne, los. glücklicherweise war die wasserzufuhr echt gut organisiert, sodass ich stets was zu trinken hatte. aber eben, die sonne war trotzdem das problem, plus die topografie der strecke, die mich rund 10 minuten länger laufen liess. trotz allem, ich bin stolz, 1:55 war mein ziel, 1:55 hab ich gebraucht ;-)
und jetzt ist ausspannen und nichtsmachen angesagt!

27 November 2011

was ein brief alles auslösen kann...

schulisch gesehen war die woche eher ernüchternd: meine sechste klasse musste in mathe, wie in allen anderen fächern auch, die schlussprüfung schreiben. schon vor wochen hatte ich mich mit meinen kollegen getroffen und das examen zusammengestellt.
während dem lösen am montagmorgen stellten wir bereits fest, dass wir die schüler überforderten, da manch
e von ihnen auch nach 80 minuten immer noch nicht fertig waren. beim korrigieren dann das definitive zeichen, dass meine schüler überrumpelt wurden: mehr als die hälfte hatte eine ungenügende note. durch aufmotzen der prüfung konnte ich diese nummer von roten noten wenigstens auf fünf minimieren. was das ernüchternde dabei ist, ist der fakt, dass meine parallellehrer ein weitaus besseres resultat erreicht haben. da begann schliesslich mein komplex und der gedanke, dass ich versagt habe breitete sich immer mehr in meinem kopf aus. auch wenn mich meine lieben kollegen versucht haben, aufzupäppeln, weiss ich immer noch nicht so recht, was ich denken soll: habe ich die schüler schlecht vorbereitet oder ist es einfach eine schwache klasse?

egal, das wochenende konnte mir dann wenigstens über diesen komplex hinweghelfen.
dies aufgrund einer hochzeit, auf der ich eingeladen wurde.
doch da gehört eine vorgeschichte dazu:
da ich beschlossen habe, im februar nach mexiko zu gehen, bevor ich definitiv in die schweiz zurückkehre, kam meine oma auf eine super idee. ihr cousin, ernesto, wohnt in mexiko, deshalb liess sie mir die adresse zukommen, damit ich mit ihm in kontak treten konnte. ohne email-adresse musste ich auf das "altmodische" kommunikationsmittel, den brief, zurückgreifen und schrieb meinem grossonkel, oder wie man das auch immer nennen möchte. mit dem gedanken, "mal schauen, was passiert" schickte ich ihn ohne grössere hoffnungen ab. zwei wochen später war eine mail in meinem kasten: eine gewisse adriana, costaricanerin, hat mich angeschrieben, dass sie von meinem brief erfahren hätte. es kam raus, dass adriana die nichte von omas cousin war. und wie's der zufall so wollte, heiratete sie an diesem wochenende und hat mich, weil ich ja schliesslich zur familie gehöre, spontan zu ihrer hochzeit eingeladen, zu der, wie's der zufall nochmals wollte, auch der cousin ernesto aus mexiko kam, um dabei zu sein.

das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! so ging ich am samstag zur zeremonie in der kirche und kam mir vorerst ziemlich dämlich vor, weil ich ja niemand kannte... auch nach der kirchlichen trauung stand ich irgendwie hilflos zwischen all den leuten. plötzlich kam jedoch eine frau auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich "die vom brief" sei. nach meiner zustimmung nahm sie mich gleich unter ihre fittiche, schob mich fast in den bus und nahm mich mit an die feier, die an einem anderen ort stattfand. auf der fahrt kriegte ich schliesslich mit, dass diese frau eine tochter von ernestos bruder ist (könnt ihr noch folgen? für mich war es schon ziemlich schwierig, es zu verstehen...). am fest lernte ich etliche cousinen, tanten, onkeln, weiss ich welchen grades, kennen. schliesslich verbrachte ich den ganzen abend mit ernesto junior (siehe bild), der sohn von brunilde, der überraschenderweise perfekt deutsch sprach. er versuchte mir dann während der ganzen zeit zu erklären, wer jetzt wer ist. es kamen so viele leute auf mich zu und wurden mir präsentiert, dass ich am ende nicht mehr wusste, wo mir der kopf steht. in den nächsten tagen muss ich mich mal hinsetzen und einen familienbaum aufzeichnen... :-)

verblüfft hat mich dann der moment, als jemand von mir wissen wollte, ob ich denn barbara aus der schweiz kenne, auch eine verwandte von meiner oma. ich habe noch nie was von dieser frau gehört (zumindest kann ich mich nicht an sie erinnern) und fühlte mich ein bisschen bekloppt. wie kann es sein, dass mexikaner verwandte der schweiz kennen, die eigentlich so nah von mir wohnten und ich keinen blassen schimmer von deren existenz habe?

bisher habe ich immer gedacht, dass unsere familie eher klein ist. keine verwandten im ausland, wie langweilig. gestern wurde ich eines anderen belehrt! es ist echt ein schönes gefühl zu wissen, dass ich auch auf dieser seite der erdkugel verwandte habe! breitwillig boten mir etliche ihr zu hause an und wollen mir ihr mexiko zeigen, sodass ich nun total motiviert bin und mich wie ein kleines kind auf den kommenden februar freue!

20 November 2011

heftige winde und lautlose stille

was für eine woche!
währenddem die erste hälfte ruhig und gewohnt verlief, so hatte es der zweite teil um so mehr in sich. am donnerstag war für mich nach den ersten zwei lektionen schluss, da ich um halb elf an mein mündliches spanischexamen antraben musste. auf dem weg verfluchte ich mich selbst und fragte mich, warum ich mir diesen stress überhaupt antue... zwanzig minuten
vor dem gespräch durfte ich zwischen zwei texten über "klimawandel" und "jugend in der politik" auswählen. da mir beide themen ziemlich gegen den strich gingen, entschied ich mich für die politik. was ich jedoch sekunden nach der entscheidung gleich bereute, denn was hab ich schon mit politik am hut?! schlussendlich stellte es sich um eine gute entscheidung heraus und die 20 minuten prüfungszeit verliefen schnell. rückblickend war es auch mehr ein lockeres gespräch mit der expertin, in dem wir sogar diverse male über gewissen kommentare lachen konnten.

der weitaus weniger lockere teil kam dann am freitag, die schriftliche prüfung. nach 90 minuten ununterbrochenem lesen und fragen beantworten, rauchte mir bereits den kopf und die konzentration schien nur noch bruchweise vorhanden zu sein. ohne pause ging es dann jedoch schleggelawegge weiter mit 50 minuten audio, wo wir zuhören und wieder fragen zu den konversationen beantworten mussten. während dieser zeit hatte ich phasen, in denen meine gedanken wegflogen und ich mich selbst wachrütteln musste...
nach diesem hören wurde uns dann wenigstens eine kleine pause vergönnt, bis es mit schreiben weiter ging. 80 minuten hatten wir zur verfügung, um zwei texte über ein gewisses thema zu verfassen. auch hier - der kopf kurz vor der explosion und die hand mit krämpfen geplagt - war die zeit knapp und liess uns keine sekunde, um nur einmal über ein wort nachzudenken oder eines anzuzweifeln.

nun wird unsere geduld auf die probe gestellt, denn wir müssen ganze 10 wochen warten, bis wir das resultat erhalten. im nachhinein bin ich froh, dass ich die persönliche herausforderung angenommen und das examen absolviert habe.

nach dieser mentalen anstrengung beschlossen nicole, anna und ich, uns eine kleine auszeit zu gönnen, sodass wir am samstagmorgen unser wärli packten und einen tagesausflug zum strand, nach herradura unternahmen. schlafen und uns sonnen war unsere aktivität dieses tages, bis die wolken aufzogen und uns am nachmittag der regen wegscheuchte.
doch zu hause ging es gleichermassen weiter mit viel schlafen, der sonne geniessen und die schule ignorieren.

13 November 2011

schritt für schritt

die schule war diese woche so unspektakulär, sodass ich gleich zum weitaus spannenderen wochenende springe:
11 personen und ich haben uns entschieden, die strecke von san josé
nach puntarenas zu fuss zu gehen. nicht, dass ihr denkt, dass dies unser hirngespinst war, denn das ganze war offiziell ein wettlauf, an dem über 200 teams mitmachten. wir bildeten das "humoldt club" team, zusammengewürfelt von lehrern, eltern und wärtern der schule. rund zwei wochen vor dem stattfinden, trafen wir uns und organisierten alles: von kleinbus, über motorrad bis hin zur verpflegung. schliesslich war diese herausforderung kein katzensprung - die gesamthaft 112 kilometern wollten wir in weniger als 11 stunden hinter uns bringen.

am freitag, nach meinen letzten (!) spanisch nachhilfestunden, legte ich mich gleich ins bett, um wenigstens ein paar stunden schlafen zu können, bevor es los ging. doch vor lauter emotionen konnte ich natürlich kein auge zu tun, sodass ich um zehn uhr in der nacht, ohne schlaf, mit den teammitglieder auf dem humboldt-parkplatz auf den bus wartete.
um halb elf ging es los, richtung start, mitten in san josé. um zwölf folgte dann der startschuss und das laufen begann. wieder versuchte ich vergebens, wenigstens ein paar minuten schlaf zu finden. vor aufregung und adrenalin brachte ich es nicht weiter als vor mich hin zu dösen.
die stimmung war super im bus, wir feuerten uns an und motivierten uns, bis unsere kehlen nichts mehr von sich gaben.
um halb fünf uhr morgens, war ich schon fast an der reihe und stieg auf das motorrad, das mich zu meinem startpunkt brachte. rund eine halbe stunde später kam auch schon elmer, der mir die staffette übergab. und dann ging es los. besser hätte es nicht sein können: das sonnenlicht wurde von schritt zu schritt intensiver, die sicht auf das meer liess ich nie aus meinem blickfeld und der fakt, dass alles bergab ging, brachte mich zur bestleistung. abwärts hatte ich einen 4-er schnitt auf den kilometer, was ich noch nie hin brachte. hinter mir immer die zwei radfahrer, die uns auf dem ganzen weg begleiteten. auf dem letzten kilometer musste ich jedoch auf die zähne beissen: pure steigung, was mich ziemlich ans limit brachte. doch auch diese brachte ich erfolgreich, auch wenn ein bisschen langsamer, hinter mich und konnte den schlussspurt ansetzen, um die staffette einer kollegin weiter zu geben.

die aufregung war vorbei, doch das adrenalin hielt mich weiterhin wach... zum schlafen war auch gar keine zeit. um neun mussten wir nämlich alle aus dem bus steigen, da die letzten 800 meter mit der kompletten mannschaft gerannt werden mussten.
von wegen 800 meter! schlussendlich, unter der brennenden und stechenden sonne, liefen wir weitere 2.5 kilometer, bis wir endlich, nach 9 stunden und 20 minuten, im ziel ankamen.
was für ein stolz! umarmungen, glückwünsche und erleichterung, alles zur gleichen zeit.

nach einem kräftenden frühstück wurde schon der nach hause weg angenommen, dieses mal jedoch im bus und nicht mehr auf unseren erschöpften füssen. und endlich, endlich, konnte ich den nötigen schlaf nachholen. zu hause angekommen ging es dann auch gleich so weiter: schlafen, essen und bis sonntagmorgen durchpennen.

heut morgen dann das rausschälen aus dem bett. ich kam echt fast nicht raus. nicht etwa, weil ich noch müde war, sondern aufgrund meines muskelkaters. noch nie fühlte ich jeden einzelnen muskel so intensiv wie jetzt. selbst beim lachen tun mir die muskeln weh! für dieses einmaliges erlebnis hat es sich jedoch gelohnt!

06 November 2011

paradoxien

währenddem wir in den läden mit weihnachtsliedern berieselt werden, brutzelt draussen in voller stärke die sonne und lässt sich von keiner wolke vertreiben. paradoxerweise scheint es sommer zu werden. ich werd mich wohl nie daran gewöhnen, dass an weihnachten die schokolade schmelzt und man für das backen der kekse den ofen nicht benötigt, da diese arbeit gleich die sonne übernimmt. wir verabschieden uns also von unserer käse-gleichenden haut und heissen die schöne bräune willkommen. zudem werden die dicken pullover durch die bikinis ersetzt, denn nun ist der sommer angesagt!

bis wir jedoch dieses wetter in vollen zügen geniessen können, müssen noch weitere sechs wochen geackert werden. vergehen diese jedoch so schnell wie letzte woche, hab ich keine bedenken. ein grund dieser geschwindigkeit verdankte ich dem fakt, dass ich den letzten dienstag bis auf zwei lektionen frei hatte. da meine parallellehrerin mit meinen kindern einen ausflug machte, konnte ich mich die ersten vier lektionen mehrmals im bett umdrehen. entspannt war ich dabei jedoch ehrlich gesagt nicht, denn immer wieder hatte ich das gefühl, dass bald das telefon klingeln wird, da ich eine vertretungsstunde halten sollte. doch das telefon blieb glücklicherweise stumm.

bis auf dieses highlight verlief die woche, sowie das wochenende sehr ruhig und entspannt. nebst dem geniessen der sonne, arbeitete ich im garten, bis die hände mit blasen überhäuft waren. es hat sich jedoch gelohnt, manchita, unsere katze, müssen wir jetzt zumindest nicht mehr zwischen den langen grashalmen suchen gehen. :-)

30 October 2011

alltagstrott

langsam aber sicher geht's dem ende zu. auch wenn noch ganze sieben wochen übrig bleiben, bis der ersehnte und definitive feierabend vor der tür steht, wird schon von weihnachtsanlässen gesprochen, die bald stattfinden werden. den sechstklässlern kann ich in fünf wochen schon tschüss sagen, da diese ihre abschlussexamen früher schreiben werden und aufgrund dessen auch früher ferien haben. so beschäftigte ich mich vergangene woche mit der zusammenstellung von übungsmaterial, die dann (hoffentlich) auch von den schülern gelöst werden. wenn nicht, so ist es nicht mehr mein problem, die möglichkeit zum üben hab ich ihnen dann wenigstens offeriert.

auch dieses mal war uns am samstag das gemütliche wochenende mit dem langen schlafen nicht vergönnt, da nicoles und meine drittklässler die erstkommunion feierten. schon vor wochen wurde wir mit einer netten karte zu diesem anlass eingeladen, was wir natürlich nicht verpassen durften. schlussendlich, nebst dem frühen aufstehen natürlich, war es auch ein schönes erlebnis: die mädchen in ihrem schönen weissen kleidchen und dazu die eleganten jungs in ihren anzügen. das ganze glich einer hochzeit in miniaturform.
nach der messe in der kirche ging es für einen umtrunk in die schule, wo uns unsere kleinen mit kitschigen krimskrams zum andenken ihres grossen tages eindeckten. nach etlichen fotos und nettem lächeln verdrückten wir uns wieder und holten unseren verdienten schlaf und ruhe nach.

23 October 2011

wie die grossen

wieder das gleiche alltägliche spiel: plätschern am morgen, tröpfeln am mittag und schiff am abend. erst am donnerstagmorgen wurde die existenz der sonne bestätigt, auch wenn nur für ein paar minuten.

doch was soll's, von dem schönen wetter hätten wir diese woche sowieso nicht besonders viel profitieren können, da wir mehr als die hälfte davon in der schule absitzen mussten. am dienstag wurden in den notenkonferenzen die problematischen kindern durchgekaut und analysiert, welche eltern für den elternnachmittag tags darauf eingeladen werden mussten. um halb sechs waren alle meine gruppen durch. mittwochs dann der bekannte vier stündige eltern-marathon, an dem wie gewohnt alle zehn minuten andere eltern kamen und wissen wollten, wie's um ihr kind steht. nicht wie in anderen jahren, ging ich ziemlich entspannt an die ganze sache ran, vielleicht aus dem grund, dass ich weiss, bald weg zu sein? problematische gespräche gab es glücklicherweise keine, insgesamt kamen auch eher wenige eltern. kein wunder bei diesem wetter, da wär auch ich lieber zu hause im bett geblieben...

trotz muskelkater ging mein trainingsplan nach dem halbmarathon hart weiter, da am samstag schon wieder ein rennen stattfand. dieses wurde von der schule humboldt organisiert, sodass man ja fast mitmachen musste. mein kopf war auch durchaus dazu bereit, doch meine beine wollten noch nicht so recht. trotz allem erreicht ich das ziel wieder einmal schneller als gewollt und kam, meiner nummer 4 gerecht werdend, auch als 4. frau im ziel an.
doch nicht nur gross, sondern auch klein lief so schnell sie konnten. das weitaust süsseste spektakel war das rennen der vier bis sechs jährigen: einige kleine staunten beim laufen über die menge der leute, die ihnen beifall schenkte, vergassen dabei das rennen ganz und blieben verwundert stehen. andere weinten und verfluchten ihre eltern, die sie zum mitmachen gezwungen haben. und zur dritten kategorie gehörten die kinder, die wie ein pfeil vom einen ende zum anderen rannten, weil es ihnen papi zu hause so beigebracht hatte.:-)

und nun wird der sonntag wieder einmal zum nichts machen ausgenützt, was meinem körper bestimmt gleich recht kommt.

17 October 2011

wenn sich das schwitzen auszahlt

sechs uhr morgens, der wecker klingelt, die pflicht ruft und der regen plätschert. zwölf uhr, unterricht in der schule mit konstanter begeitung des herunterfallenden wassers. neun uhr abends, die augen fallen automatisch zu, der tatendrang ist gestillt und, wie soll es auch anders sein, die tropfen fallen ununterborchen vom himmel nieder.
und das
soll costa rica sein? am ersten tagen hatte ich das gefühl, dass es sich nur um ein traum handle und ich mich nicht mehr in costa rica, sondern in der schweiz während den trübsten herbsttagen befinde. doch die anhaltende situation liess mir keine wahl und ich musste mich mit der trüben realität auseinander setzen.

die weitaus nässeste erfahrung sammelte ich am mittwoch, als ich im schiff in die spanisch-stunde fuhr. da diese von vier bis sechs dauerte, wollte ich nicht riskieren, mit einem bus irgendwo im stau stecken zu bleiben und zwei stunden später zu hause zu sein. so entschied ich mich für das nass-werden, meines erachtens das kleinere übel. beim hinweg, mit tüten beschützte schuhe und zwei regenschütze, wurde ich natürlich nass. der erste regenschutz liess schon nach fünf minuten das wasser durch, sodass mir der zweite regenschutz nicht zu viel trockenheit, aber doch immerhin zu noch weniger nässe verhalf. während den zwei stunden konnte ich mich dann wenigstens ein bisschen aufwärmen und trocknen. doch die heimfahrt machte all dies zunichte und so kam ich bis auf die unterhosen nass zu hause an. ich schwörte mir, so bald wie möglich eine richtige regenausrüstung zuzulegen. und bis dahin werd ich wohl mit dem bikini vorliebe nehmen.

trotz trüber stimmung, die sich mit der zeit von aussen in mein inneres kroch, ging die woche schnell vorbei. die meiste zeit wurde diese in einer dicken decke und mit klammen fingern verbracht, die verzweifelt nach der suche der wärme die teetasse umklammerten.

am sonntag dann der grosse tag, auf den ich über ein halbes jahr vier mal wöchentlich geschwitzt habe: mein erster halbmarathon. um 6:30 war der startschuss. ich fühlte mich unvorbereiteter und zwischen all den selbstsicheren läufern unerfahrener denn je. doch liess ich mich nicht einschüchtern und lief stets meinen rhythmus.
elmer verfolgte mich treu mit dem auto, spornte mich an und liess mir powerade zukommen, was bitter nötig war. als ich dann noch eine lehrerkollegin entdeckte, die mich mit einer schweizer kuhglocke animierte, konnte ich vor lachen fast nicht mehr weiterlaufen. alle kilometer hörte ich erneut die motivierenden zurufe, konnte elmers schweizer-tshirt in der menge vernehmen und hörte die unüberhörbare glocke. so vergingen die 21 kilometer schneller, als ich dachte!
die strecke war bis kilometer elf ziemlich happig, vor allem die letzten zwei davon, die einfach pure steigung waren. danach, als preis für die anstrengung, ging es die restlichen zehn kilometer bergab.
im ziel der erste blick auf die uhr: 1 stunde 45 minuten und 33 sekunden. mein ziel vor einem halben jahr bestand darin, eine zeit unter zwei stunden zu laufen. ich glaube, dies wurde erreicht und mein morgendliches aufstehen und schwitzen zahlten sich aus ;-)

und nun lagere ich die füsse hoch, geniesse den muskelkater, sowie den uns dank kolumbus vergönnte freie montag und freue mich weiter über das stolze gefühl, 21 kilometer am stück gelaufen zu sein.

09 October 2011

lust auf mehr/meer

kaum hat man sich an die ferien gewöhnt, wird man aus dem gemütlichen rhythmus gerissen und es geht schon wieder mit dem arbeitsalltag los. eine woche ist einfach zu wenig. der verzweifelte versuch, die "to do"- liste zu minimieren scheitert und man muss noch verzweifelter feststellen, dass sie sogar an länge dazugewonnen hat. dafür wurden für ein paar tage die beine hoch gelagert und das lange schlafen ausgenutzt.

aufgrund meiner spanischklassen und dem deutschkurs von elmer, konnten wir erst am mittwoch richtung strand fahren. die richtung war uns klar, doch das genaue ziel haben wir bei abfahrt noch nicht definiert, was uns weiter nicht störte, da wir in der humboldt landesweit die einzige schule mit herbstferien sind. am pazifik, in jacó angekommen, hatten wir das autofahren satt, sodass sich diese destination gleich in unser aufenthaltsort mutierte. die drei folgenden tage verbrachten wir dann am strand an der sonne, bis es jeweils am späten nachmittag zu regnen begann und wir uns gezwungenermassen zurückziehen mussten.


am freitag nahmen wir bereits wieder unsere rückfahrt in den angriff. wir wollten das wochenende in san josé verbringen, da noch ein geburtstagsfest von elmers freunden geplant war. das geburtstagsfest entwicklete sich jedoch ziemlich schnell in ein verlobungsfest und das paar kündete uns ihre hochzeit im nächsten jahr an. mich freute, als ich feststellen konnte, dass die hochzeit noch vor meiner rückkehr stattfinden wird. was mich weniger freut ist der fakt, dass ich wieder hinter einem neuen kleid herrennen muss... da wünschte ich mir manchmal, mann zu sein: neue gravatte und voilá, neuer look.

der letzte ferientag hat dann alle bisherigen feriengefühle zunichte getrampelt: den ganzen tag konnte ich vor lauter verstopfung in meiner nase nichts riechen, ass nichts anderes als suppe und seuchte nur vor mich hin. zu allem hin kam noch dazu, dass das internet für den ganzen tag ausser haus blieb. toll, die ferien so abzuschliessen!