vor einer woche noch die golden gate bridge von san francisco im blickfeld, nun den fallenden regen als dauerhörspiel in meinen ohren und in der vergangenen woche den sonnenschein an einem strand costa ricas wärmend im gesicht. beklagen kann ich mich echt nicht.
nach ankunft aus den staaten gönnte ich mir zwei tage zu hause, bevor wieder meine koffer gepackt wurden und ich mich mit elmer richtung karibik aufmachte. das ziel war cahuita, den bereits schon zum zweiten mal besuchten strand in diesem jahr, der jedoch die fünfstündige immer wieder wett macht.
wir hatten glück und die sonne strahlte uns trotz regenzeit mit ausnahme eines tages pausenlos ins gesicht. dabei wurde meinem eher käsigen anblick wieder zu einem gewohnten und wohlig goldig braun verholfen.
die tage verbrachten wir mit viel schlafen und nichts tun. so wie ferien eben sein müssen.
doch leider war nicht alles glimpflich verlaufen, denn bereits in der ersten nacht stellte ich einen rekord punkto moskitostiche auf. dreissig stiche alleine am linken arm. die stiche an den beinen zählte ich erst gar nicht mehr, doch denke ich dass ich im gesamten in die nähe von hundert komme.
noch merkwürdiger als ich elmer ansah, der keinen einzigen stich abbekommen hat.doch dem nicht genug. in der letzten nacht attaktierten mich noch weitere fiecher, sodass ich geekelt von mir selbst froh war, dass wir am montag wieder ins eher kalte und regnerische, aber dafür moskitofreie pavas zurückfuhren.
als souvenir nahm ich wieder einmal mehr einen virus mit mir mit. wäre ja langweilig ohne, oder?! dieses mal reagierte ich jedoch schnell und rannte gleich zur apotheke. jetzt darf ich irgendwelches zeug schlucken und hoffen, dass ich die kommenden restlichen ferientage nicht im bett verbringen muss.
und nein, lehrer haben nicht nur ferien hier drüben ;-) nach wie vor kann ich mich zwar noch glücklich schätzen, da ich mich nicht früh aus den federn boxieren muss, doch mit vorbereiten darf ich bereits jetzt, trotz ferien, schon beginnen. in einer woche sind wir dann schon wieder am bügeln. aber wie gesagt, beklagen kann ich mich nicht und ich werde trotz vorbereiten die restlichen ferientage noch in vollen zügen geniessen.
zwei meiner vier ferienwochen rasten bereits an mir vorbei, hinterblieben ist eine zeit voller impressionen und erfreulichem wiedersehen mit mir lieben menschen.
am montag war es soweit, mein flug nach dem fernen san francisco stand an. trotz mehreren minuten verspätungen auf beiden flügen, kam ich ziemlich pünktlich im flughafen an und wurde von chrigi und leni empfangen. noch ein bisschen überfordert von der grösse und der hektik, nahmen sie mich gleich unter die fittiche und haben die auto-übergabe und das nach hause fahren zu leni in die hände genommen. so konnte ich mit offenem munde auf den meterbreiten und von autos überfüllten strassen die vorbeirasenden gebäude beobachten. ziemlich gerädert (zumindest ich) kamen wir schliesslich in der gemütlichen wohnung von leni an und gönnten uns einen schweizerisch kulinarischen gaumenausflug mit feinem schweizerkäse und knusprigen brot. so begastwirted wie chrigi und ich wurden, fühlten wir uns gleich wie zu hause und machten's uns bequem.
am dienstag ging die reise gleich zu dritt los, denn leni hat sich ferien genommen und kam mit uns auf entdeckungskur. die erste destination hiess napa valley, ein ort voller weinreben und weinereien. nach einer tour in einer weinerei wurden wir experten von sterling-weinen.danach fuhren wir gleich weiter nach sacramento, der hauptstadt von californien. leider haben wir nicht wirklich den stadtplan studiert und so den schönsten teil dieser stadt verpasst. aber traurig waren wir keineswegs, waren wir doch müde von der langen auto-fahrt und wollten sowieso nur noch schlafen.
mittwoch verbrachten wir praktisch den ganzen tag im auto. ellenlange strassen, links und rechts nichts ausser natur und
menschenleere. irgendwann tauchte der eindrückliche lake tahoe auf, dem wir vom norden in den süden folgten, wo unser hotel war. auf dem weg machten wir an diversen aussichtspunkten halt und sogen die verschiedensten ausblicke in uns auf. das knipsen vom fotoaperaten war natürlich fast schon obligatorisch und ich war echt froh, als wir im süden ankamen und endlich unsere beine wieder richtig benutzen konnten.
das auto wurde am donnerstag vernachlässigt, denn wir blieben in lake tahoe und benutzten statt dessen unsere eigenen füsse. wir kamen sogar ins schwitzen bei einer kleinen wanderung an einen fast verlassenen see im berge.
da wir einen tag fast pause hatten vom auto-fahren, wurde dies am freitag wieder aufgeholt. das ziel war lee vining, ein ort in der nähe vom yosemite nationalpark. doch vor dem ziel machten wir einen abstecher nach bodie, einer geisterstadt aus dem 19. jahrhundert. die stadt wurde kurz nach dem zweiten weltkrieg aufgrund ausgeschöpften goldminen verlassen, wobei alles so hinterlassen wurde, dass man ein ziemlich genaues bild bekommen konnte, wie diese menschen gelebt haben mussten. es war echt eindrücklich.
später ging es weiter nach lee vining mit dem mono lake. das spezielle dieses sees ist, dass er keinen ausfluss hat, sprich viel wasser rein kommt, aber nicht mehr raus gehen kann. demzufolge ist der salz-gehalt viel höher als bei irgendwelchen sonstigen seen, wodurch faszinierende salzfiguren entstanden sind. auch wenn total auf der schnurre von der langen fahrt, konnte uns chrigi überzeugen, auch dies noch anschauen zu gehen. und es hat sich gelohnt.
am samstag war der yosemite nationalpark auf unserem plan. ich war voller erwartungen, die auch übertroffen wurden, zumindest was die natur anbelangt. doch der schock über der personenauflauf an diesem ort war erschütternd. fast in kolonne mussten wir die dinge anschauen gehen, ich kam mir wie in einem zoo vor, nur dass man anstatt tiere die natur anschauen konnte.
aber wie gesagt, die natur war echt schön: gebirge, wasserfälle, unglaubliche naturspektakel, alles versuchte ich in mich hineinzusaugen und aufzunehmen, wobei ich fast überfordert war. diese grösse, weite und schönheit hat mich fast umgehauen.
dem nicht genug, danach stand uns wieder eine vierstündige fahrt nach modesta bevor, die wir mit einem abstecher in ein gemütliches 60-er jahre restaurant auflockern konnten. nach einer nachtwanderung zu einem starbucks und einem pool-rauskick der hotelbesitzer sanken wir erschöpft ins bett und in unsere träume.
sonntag dann die rückkehr nach dem zu hause von leni mit stopp bei target und wal-mart. natürlich wurde viel eingekauft, schliesslich mussten chrigi und ich unser gepäck stopfen! ;-)
das ganze wurde am abend mit dem chipotle-restaurant-besuch schön abgerundet, wo wir unseren burrito selber herstellen konnten. echt cool diese amis ;-)
montag musste leni wieder arbeiten gehen, doch wir zwangen ihn dazu, sich früh aus dem bett zu schälen, damit er dann auch am abend wieder für uns zeit hatte. das schien zu klappen! gleich machten wir uns alle zusammen zu google auf und kamen in den genuss des googles-morgenbuffet. denen geht's echt gut und ich kann nicht verstehen, wie leni sich dies jeweils mit schlafen entgehen lassen kann ;-)
weiter ging's mit chrigi in eine outlet-mall schoppen. was denn sonst, wenn zwei frauen in den staaten kleider einkaufen gehen wollen? ;-) ganze fünf stunden klapperten wir einen laden nach dem anderen ab, bis wir's nicht mehr sehen konnten und zu bangen anfingen, ob denn alles in unseren koffer passen würde...
am abend trafen wir uns dann noch mit meinem grossen bruder und gingen zusammen essen.
dienstag nahmen sich chrigi und ich wieder zeit für die natur. dieses mal gingen wir richtung norden in die muir woods, wo riesengrosse bäume wachsen. doch davor fuhren wir über die bekannte golden gate, ohne jeglichen nebel!
im wald gingen wir auf eine kleine wanderung und hatten überhaupt keine ahnung, wo wir überhaupt durch liefen. doch irgendwie brachten wir's wieder hin und kamen zurück. es war toll, fast keine menschen waren zu sehen, wir waren fast alleine und wurden von der natur umgeben.
nach natur und schoppen brauchten wir einen tag der entspannung. so schliefen wir aus (auch wenn mit schlechtem gewissen, denn leni machte sich früh zur arbeit) und gingen in die badi, in der nähe von päde. es war echt schön, einfach zu hängen, zu lesen, karten zu schreiben, zu schwimmen und sich von der sonne bräunen (bzw. röten) zu lassen...
am abend gingen wir wieder mit den jungs bei google essen. auch hier wieder, überwältigend, was die zur auswahl haben!
am donnerstag nahm sich leni wieder frei und kam mit uns chicas in die stadt san francisco. muss ja sein, wenn man schon mal dort ist! ;-) china towon, pier 39, cable-car, union square, market street, alles wurde von uns abgeklappert. auch wenn schon vor wenigen jahren dort gewesen, habe ich es wieder einmal mehr genossen, in so einer grossen und modernen stadt zu sein.
freitag wurde wieder einmal die zeit unserem auto gewidmet und wir gingen richtung süden nach monterey. schlussendlich verbrachten wir mehr als drei stunden im auto und waren ganze zwei stunden im fischerdörfen monterey. aber es hat sich gelohnt. hätte nicht gedacht, dass in den staaten noch so ein kleines dörfchen existieren konnte. natürlich war alles verkomersalisiert mit läden für die touris, starbucks, etc... trotzdem, es hatte ein dörfchen-flair und war echt gemütlich, nur leider ein bisschen kalt.
am abend wurden wir noch von päde und christine zu einem barbeque eingeladen, wo wir natürlich wieder viel zu viel food einkauften ;-)
samstag und sonntag war dann entspannen, ausplämperln, packen (ja, es passte alles in unsere koffer!) und verabschieden angesagt.
schon jetzt vermisse ich den täglichen starbucks, die gastfreundlichkeit lenis (dem man nicht genug danken kann!), die gespräche über die alte zeit und der schönen schweiz, das zusammensein, das mundart-reden, ... danke für diese unvergesslichen ferien!
wir haben's geschafft! ferien! entspannung! nichts-tun! schlaf!
wie angenommen, flog die woche wie ein pfeil an uns vorbei. so richtig gearbeitet wurde nicht mehr, jedoch viel aufgeräumt, gebastelt und über die bevorstehenden ferien gesprochen. und jetzt, jetzt sind sie endlich da!
am wochenende ging ich gleich mit elmer richtung norden in die thermalbäder. wir erholten uns so gut, dass unsere batterien schon fast voll sind. könnten also morgen wieder in die schule gehen ;-)
nein danke. ich mache mich jedoch schon auf das nächste abenteuer auf in die staaten amerikas. morgen werde ich meinen lieben bruder besuchen, meine liebe freundin treffen und einen lieben kollegen sehen. ich freu mich und melde mich auch gleich bei euch ab! bis bald!
echt schon wieder um?! diese woche ging noch schneller als gewohnt, kein wunder, denn wir hatten nur vier offizielle tage schule. naja, so richtig schule haben wir sowieso nicht mehr. weder kinder noch wir lehrer haben energie irgendwas zu machen.
wie letzte woche, nur noch extremer, waren die gedanken der schüler (und lehrer) bei der wm oder bereits in den ferien. manchen konnte ich sogar schon am donnerstag schöne ferien wünschen, da sie eine woche früher weg fliegen. sollen wir nicht gleich alle die letzte woche suspendieren und in die ferien gehen?! wäre mir auf alle fälle lieber, als nur noch mit der hälfte der kinder unterricht zu haben, die nur so halb motiviert in den stühlen hängen.
viel ist nicht passiert in dieser woche. ich habe es zwei mal geschafft, mich morgens um halb sechs aus dem bett zu schälen, um rennen zu gehen. ich weiss, aber ich habe wirklich noch alle tassen im schrank! :-) es ist nur ein risiko zu dieser zeit, dies auf den nachmittag zu schieben, da man dabei mit fast 90 prozent sicherheit nass wird. und zudem ist es morgens um halb sechs nicht so, wie wir es um morgen um halb sechs in der schweiz (meist) gewohnt sind: dunkel und kalt. hier ist's hell und schon ziemlich warm, bis fast heiss, wenn dann die sonne stolz am horizont ihre wärme verbreitet... zudem ist es echt genial, da man für den ganzen tag energie hat. nur wird man ziemlich früh wieder müde und muss früh ins bett gehen oder, man macht es so wie meine mitbewohnerin und ich und schläft auf der couch beim lesen ein ;-)
am freitag war dann unterricht für mich angesagt. wir möchten ein projekt (schon wieder!) durchführen in den fünften klassen in mathematik und hatten deshalb eine weiterbildung. war echt interessant und ich freue mich, dies im zweiten semester umzusetzen. auch wenn das ganze wie immer mehrarbeit bedeutet.
gleich im anschluss kamen die berühmten notenkonferenzen am nachmittag, in denen die kindern, die auf der genügend-ungenügend-grenze herumtänzeln, erwähnt und "durchgenommen" werden. da ich das "glück" habe, gleich kinder aus sieben verschiedenen klassen zu haben, musste ich fast den ganzen nachmittag dafür hergeben. aber das macht man ja gern, vor allem beim gedanken, dass man in nur einer woche schon zu den glücklichsten menschen der welt gehören wird!
den freitagabend haben elmer und ich mal ungewohnt nach gringo-art verbracht: wir haben beim chinesen chopsuey gekauft, uns auf die couch geworfen, den fernseher angestellt und einfach mal nen abend geglotzt. echt entspannend.
am samstag war wieder feria, danach fussball-gucken angesagt und uns schliesslich freuen, dass die big boys-amis rausgeworfen wurden. nicole hatte dann die geniale idee, in der schule im schwimmbad schwimmen zu gehen. ich war anfangs zu faul, doch irgendwie haben wir's dann doch hingekriegt und waren für ne halbe stunde im wasser schwimmen. das tat echt gut und ich habe mir geschworen, in den ferien crowlen zu lernen, damit ich dann nach den ferien mehr oder weniger ohne scham im schwimmclub mitmachen kann ;-) mal schauen, ob ich das hinkriege.
am abend gingen wir auf die good-bye-party unseres deutschen kollegen, der ein halbes jahr vor vertragsende schon nach hause gehen "darf". früh gingen wir nach hause, da wir am nächsten morgen deutschland gegen England schauen wollten (kommt bei uns um acht uhr morgens wegen der zeitverschiebung). doch wie gesagt, wir wollten, verpennten jedoch das spiel. so schauten wir dann argentinien-mexiko. muss schliesslich einen neuen favoriten finden, nachdem wir so schön rausgefault sind ;-)
total entspannt und ruhig wird nun der schlussspurt in den angriff genommen. kaum zu glauben, aber wir sind echt so weit. noch eine woche. dann ist schluss. dann haben wir die hälfte des jahres schon wieder hinter uns. und ich kann dann schon bald, bald mein geliebtes brüederli in die arme nehmen, mit chrigi schnädere und mit lehni über die überheblichkeit der amis diskutieren ;-) ich freu mich.
die highlights kamen auch in dieser vergangenen woche nicht zu kurz. trotz vieler arbeit, weil das ende des semesters naht, lockerten viele verschiedene momente die woche auf.
das ganze gipfelte am mittwoch mit dem spiel schweiz gegen spanien. morgens schritt ich, auch wenn mit wenig zuversicht, mit dem schweizer-trickot in das lehrerzimmer. von fast allen wurde ich lieb belächelt und mir wurde weis gemacht, dass wir eh keine chance hätten. auch die kinder nahmen mit hoch und sagten, wie aussichtslos doch die situation für die schweiz sei. ich nahm alles schweigend hin und hoffte innerlich, dass es nicht so sein wird.
in der dritten und vierten stunde war dann schliesslich das spiel und ich war in dieser zeit mit meinen schülern draussen am auto waschen. es gab ein tor und jeder applaudierte und jubelte, denn es wurde verkündet, dass es von spanien sei (wie soll's auch sonst sein?!). erst später mussten sie merken, dass es zu gunsten der schweizer geschossen wurde! so jubelte nur noch eine person, nämlich ich ;-) ich war so was von nervös, bis schliesslich der endpfiff kam und mich der wächter beglückwünschte. einfach genial, noch nie war ich so stolz auf die schweiz, wie in diesem moment! einer nach dem andern kam, beglückwünschte mich und ich musste jedesmal wieder betonen, dass ich nicht viel zum sieg beigetragen hab. lehrer sowie schülern blieben die blöden sprüche schliesslich im halse stecken, niemand wagte sich mehr, sich über die schweiz lustig zu machen. gut so! jetzt muss es nur morgen auch noch so klappen um zu beweisen, dass es kein zufall war!
und eben, am mittwoch wurden die autos der lehrer geputzt. leider waren nur sieben lehrer bereit, ihr auto von uns putzen zu lassen. trotzem, es machte echt spass, den kindern, mir, selbst den wächtern, die uns halfen und zuschauten. am schluss waren zwar die schüler nässer als gewünscht, aber die autos waren schön sauber und unsere klassenkasse wieder ein bisschen aufgestockt. nun haben wir endlich wieder geld, um mehr fische zu kaufen...
an diesem tag ging es dann gleich weiter mit meiner euphorie: gleich nach der schule ging's nämlich zu meinem zahnarzt in heredia, der mir verkündete, dass die spange schon sehr bald raus kommen würde. das motivierte mich sogar noch mehr und ich sprudelte nur so vor energie, die ich gleich für donnerstag und freitag einsetzen konnte... langsam aber sicher ist nämlich bei ziemlich allen die puste raus. lehrer, kinder, alle sind mit den gedanken schon in den ferien und wenn nicht dort, dann in den spielen der wm. zum glück nur noch zwei wochen ;-)
am freitag abend ging ich seit langem wieder einmal mit elmer ins kino. "sex in the city 2". ein film zum schauen, lachen und wieder vergessen. als wir nach hause kamen und schlafen wollten, liessen uns unsere nachbarn jedoch nicht in ruhe. bis morgens um vier uhr haben sie in einer lautstärke ihre fete durchgezogen, egal ob wir schlafen wollten oder nicht. so hatten wir also das recht, erst um elf aufzustehen und gemütlich an die feria zu gehen. danach wurde nämlich eher ungemütlich für die schule gearbeitet. doch wenigstens habe ich jetzt alle noten im system und kann ruhig schlafen in den kommenden tagen.
am sonntag war papi-tag. so ging ich mit elmer's familie wieder "hoch in die berge". auch wenn kalt und eher düster, verbrachten wir einen gemütlichen tag mit grillieren, reden, laufen und essen.
so, und jetzt noch zwei wochen und ferien. den schlussspurt kann ich langsam aber sicher vorbereiten!
montag: normaler unterricht, doch natürlich auch diese woche, zum glück gleich montags, eine sitzung. eine deutsch-olympiade steht bevor, die nun noch an organisation bedarf und wir uns deshalb unterhalten mussten. war dies vorbei, gleich zur nächsten sitzung. um halb vier war dann glücklicherweise schluss und wir durften nach hause gehen. doch eine kollegin und ich sahen vor dem raus gehen noch die schöne mangos am baum hängen in der schule und da kamen wir auf die glorreiche idee, diese irgendwie runterzuschlagen. ein kollege half uns und schoss den besen richtung mango... naja, erster schuss knapp daneben, zweiter schuss traf er mitten in den baum. die mangos blieben schön vor ort, der besen ebenfalls, dem gefiel's wohl in der höhe. eli, unsere putzfrau, zauberte schliesslich einen meterlangen stab hervor und half uns und dem besen dann schliesslich aus. so bin ich nun besitzerin von schul-mangos. mal schauen, wie die schmecken ;-)
dienstag: normaler unterricht, normaler morgen. als ich jedoch nach hause kam, das abnormale: wasser weg. einfach so. dachten wir, doch schliesslich kamen wir auf den grund, die rechnung wurde nämlich nicht bezahlt ;-) ups.. dabei war ich überzeugt, dies vor ein paar tagen via internet bezahlt zu haben. doch irgendwas schien schief gelaufen zu sein. so trotteten wir zur firma und merkten, dass dies gar nicht nötig gewesen wäre, hätten wir mit einem telefon und bezahlung von zu hause aus das gleiche erreicht... was soll's, schöner spaziergang. glücklicherweise kamen auch bald die hainis und drehten uns den hahn wieder auf.
mittwoch: klassenstunde als highlight. ich kam rein und hatte nichts vorbereitet. dachte schon, es wird ein disaster, doch dank einer genialen idee eines schülers hatten wir die beste klassenstunde seit eh und je. da wir fische haben, jedoch kein geld, brauchen wir irgendwoher geld, damit uns die schwimmenden dinger nicht verhungern. die idee ist nun, dass die kinder die autos der lehrer putzen, um somit zu geld zu kommen. wir verbrachten also die ganze stunde mit planen und austüffteln, damit dies nächste woche auch klappen wird. fotos werden bestimmt folgen ;-)
donnerstag und freitag: normaler unterricht, ruhige, schon fast harmonische stunden, aber natürlich trotzdem überglücklich, als freitag zwölf uhr war. :-) denn gleich ging's am nachmittag weiter richtung meer und sonnenschein. unser ziel dieses wochenende: einen fisch fangen, ausnehmen und essen.
doch vorher mussten wir gut drei stunden im schiff fahren. und wie's der zufall wollte: plötzlich ging das auto nicht mehr. die batterie schien leer zu sein. in der mitte von nichts, ohne telefonverbindung, ohne nichts standen wir im regen vor geöffneter haube und drehten unwissend an den schrauben rum. anscheinend half dies und wir konnten weiter richtung playa azul fahren und mussten nicht wie befürchtet die nacht auf der strasse verbringen. todmüde kamen wir an und wurden von einem kollege elmers empfangen.
am samstag ging's dann auf hohe see fischen. unglaublich diese stille. gut drei stunden sassen wir im boot mit der angel im wasser, wartend auf den grossen fang. und tatsächlich: gut 40 stück haben wir aus dem wasser geholt. auch wenn nicht "der grosse fang" dabei war, ich hätte nie und nimmer geglaubt, dass wir so viel fangen werden. natürlich fing am meisten der erfahrene 19 jährige fischer, der uns mitnahm. aber immerhin hab ich doch zwei gefangen!
als wir an land gingen und ich sah, wie ich den fisch ausnehmen musste, wollte ich einen rückzieher machen. doch ich bin über den schatten gesprungen und hab's gemacht. ekliger konnte's nicht sein, echt hässlich!
am abend wurde der fang dann gleich auf den grill gehauen. frischer und leckerer gehts wohl kaum.
tja, jetzt ist schon wieder sonntag, ich sitze wieder im verregneten pavas und träume noch von den ereignissen der vergangenen tagen. trotzdem, ich bin motiviert, voller energie und bereit für die drittletzte (!) woche schule vor den ferien!
energie und motivation kehrten in dieser woche wieder zurück. kein wunder, es geht auf's ende zu und wir sehen alle das ende der langen durststrecke.
am dienstag zog ich mit stolz das schweizer-nati-t-shirt in die schule an und liess mich einen tag anzünden von wegen "wirst schon sehen". ich überhaupt nicht fussball-begeisterte konnte nicht fassen, dass ich mich um zwölf vor den fernseher setzte, zusammen mit elmer, der natürlich sein costa rica anfeuerte. auch mit erfolg, trennten sich die mannschaften doch 1:0 und wir schweizer mussten uns wieder einmal mehr fragen, wie wir uns durch die wm-ausscheidungen gemogelt haben. glücklicherweise konnten wir unseren ruf dann am samstag gegen italien wieder wett machen. wieder schaute ich es und feuerte die schweiz kräftig an. unglaublich, wäre ich zur zeit in der schweiz würde ich keine sekunde daran verschwenden, mich mit diesen spielen auseinander zu setzen. doch hier ist es irgendwie anders. ich freue mich, etwas mit euch schweizern hier im fernen costa rica teilen zu können.
aber natürlich war nicht nur fussball angesagt diese woche. auch wurde gearbeitet. jedoch weniger als auch sonst, denn am donnerstag hatte ich anstatt schule einen ausflug mit den viertklässlern. da wir in den letzten zwei wochen ein projekt mit tieren durchgeführt hatten, gingen wir als krönenden abschlulss in den zoo ave in alajuela. ich staunte wieder einmal mehr über die arten- und farben-vielfalt der vögel, die hier in costa rica herum fliegen. von schimmernd blau bis zu farbige schnäbel war wirklich alles zu sehen.
so verbrachten wir mehrere stunden im zoo und gingen dann voller impressionen zurück zur schule.
am donnerstag dann natürlich wieder eine sitzung (geht gar nicht mehr ohne!), in der wir über unsere momentane anstellungs-situation diskutierten. vor kurzem wurde einem deutschen kollegen ein halbes jahr vor ablauf seines vertrages tschüss gesagt. es kann uns also auch erwischen und nicht nur die ticos. schlussendlich stehen wir aber wieder ohnmächtig dieser sache entgegen und diskutieren uns vergebens die ohren rot. klar hatte das ganze einen grund und es wurden fehler seitens des lehrers begangen. trotzdem - die art und weise, wie das ganze abgezogen wurde ist nicht fair.
aus eigenschutz kann ich euch leider nicht mehr infos zukommen lassen, wer weiss was passieren würde, wenn dieser blog entdeckt würde... dann könntet ihr mich unter umständen in einer woche in zürich am flughafen abholen ;-)
das wochenende war super entspannend. elmer musste zwar am samstag in der schule arbeiten, doch trotzdem gingen wir am freitagabend den geburtstag eines lehrerkollegen feiern. durch sport am nachmittag und nichts-essen bevor wir gingen, stieg mir der rum mit cola sehr schnell in meinen kopf. den ganzen samstag verbrachte ich dann schliesslich mit auskurieren. doch das schöne wetter (endlich konnten wir uns mal wieder einmal im garten bräunen!) und das fussball-spiel halfen mir dazu und ich blickte nicht einmal in ein buch von der schule. ich mache wieder fortschritte! :-)
am abend dann die nächste geburtstagsfeier vom bruder von elmer. die vergangene nacht lernte ich jedoch einiges und so hab ich genügend gegessen vor der feier. trotzdem musste ich am sonntag leiden, da ich mich erkältet habe...
und jetzt gehts ab in die neunte woche. noch vier wochen. auch wenn dies vielleicht nach viel tönt, für mich ist schon schlussspurt angesagt: zwei wochen voll examen, dann eine woche normal und puff - die letzte woche, in der wir verschiedenste veranstaltungen und nicht wirklich schule haben werden. ich freu mich, auf gehts!