31 October 2010

vergebliche friedensstiftung

jede woche gehe ich zur schule, zücke ein neues, weisses blatt papier hervor und nehme mir vor, ohne irgendwelche vorurteile zur arbeit zu gehen und die vergangenen turbulenten zeiten zu vergessen. meist dauert dieser zustand bis mitte woche, bis mir wieder etwas neues reingedrückt wird und ich wieder die nase gestrichen voll habe von dem laden.

auch vergangene woche war es nicht anders: am mittwoch komm ich zur schule, frohen herzens, da ich weiss, dass ich meinen kurzen tag vor mir habe. bis zehn uhr läuft auch alles gut. doch dann steht plötzlich, wie schon letzte woche, die unheil-verkündende sekretärin vor meiner tür. ohne ein wort zu sagen wusste ich, dass mir zwei vertretungsstunden blühten. so war's auch, ich durfte den religionslehrer vertreten. netterweise hat mir dieser material hinterlassen: eine auf A5 gedruckte taube, die die kinder in 80 minuten anmalen und ausschneiden mussten. knapp wurden wir fertig. nein, natürlich nicht! natürlich schrien schon nach zehn minuten die einen, dass sie fertig seien! und ich, mit meiner lieblings-klasse noch vom letzten jahr zusammen im klassenraum, lief gefahr, durchzudrehen. da bot ich den kleinen teufeln einen kleinen deal an: wenn sie die taube ruhig und ohne sich zu zanken anmalen konnten, gingen wir in der zweiten hälfte der doppelstunde nach draussen. und tatsächlich, sie haben's geschafft. ich behielt meine nerven und die kleinen kriegten den nötigen auslauf. trotz gutem verlauf, verzichte ich jedoch gerne auf diese vertretungsstunden. leider scheint es so, als ob sich diese zwei extra-stunden fix in meinem stundenplan einnisten. und eben, das k... mich echt an.

so dauerte der frieden zwischen mir und der schule nicht sehr lange, wieder ging ich auf kriegspfad. sonstige probleme kamen auf mit schülern, die sich nicht so verhalten haben, wie sie sollten und sitzungen, die sich am schluss als sinnlos entpuppten. aber ich seh's positiv: noch sechs wochen und dann gibt's frieden für fast zwei monate ;-)

das wochenende war dafür nur so von energie gefüllt. am freitag ging's auf die piste mit elmer, in ein kleines pub mit life-musik und himmlischen daiquiries. den samstag verbrachten wir mit langem schlafen und schoppen. auch wenn wir nichts brauchten durchstöberten wir alle arten von läden. dann am abend gingen wir gleich nochmals auf die piste, in ein lokal mit der life-band son de tikizia. unmöglich, bei dieser musik ruhig zu sitzen, schwangen wir auf engstem raum unser tanzbein. die konsequenzen davon spürten wir beide am sonntag. arme, beine, alles schmerzte vom tanzen. inklusive meine füsse, die von blasen eingedeckt wurden. auch wenn wir merken, dass wir immer älter werden - es hat sich echt gelohnt. :-)

24 October 2010

seele auf papier

der vergangene montag bestätigte einmal mehr, dass das aufstehen am ersten tag nach den ferien immer ein grosser kampf mit dem inneren schweinehund ist.
irgendwie hab ich's doch geschafft und bin pünktlich in der schule erschi
enen. halb verschlafen sah ich in die halb verschlafenen gesichter der kinder und hätte am liebsten vorgeschlagen, eine schlafrunde durchzuführen. zumal von 22 kindern sieben abwesend waren, die's irgendwie vom strand oder von wo auch immer, nicht rechtzeitig zurück geschafft haben.

der halbschlaf verfolgte mich die ganze woche, sodass sich diese glücklicherweise, gefüllt mit zahnarztbesuch, sitzungen bis in den abend hinein und schwimmtraining schnell zur vergangenheit mutierte. der regen als konstantes hintergrundgeräusch dazu, das man von mal zu mal weniger zur kenntnis nimmt. soweit, dass sich mein gemüt anpasste und ich mir wieder einmal mehr mein leben schwer machte und mich fragte, wohin ich eigentlich zusteuere. fragen über fragen belagerten mein hirn und die antworten schwirren irgendwo herum, ungeordnet und chaotisch, sodass ich bisher noch keinen sinn erlesen konnte.

am samstagabend half mir deshalb eine autotherapie mit nicole, meiner mitbewohnerin und zwei weiteren lehrerkolleginnen. wir tranken rum, hörten musik und malten unsere seelen mit farben auf papier. zwar konnte ich keine antworten zu meinen tausenden fragen in meinen bildern finden, doch wurde ich ruhiger mit dem wissen, dass mein weg, auch wenn ich nicht weiss wohin, bestimmt von schöner natur umhüllt sein wird, die ich vorerst einmal einfach nur geniesse, ohne mir das hirn zu zerbrechen, wo ich landen werde.

16 October 2010

im schlund des bullen

diese ferien wurden echt verdient!
doch bevor wir in den genuss von paraisischen i
nseln kamen, wurde noch eine woche in der schule vollgas gegeben.

nebst fünf ex
amen, die ich schreiben und schliesslich auswerten musste, fand gleichzeitig der bekannte eltern-abend-marathon statt. dieses mal von drei bis um sieben uhr abends, mit der absicht, dass wir danach allesamt an einem konzert, organisiert von der schule, teilnehmen konnten. denkste! nach vier stunden gerede in spanisch, deutsch und schweizerdeutsch, wusste ich wieder einmal mehr nicht, wo mir der kopf stand und da verzichte ich auf das ach so schöne konzert und ging lieber nach hause pennen.
scheinbar sind die eltern auch immer zufriedener mit mir: obwohl wieder 24 eltern antrabten, konnte ich die so schnell "abfertigen", dass mir am schluss eine geschlagene stunde ruhe gewährleistet wurde. wenn das so weiter geht, dann wirds an den nächsten elternabenden noch richtig langweilig vom nichts-tun und warten...
am freitag verliess ich schliesslich die schule fluchtartig, mit einem grossen grinsen im gesicht und dem wissen, die kinder nun eine woche nicht sehen zu müssen und bald auf dem paradies ähnelden inseln in panama zu sein. so schnell war ich noch nie zu hause. :-)


elmer und ich verschwendeten keine zeit und gingen gleich samstagmorgens mit dem bus richtung bocas del toro, eine inselgruppe in panama. wie schon im letzen jahr, um unser vergangenes, gemeinsames jahr zu feiern. fern von lärm, autos und sonstigem stadtleben verbrachten wir fünf wunderschöne, sonnige und zum verschmelzen heisse tage. das meer türksiblau, der himmel wolkenlos, die sonne voller kraft scheinend, das wasser badewanne-warm und der sand fast schneeweiss. zu all diesen paradies ähnelnden elementen, konnten wir zudem aus nächster nähe die delfine beim tauchen und springen beobachten, seesternen beim nichts-tun zusehen und die seelenverlassenen strände geniessen.
am donnerstag ging es dann schweren herzens wieder ins zentrum costa ricas, das momentan ziemlich von wolken getrübt und belagert wird. aber eigentlich ideal, um die nötige vorbereitung für die schule ohne drang nach draussen zu gehen, hinter uns zu bringen. auf gehts also zur letzten runde!

06 October 2010

internet zurück - blogeintrag da

eine woche voller action gehört schon wieder zur vergangenheit.
an den ersten zwei tagen der woche hatte ich echt mühe, morgens aufzustehen. nicht etwa wegen dem wetter, das momentan dem schweize
risch nebligen herbsttagewetter gleicht. der vergangene lauf war die ursache meines krampfhaften aufstehens am morgen. wortwörtlich krampfhaft, denn ich konnte kaum gehen und fühlte mich einige jahre älter mit schmerzen von meinem kopf bis zu den füssen. selbst das lachen kostete mich schmerzen, da meine bauchmuskeln schmerzten! was man (bzw. frau) für den ehrgeiz nicht alles macht...

am mittwoch dann der grosse kochtag. da wir am freitag das deutsche essen hatten (ja, auch ich musste mitmachen), stand ich einige stunden in der küche und bearbeitete einen ganzen kürbis. ich spreche jedoch nicht von einem kürbis mit dem durchmesser weniger zentimeter, sondern von einem kürbis mit gut einem halben meter durchmesser. raus kamen dabei einige liter suppe, die wir dann am freitag verspeisten, wo die ticos noch weitere von uns präparierten deutsche gaumenschmäuser kosten konnten. ich habe auf jeden fall erstmals die nase voll mit kürbis!

am freitagabend schmiss ich die erste einweihungsparty für familie und freunde von elmer. es war echt gemütlich und alle waren hin und weg, als sie das haus sahen. ich wurde ein bisschen nostalgisch in dieser situation. auch ich würde gerne alles meinen freunden und familie zeigen... ihr seid also herzlich eingeladen, müsst mir nur bescheid sagen, wann ihr kommen wollt ;-)

am samstag war dann eine party in heredia angesagt. es pisste wie blöd und ich musste mit dem bus nach heredia fahren. während dem warten im bushäuschen bildete sich plötzlich ein fluss vor meinen füssen, kurze holzstämme und müllsäcke schwammen kurz danach an mir vorbei. da war ich echt froh, als der bus auch kam, trat einen schritt auf die strasse zu und hob meinen arm, um dem busfahrer zu signalisieren, dass ich in den bus will. er kommt mit zielmicher geschwindigkeit auf mich zu und als ich merkte, dass er nicht anhalten wird, wars schon zu spät um noch nach hinten zu rennen. wie im film wurde ich also von oben bis unten mit dem wasser aus dem neuen flüsschen angespritzt! und ich war echt angepisst! wortwörtlich! wär danach nicht gleich nochmals ein bus gekommen, der dann so lieb war und angehalten hat, wäre ich wieder zurückgekehrt, hätte mich ins bett gekuschelt und wäre am abend nicht mehr raus gegangen. aber eben, ich hab's nach heredia geschafft und konnte mich im haus von elmer aufwärmen und trocknen. danach ging's an die party und ich muss sagen, das ganze prozedere hat sich schlussendlich gelohnt - wir verbrachten einen gemütlichen abend.

und jetzt steht die letzte woche vor den ferien bevor! unglaublich, aber wahr. es geht, wie schon letztes jahr, auf die bocas del toro in panama. ich hoffe echt, dass wir mit dem wetter glück haben werden und uns von der sonne verbrutzeln lassen können. nun aber erstmals diese woche hinter uns bringen, mit fünf examen, dreistündiger sitzung und vierstündigem elternabend... auf geht's!

26 September 2010

integrierte betten in der schule

in zukunft stelle ich echt ein bett in mein klassenzimmer: drei von fünf nachmittage in der vergangenen woche waren belegt mit schule: sitzungen, weiterbildungen, elterngespräche, substitutionen und sonst dinge, die ihnen noch so einfielen, die uns gut tun könnten. ich kratzte meine energie anfangs woche mühsam vom boden und sammelte alles, was ich finden konnte. mitte woche kam der ganze karren dann zum glück ins rollen und es ging besser voran, sodass die woche selber wieder einmal mehr nur so an uns vorbei flog.

doch nicht einmal am freitag wurde uns das wochenende gegönnt, da wir am freitagaben am oktoberfest antraben und arbeiten mussten. doch schliesslich wurde aus dem verdruss auch genuss und machte mit ein paar bier intus sogar spass. nach dem fest ging's gleich weiter zu uns nach hause, wo bis in die morgenstunden weiter gebechert und gefeiert wurde. demnach sah auch der ganze samstag aus: kater auskurieren und das bett hüten.

am abend kam elmer und ich dann doch noch in die gänge und es ging auf nach heredia, da wir am sonntagmorgen wieder einmal mehr ein rennen liefen, welches dort begonnen hat. das, was ich im letzten lauf aufwärts gerannt bin, durfte ich heute in die andere richtung bergab rennen. was für ein genuss! das ziel erreichte ich einige minuten schneller als beim letzten mal und konnte zufrieden feststellen, dass mein physischer zustand wieder auf meinem höchstand wie vor vier jahren liegt :-)

nicht nur ich, sondern alles läuft momentan. besonders gas gibt das wetter. es läuft und läuft nämlich das wasser vom himmel runter. täglich schiffts, teilweise sogar schon am morgen, inklusiv grauer himmel mit verborgener sonne. kälte kommt dazu, was jedoch eine relativ warme kälte ist im vergleich zu der schweizerischen... noch einen monat müssen wir durchhalten, dann wirds besser und der sommer kommt. bis dahin heissts: sonnenschirm auf mann!

19 September 2010

mit ausnahmen bespritzter alltag

begonnen hat es schon am montagmorgen, als ich erst um neun in die schule musste, da ich die stunden mit einer kollegin tauschte. gerade gut, um den neuen arbeitsweg auszumessen und zu wissen, wie lange es dauert, um in die schule zu kommen. vollbepackt mit kisten und sonstigen recycling-dingen, dauerte es fast eine viertel stunde. eigentlich nicht viel. aber summiert auf die woche... da wirds dann schon täglich ne halbe stunde, also zweieinhalbstunden mehr laufen! das ist doch schon mal was, training umsonst!

am dienstag war dann dank nationaltag nur vier stunden schule anstatt di
e üblichen sechs. in den restlichen wurde typisches costaricanisches essen, von den müttern und vätern präpariert, verkauft. war eine schöne stimmung und so konnte man wieder einmal sehen, was eigentlich so richtig typisch ist: von gallo pinto (reis mit bohnen), tamales (in bananenblätter gewickelte maismasse mit fleisch), chicharrones (frittiertes schweinefleisch), bis zu den süssen nachspeisen von cajetas (kondensierte milch) nach den traumhaft saftigen früchten (die momentan leider ein bisschen spärlich vorhanden sind)...
nach dem essen ging's gleich mit spörteln weiter. und zwar hat eine lehrerkollegin eine zumba-instruktorin für uns lehrern organisiert. zumba ist eine art aerobic, das mit tanzbewegungen gewürzt wird. kein wunder also, dass ich voll enthusiastisch mitmachte! am nächsten tag bereute ich jedoch schon meine anstrengung, da ich muskeln spürte, von denen ich keine ahnung hatte, dass sie existierten.

am 15. september hatten wir dann frei, da die ticos an diesem tag ihre freiheit feiern. wir feierten gleich mit. erstmals schliefen wir reichlich länger, gingen den umzug schauen (und liessen uns wieder einmal von der sonne röten), hauten jocotes (früchte, die man glaube ich nur hier kennt (siehe bild)) von den bäumen und wuschen elmers fahrrad, das ich dann nach hause mitnehmen durfte. was für ein luxus! meine täglich viertelstunde weg wurde schlagartig auf einen drittel davon reduziert. das einzig negative dabei ist die regenzeit... kaum kam ich dann am donnerstag nach dem schwimmen um vier uhr aus der schule, schiffte es natürlich nur so darauf los. doch mir war's so ziemlich egal, war ja sowieso noch halb nass vom schwimmen ;-)

am freitag dann das typisch costaricanische mittagessen, wo uns die tico-kollegen bekochten. auch dieses jahr konnte ich wieder neue, mir unbekannte gerichte kosten.
danach dann das ersehnte wochenende, wo elmer und ich auch gleich ins auto stiegen und richtung pazifik fuhren. gross hoffnung, dass wir auf schönes wetter stossen, hatten wir jedoch nicht.
dank neuer autobahn waren wir auch schon bereits um fünf uhr rund drei kilometer vor dem ziel. doch dann, wie solls auch anders sein, schlug das schicksal zu: die einzige strasse, die nach tarcoles führt, wo sich unsere unterkunft befand, war von einem auto versperrt. leute sammelten sich an, wir wussten nicht was los war, bis wir ausstiegen und uns gesagt wurde, dass soeben ein betrunkener mann überfahren wurde und tot da lag. das ganze prozedere, mit verkehrtspolizei, richter, abfuhr etc. dauerte rund drei stunden. die leute vom dorf sammelten sich alle an, ein spektakuläres ereignis, das sich niemand entgehen wollte. totmüde kamen wir dann schliesslich doch noch in unserer unterkunft an.

ab dann jedoch erhielten wir unser wohl verdientes wochenende, mit viel sonnenschein, hitze, nichts tun und ruhe. es war echt herrlich, wieder das rauschen des meeres in den ohren und das türkisblaue meer vor den augen zu haben. tat das gut!

12 September 2010

wenn die haare zu berge stehen

die zeit vergeht, der regen prasselt täglich vom himmel runter und der alltag dümpelt so vor sich hin. da vorletzte woche echt nichts spezielles passiert ist, habe ich mich entschlossen, den blog-report einmal ausfallen zu lassen. diese entscheidung bereute ich schnell, denn am montag in der nacht beschloss irgendjemand, meinem leben doch ein bisschen pfiff beizumischen. die mischung wurde perfekt, sodass ich schliesslich in den nachfolgenden nächten kein auge mehr zu tat:

es ist zehn uhr, wie immer gehe ich um diese zeit ins bett. dreh mich einmal auf die seite und schlafe wie ein kleines engelchen. bis mich irgend ein geräusch weckt. ich drehe mich nichts-ahnend auf die rechte seite und sehe irgendwas, etwa dreissig zentimeter von meinem gesicht entfernt. der erste gedanke: seit wann versucht unsere katze, bei mir durchs fenster ins zimmer hinein zu kommen? schon bereite ich einen zusammenschiss vor, bis ich bemerke, dass dies keine katze sein kann. katzen haben keine fünf finger und sind nicht so dünn. nein, es ist ein arm mit einer hand!
soblald ich dies bemerkte, drehten bei mir fast die sicherungen durch: ich begann zu schreien, auf spanisch, deutsch und sonstige sprachen, die mir in diesem moment einfielen, riss den vorhang zurück (was eher eine dumme idee war, so im nachhinein betrachtet) und sah dem dieb direkt ins gesicht. da schrie ich noch lauter und da wurde es ihm wohl unwohl, zog seine hand samt meinem handy zurück und suchte das weite. und ich blieb wie versteinert im zimmer stehen und wusste nicht, wo mir der kopf stand.

ab diesem moment begann dann erst der horror: das langsame bewusstwerden des klaus, der möglichkeit, dass jederzeit wieder jemand kommen könnte und sogar in der lage wäre, mir ein messer an die kehle zu setzen. ich konnte meine augen keine fünf minuten schliessen, ohne das gefühl zu haben, hinter dem vorhang eine gestalt zu sehen oder ein geräusch zu hören, das nicht sein sollte. so verbrachte ich die, zum glück letzten!, nächte in dem zu hause.

unser umzug ins neue haus kam mir also mehr als gelegen! am freitag half mir dann elmer, meine mittlerweile mehr als sieben sachen zu packen und ins neue haus zu fugen. und nun, zwei tage später, ist mein zimmer schon eingerichtet, mit gelbem vorhang vor dem kleiderschrank und bunter bettdecke. so richtig zum wohl fühlen. jetzt fehlt nur noch meine mitbewohnerin, die den strand dem umzug bevorzugte.
trotz nachteilen, wie der längere weg morgens in der früh, merke ich schon jetzt, dass dies der richtige entscheid war. wir sind mit diesem haus noch einen luxusschritt höher getreten. ein grosser garten, dem urwald gleichend, mit einer geräumigen terrasse, die uns erlaubt, selbst bei intensiven regenströmen draussen die frische luft zu geniessen. zwei grosse zimmer mit sicht auf die stadtlichter in der nacht, die während dem tag mit sonnenstrahlen durchflutet werden. ein gästezimmer, das wir in ein tv-raum umwandeln, ein empfangssaal, küche mit erker... einfach hammer... nicht zu vergessen, dass das haus aus zwei etagen besteht. die zimmer also im zweiten stock, sodass mir so einfach kein idiot mehr den arm ins zimmer strecken und plündern kann...