03 February 2012

zum devoo seckle

eine weitere lebensetappe erreicht mit dieser woche ihr ende und ich frage mich, ob ich mich in meinem leben jemals daran gewöhnen werde, mir lieb gewonnene menschen oder sogar dinge loszulassen. diese woche musste meine mitbewohnerin und ich der tatsache in die augen sehen und unser haus ausräumen, inklusive von oben bis unten mit all möglichen putzmitteln schruppen, bis in keiner ecke mehr der dreck zu sehen war. unser nachmieter wohnt nun schon hier und wir zwei wohnen als untermieterinnen weiter, bis wir individuell das weite in eine andere richtung suchen werden. bei mir gehts nicht mehr lange - schon morgen sitze ich im flugzeug und reise richtung mexiko.

die vergangenen tage flogen wieder im affentempo vorbei, kein wunder, denn tagtäglich musste ich irgendwelchen dingen hinterherrennen. so war ich zum beispiel am freitag in der schule und habe die prüfung des kindes durchgeführt, das vor den ferien durchgefallen ist. leider hat es das examen bestanden und darf nun weiter an die humboldt gehen. was mich tröstet ist jedoch der fakt, dass sie ganz bestimmt keine sorgenfreie ferien hatte, da sie einiges nachholen musste.
sodass sich nun mein letzter pfeiler an der humboldt in der luft aufgelöst hat und ich nun offiziell arbeitslos bin. doch beklagen werd ich mich nicht, schliesslich war dies ja auch mein wunsch! ausserdem habe ich an diesem tag gemerkt, dass ich nun mit der schule abgeschlossen habe und ich bin immer mehr der meinung, dass ich im richtigen augenblick nein gesagt habe.

am wochenende rannte ich nach langer zeit wieder einmal ein wettlauf. dieses mal jedoch nur acht kilometer, die ich in rekordzeit zurücklegte. 36 minuten, da wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. so war es dann auch, die strecke wurde nochmals ausgemessen und da waren es dann plötzlich nur 7 einhalb kilometer. trotz allem bin ich auf dem stolzen 14. platz von 230 teilnehmerinnen meines alters...

gleich nachmittags darauf organisierte nicole und ich unsere letzte party in unserem noch-haus. wir feierten bis ins morgengrauen hinein, was ich dann am montag bitter bereute, da ich den ganzen tag im bett verbrachte. dabei musste noch so viel geregelt werden, sodass die folgende tage eher zum horror wurde. packen für mexiko, mein hab und gut in kisten ablegen und putzen, bis wir in unseren träumen sogar vom dreck verfolgt wurden.
der weitaus schlimmste und deprimierenste teil war der moment, als der neue nachmieter in unserem haus herumlief und an jedem möbelstück was auszusetzen hatte. in jedem noch so abgenutzten stuhl ist eine geschichte oder episode von uns eingraviert, die uns bei anbetracht dessen in erinnerung gerufen wird. für den nachmieter ist es bloss ein stück holz - was seiner meinung nach schnellstens auf den müll gebracht werden sollte. sodass ich überzeugt bin, dass dieses haus bald nicht mehr zu erkennen ist...
auf grund dessen bin ich froh, hier bald draussen zu sein, den weg nach mexiko einleiten kann, um dann nach den drei wochen reisen die letzten wochen costa rica wieder im vertrauten heredia verbringen werde.

22 January 2012

zwischen zwei welten

ferien bestätigen mir immer wieder, dass zeit nicht gleich zeit ist. eine schulstunde kann sich unendlich in die länge ziehen, währenddem eine stunde in den ferien, verbracht an der sonne und lesend, in kürze ins nichts dahinschmilzt. demnach kommen mir die vergangenen zwei wochen wie eine schulwoche vor und ich, gemeinsam mit meinem unterbewusstsein, schweifen je länger je mehr in die schweiz und wir malen uns das kommende in allen möglichen farben aus. träume reissen mich nachts schwitzend aus dem schlaf und geben meinen ängsten und befürchtungen form. hin und her gerissen zwischen dem verlangen, gleich heute ins flugzeug zu steigen, um den abschiedsleidensweg zu verkürzen und dem wunsch, die verbleibende zeit so langsam wie nur möglich verstreichen zu lassen. innerlich zerrissen zwischen schuldgefühlen, menschen zu verlassen und zu enttäuschen und der purer freude, mir liebe menschen nach so langer zeit wieder zu sehen. soweit, bis ich mich frage, wieso mir dies immer wieder passiert. bin ja selber schuld.

solche und weitere gedanken beschäftigen sich momentan in meinem kopf und lassen ihn vor sich hin brummen. nebst dem mir gedanken machen gibt es glücklicherweise genügend ablenkung, wie zum beispiel in vergangener woche die tage am strand. dieses mal ging es jedoch in die andere richtung, richtung pazifik. ziel war playa samara, und der etwas südlicher liegende strand, playa carillo. vier tage verbrachten wir lesend und schlafend, mit purem sonnenschein, wolkenlosem himmel und lauwarmen meerwasser. nachts wiegte uns das meerrauschen in den schlaf und begrüsste uns genauso morgens beim aufstehen.
nach den tagen am strand ging es dann genauso weiter bei mir zu hause, nur auf das meerrauschen musste ich verzichten. jeden tag sonnte ich mich vom ersten sonnenstrahl im garten bis zum letzten, sodass meine haut in einer bräune strahlt, die sie noch nie erreicht hat. inzwischen weiss ich auch, wie ich den sonnenbrand verhindern kann, sodass alles bisher schmerzlos über die runden ging.

und nun geht's, zumindest für elmer, in die letzte ferienwoche. danach ist bei ihm schule angesagt und bei mir gehts weiter mit ferien. jedoch nicht hier in costa rica, sondern in dem noch unbekannten und kulturbepackten mexiko...

08 January 2012

pure aktion

eine aktion um die andere und das alles, obwohl wir doch ferien haben und es eigentlich ruhig zu und her gehen sollte.
der erste montag unserer ersten ferienwoche staunten wir nicht schlecht, als sich nicole aus dem sofa erhob und es knallte, als ob jemand einen schuss losgelassen hätte. auf den knall folgte ein lautes rausche
n und innert kürzester zeit stand unser sitzplatz unter wasser. aus bis heute unerklärlichen gründen, brach ein rohr und der wasserhahn, glücklicherweise draussen im garten, wurde aus der wand gejagt, sodass das wasser unaufhaltsam aus dem rohr strömte. währenddem nicole fassungslos vor dem wasserloch stand und mich fragte, was wir tun sollten, reagierte ich schnell, holte einen eimer, drückte ihn nicole in die hände und ging auf die strasse, um hilfe zu holen. ich schrie herum, bis unser wächter erschien und uns helfen kam.
nach dem vergeblichen versuch, das wasser abzudrehen (weil, was sich später herausstellte, wir am falschen ort drehten), stopfte er ein holzstück ins loch, was den wasserstrom auf weiteres unterbrach. die nacht war trotz allem praktisch schlaflos, da wir dem holzstück ehrlich gesagt nicht so recht trauen wollten. doch alles verlief gut und tags darauf kam ein handwerker, der alles wieder gerade bog.
gelernt haben wir daraus einiges. wir wissen jetzt, wo sich der haupthahn befindet, wissen, wie wir das wasser abdrehen können und schrieben mehrere telefonnummern auf, die uns in solchen fällen helfen können. alles hat sei
nen grund, auch dieses geschehnis ;-)

mitte woche ging es dann samt zelt und grill richtung karibik, nach punta uva, unser lieblingszeltplatz. durch unvorhersehbaren konstruktionen auf der fahrt dauerte die ganze reise schliesslich geschlagene sieben stunden! erschöpft und müde kamen wir an und stellten das zelt mehr schlecht als recht auf. das aufstehen mit dem rauschen der wellen liess uns die strapazen vom tag zuvor jedoch schnell vergessen und so ging auch gleich mein erster geburtstagswunsch in erfüllung. meine weiteren wünsche erfüllten sich dann sogleich nach dem sonnenerfüllten tag, als nicole mit freunden am abend ankam und wir ein feuer schürten und marshmellows in die glut hielten.

die darauf folgenden tage wollte uns die sonne nicht mehr so recht bräunen, von dicken wolken verdeckt kam in der nacht sogar der regen und nässte unsere schlafstätte. doch elmers zelt hielt dem nass stand und so konnten wir trotz strömenden regen trocken schlafen.
auch silvester feierten wir in der nähe von punta uva, in dem kleinen partydorf namens puerto viejo. viel anders als an anderen orten auf der welt hat dieser anlass nicht ausgesehen, es wurde genauso wie überall gebechert und beglückwunscht. nur das rückwärtszählen blieb aus und niemand wusste so recht, wann nun das neue jahr begonnen hat.

am sonntag, dem ersten januar, ging dann die reise wieder zurück nach san josé. und wie sich tage danach herausgestellt hatte, war dies die beste entscheidung, die wir machen konnten, denn ausser regen hat nicole die restliche woche nichts mehr gesehen...
bei mir war die woche trotz ferien gefüllt mit dingen, die ich während dem arbeiten nicht erledigen konnte. so war ich einen tag in san josé, einen anderen in heredia, um die wohnung für nach meinem mexiko-trip zu organisieren und schliesslich zu hause im garten am sonnenbaden und lesen. so, dass auch diese zweite ferienwoche wie das bisiwetter an mir vorbeizog.

25 December 2011

ach ja, weihnachten!

irgendwie war's ein bisschen viel auf einmal: letzte schultage, tschüss-sagen hier, dort und überall, ferien und obendrauf gleich elmers geburtstag und weihnachten. dies alles in einem schwall und innerhalb von weniger als sieben tage. weder körper noch kopf noch seele waren so richtig darauf vorbereitet, sodass mein körper krank, mein kopf müde und meine seele melancholisch wurde. doch mittlerweile habe ich mich aufgerafft und das durcheinander in meinem gehirn geordnet.

bis mittwoch waren wir der schule mit weiterbildungen und nachprüfungen schreiben verpflichtet. eigentlich hätte ich gerne gesehen, wie meine schüler durch die erste prüfung durchfallen, damit sie in den ferien so richtig hätten lernen müssen, doch die mehrheit hat das examen bestanden, was immerhin zeigt, dass sie in den letzten tagen einige stunden mathe üben mussten.
nur eine schülerin ist durchgefallen und dank ihr darf ich im januar nochmals in die schule gehen. doch ich geb es ohne scham zu, ich freu mich darauf. erstens möchte ich wissen, wie's mit der schülerin ausgeht und zweitens habe ich so noch einen anker, an dem ich mich richten kann, bevor auch dieser aus dem boden gerissen wird und ich richtungslos auf dem weiten meer treiben werde...

nach der schlusskonferenz packte elmer und ich gleich unser währli und steuerten richtung termales del bosque, um die ferien so richtig entspannend beginnen zu können. dort haben wir uns verwöhnen lassen und die heissen bäder genossen. allem hinzu war am donnerstag elmers geburtstag, den wir jedoch genauso nichtstuend in den heissen quellen verbrachten, bis wir auf den abend wieder ins stadtleben stürzten und mit der familie essen gingen. meinem magen gefiel dies jedoch überhaupt nicht und beklagte sich noch tage danach bei mir.
zwei tage später befand ich mich gleich wieder im hause von elmers familie, da sie mich für das essen an heiligabend eingeladen hatten. extra für mich wurden fische zubereitet, damit ich nicht das hier als delikatesse geltende schweinefleisch essen musste. diese extrawürste immer... :-)

und jetzt sind weihnachten. stünde dies nicht im kalender, würd ich's gar nicht merken: blauer himmel, pralle sonne und alles andere als eine eisige kälte - so ist der momentane zustand bei uns. hätte ich flügel würde ich trotz sonnenschein und wärme in die schweiz fliegen, die brennenden kerzen am christbaum bestaunen, ein guetzli von meinem mami essen und mit meinen eltern einen kafi trinken. zum glück gehört dieses szenarium (bis auf den baum) schon bald zur realität...

da ich bald richtung strand steuere, um dort das neue jahr einklingeln zu lassen, wünsche ich euch schon jetzt einen guten rutsch ins neue jahr, in dem wir uns lesen und schon bald sehen (!) werden.

18 December 2011

war's das schon?!

erstmals ein herzliches dankeschön an die humboldt: ihr hättet mir den abschied nicht einfacher machen können!
die ersten drei tage der woche wurde ich so mit vertretungsstunden vollgestopft, sodass ich meine letzten nerven fast verl
oren hätte. zum glück war weder direktor noch sonst irgendjemand einflussreiches neben mir gestanden, als ich laut meinen frust raus liess. sonst hätt ich wohl die restlichen tage gar nicht mehr kommen müssen ;-)

bis mittwoch war also noch alltag angesagt, erst am donnerstag konnte man nicht wirklich sagen, dass wir noch schule hatten, da der ausflug statt fand. wir gingen nach tres rios in eine "residencia" (eine eingemauerte und überwachte siedlung), wo die kinder tennis- und fussballspielen, im a...kalten wasser schwimmen oder einfach auf einem spielplatz spielen konnten. die kinder scherten sich wenig um die kälte und den regen, wir lehrer waren eher diejenigen, die sich den rückweg herbeisehnten.

am abend wurden wir von der direktion noch an die jährliche weihnachtsfeier eingeladen. natürlich wurden wir einzeln aufgerufen, mussten nach vorne gehen und unsere verabschiedungsreden schwingen. meine vorhergehende kollegin brachte von lauter schluchzen fast nichts raus, sodass ich mich doppelt zusammennahm und ich mich, auch wenn kämpfend, mit trockenem gesicht nach dem reden setzte.
als dank erhielten wir ein geschenk, dessen gebrauch ich immer noch nicht herausgefunden habe: ein baumstück, das zu einer schüssel verarbeitet wurde und kein aschenbecher sein kann, da es im sockel ein loch besitzt. weder meinen namen, noch der name der schule ist drauf, einfach nichts, sodass ich beschlossen habe, dies beim nächsten lagerfeuer einzusetzen. :-)

auch hier also keine tränen. die wollte ich mir auf den letzten schultag aufbewahren, doch wie sich herausstellte, war auch dies nicht nötig. auch wenn ich nicht hätte anwesend sein müssen, wollte ich doch meine drittklässler ein letzten mal sehen und verbrachte den ganzen morgen mit ihnen und der klassenlehrerin im zimmer. immer wieder kamen kinder und umarmten mich herzlich und sagten mit trauriger stimme, dass sie mich vermissen werden. und da bin ich mir sicher, dass auch ich diese schüler nicht so schnell vergessen werde...

ferien haben wir lehrer trotz verabschiedungen und tschüsssagen noch nicht, denn bis nächsten mittwoch müssen wir noch in eine fortbildung gehen und auf die nachschreiber aufpassen.
das wochenende war dann so entspannend wie schon lange nicht mehr. jedesmal wenn ich an die schule gedacht und überlegt habe, was ich nächste woche mit den kindern machen möchte, kam mir in den sinn, dass das vorbereiten nun endgüldig für die nächsten monate tabu sein wird. ich kann mein glück noch nicht so richtig fassen :-)

am samstag war ich mit elmer noch in heredia und habe der weihnachts-parade zugeschaut. auch wenn ich in einem schal und dickem pullover eingehüllt war, war mir kalt. ich will ja nicht wissen, wie's mir frieren wird, wenn ich wieder in der schweiz bin :-)

11 December 2011

ya casi!

durch den abgang der sechsten klasse wurde mir eine ziemlich lockere woche vergönnt. in theorie hätte ich zwölf lektionen weniger unterrichten müssen. die realität war jedoch eine andere, durch abwesenheit gewisser lehrer durfte ich dann diese vertreten, womit die anzahl der stunden schlussendlich fast gleich wie immer war. zu allem hin kam der donnerstagnachmittag, an dem wir wieder einmal mehr, zum glück nun das letzte mal, die notenkonverenzen hatten und bis spät nachmittags in der schule sitzenbleiben durften.

trotz allem hatte diese woche die musse ihren verdienten platz, sodass wir am dienstagabend bei einer lehrerkollegin den samichlaus feierten. da die deutschen den grittibänz nicht kennen, backte ich ihnen gleich eine ladung, damit sie eine kleine idee von einem unserer kulinarischen höhepunkte im jahr haben :-) und wie schnell die weg gingen! wie frische brötchen, auch wenn einige von den grittibänzen durch meine unaufmerksamkeit schwarze füsse kriegten...

am wochenende durfte ich wieder in die schule antraben, da die sechsten klassen ihre abschlussfeier feierten. mit grossem tamtam wurden ihnen die zeugnisse und titel ausgeteilt, begleitet durch die weisen worten der direktoren und klassenlehrern.
für mich war dieser anlass ziemlich demotivierend. nach drei jahren unterricht an dieser klasse, zwei jahre davon als klassenlehrerin, war der dank ein warmer händedruck und ein knappes "tschüss" der schüler... wenn es so weiter geht, dann wird mir der abgang an dieser schule überhaupt nichts mehr ausmachen.

am sonntag begleitete ich dann elmer noch zu seinem softball-finale, das sie hochaus gewannen und sich nun lokale meister nennen können.
und nun noch sage und schreibe eine woche schule! auf gehts, so motiviert war ich wohl noch nie ;-)

04 December 2011

time to say goodbye

verrückter hätte die woche wohl nicht sein können. zwischen schulischen- und privaten anlässen hin und her gerannt, kam ich kaum zum atmen, weshalb die woche rasant vorbeiraste.

montags hatten die schüler frei und wir lehrer haben uns zu dem sogenannten pädagogischen tag versammelt. die idee dieses tages war, unser teamgeist zu stärken, was sich meiner meinung nach jedoch eher als einen schuss nach hinten herausstellte. kein wunder, meines erachtens sind solche forcierte aktionen meist für die katz. so war zum beispiel der daraufhin folgende anlass, das deutsche essen, eine weitaus natürlichere und effizientere art und weise,
um unsere lehrerschaft näher zueinander zu bringen.
das thema dieses essens, war, nebst all den deutschen spezialitäten, "wetten dass...". erstmals wurde ich angefragt, ob ich die spanische übersetzung übernehmen könnte, was ich natürlich gerne übernahm. hätte ich gewusst, dass diese frage dazu führt, dass ich schlussendlich als michelle hunziker neben "thomas gottschalk" vor den kollegen stehen musste, hätte ich mir die antwort wohl ein bisschen länger überlegt... doch schliesslich entpuppte sich der nachmittag zu einer unterhaltsamen zeit mit leckeren kulinarischen höhepunkten (wie zum beispiel das schweizer raclette mit echtem schweizer öfeli).

die darauf folgenden tage war schule wie üblich angesagt. nur am donnerstag durfte ich aufgrund des notenkonvenz der 6. klassen länger in der schule bleiben, wo ich ernüchternd feststellen musste, dass das examenschreiben für mich doch noch kein ende hat, da bei mir vier schüler in mathe nachschreiben müssen... doch was soll's, der reine fakt, dass die sechstklässler ab nächster woche nicht mehr präsent sein werden und ich zwölf stunden weniger unterrichten muss, stimmt mich fröhlich.
demnach auch schon die vergangene woche das erste "tschüss" für die 6. klässler, die ich nächsten samstag zur graduacion das letzte mal sehen werde.

am freitag dann der tag, wo ich endlich die nummer für meinen 2. halbmarathon abholen konnte. chaotischer hätte es nicht sein können: laut plan wollten sie um 12 uhr mit der austeilung beginnen. bis ein uhr war jedoch tote hose. dann, anstatt alles schön nach den nummern und den distanzen der strecken zu organisieren, wurden alle anwesenden auf einem haufen versammelt, wo die nummern im durcheinander verteilt wurden. zwei stunden später hatte ich dann endlich meine 1481.
am sonntag dann schliesslich der grosse tag. auch hier hat die organisation ihr verbesserungsbedarf, denn der lauf ging erst am nachmittag um eins, bei praller sonne, los. glücklicherweise war die wasserzufuhr echt gut organisiert, sodass ich stets was zu trinken hatte. aber eben, die sonne war trotzdem das problem, plus die topografie der strecke, die mich rund 10 minuten länger laufen liess. trotz allem, ich bin stolz, 1:55 war mein ziel, 1:55 hab ich gebraucht ;-)
und jetzt ist ausspannen und nichtsmachen angesagt!