11 March 2012

ich und hausfrau?!

so schön ferien sind - irgendwie freu ich mich jetzt schon darauf, wieder eine aufgabe zu haben, sobald ich in der schweiz sein und arbeiten werde. nicht, dass es mir langweilig wäre, doch fehlt mir das gefühl, das man nach einem gelungenen tag in der schule mit nach hause tragen kann...

erstaundlich schnell habe ich mich in dieser woche auch daran gewöhnt, nun mit elmer zusammen zu wohnen, es scheint gut zu klappen. aber genauso erstaundlich schnell habe ich gemerkt, dass ich nie im leben full-time-hausfrau sein werde... :-)

die woche verging also schnell, auch zum dank eines super spannenden buches, sodass das wochenende im handumdrehen vor der tür stand. dies wurde an verschiedenen festen verbracht, wie das eine, das von meinen ex-lehrerkollegen organisiert wurde. nebst mir bekannten gesichtern lernte ich auch die neu dazugekommenen lehrern kennen, die sich genauso gefreut haben mich zu sehen, wie die alten. anscheinend wurde ich an der humboldt doch noch nicht vergessen! lehrer und vor allem schüler, erwähnen mich immer wieder und bringen die neuen lehrer zum verzweifeln, weil sie immer wieder hören, dass "wir dies aber nicht so gemacht haben bei frau moor". das freut mich natürlich, obwohl ich ja dies bei ankunft genauso erlebt habe und weiss, wie mühsam dies ist :-)

am samstag feierten wir dann die hochzeit eines freundes von elmer. scheint so, dass dies bis auf weiteres die letzte hochzeit war, denn nun sind seine freunde alle verheiratet oder laufen noch single durch die gegend.
wie immer wurde bis ins morgengrauen viel gefeiert, getanzt, gegessen und getrunken, sodass wir dann den sonntag ruhig angingen und uns von allem erholten.

04 March 2012

en la choza

mexiko gehört mittlerweile zur vergangenheit, mein aktueller wohnort ist also wieder das schön übersichtlich kleine costa rica. jedoch nicht mehr für lange zeit, denn schon in dreieinhalb wochen steht der grosse abschied vor der tür und meine rückkehr in die schweiz wird zur realität. doch bevor ich melancholisch werde, nütze ich die verbleibende zeit bis zur letzten minute aus und geniesse jeden tag die sonne und wärme costa ricas.

das wiederankommen in costa rica verlief anfangs zwar ein bisschen unerwünscht, doch hat sich in dieser woche alles wieder so eingerenkt, dass ich in den nächten wieder unbesorgt und ruhig schlafen kann.
vor abreise nach mexiko erkundigte ich mich am alten wohnort in heredia, ob die früher von mir bewohnte wohnung noch frei sei. damals wurde mir dies bestätigt und die vermieter versprachen mir sogar, auch wenn diese besetzt sein sollte, wenn ich von mexiko zurück komme, ganz bestimmt eine wohnung für mich frei haben werden. gesagt, geglaubt. doch natürlich haben sie mich in dem monat vergessen und natürlich war keine wohnung mehr frei, als ich zurück kam. da hab ich mich echt genervt und war ziemlich verzweifelt, da ich ja nun keine bleibe mehr hatte.
elmers familie nahm mich dann mit offenen armen auf und bot mir an, dass ich für den verbleibenden monat gleich bei ihnen bleibe. doch wer mich kennt weiss, dass ich nicht auf meine unabhängigkeit und freiheit verzichten kann und deshalb ging ich trotz angebot auf wohnungssuche. schnell hatte ich erfolg und fand eine schöne wohnung nördlich vom heredia zentrum. zwar waren keine möbel vorhanden, doch konnten diese schnell, von freunden geborgt und verschenkt, zusammengekratzt werden. sodass es jetzt richtig gemütlich wurde und vom elmer, der gleich miteingezogen ist, mit leben gefüllt wurde.

die woche verlief also schnell durch das suchen und einrichten von der wohnung, mit der sonne und heredia geniessen und damit, von der reise runter zu kommen.
am wochenende wurde dann gefeiert, denn seit langem wieder einmal fand eine despedida de soltera, eine junggesellinnenabschiedsfeier einer freundin statt. nächste woche wird geheiratet und deshalb hauten wir noch das letzte mal allesamt auf die pauke. am sonntag verlief es dann etwas ruhiger, ich begleitete den elmer noch an ein fussballspiel, an dem sich seine mannschaft mit einer niederlage zufrieden geben musste.

01 March 2012

auf suche meiner wurzeln in mexiko

nach drei kulturüberhäuften wochen in mexiko und einer halben emotionsüberhäuften woche zurück in costa rica, melde ich mich endlich wieder aus einem neuen zu hause in weiter ferne.

vergebens versuche ich nun schon seit einer weile meine mexikoreise in worte zu fassen. die eindrücke, die dieses fassettenreiche und enorm grosse land hinterlassen hat, lassen mich noch jetzt über ihre realität zweifeln und veranlassten mich damals dazu, dass es mir immer wieder die sprache verschlug. die drei wochen verstrichen, jeden tag wurden mir neue sehenswürdigkeiten vor die augen geführt und rückblickend muss ich ernüchternd feststellen, dass ich von mexiko erst einen kleinen bruchteil zu gesicht bekommen habe.
priorität meines tripps war nebst dem kennenlernen von mexiko, das auffinden meiner wurzeln meiner familie. der bruder des vaters meiner oma reiste v
or vielen jahren nach mexiko aus, liess sich dort nieder und gründete seine eigene familie. sodass nun in jeder ecke von mexiko menschen mit dem namen "bächtold" hausen, die ich der reihe nach besuchte und gleich damit das land erkunden konnte.

begonnen hat das abenteuer mit ernesto, meinem cousin, dritten oder vierten grades, dessen ururgrossvater der gleiche ist wie meiner. ernesto lebt inmitten von mexiko city, sodass ich also meinen eigenen tourguide hatte, der mich per moto in der stadt herumführte. die ersten tage war ich erschlagen von der grösse der stadt und fühlte mich wie eine kleine ameise unter all den leuten. mit der zeit gewöhnte ich mich daran und genoss wieder einmal, unabhängig mit dem gut erschlossenen bussystem und der metro in der gegend herumzudüsen. mit dem touribus konnte ich schliesslich alle bekannten sehenswürdigkeiten abklappern, welche mit dem besuch des bekannten museo de antropología vervollständigt werden konnte.
mexiko hat jedoch auch um die hauptstadt selbst viel zu bieten: valle de brava, wo wir die schmetterlinge "monarca" besichtigen gingen, die zu tausenden um uns herumflogen. taxco, die stadt des silbers mit silberschmuck, soweit das auge reichte, sowie mit ihren tausenden vw-käfer, die in den engen gassen herumdüsten. und schliesslich teotihuacán, wo sich die drittgrösste pyramide der welt befindet.

ich hielt mich jedoch nicht nur in und um mexiko city herum auf, sondern begab mich zudem in die welt der mayas im südosten von mexiko. in der ersten woche nahm ich mit ernesto den flug in die stadt mérida, yucatán. von dort aus ging es weiter, per moto. wir waren insgesamt vier tage unterwegs, legten rund 3700 kilometer hinter uns und sahen diverse mayastätten, den türkisblauen atlantik, den eher tümpelähnliche golf von mexiko, unterirdische grotten mit transparentem wasser und bestiegen dazu unzählige pyramiden, bis wir vor muskelkater kaum mehr gehen konnten.

der nächste ausflug ging dann richtung nordwesten von mexiko stadt. aus reiner neugier erkundigte ich mich vor abflug nach mexiko im internet über die internationalen halbmarathone, wobei mir der halbmarathon in guadalajara, mexiko ins auge sprang. wie der zufall es wollte, fand dieser genau während meinem aufenthalt statt. so ging ich wieder von ernesto begleitet nach guadalajara, wo widerum bekannte von ernesto wohnten. dieser lauf war echt ein einmaliges erlebnis, obwohl die anstrengung nicht weniger intensiv war wie sonstige halbmarathone, war dieses mal das sightseeing gleich inklusive.
später ging es über querétaro wieder richtung mexiko stadt zurück, wo ich jedoch noch einen tag bei meiner tante und onkel verbrachte. auch hier also hatte ich meine persönlichen reiseführer und lernte die stadt mit ihrem kolonialen zentrum kennen.

vor der rückreise nach costa rica hielt ich mich noch einige tage in mexiko stadt auf, bis ich zu meinem onkel und meiner tante nach cuernavaca ging. von dort aus besuchten wir dann noch tepoztlan, eine kleine stadt ("nur" 40 000 einwohner), aus der man die pyramiden in den bergen besichtigen konnte der letzte ausflug ging nach puebla, eine stadt, die mir mit ihren von den spaniern beeinflussten häusern und gebäude den atem verschlug.

die drei wochen vergingen unglaublich schnell und ich könnte noch x zeilen weiter schwärmen. jede ecke mexikos enthält eine geschichte, wird durch einen spezifisch kulinarischen duft umhüllt und lässt mich von erstaunen verstummen.

03 February 2012

zum devoo seckle

eine weitere lebensetappe erreicht mit dieser woche ihr ende und ich frage mich, ob ich mich in meinem leben jemals daran gewöhnen werde, mir lieb gewonnene menschen oder sogar dinge loszulassen. diese woche musste meine mitbewohnerin und ich der tatsache in die augen sehen und unser haus ausräumen, inklusive von oben bis unten mit all möglichen putzmitteln schruppen, bis in keiner ecke mehr der dreck zu sehen war. unser nachmieter wohnt nun schon hier und wir zwei wohnen als untermieterinnen weiter, bis wir individuell das weite in eine andere richtung suchen werden. bei mir gehts nicht mehr lange - schon morgen sitze ich im flugzeug und reise richtung mexiko.

die vergangenen tage flogen wieder im affentempo vorbei, kein wunder, denn tagtäglich musste ich irgendwelchen dingen hinterherrennen. so war ich zum beispiel am freitag in der schule und habe die prüfung des kindes durchgeführt, das vor den ferien durchgefallen ist. leider hat es das examen bestanden und darf nun weiter an die humboldt gehen. was mich tröstet ist jedoch der fakt, dass sie ganz bestimmt keine sorgenfreie ferien hatte, da sie einiges nachholen musste.
sodass sich nun mein letzter pfeiler an der humboldt in der luft aufgelöst hat und ich nun offiziell arbeitslos bin. doch beklagen werd ich mich nicht, schliesslich war dies ja auch mein wunsch! ausserdem habe ich an diesem tag gemerkt, dass ich nun mit der schule abgeschlossen habe und ich bin immer mehr der meinung, dass ich im richtigen augenblick nein gesagt habe.

am wochenende rannte ich nach langer zeit wieder einmal ein wettlauf. dieses mal jedoch nur acht kilometer, die ich in rekordzeit zurücklegte. 36 minuten, da wusste ich, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. so war es dann auch, die strecke wurde nochmals ausgemessen und da waren es dann plötzlich nur 7 einhalb kilometer. trotz allem bin ich auf dem stolzen 14. platz von 230 teilnehmerinnen meines alters...

gleich nachmittags darauf organisierte nicole und ich unsere letzte party in unserem noch-haus. wir feierten bis ins morgengrauen hinein, was ich dann am montag bitter bereute, da ich den ganzen tag im bett verbrachte. dabei musste noch so viel geregelt werden, sodass die folgende tage eher zum horror wurde. packen für mexiko, mein hab und gut in kisten ablegen und putzen, bis wir in unseren träumen sogar vom dreck verfolgt wurden.
der weitaus schlimmste und deprimierenste teil war der moment, als der neue nachmieter in unserem haus herumlief und an jedem möbelstück was auszusetzen hatte. in jedem noch so abgenutzten stuhl ist eine geschichte oder episode von uns eingraviert, die uns bei anbetracht dessen in erinnerung gerufen wird. für den nachmieter ist es bloss ein stück holz - was seiner meinung nach schnellstens auf den müll gebracht werden sollte. sodass ich überzeugt bin, dass dieses haus bald nicht mehr zu erkennen ist...
auf grund dessen bin ich froh, hier bald draussen zu sein, den weg nach mexiko einleiten kann, um dann nach den drei wochen reisen die letzten wochen costa rica wieder im vertrauten heredia verbringen werde.

22 January 2012

zwischen zwei welten

ferien bestätigen mir immer wieder, dass zeit nicht gleich zeit ist. eine schulstunde kann sich unendlich in die länge ziehen, währenddem eine stunde in den ferien, verbracht an der sonne und lesend, in kürze ins nichts dahinschmilzt. demnach kommen mir die vergangenen zwei wochen wie eine schulwoche vor und ich, gemeinsam mit meinem unterbewusstsein, schweifen je länger je mehr in die schweiz und wir malen uns das kommende in allen möglichen farben aus. träume reissen mich nachts schwitzend aus dem schlaf und geben meinen ängsten und befürchtungen form. hin und her gerissen zwischen dem verlangen, gleich heute ins flugzeug zu steigen, um den abschiedsleidensweg zu verkürzen und dem wunsch, die verbleibende zeit so langsam wie nur möglich verstreichen zu lassen. innerlich zerrissen zwischen schuldgefühlen, menschen zu verlassen und zu enttäuschen und der purer freude, mir liebe menschen nach so langer zeit wieder zu sehen. soweit, bis ich mich frage, wieso mir dies immer wieder passiert. bin ja selber schuld.

solche und weitere gedanken beschäftigen sich momentan in meinem kopf und lassen ihn vor sich hin brummen. nebst dem mir gedanken machen gibt es glücklicherweise genügend ablenkung, wie zum beispiel in vergangener woche die tage am strand. dieses mal ging es jedoch in die andere richtung, richtung pazifik. ziel war playa samara, und der etwas südlicher liegende strand, playa carillo. vier tage verbrachten wir lesend und schlafend, mit purem sonnenschein, wolkenlosem himmel und lauwarmen meerwasser. nachts wiegte uns das meerrauschen in den schlaf und begrüsste uns genauso morgens beim aufstehen.
nach den tagen am strand ging es dann genauso weiter bei mir zu hause, nur auf das meerrauschen musste ich verzichten. jeden tag sonnte ich mich vom ersten sonnenstrahl im garten bis zum letzten, sodass meine haut in einer bräune strahlt, die sie noch nie erreicht hat. inzwischen weiss ich auch, wie ich den sonnenbrand verhindern kann, sodass alles bisher schmerzlos über die runden ging.

und nun geht's, zumindest für elmer, in die letzte ferienwoche. danach ist bei ihm schule angesagt und bei mir gehts weiter mit ferien. jedoch nicht hier in costa rica, sondern in dem noch unbekannten und kulturbepackten mexiko...

08 January 2012

pure aktion

eine aktion um die andere und das alles, obwohl wir doch ferien haben und es eigentlich ruhig zu und her gehen sollte.
der erste montag unserer ersten ferienwoche staunten wir nicht schlecht, als sich nicole aus dem sofa erhob und es knallte, als ob jemand einen schuss losgelassen hätte. auf den knall folgte ein lautes rausche
n und innert kürzester zeit stand unser sitzplatz unter wasser. aus bis heute unerklärlichen gründen, brach ein rohr und der wasserhahn, glücklicherweise draussen im garten, wurde aus der wand gejagt, sodass das wasser unaufhaltsam aus dem rohr strömte. währenddem nicole fassungslos vor dem wasserloch stand und mich fragte, was wir tun sollten, reagierte ich schnell, holte einen eimer, drückte ihn nicole in die hände und ging auf die strasse, um hilfe zu holen. ich schrie herum, bis unser wächter erschien und uns helfen kam.
nach dem vergeblichen versuch, das wasser abzudrehen (weil, was sich später herausstellte, wir am falschen ort drehten), stopfte er ein holzstück ins loch, was den wasserstrom auf weiteres unterbrach. die nacht war trotz allem praktisch schlaflos, da wir dem holzstück ehrlich gesagt nicht so recht trauen wollten. doch alles verlief gut und tags darauf kam ein handwerker, der alles wieder gerade bog.
gelernt haben wir daraus einiges. wir wissen jetzt, wo sich der haupthahn befindet, wissen, wie wir das wasser abdrehen können und schrieben mehrere telefonnummern auf, die uns in solchen fällen helfen können. alles hat sei
nen grund, auch dieses geschehnis ;-)

mitte woche ging es dann samt zelt und grill richtung karibik, nach punta uva, unser lieblingszeltplatz. durch unvorhersehbaren konstruktionen auf der fahrt dauerte die ganze reise schliesslich geschlagene sieben stunden! erschöpft und müde kamen wir an und stellten das zelt mehr schlecht als recht auf. das aufstehen mit dem rauschen der wellen liess uns die strapazen vom tag zuvor jedoch schnell vergessen und so ging auch gleich mein erster geburtstagswunsch in erfüllung. meine weiteren wünsche erfüllten sich dann sogleich nach dem sonnenerfüllten tag, als nicole mit freunden am abend ankam und wir ein feuer schürten und marshmellows in die glut hielten.

die darauf folgenden tage wollte uns die sonne nicht mehr so recht bräunen, von dicken wolken verdeckt kam in der nacht sogar der regen und nässte unsere schlafstätte. doch elmers zelt hielt dem nass stand und so konnten wir trotz strömenden regen trocken schlafen.
auch silvester feierten wir in der nähe von punta uva, in dem kleinen partydorf namens puerto viejo. viel anders als an anderen orten auf der welt hat dieser anlass nicht ausgesehen, es wurde genauso wie überall gebechert und beglückwunscht. nur das rückwärtszählen blieb aus und niemand wusste so recht, wann nun das neue jahr begonnen hat.

am sonntag, dem ersten januar, ging dann die reise wieder zurück nach san josé. und wie sich tage danach herausgestellt hatte, war dies die beste entscheidung, die wir machen konnten, denn ausser regen hat nicole die restliche woche nichts mehr gesehen...
bei mir war die woche trotz ferien gefüllt mit dingen, die ich während dem arbeiten nicht erledigen konnte. so war ich einen tag in san josé, einen anderen in heredia, um die wohnung für nach meinem mexiko-trip zu organisieren und schliesslich zu hause im garten am sonnenbaden und lesen. so, dass auch diese zweite ferienwoche wie das bisiwetter an mir vorbeizog.

25 December 2011

ach ja, weihnachten!

irgendwie war's ein bisschen viel auf einmal: letzte schultage, tschüss-sagen hier, dort und überall, ferien und obendrauf gleich elmers geburtstag und weihnachten. dies alles in einem schwall und innerhalb von weniger als sieben tage. weder körper noch kopf noch seele waren so richtig darauf vorbereitet, sodass mein körper krank, mein kopf müde und meine seele melancholisch wurde. doch mittlerweile habe ich mich aufgerafft und das durcheinander in meinem gehirn geordnet.

bis mittwoch waren wir der schule mit weiterbildungen und nachprüfungen schreiben verpflichtet. eigentlich hätte ich gerne gesehen, wie meine schüler durch die erste prüfung durchfallen, damit sie in den ferien so richtig hätten lernen müssen, doch die mehrheit hat das examen bestanden, was immerhin zeigt, dass sie in den letzten tagen einige stunden mathe üben mussten.
nur eine schülerin ist durchgefallen und dank ihr darf ich im januar nochmals in die schule gehen. doch ich geb es ohne scham zu, ich freu mich darauf. erstens möchte ich wissen, wie's mit der schülerin ausgeht und zweitens habe ich so noch einen anker, an dem ich mich richten kann, bevor auch dieser aus dem boden gerissen wird und ich richtungslos auf dem weiten meer treiben werde...

nach der schlusskonferenz packte elmer und ich gleich unser währli und steuerten richtung termales del bosque, um die ferien so richtig entspannend beginnen zu können. dort haben wir uns verwöhnen lassen und die heissen bäder genossen. allem hinzu war am donnerstag elmers geburtstag, den wir jedoch genauso nichtstuend in den heissen quellen verbrachten, bis wir auf den abend wieder ins stadtleben stürzten und mit der familie essen gingen. meinem magen gefiel dies jedoch überhaupt nicht und beklagte sich noch tage danach bei mir.
zwei tage später befand ich mich gleich wieder im hause von elmers familie, da sie mich für das essen an heiligabend eingeladen hatten. extra für mich wurden fische zubereitet, damit ich nicht das hier als delikatesse geltende schweinefleisch essen musste. diese extrawürste immer... :-)

und jetzt sind weihnachten. stünde dies nicht im kalender, würd ich's gar nicht merken: blauer himmel, pralle sonne und alles andere als eine eisige kälte - so ist der momentane zustand bei uns. hätte ich flügel würde ich trotz sonnenschein und wärme in die schweiz fliegen, die brennenden kerzen am christbaum bestaunen, ein guetzli von meinem mami essen und mit meinen eltern einen kafi trinken. zum glück gehört dieses szenarium (bis auf den baum) schon bald zur realität...

da ich bald richtung strand steuere, um dort das neue jahr einklingeln zu lassen, wünsche ich euch schon jetzt einen guten rutsch ins neue jahr, in dem wir uns lesen und schon bald sehen (!) werden.