so schnell wie die regentropfen vom himmel niederrasseln, so schnell ging diese vergangene woche vorbei. der beinahe dauer-regen wäscht also nicht nur den abfall die strassen runter, sondern nimmt auch gleich die zeit mit. mir passt`s! zumindest, dass die zeit vergeht, der regen müsst nicht sein...
muss auch dazu sagen, dass es momentan einfach spass macht. nebst der schule, in der die schüler so spuren, wie ich gerne möchte, läufts super. das schwimmtraining und das rennen, steuert schliesslich auch dazu bei, dass die zeit noch schneller vergeht. auch wenn wir während dem schwimmen nicht nur von unten, sondern auch von oben benässt werden, machts einfach spass, im lauwarmen wasser (meist wärmer als draussen) die x längen abzuschwimmen. zudem motivierts mich noch mehr, da ich einen enormen fortschritt feststellen kann. vor einem monat wusste ich nicht einmal, wie man krault, bin nach einer länge fast ersoffen und nun schwimme ich, als ob ich im wasser geboren wäre. :-)
am dienstag baute ich mit elmer noch eine kleine insel im schul-sumpf und gingen ins kino, "plan b" schauen. wir verliessen den kinosaal jedoch ziemlich enttäuscht, nachdem unsere erwartungen nach betrachtung des trailers doch so hoch waren. tja, wieder einmal eine falsche filmwahl und nicht weiter zu empfehlen.
am wochenende konnten wir leider wieder nicht weg fahren, da ein kollege seine abschiedsparty feierte. so wurde wieder einmal mehr ein um's haus herum-wochenende verbracht. doch beklagen möchte ich mich nicht, im gegenteil, es war sehr unterhaltend: freitagabend trafen wir freunde von uns, gingen was essen und danach in eine bar, in der pure achzigermusik mit videoclip lief, was mich schwer an die 80er-parties in der schweiz erinnerte...
am samstagabend war dann die party unseres kollegen, im haus, das bald unser sein wird ;-) ja genau, in weniger als drei wochen werden wir wieder umziehen, in ein noch grösseres haus mit einem noch grösseren garten. nicole und ich können's fast nicht erwarten, bald das traumhaus schlechthin zu "besitzen". schon jetzt schmieden wir pläne, wer in welches zimmer ziehen wird und was wir mit dem vielen freien raum anstellen werden. selbst ne bar werden wir haben! ;-)
sonntagmorgen war diesesmal ein lauf von elmer angesagt, organisiert von seinem früher besuchten gymnasium. wobei sein ziel war, nicht so krankhaft wie ich ans körperliche limit zu gehen, sondern gemütlich mit seinen alten kumpanen zu joggen. danach ging's gleich weiter ins calipro, eine badi, in der wir schon oftmals waren. die mutter von elmer hatte nämlich geburtstag und wünschte sich einen tag gemeinsam mit ihrer familie. wir hatten glück, die sonne schien stolz am himmel, sodass wir grillen, die sonne geniessen und natürlich das wasser für's schwimmen ausnutzen konnten.
und nun, auch wenn wir nicht aus heredia raus kamen, bin ich total relaxt und bereit, die neue woche in den angriff zu nehmen.
diese vergangene woche schiffte es fast ununterbrochen vom himmel herunter. mein gemüt hatte es zusätzlich durch das eher schwache immunsystem und der fast ununterbrochenen niesserei eher schwer, fröhlich zu bleiben. so schwamm die woche an mir vorbei und ich bekam nicht so richtig mit, was eigentlich um mich passierte. am freitag bin ich dann irgendwie wieder erwacht und musste feststellen, dass die woche schon wieder vorbei war. gerade rechtzeitig für das wochenende also.
da stand am sonntag mein erster lauf in costa rica auf dem plan. zudem der bisher längste mit 10.5 kilometer. hätte ich gewusst, wie die rute sein wird, hätte ich mir jedoch bestimmt zweimal überlegt, ob ich teilnehmen sollte: die ersten drei kilometer einfach mal bergauf. danach ging's einigermassen geradeaus, doch sobald ich mich freute, endlich gas geben zu können, war schon der nächste berg vor mir. einst überwunden, ging's dann aber wirklich schön geradeaus weiter, was auch nötig war, sonst hätt ich wohl aufgegeben ;-)
im ziel traf ich dann noch auf zwei weitere lehrerkollegen und natürlich, wie soll's auch anders sein, auf schüler unserer schule. ein ding, das man in costa rica echt nicht vermeiden kann. egal wo man hingeht, man wird erkannt...
und nun hoffe ich echt auf eine schiff-ärmere woche, mit mehr sonne und fröhlichem gemüt!
auch wenn die ganze woche eine eher dunkelgraue wolke über unseren köpfen hauste, wurde mein gemüt nicht gedämpft. freudige nachrichten und ereignisse halfen mir dabei, meine laune auf einem hoch zu halten, so dass ich morgens jeweils schon fast aus dem bett sprang, vor lauter freude, in die schule gehen zu dürfen.
naja... so extrem war's natürlich nicht, aber irgendwie war ich einfach motiviert in dieser woche, was auch dazu half, die zeit schnell vorbeisausen zu lassen.
am dienstag war mein grosser tag: das erste schwimmtraining. schon am morgen war ich nervös und hatte ein bisschen bammel. je weiter es gegen ein uhr ging, desto unruhiger wurde ich. selbst die kinder merkten es und wollten wissen, was mit mir los sei...
doch dann, um halb eins, also genau eine halbe stunde vor trainingsbeginn, mischte sich petrus ein, der sich trotzig dazu entschlossen hat, meine nerven noch mehr herauszufordern. er liess es schiffen. das wäre ja noch ok gewesen, denn nass wird man ja im schwimmbad sowieso. doch dem natürlich nicht genug, zu dem schiff kamen noch fröhlich leuchtende blitze dazu, die den himmel erhellten. so wurde das training natürlich abgesagt.
glücklicherweise gab's am abend nochmals ein training, wo ich dann auch hin ging! jaa, ich hab's also wirklich geschafft, hab gegen petrus und meine nerven gewonnen. auch wenn ich fast wieder unter ging während dem schwimmen, es tat echt gut, sodass ich am donnerstag gleich nochmals ging und auch weiterhin gehen werde. auch wenn mich die schüler dabei mit grossen augen anglotzen und nach jeder länge schwimmen das gefühl haben, mich grüssen zu müssen ;-)
ansonsten war die woche ruhig, schon fast langweilig normal. es sieht ganz danach aus, dass schüler sowie ich wieder ganz im alltagstrott drin sind. doch ein alltagstrott, der mir spass macht.
am wochenende war es wieder ruhig. elmers schwester feierte am samstag in einem häuschen in den bergen geburtstag. aber auch an diesem tag meinte es petrus nicht gut mit uns, es schiffte schon um ein uhr und wollte nicht mehr stoppen. trotzdem, wir liessen uns nicht vom feiern abhalten, auch wenn eher frierend und durchnässt.
die erste woche schule gehört zur vergangenheit!
die gewappneten schutzschilder waren nicht nötig, es herrschte eine friedliche stimmung ohne jegliche aufbrummung von zusatz- und mehrarbeit. man könnte fast denken, dass dies ein gut durchdachtes, strategisches vorgehen sei: man lässt die beute zappeln und friedlich grasen bevor man angreift... naja, ich möchte meine positive einstellung mal nicht über den haufen werfen und hoffe, dass dieses semester im verhältnis zum vorhergehenden wirklich ruhiger ablaufen wird.
die kinder schämten sich wohl ihrer freude, dass sie endlich wieder in die schule gehen dürfen, auf alle fälle spürte ich keine euphorie, als ich am ersten tag ins klassenzimmer trat. ich muss jedoch auch zugestehen, dass auch ich nicht wirklich überfroh war, endlich wieder um sechs aufstehen und kinder mit wissen vollstopfen zu dürfen.
ich fragte mich am dienstagmorgen sogar, ob ich denn wirklich lehrerin bin, oder ob die vorhergehenden jahren bestandteil eines langen traumes waren. aber schon nach fünf minuten unterricht musste ich feststellen, dass ich wirklich lehrerin bin und den kindern auch was beibringen kann! noch mehr freute ich mich, als sich meine schüler doch tatsächlich noch an die materie von vor den ferien erinnern konnten! das erfüllte mich echt mit stolz.
ausserdem bin ich stolz auf mich, da ich meine vorsätze für das kommende semester bereits in der ersten woche umsetzen konnte: schwimm- und lauftraining stand und steht auf dem wöchentlichen programm. noch angeschlagen von vergangener woche, der romería, gab ich mir bis freitag eine schonzeit. dann ging's los mit rennen und einen tag darauf schwimmen in der schule.
elmer war gleich mein privater trainer, echt praktisch! nach der 20. schwimmbad-länge fand ich's dann jedoch nicht mehr so toll. hatte das gefühl bald unterzugehen. doch irgendwie konnte ich mich noch zu weiteren vier längen durchringen. aber dann war's genug. und ihr könnte euch ja vorstellen, wie mir am tag darauf die arme schmerzten ;-)
nach einer durchzechten nacht am samstag schafften es elmer und ich am sonntagmorgen trotzdem, uns um zehn aus dem kuscheligwarmen bett zu schälen, um endlich, endlich im stadium von heredia ein fussballspiel anschauen zu gehen. heredia ist berühmt zu verlieren und jeder fan weiss, auf was für eine leidenstour er sich begiebt, wenn er für dieses team fiebert.
schon nach wenigen minuten stand zwei zu null für die auswertige mannschaft und die heredianer gaben die hoffnung schon auf. doch wie durch ein wunder (oder durch meine präsenz?!) gewann heredia das spiel drei zu zwei.
war das ne stimmung, jeder fieberte mit und liess den wöchentlichen stress und frust durch ihre sorgfältig gewählte wortwahl während dem spiel freien lauf. so lernte ich heute schliesslich so richtig auf spanisch zu fluchen. auch schlägereien blieben nicht aus, sodass die polizisten von einer ecke des stadiums in die andere rennen mussten.
unglaublich, so unterschiedlich die menschen in den verschiedenen orten der welt sind, wenn es um sport geht verhalten sich schlussendlich alle genau gleich...
jeder kennt das gefühl: man steuert auf das ende von wunderschönen ferien zu und kann einfach die verfluchte bremse nicht finden, um die fahrtgeschwindigkeit wenigstens ein bisschen vermindern zu können. so schaut man ohnmächtig zu, wie man gegen die harte mauer der realität fährt und eher unsanft aufprallt.
so ergeht's mir momentan. glücklicherweise haben die ticos dank der romería heute montag einen freien tag, sodass uns noch einen ferientag geschenkt wurde. trotzdem, morgen kommt der aufprall, morgen geht's wieder weiter mit dem "richtigen leben".
trotz diesem wissen genoss ich noch die letzten paar tage ferienzeit. zwei davon widmete ich der schule, auch schweren herzens und mit inneren schweinehund-bekämpfungen. die restlichen gehörten mir und der musse ganz alleine. die tage verbrachte ich mit elmer entweder lesend, schlafend, sogar schwimmend (ja, ich kann jetzt endlich kraulen!!!) und einfach faul füsse baumelnd.
am samstag rafften wir jedoch unsere kräfte nochmals zusammen. und wie! schon vor langer zeit haben wir uns vorgenommen, gemeinsam die romería zu laufen und rennen. für die ticos ist dies ein religiöser akt, so wie eine art pilgerfahrt nach cartago, der alten hauptstadt costa ricas (wer sich mehr dafür interessiert, kann sich in meinem blog august im jahre 2008 schlauer machen).
dieses mal waren wir jedoch nicht wie ich vor zwei jahren mit dem bus, sondern eben zu fuss unterwegs. die erste hälfte legten wir rennend hinter uns, von san josé aus bis tres rios, rund 12 kilometer. wir namens gemütlich und so kamen wir nach gut einer stunde und ein paar minuten in der mitte der ganzen strecke an. dem jedoch nicht genug! weiter wurden die noch fehlenden 10 kilometer gelaufen, jedoch in einem praktisch-renn-tempo.
meine geschätzte zeit lag bei drei stunden, schlussendlich kamen wir bei 3 stunden und 4 minuten in cartago an. elmer schätzte auf gut vier stunden, evtl. sogar fünf. hätte er vielleicht auch gebraucht, wenn ich ihn nicht über eine stunde wie ein kleines kind hinter mir hergeschleppt und gut zugeredet hätte ;-) wir kamen beide an unser körperliches limit, nicht zu vergessen, dass wir ja überhaupt nicht trainiert haben dafür. danach waren wir einfach nur kaputt und konnten keinen schritt mehr gehen. die folgen davon spürten wir noch lange danach, unser stolz besiegte jedoch das verfluchen unseres selbst und so geniesse ich sogar fast den muskelkater.
aber eben. der traum ist aus, die realität ist da. aber ich seh's positiv: zehn wochen und dann haben wir wieder ferien ;-)
vor einer woche noch die golden gate bridge von san francisco im blickfeld, nun den fallenden regen als dauerhörspiel in meinen ohren und in der vergangenen woche den sonnenschein an einem strand costa ricas wärmend im gesicht. beklagen kann ich mich echt nicht.
nach ankunft aus den staaten gönnte ich mir zwei tage zu hause, bevor wieder meine koffer gepackt wurden und ich mich mit elmer richtung karibik aufmachte. das ziel war cahuita, den bereits schon zum zweiten mal besuchten strand in diesem jahr, der jedoch die fünfstündige immer wieder wett macht.
wir hatten glück und die sonne strahlte uns trotz regenzeit mit ausnahme eines tages pausenlos ins gesicht. dabei wurde meinem eher käsigen anblick wieder zu einem gewohnten und wohlig goldig braun verholfen.
die tage verbrachten wir mit viel schlafen und nichts tun. so wie ferien eben sein müssen.
doch leider war nicht alles glimpflich verlaufen, denn bereits in der ersten nacht stellte ich einen rekord punkto moskitostiche auf. dreissig stiche alleine am linken arm. die stiche an den beinen zählte ich erst gar nicht mehr, doch denke ich dass ich im gesamten in die nähe von hundert komme.
noch merkwürdiger als ich elmer ansah, der keinen einzigen stich abbekommen hat.doch dem nicht genug. in der letzten nacht attaktierten mich noch weitere fiecher, sodass ich geekelt von mir selbst froh war, dass wir am montag wieder ins eher kalte und regnerische, aber dafür moskitofreie pavas zurückfuhren.
als souvenir nahm ich wieder einmal mehr einen virus mit mir mit. wäre ja langweilig ohne, oder?! dieses mal reagierte ich jedoch schnell und rannte gleich zur apotheke. jetzt darf ich irgendwelches zeug schlucken und hoffen, dass ich die kommenden restlichen ferientage nicht im bett verbringen muss.
und nein, lehrer haben nicht nur ferien hier drüben ;-) nach wie vor kann ich mich zwar noch glücklich schätzen, da ich mich nicht früh aus den federn boxieren muss, doch mit vorbereiten darf ich bereits jetzt, trotz ferien, schon beginnen. in einer woche sind wir dann schon wieder am bügeln. aber wie gesagt, beklagen kann ich mich nicht und ich werde trotz vorbereiten die restlichen ferientage noch in vollen zügen geniessen.
zwei meiner vier ferienwochen rasten bereits an mir vorbei, hinterblieben ist eine zeit voller impressionen und erfreulichem wiedersehen mit mir lieben menschen.
am montag war es soweit, mein flug nach dem fernen san francisco stand an. trotz mehreren minuten verspätungen auf beiden flügen, kam ich ziemlich pünktlich im flughafen an und wurde von chrigi und leni empfangen. noch ein bisschen überfordert von der grösse und der hektik, nahmen sie mich gleich unter die fittiche und haben die auto-übergabe und das nach hause fahren zu leni in die hände genommen. so konnte ich mit offenem munde auf den meterbreiten und von autos überfüllten strassen die vorbeirasenden gebäude beobachten. ziemlich gerädert (zumindest ich) kamen wir schliesslich in der gemütlichen wohnung von leni an und gönnten uns einen schweizerisch kulinarischen gaumenausflug mit feinem schweizerkäse und knusprigen brot. so begastwirted wie chrigi und ich wurden, fühlten wir uns gleich wie zu hause und machten's uns bequem.
am dienstag ging die reise gleich zu dritt los, denn leni hat sich ferien genommen und kam mit uns auf entdeckungskur. die erste destination hiess napa valley, ein ort voller weinreben und weinereien. nach einer tour in einer weinerei wurden wir experten von sterling-weinen.danach fuhren wir gleich weiter nach sacramento, der hauptstadt von californien. leider haben wir nicht wirklich den stadtplan studiert und so den schönsten teil dieser stadt verpasst. aber traurig waren wir keineswegs, waren wir doch müde von der langen auto-fahrt und wollten sowieso nur noch schlafen.
mittwoch verbrachten wir praktisch den ganzen tag im auto. ellenlange strassen, links und rechts nichts ausser natur und
menschenleere. irgendwann tauchte der eindrückliche lake tahoe auf, dem wir vom norden in den süden folgten, wo unser hotel war. auf dem weg machten wir an diversen aussichtspunkten halt und sogen die verschiedensten ausblicke in uns auf. das knipsen vom fotoaperaten war natürlich fast schon obligatorisch und ich war echt froh, als wir im süden ankamen und endlich unsere beine wieder richtig benutzen konnten.
das auto wurde am donnerstag vernachlässigt, denn wir blieben in lake tahoe und benutzten statt dessen unsere eigenen füsse. wir kamen sogar ins schwitzen bei einer kleinen wanderung an einen fast verlassenen see im berge.
da wir einen tag fast pause hatten vom auto-fahren, wurde dies am freitag wieder aufgeholt. das ziel war lee vining, ein ort in der nähe vom yosemite nationalpark. doch vor dem ziel machten wir einen abstecher nach bodie, einer geisterstadt aus dem 19. jahrhundert. die stadt wurde kurz nach dem zweiten weltkrieg aufgrund ausgeschöpften goldminen verlassen, wobei alles so hinterlassen wurde, dass man ein ziemlich genaues bild bekommen konnte, wie diese menschen gelebt haben mussten. es war echt eindrücklich.
später ging es weiter nach lee vining mit dem mono lake. das spezielle dieses sees ist, dass er keinen ausfluss hat, sprich viel wasser rein kommt, aber nicht mehr raus gehen kann. demzufolge ist der salz-gehalt viel höher als bei irgendwelchen sonstigen seen, wodurch faszinierende salzfiguren entstanden sind. auch wenn total auf der schnurre von der langen fahrt, konnte uns chrigi überzeugen, auch dies noch anschauen zu gehen. und es hat sich gelohnt.
am samstag war der yosemite nationalpark auf unserem plan. ich war voller erwartungen, die auch übertroffen wurden, zumindest was die natur anbelangt. doch der schock über der personenauflauf an diesem ort war erschütternd. fast in kolonne mussten wir die dinge anschauen gehen, ich kam mir wie in einem zoo vor, nur dass man anstatt tiere die natur anschauen konnte.
aber wie gesagt, die natur war echt schön: gebirge, wasserfälle, unglaubliche naturspektakel, alles versuchte ich in mich hineinzusaugen und aufzunehmen, wobei ich fast überfordert war. diese grösse, weite und schönheit hat mich fast umgehauen.
dem nicht genug, danach stand uns wieder eine vierstündige fahrt nach modesta bevor, die wir mit einem abstecher in ein gemütliches 60-er jahre restaurant auflockern konnten. nach einer nachtwanderung zu einem starbucks und einem pool-rauskick der hotelbesitzer sanken wir erschöpft ins bett und in unsere träume.
sonntag dann die rückkehr nach dem zu hause von leni mit stopp bei target und wal-mart. natürlich wurde viel eingekauft, schliesslich mussten chrigi und ich unser gepäck stopfen! ;-)
das ganze wurde am abend mit dem chipotle-restaurant-besuch schön abgerundet, wo wir unseren burrito selber herstellen konnten. echt cool diese amis ;-)
montag musste leni wieder arbeiten gehen, doch wir zwangen ihn dazu, sich früh aus dem bett zu schälen, damit er dann auch am abend wieder für uns zeit hatte. das schien zu klappen! gleich machten wir uns alle zusammen zu google auf und kamen in den genuss des googles-morgenbuffet. denen geht's echt gut und ich kann nicht verstehen, wie leni sich dies jeweils mit schlafen entgehen lassen kann ;-)
weiter ging's mit chrigi in eine outlet-mall schoppen. was denn sonst, wenn zwei frauen in den staaten kleider einkaufen gehen wollen? ;-) ganze fünf stunden klapperten wir einen laden nach dem anderen ab, bis wir's nicht mehr sehen konnten und zu bangen anfingen, ob denn alles in unseren koffer passen würde...
am abend trafen wir uns dann noch mit meinem grossen bruder und gingen zusammen essen.
dienstag nahmen sich chrigi und ich wieder zeit für die natur. dieses mal gingen wir richtung norden in die muir woods, wo riesengrosse bäume wachsen. doch davor fuhren wir über die bekannte golden gate, ohne jeglichen nebel!
im wald gingen wir auf eine kleine wanderung und hatten überhaupt keine ahnung, wo wir überhaupt durch liefen. doch irgendwie brachten wir's wieder hin und kamen zurück. es war toll, fast keine menschen waren zu sehen, wir waren fast alleine und wurden von der natur umgeben.
nach natur und schoppen brauchten wir einen tag der entspannung. so schliefen wir aus (auch wenn mit schlechtem gewissen, denn leni machte sich früh zur arbeit) und gingen in die badi, in der nähe von päde. es war echt schön, einfach zu hängen, zu lesen, karten zu schreiben, zu schwimmen und sich von der sonne bräunen (bzw. röten) zu lassen...
am abend gingen wir wieder mit den jungs bei google essen. auch hier wieder, überwältigend, was die zur auswahl haben!
am donnerstag nahm sich leni wieder frei und kam mit uns chicas in die stadt san francisco. muss ja sein, wenn man schon mal dort ist! ;-) china towon, pier 39, cable-car, union square, market street, alles wurde von uns abgeklappert. auch wenn schon vor wenigen jahren dort gewesen, habe ich es wieder einmal mehr genossen, in so einer grossen und modernen stadt zu sein.
freitag wurde wieder einmal die zeit unserem auto gewidmet und wir gingen richtung süden nach monterey. schlussendlich verbrachten wir mehr als drei stunden im auto und waren ganze zwei stunden im fischerdörfen monterey. aber es hat sich gelohnt. hätte nicht gedacht, dass in den staaten noch so ein kleines dörfchen existieren konnte. natürlich war alles verkomersalisiert mit läden für die touris, starbucks, etc... trotzdem, es hatte ein dörfchen-flair und war echt gemütlich, nur leider ein bisschen kalt.
am abend wurden wir noch von päde und christine zu einem barbeque eingeladen, wo wir natürlich wieder viel zu viel food einkauften ;-)
samstag und sonntag war dann entspannen, ausplämperln, packen (ja, es passte alles in unsere koffer!) und verabschieden angesagt.
schon jetzt vermisse ich den täglichen starbucks, die gastfreundlichkeit lenis (dem man nicht genug danken kann!), die gespräche über die alte zeit und der schönen schweiz, das zusammensein, das mundart-reden, ... danke für diese unvergesslichen ferien!