die ferien wurden vergangene woche so ausgenutzt, wie ferien ausgenutzt werden sollten: schlafen, viel, viel schlafen, lesen, aufräumen, sich's gut gehen lassen und feiern. zum feiern gab es diverse anlässe, wie der offizielle beginn der ferien, den geburi von elmer und gleich darauf die alljährlichen weihnachten.
elmers geburtstag feierten wir bei uns zu hause mit kollegen und familie. letzte woche schon schufteten wir für diesen tag, damit der garten auch in voller pracht glänzen konnte. zudem wurden die seit jahren montierten lichterketten eingeschalten, sodass man sogar ein kleiner hauch von weihnachten fühlen konnte. wieder nutzten wir aus, dass unser nachbar nicht zu hause war und schürten ein lagerfeuer, brieten unsere würste und liessen uns wärmen. später dann der unschlagbare geburtstagskuchen, begleitet von spanischen und deutschen gesang.
am 24. dann die grosse weihnachtsfeier bei den eltern von elmer. das typische weihnachtsessen hier unten besteht aus einem intakten bein eines schweines, im ofen gebraten, kartoffelstock und salat. mir wurde eine extrawurst zubereitet, anstatt ein bein vom schwein erhielt ich ne brust von einem huhn (wie makaber das doch klingt).
der (künstliche) christbaum funkelte während dem essen mit unzähligen farbigen lämpchen vor sich hin und im hintergrund war leise salsa in der weihnachtsausgabe zu hören. zwei unvezichtbare komponenten, denn ohne die hätte ich kaum gemerkt, dass wir weihnachten haben.
hier in costa rica ist die tradition, dass neben oder unter jedem christbaum ein sogenanntes "portal" steht. die grösse davon variiert, doch obligatorisch sind joseph und maria mit krippe. um punkt zwölf uhr wird dann jesus in die leere krippe rein gelegt und an seine geburt gedacht.
doch dieses denken an jesus war bei uns eher kurz, durch die distraktion der schönen päckchen unter dem baum wurde die aufmerksamkeit schnell von dem wirklichen sinn der weihnachten weggeleitet und man widmete sich den geschenken zu. wie auch in meiner familie wurde erstmals diskutiert, wer denn nun die geschenke verteilen musste. war dies geklärt, konnte die auspack-schlacht beginnen. zu meiner grossen überraschung und freude ging ich nicht leer aus und konnte mit auspacken :-)
an weihnachten selber, also am 25. dezember, lief hier nichts besonderes. es ist eher ein tag, an dem sich jeder von den strapazen des kampfessens des vorherigen tages im hause erholt. andere gehen weiter feiern und weichen dem kater aus, indem sie den alkohol lückenlos fliessen lassen und so den rausch-status beibehalten.
elmer und ich gingen ins kino, eine tradition, die elmer seit jahren aufrecht erhält. nachdem wir jedoch gulliver's travels gesehen haben, hinterfragten wir uns ein bisschen ob es das nächste mal nicht besser wär, die tradition zu brechen als ein eher sinnloser film anschauen zu gehen...
so gingen die diesjährigen weihnachten auch schon wieder vorbei. die lichterketten werden nun desmontiert, die kerzen entfernt und der alltag kehrt wieder ein. mein kleiner grinch hat nun wieder ein jahr ruhe ;-)
und nun geht's ans packen! in zwei tagen werden wir richtung norden fliegen. silvester in new york, ein traum wird wahr! euch allen einen guten rutsch und bis bald im 2011!
f
rei von schülern, schule, arbeiten und das wichtigste, frei von stress.
bis mitte woche war zwar all dies noch angesagt, bis auf die schüler, denn wir lehrer hatten eine weiterbildung. gleichzeitig mussten drei meiner schüler nachprüfungen in mathematik schreiben, wobei eine durchfiel. die eltern rannten mir fast die türe ein und beschuldigten mich, dass ich nichts zu den schlechten leistungen ihres kindes gesagt hätte. ich hörte nur stumm zu, wusste, dass die eltern frustriert waren und deshalb irgendein sündenbock suchten. mein gewissen war jedoch rein, da ich wusste, dass ich oftmals mit ihnen gesprochen und sie vorgewarnt habe. aber da waren sie bis jetzt blind und taub und wollten bis zum letzten moment nicht einsehen, dass ihr kind nicht in die humboldt gehört. tja, so werden's nach den ferien nur noch 21 kinder in der klasse sein.
am mittwoch um halb zwölf dann endlich das lang ersehnte verabschieden von den kollegen, endlich, endlich sind ferien! ausschlafen, nichts tun und sich wieder einmal den sachen widmen, die man nun fast ein jahr vernachlässigt hat, dies steht jetzt auf meiner to-do-liste.
der erste ferientag wurde auch gleich ausgenützt und erstmals bis um halb zwei geschlafen. es war eindrücklich, so als ob mein körper nun auch realisiert hätte, dass die schule vorüber war, denn meistens erwachte ich für ein paar sekunden und konnte danach gleich wieder die augen schliessen und im tiefschlaf zwei stunden weiter schlafen. und eben so bis in den nachmittag hinein, als ich aufstehen musste, denn der zahnarztbesuch war wieder einmal angesagt. doch dies ging ruckzuck, denn der zahni ist zufrieden mit meinen zähnen, die sich nun nicht mehr bewegen und schön die stellung halten.
am freitag dann ein bisschen ein trauriger tag, da nicole, meine mitbewohnerin, nach deutschland verreiste für die ferien. mich stimmte dies ein bisschen nostalgisch, da ich merke, dass auch ich gerne für ein paar tage in die schweiz reisen würde um familie und freunde zu sehen... muss wohl noch ein bisschen warten.
am abend nützte elmer und ich gleich aus, dass unser nachbar auch auf reisen ist: im garten scheuerten wir ein riesiges feuer und verbrannten endlich unsere lang angesammelten, vertrockneten palmblätter. an den nächsten zwei tagen ging es mit der gartenarbeit gleich weiter und es wurde geschuftet, bis unsere hände voller blasen und krätze waren. das ergebnis lässt sich sehen! und wieder einmal wurde bestätigt: gartenarbeit ist sport! ;-)
das wunder ist vollbracht, es ist geschafft und es wird wieder gelacht.
glauben kann ich's noch nicht, dass ich nun für fast zwei monaten die kinder nicht mehr sehen muss. ich bin ehrlich, ich hab echt kein bock mehr auf die probleme der kinder und noch weniger auf die eltern, die sowieso alles besser zu wissen glauben.
die abschliessende, vergangene woche war mehr ein ausklingen lassen, als irgendetwas anderes. zumindest für die kinder. wir lehrer mussten nochmals vollgas geben, so vertrieb ich mir meine "freizeit" täglich in der schule bis um vier uhr, examen schreibend und weiterbildung absitzend. am donnerstag haben wir jedoch das gröbste überstanden und gingen mit den kindern auf einen kleinen ausflug in den bergen heredias, wo wir traditionelles brot backen und sehen konnten, wie die ticos vor rund hundert jahren lebten. interessant war's, aber da die kinder echt müde waren vom lernen, hatten diese auch keine lust mehr zuzuhören. so wurde es ziemlich anstrengend für uns lehrer, doch auch die leute vom museum waren mit unseren 60 kindern überfordert. das schlimmste passierte gleich, als wir ankamen: da die kinder backen durften, mussten sie die hände waschen gehen. es gab nur eine toilette. währenddem sich die mädchen brav in eine reihe stellten, hatten die jungs die glorreiche idee, sich alle miteinander und zeitgleich in die toilette zu stopfen. nach ein paar sekunden kamen alle kreischend raus, gefolgt von einer wasserflut am boden. jetzt haben die's doch tatsächlich geschafft, das abwasserrohr beim lavabo zu entzweien. da wurde eine frau moor aber wütend, stellte sich vor alle kinder hin und sagte, dass wir bei der nächsten dummheit gleich in den bus steigen und zurückkehren werden. ab dann hat's einigermassen geklappt... :-) trotzdem musste ich mich x-mal aufregen und hinterfragte wieder einmal mehr die erziehung dieser kinder: es wurde gegessen, getrunken, dann gespielt. und die sauerei? die blieb natürlich auf den tischen, zu hause haben sie ja schliesslich die angestellte, die ihnen hinterherputzt. aber so nicht bei uns! doch wenn man den einen sagt, sie sollen helfen, war die antwort wie immer: "das war nicht ich!"
am freitag dann der letzte tag mit den schülern, an welchem wir die zeugnisse abgaben, die besten durchschnitte gringo-mässig verkündeten und aufräumten. ich war echt froh, den schülern um halb zwölf tschüss sagen zu können, die genauso erleichtert wie ich aus dem klassenzimmer strömten.
das wochenende wurde dann gleich so ausgenützt, wie ein erstes fast-ferienwochenende sein muss: essen gehen, reichlich schlafen, lesen (das buch habe ich bestimmt zwei monate nicht mehr aufgemacht seit dem letzten mal), die sonne geniessen und nichts-tun.
am samstagabend gingen wir doch noch auf de strassen, das festival de la luz wurde in der stadtmitte von san josé durchgeführt. eine wie im disney land durchgeführte parade in der nacht, wo wagen mit lichtern beleuchtet an den menschenmassen vorbeihottern. gepfeffert wird das ganze mit marschmusik und cheerleaders, die auf den beton-strassen ihre waghalsigen sprünge preis gaben.
und nun auf in die letzte runde! drei tage weiterbildung absitzen und fertig!!!
und wieder fühle ich mich wie eine ausgepresste zitrone, an der sonne liegend und wartend, bis auch noch der kleinste wasseranteil von der hitze aufgesogen wird. ich bin nervlich total labil und brauche nicht viel, um bei der kleinsten kleinstigkeit die geduld zu verlieren oder eben auch die nerven. aber ich bin nicht die einzige. allen geht es so, funktionieren wie eine maschine, automatisch, ohne nachzudenken, denn sonst wäre man schon längst weggerannt. es wird nach wie vor viel von uns erwartet, in die letzten tage reingedrückt und uns noch mehr aufgaben aufgebrummt. man denkt, es sei das ende des jahres, also ausleihern lassen und nichts grosses mehr vorbereiten. doch da ich zum beispiel drei schüler habe, die nachsitzen müssen, muss ich noch in den nächsten drei tage schnell vier examen aus den fingern saugen. in der woche sassen wir einen nachmittag nach dem anderen in der schule, konvente und sonstige weihnachtsanlässe abhockend. nächste woche sieht's nicht anders aus.
am freitag war dann mein absolutes tief und ich dachte echt noch, einen nervenzusammenbruch zu haben. um vier war ich zu hause und wollte nichts mehr von der schule wissen. mit meiner mitbewohnerin richteten wir uns wieder gemütlich in der garage ein und malten, bis unsere nerven wieder zueinander fanden. genauso gings weiter am samstag, frühmorgens an die fería und danach widmeten wir uns endlich, endlich unserem garten. es wurde gejättet, ausgerissen und neu eingepflanzt. nun hoffen wir auf schöne blümchen in ein paar wochen...
am samstagabend war noch die abschiedsfeier unseres kollegen, der uns ende des jahres verlassen wird. bis in die frühe wurde gefeiert, weshalb dann der sonntag mit schlafen und auskurieren ausgefüllt war. für die schule wurde praktisch nichts gemacht. diese insel war einfach nötig, sonst würde ich wohl noch durchdrehen. und nun, ab in die letzte woche!
die luft ist draussen. weder kinder noch wir haben die nötige energie, um frühmorgens aufzustehen und was zu lernen, bzw. zu lehren. irgendwie schaffen wir's dann doch immer, angetrieben von dem gedanken, dass ein hinter uns gebrachter tag uns näher an die ferien bringt. und genau so fliegen die tage an uns vorbei, unspektakulär und mit allerhand zu tun: noten machen, noten eintragen, weihnachtsdekoration vorbereiten, weihnachtsaktivitäten organisieren, an die verabschiedung einzelner schüler denken... die liste ist lang, doch kann ich von tag zu tag haken setzen. überall spricht man von weihnachten, die läden platzen mit ihren dekorationen fast aus den nähten, die leute werden nervös und rennen verzweifelt hinter den geschenken her. nur ich komme irgendwie nicht so richtig in die weihnachtsstimmung. kein wunder! bei dreissig grad, sonnenschein und stechend blauem himmel kommt einem auch erstmals den strand und das meer in den sinn als weihnachten mit schnee und besinnlichkeit.
nur durch die mir gesandten bildern aus der verschneiten schweiz mit meinem mami in der küche, liebevoll die mailänderli zubereitend, lassen mich vermuten, dass weihnachten schon bald vor der tür steht. mein herzchen sticht kurz auf, wünschend, mich schnell in die schweiz beamen lassen zu können, um den feinen geruch einzuatmen, um backen zu helfen, um die kälte von draussen zu fühlen und um sich danach vor dem cheminee aufwärmen zu lassen...
zurück nach costa rica: die woche verging ohne grosse ereignisse, nur am freitag wurden uns zwei stunden geschenkt, da die kinder flohmarkt hatten.
gleich nach der schule ging es wieder einmal in meine lieblingsstadt, heredia. da elmers auto nach wie vor bei den mechanikern verweilt, um wieder aufgepäppelt zu werden, sind wir momentan nicht so flexibel wie bisher. so verbrachte ich den samstag schoppend und staunend über all die glitzernden dinge für weihnachten...
auch der sonntag ging genauso gemütlich weiter, wir schliefen wieder einmal so lange, wie es unsere körper, seele und geist brauchten - bis ein uhr nachmittags :-) der energiestand konnte ich also für die nächste woche füllen. tatenfreudig pflanzte ich endlich diverse pflanzen um und neu ein, improvisierte einen adventskranz und kam beim anzünden des ersten kerzchens zum ersten mal ein bisschen in weihnachtsstimmung.
gesagt - getan. mittwoch war der grosse tag, an dem die kinder ihre kleinen fingerchen im dreck schmutzig machen mussten. es war echt herrlich zu beobachten, wie einzelne kinder mit nur drei fingerchen vorsichtig die erde in ihr töpfchen füllten, von weitem erkennbar, dass eine solche erfahrung zu den ersten überhaupt zählte. andere, vertrauter mit dieser arbeit, holten die erde mit grossem selbstvertrauen aus der tüte. schlussendlich hatten alle ihre drei sämchen in der erde und nun wird gewartet und gepflegt, bis schöne blumen wachsen. mal schauen, wie viele es schaffen, doch nur schon der fakt, dass am freitag alle ihr töpfchen mit nach hause nahmen, ohne dass ich sie daran erinnerte zeigte, dass sie schnallten, um was es mir geht.
freitag um zwölf blieb der allgemeine "juhuuui-wochenende"-schrei aus, denn es war ein pädagogischer tag angesagt. was normalerweise auch einen tag dauern würde, wurde aufgrund von fehlenden sprechanlässen auf einen halben tag reduziert. natürlich auf einen nachmittag, sonst würde ja noch die schule ausfallen... aber was soll's. hochmotiviert (klar an einem freitagnachmittag, an dem alle nichts lieber machen, als länger als sonst in der schule zu sitzen) sassen wir die extra stunden ab und fragten uns am schluss, was das ganze eigentlich sollte.
doch irgendwann wurden wir nach hause entlassen. elmer und ich zogen gleich richtung heredia los. die première von harry potter wartete auf uns. beeindruckende szenen, jedoch von "kinderfilm" nichts mehr zu erkennen. im gegenteil, szenen, in denen ich fast in die hose machte und zuckungen von unvorhergesehenen situationen kriegte.
gleich darauf, am samstag morgen, packten wir unser währli und zogen richtung norden, dem arenal. ziel war ein hotel in la fortuna, welches nicht nur ein hotel, sondern ein ganzes resort mit heissen thermalen war. herrlich, während wir im heissen wasser unsere finger aufweichen liessen, beobachteten wir die wolken um den arenal, geduldig, bis sich der vulkan in ganzer schönheit zu erkennen gab.
am sonntag dann das erwachen bei regen, was den effekt des heissen wassers noch mehr verschönerte.
weniger glück hatten wir dann auf der reise nach hause. kurz vor dem flughafen hörten wir ein merkwürdiges geräusch, das eine lautstärke eines alamierenden geräusches annahm. mit einem blick auf den temperaturindikator, wussten wir, was sache war: das wasser im motor ist weg. trotz wartens und auffüllens des wassers, wobei das auto erstmals protestierte und es mit vielem getose und dampf wieder ausspuckte, wollte und wollte das auto nicht mehr anspringen. der abschleppwagen musste kommen und uns nach hause fugen. hässliches ende für ein anfangs so entspannendes wochenende...
trotzdem wurde genügend energie gesammelt, um die nächste, drittletzte (!) woche in den angriff zu nehmen.
wieder sitze ich in einem schnellzug, die landschaft zieht an mir vorbei und ich, in meinem halbschlaf versunken, krieg nur die hälfte mit. bis der zug plötzlich ruckartig anhält...
... und mir bewusst wird, wie hässlich die landschaft gerade ausschaut:
unsere wunderschönen fische im klassenzimmer waren seit wochen nicht mehr zu sehen, da das wasser im aquarium eine urin-ähnliche farbe angenommen hatte. jedes mal, wenn ich die kinder sah, erinnerte ich sie daran, dass sie putzen mussten, doch niemand scheint interesse zu haben, den lebensraum der kleinen tierchen ein bisschen schöner zu gestalten. so gab ich ihnen schliesslich am mittwoch während der klassenstunde zeit, da ich wusste, dass sie es sonst womöglich bis zu den ferien herausschieben und die armen fiecher dabei noch drauf gehen würden. so putzten sie schön, bis ein kind auf die glorreiche idee kam, die fische nun direkt in das neue, eiskalte wasser plumsen zu lassen. so konnten die schüler dann bei den drauf folgenden stunde zusehen, wie die kleinen, einer nach dem andern, vor sich hin starb.
dessen nicht genug, die kinder liessen die tiere über einen tag tot im aquarium, fischten sie nicht heraus, war ihnen egal. wieder musste ich sie zusammenscheissen, bis einige von ihnen es schafften, die tiere aus dem wasser zu entfernen, um ein gebürtiges begräbnis zu vollziehen. doch kaum drehe ich ihnen den rücken zu, schmeissen sie die toten dinger um sich. ist ja nur ein fisch.
ich konnte nicht mehr vor wut. es ist einfach nur tragisch, dass kinder in diesem alter nicht den geringsten bezug zu lebewesen haben. echt traurig. doch dies lass ich natürlich nicht auf mir sitzen! so nicht in meiner klasse! deshalb rufe ich nun ein neues projekt ins schulleben: die kinder müssen sich bis zu den ferien um eine kleine blume kümmern. sie setzen die samen, müssen wasser geben und sind dazu zuständig, dass ihr kleiner sprössling überlebt, sodass wir diesen vor den ferien in den garten der schule pflanzen können. so hoffe ich, dass sie mir doch noch demonstrieren können, dass sie verantwortungsbewusst sind! und wenn nicht, so muss ich mir wenigstens keinen vorwuft machen, probiert hab ich's.
am wochenende wurde ich am samstag auf einen té de despedida einer freundin von elmer eingeladen. ein traditioneller anlass zu ehren von victoria, die sich im kommenden januar vermählt. ich ging mit der illusion an diesen anlass, dass dies eine art polterabend für frauen ist. als ich von meiner kollegin abgeholt wurde, wurden meine füsse jedoch schnell wieder auf den boden der tatsachen gestellt. laut ihr sind diese anlässe die hölle und nimmt nur daran teil, damit sich die zukünftige braut nicht alleine mit ihrer verwandtschaft zu langweilen braucht. und so war es dann auch: das durchschnittsalter lag bestimmt um die sechzig. als ich auf den tischen champaner-gläser sah, war ich ein bisschen erleichtert: immerhin können wir's so ein bisschen auflockern. aber auch diese illusion wurde schnell zerschlagen, als diese mit fruchtsaft gefüllt wurden. schlimmer wurde es schliesslich noch, als plötzlich ein animateur vor uns stand und uns fast dazu zwang, an peinlichen spielen teilzunehmen. und mich traf es echt am schlimmsten! immerhin gab es für die anstrengung ein nützliches geschenk, was die schande wieder vergessen liess.
danach gab's, wie der name es schon sagte, tee, kaffee und sonstige happen zum essen. um sieben war die tortur vorbei und unser tisch konnte sogar noch ein geschenk mit nach hause nehmen, da wir der "lauteste und motivierteste tisch" waren. hatten wir also doch was von dem ganzen anlass ;-)
gleich ging's weiter in die bar, wo wir unsere männliche freunde trafen, mal das heirats-geblable beiseite legen und endlich alkohol trinken konnten. so ist's mir doch wohler!
und nun... noch vier wochen. auf geht's, das licht am ende des tunnels ist ersichtlich!