und da waren's nur noch sieben wochen... es geht voran! auch wenn in kleinen und eher müsamen schritten, stetig geht's weiter, mit starrem blick nach vorn zur sonne gerichtet, die mich fröhlich und erwärmend anstrahlt.
die woche ging schnell vorbei. montag war ich ganze elf stunden durchgehend an der schule, von der einen klasse zur anderen rennend und dann von einer sitzung zur anderen. glücklicherweise war der rest der woche eher ruhig.
das wochenende wurde dann die verbrauchte energie wieder mit viel schlaf und dem sonst stressfreien und schulfreien getue zurückgewonnen. mit kino wurde der freitagabend verbracht, mit fería in heredia den samstagmorgen und dann am abend, wieder einmal mehr, eine serenate von freunden, die nächste woche heiraten weren. dieses mal ein bisschen traditioneller, da wir frauen im hause waren, als die mariachi (die sänger) kamen und uns "aus dem schlaf sangen". ehrlich gesagt hab ich diese feiern jedoch langsam aber sicher gesehen, denn schlussendlich ist es immer das gleiche.
auch sonst fand ich endlich wieder einmal momente, mein spanisch zu pflegen. hab mir vorgenommen, dieses jahr eine weitere prüfung abzulegen. man weiss ja nie, wozu mir ein solcher fötzel einmal dienen wird.
und nun nehme ich eine weitere woche in den angriff. glücklicherweise ein bisschen kürzer, da wir am freitag einen lehrerausflug haben werden. juhui!
27 February 2011
20 February 2011
die kleinen freuden machen's aus
und nochmals möchte ich betonen, dass ein bett in der schule echt keine schlechte idee wäre. die vergangene abende unter der woche verbrachte ich schon wieder fast zur hälfte an der schule. von den übrigen abenden hatte ich auch nicht viel, denn die müdigkeit besiegte mich jeweils so schnell, dass ich schon um neun im bett lag. schlafen, aufstehen, arbeiten und wieder schlafen. werden meine bevorstehende jahre etwa nur so aussehen?glücklicherweise gab es doch noch einige highlights: mittwochabend war der sogenannte humboldtabend auf dem programm. das ist jeweils ein abend im monat, an welchem verschiedene kulturelle Veranstaltungen angeboten werden. wir lehrer müssen/dürfen/sollten dabei sein, egal ob es uns interessiert oder nicht. dieses mal wollte ich jedoch gehen, denn das drama die besuch der alten dame von dürrenmatt wurde in spanisch und modernifiziert von ticos inszeniert. obwohl mir nach zwei stunden den po vom sitzen schmerzte, hat sich's gelohnt. das stück war mit viel witz und ironie bereichert, wodurch die tragische aussage selbst jedoch nicht verfälscht übermittelt wurde.
am donnerstag dann gleich nochmals ein abend an humboldt. dieses mal ein willkommensapero zu ehren der neuen lehrer, die sich wieder einmal mehr vor den ganzen leuten und dem vorstand vorstellen mussten.
empfangen wurden wir zur grossen überraschung mit einem martini und die üblichen happen wurden von einem kleinen buffet abgelöst. suspekte sache das ganze. noch vor ein paar wochen wurde uns gesagt, dass die schule rote zahlen schreibe und jetzt so was... egal, es wurde angestossen und dann war die sache auch schon vorbei. ab nach hause.
am samstag, wieder einmal mehr, war ein te de despedida von freunden, die bald heiraten, angesagt. normalerweise findet dieser nur mit freunden und familie der braut statt. doch dieses brautpaar beschloss, ihn gemeinsam durchzuführen. nebst essen und trinken, wurde auch eine kleine darbietung von zwei männern angeboten, die sangen und ratespiele durchführten. vom letzten anlass noch traumatisiert, weil ich echt ne peinliche nummer bot, weigerte ich mich gleich zu beginn, teilzuehmen. doch die spiele stellten sich als unterhaltend raus, in denen elmer und ich die preise nur so abräumten. es ging darum, so schnell wie möglich den namen eines liedes herauszufinden, das kurz angespielt wurde. als sich die preise nur so vor uns anhäuften, verschenkten wir schliesslich die weiteren, wäre sonst ein bisschen unhöflich gewesen ;-)
den anfang eher spiessig scheinende anlass entpuppte sich also in ein echt netter abend.
ein weiteres highlight, die erste tomate, die ich heute essen konnte! ich geb zu, ich hab ein bisschen geschummelt. nicole, meine mitbewohnerin hatte solches mitleid mit mir, als sie mit mir zusehen musste, wie die ausgesetzten und jungen tomatenstauden von irgendwelchen fiechern verspeist wurden. so schenkte sie mir eine grosse cherry-tomaten-staude, die schon früchte trägt.auch die übrigen blümchen haben den kampf gegen die grausame costaricanische natur übrigens verloren... tja, einen versuch war's auf alle fälle wert.
und nun stelle ich mit erleichterung fest, dass mein leben doch noch aus anderen komponenten als nur der schule besteht.
13 February 2011
wie sich die zeiten ändern
die schule müsste schon lange nicht mehr über die roten zahlen klagen, wenn sie die etlichen klassenräume endlich als hotelzimmer an uns lehrer vermieten würde. gewinnen würden beide, die schule hätte ein weiteres einkommen und wir lehrer könnten uns den unnötigen nach hause weg ersparen. vergangene woche lohnte es sich teilweise echt fast nicht mehr, für die wenigen stunden schlaf nach hause zu gehen.
doch alles der reihe nach:
montag, ein powertag mit sieben stunden. in den letzten zwei stunden stand mein schweizerclub auf der liste. ich frag mich, wo denn bei den schweizerkindern der patriotismus geblieben ist. niemand ist erschienen...
beklagen möchte ich mich jedoch nicht, mir war's recht, so konnte ich früher nach hause gehen und verfasste sogleich einen brief auf züridüütsch, den ich den kommenden tagen den schülern persönlich überreichte. mal schauen, ob diese werbung klappt und dann wenigstens folgende woche jemand aufkreuzt...
dienstag und mittwoch hätten wir dann echt in der schule übernachten können. nebst morgens um sieben, mussten wir auch abends um sieben antraben. die eltern kamen und wir informierten sie, was das jahr mit sich bringen wird. da ich in diversen gruppen unterrichte, war das für mich ein hin und her rennen, von einem klassenzimmer zum anderen.
zur freuden meiner teilten mir die einen eltern mit, dass es unnötig sei, sie zu informieren, da sie mich ja nun schon lange genug kennen und wüssten, wie der hase läuft. da wurde mir wieder einmal mehr bewusst, wie sich die situation in den vergangenen jahren entwickelt hat: noch vor zwei jahren stand ich fast heulend vor dieser gruppe, die mich mit stupiden fragen bombartierten und nun vertrauen sie mir fast blind.
am donnerstag war dann mein wochentief. morgens kam ich fast nicht aus den federn und hätte mich am liebsten krank schreiben lassen. irgendwie raffte ich mich doch noch auf und schleppte mich zur schule. kinder und ich schliefen in den letzten zwei stunden fast ein. am abend war ich dann konsequent und war schon um acht im bett. man wird alt... und frau auch... doch habe ich eine entschuldigung, ich stand um fünf auf, um die morgendliche ruhe zu geniessen und draussen rennen zu gehen.
freitagabend war demnach auch wenig angesagt, um neun war ich im bett und schlief bis morgens um zehn durch.
das wochenende war dann aktiver mit feria in heredia, wo ich mit freuden feststellen können, dass nun meine lieblingssaison begonnen hat: melonen und mangos, so weit das auge reichte. nur schon beim anschauen läuft einem das wasser im mund zusammen...
am abend dann wieder einmal eine party unter lehrerkollegen, wozu der sonntag dann für's auskurieren und für die mentale vorbereitung für kommende woche ausgenutzt wurde.
doch alles der reihe nach:
montag, ein powertag mit sieben stunden. in den letzten zwei stunden stand mein schweizerclub auf der liste. ich frag mich, wo denn bei den schweizerkindern der patriotismus geblieben ist. niemand ist erschienen...
beklagen möchte ich mich jedoch nicht, mir war's recht, so konnte ich früher nach hause gehen und verfasste sogleich einen brief auf züridüütsch, den ich den kommenden tagen den schülern persönlich überreichte. mal schauen, ob diese werbung klappt und dann wenigstens folgende woche jemand aufkreuzt...
dienstag und mittwoch hätten wir dann echt in der schule übernachten können. nebst morgens um sieben, mussten wir auch abends um sieben antraben. die eltern kamen und wir informierten sie, was das jahr mit sich bringen wird. da ich in diversen gruppen unterrichte, war das für mich ein hin und her rennen, von einem klassenzimmer zum anderen.
zur freuden meiner teilten mir die einen eltern mit, dass es unnötig sei, sie zu informieren, da sie mich ja nun schon lange genug kennen und wüssten, wie der hase läuft. da wurde mir wieder einmal mehr bewusst, wie sich die situation in den vergangenen jahren entwickelt hat: noch vor zwei jahren stand ich fast heulend vor dieser gruppe, die mich mit stupiden fragen bombartierten und nun vertrauen sie mir fast blind.
am donnerstag war dann mein wochentief. morgens kam ich fast nicht aus den federn und hätte mich am liebsten krank schreiben lassen. irgendwie raffte ich mich doch noch auf und schleppte mich zur schule. kinder und ich schliefen in den letzten zwei stunden fast ein. am abend war ich dann konsequent und war schon um acht im bett. man wird alt... und frau auch... doch habe ich eine entschuldigung, ich stand um fünf auf, um die morgendliche ruhe zu geniessen und draussen rennen zu gehen.
freitagabend war demnach auch wenig angesagt, um neun war ich im bett und schlief bis morgens um zehn durch.
das wochenende war dann aktiver mit feria in heredia, wo ich mit freuden feststellen können, dass nun meine lieblingssaison begonnen hat: melonen und mangos, so weit das auge reichte. nur schon beim anschauen läuft einem das wasser im mund zusammen...
am abend dann wieder einmal eine party unter lehrerkollegen, wozu der sonntag dann für's auskurieren und für die mentale vorbereitung für kommende woche ausgenutzt wurde.
06 February 2011
es lebe der sarkasmus
dienstag dann endlich, der stundenplan lag in unserem fach. hätte ihn lieber nicht gesehen, denn ich verlor gleich ein paar nerven. durchlöchert und volle nachmittage. tja, man kann halt nicht immer das gleiche glück haben. dass ich dieses jahr mehr zeit an der schule als zu hause verbringen werde, ist bereits tatsache. wäre ja halb so schlimm, wenn's den anderen gleich ergehen würde, doch meine primarkolleginnen werden sich schon alle um zwölf aus dem staub machen, währenddem ich mich noch mit der sechsten klasse am nachmittag rumschlagen muss. aber, man machts ja gern...
mittwoch dann der grosse tag. da ich dieses jahr keine klassenlehrerin mehr sein werde, war ich schon überglücklich, erst um zehn in der schule sein zu müssen. dummerweise habe ich mich bei der chefin noch erkundet, ob das ok sei, die dann meinte, dass ich zur begrüssung an der schule sein muss. einmal mehr verfluchte ich meine ehrlichkeit und stand um halb acht bis acht dumm auf dem pausenplatz und hörte mir die ach so wichtigen worte der direktion an. dann hatte ich drei stunden frei, die ich keine sekunde an der schule verbrachte, sondern nach hause ging und während dem joggen meinen anschiss abbaute. beginnt ja schon mal gut.
donnerstag und freitag dann ganz normal schule und zu meiner zufriedenheit konnte ich feststellen, dass doch noch nicht alles vergessen wurde während den ferien. nebst der sechsten klasse, in der ich mathe und deutsch unterrichte, habe ich noch eine vierte und dritte klasse. zudem muss ich einen schweizerclub anbieten, den von der direktion aufgebrummt bekam, da die schweiz angeblich der schule jährlich einen gewissen betrag zuweist. die schweiz möchte jedoch sehen, was mit diesem geld gemacht wird und so muss halt die einzige schweizerin (nebst der chefin) diese freude übernehmen und schauen, was sie damit macht. und ja, ich hab das glück, diese einzige schweizerin zu sein! nun saug dir mal was aus den fingern, nadja (für ideen bin ich offen ;-))!
froh war ich dann, als das wochenende vor der tür stand. viel habe ich geschlafen und wollte an nichts denken. es stimmt mich einfach traurig, wie wir lehrer an dieser schule ausgeliefert sind und mit gebundenen händen und dem gesenkten und stets nickenden kopf vor der direktion stehen. und ich als ausländerin darf mich ja eigentlich gar nicht beklagen, denn ich kann jederzeit mein köfferli packen und anderswo eine bessere arbeit kriegen.
nun klammere ich mich an das sprichwort "schlimmer kann's nicht werden" und hoffe, dass die kommenden blog-einträge vom sarkasmus und der ironie frei sein werden.
30 January 2011
die liste ohne ende
sind wir doch ehrlich, uns geht es allen gleich: die grossen ferien stehen vor der tür. beduselt von der euphorie, setzt man sich guten mutes hin und macht sich, ob mental oder schriftlich, eine liste mit all den dingen, die man in den ferien erledigen möchte. motiviert und voller tatendrang beginnt man dennoch mit ruhe, schliesslich hat man ja ferien. tage vergehen und man redet sich gut zu und sagt sich, dass man ja noch genügend zeit hätte um produktiv zu sein. so weit, bis man an den letzten ferientage erwacht und feststellen muss, dass die liste noch genauso lang ist wie vor den ferien.
mir erging es jedenfalls so. meine liste war nicht lang und doch habe ich nicht einmal die hälfte geschafft. am montagmorgen erwachte ich und stellte meine vergangene passivität fest. an die arbeit, hiess ab dann mein motto und ich ging gut gelaunt in die stadt farbe einkaufen. mein langweillig blaues badezimmer wollte ich mit ein bisschen froheren farben auffrischen. gerüstet mit pinsel und farbe ging's ans werk, so schwierig kanns ja nicht sein. doch nach dem ersten strich wusste ich, warum maler gelernt sein will. das blau war nach wie vor zu sehen und so strich ich ungeduldig nach wenigen stunden schon das zweite mal übers holz. im nachhinein weiss ich's besser, ich hätte länger warten müssen... frustriert und an der verzweiflung nah, machte ich mich mit pinselreiniger und schleifpapier an die arbeit. die motivation von morgens ist verschwunden und machte der frustration und dem sonnenbrand platz.
am dienstag dann aber doch noch der beweis, dass nicht alles umsonst war: das schön abgeschliffene holz wurde dieses mal nicht bemalt, sondern besprayt. und nun, der frust vom stolz vertrieben, glänzt mein bad in den schönsten farben.
am mittwoch dann das nächste projekt: reparatur des fahrrades. aus vergangener maler-erfahrung hab ich jedoch gelernt und so versuchte ich es erst gar nicht selbst, sondern lieferte das velo einem fachmann ab. stunden später kriegte ich dieses im topzustand wieder zurück und nun kann ich ohne geholper und mit allen 21 gängen glücklich in der gegend herumfahren. zweiter punkt: check!
der donnerstagmorgen wurde mir nicht gegönnt, denn da musste ich in die schule gehen. ein kind blieb letztes jahr in mathematik sitzen und musste deshalb ein examen schreiben, welches ich korrigieren "durfte". um elf war jedoch auch dies abgehakt, das kind kam knapp durch und ich war glücklich, die schule für weitere vier tage nicht sehen zu müssen.
nach diesen drei haken in meiner liste musste die musse jedoch wieder her! etliche stunden verbrachte ich im garten an der sonne und tankte energie. die liste wurde verdrängt...
am sonntagmorgen standen wir auf und fragten uns dann doch, wo denn die ferien hin sind. meine aufgeladenen batterien zeugen jedoch davon, dass wir genügend zeit für die musse hatten und so bin ich, auch wenn nicht überzeugt und voller emotionen, bereit, die schule morgen wieder in den angriff zu nehmen.
und die liste? bald kommen ja wieder ferien...
mir erging es jedenfalls so. meine liste war nicht lang und doch habe ich nicht einmal die hälfte geschafft. am montagmorgen erwachte ich und stellte meine vergangene passivität fest. an die arbeit, hiess ab dann mein motto und ich ging gut gelaunt in die stadt farbe einkaufen. mein langweillig blaues badezimmer wollte ich mit ein bisschen froheren farben auffrischen. gerüstet mit pinsel und farbe ging's ans werk, so schwierig kanns ja nicht sein. doch nach dem ersten strich wusste ich, warum maler gelernt sein will. das blau war nach wie vor zu sehen und so strich ich ungeduldig nach wenigen stunden schon das zweite mal übers holz. im nachhinein weiss ich's besser, ich hätte länger warten müssen... frustriert und an der verzweiflung nah, machte ich mich mit pinselreiniger und schleifpapier an die arbeit. die motivation von morgens ist verschwunden und machte der frustration und dem sonnenbrand platz.am dienstag dann aber doch noch der beweis, dass nicht alles umsonst war: das schön abgeschliffene holz wurde dieses mal nicht bemalt, sondern besprayt. und nun, der frust vom stolz vertrieben, glänzt mein bad in den schönsten farben.
am mittwoch dann das nächste projekt: reparatur des fahrrades. aus vergangener maler-erfahrung hab ich jedoch gelernt und so versuchte ich es erst gar nicht selbst, sondern lieferte das velo einem fachmann ab. stunden später kriegte ich dieses im topzustand wieder zurück und nun kann ich ohne geholper und mit allen 21 gängen glücklich in der gegend herumfahren. zweiter punkt: check!
der donnerstagmorgen wurde mir nicht gegönnt, denn da musste ich in die schule gehen. ein kind blieb letztes jahr in mathematik sitzen und musste deshalb ein examen schreiben, welches ich korrigieren "durfte". um elf war jedoch auch dies abgehakt, das kind kam knapp durch und ich war glücklich, die schule für weitere vier tage nicht sehen zu müssen.
nach diesen drei haken in meiner liste musste die musse jedoch wieder her! etliche stunden verbrachte ich im garten an der sonne und tankte energie. die liste wurde verdrängt...
am sonntagmorgen standen wir auf und fragten uns dann doch, wo denn die ferien hin sind. meine aufgeladenen batterien zeugen jedoch davon, dass wir genügend zeit für die musse hatten und so bin ich, auch wenn nicht überzeugt und voller emotionen, bereit, die schule morgen wieder in den angriff zu nehmen.
und die liste? bald kommen ja wieder ferien...
23 January 2011
wenn der alkohol aus der quelle entspringt
dass ferien auch stress bedeuten kann, konnte ich die vergangene woche an eigenem leibe erleben.
montag und dienstag, das haus und die katze hütend in san josé, verliefen ruhig und ich verbrachte die meiste zeit mit lesen und mich bräunen im garten.
schliesslich erwartete ich den mittwoch ungeduldig, da wir uns nach elmers arbeit endlich auf den weg richtung strand, nach santa teresa machten. unser freund dan, der uns vor kurzem noch im kalten new york unterkunft zur verfügung stellte, erwartete uns samt freundin an diesem ort in guanacaste. den donnerstag und freitag verbrachten wir dann zusammen in der sonne. wieder einmal mehr kam ich in den genuss der ruhe und wärme. das meer rauschte vor sich hin, die sonne prasselte mit voller kraft auf mich herunter und wärmte meine haut und seele.
das wochenende war dann jedoch alles andere als die ruhe selbst. am samstagmorgen begann der stress: um sieben mussten wir uns wieder auf den nach hause weg machen, da wir am nachmittag an einer heirat von freunden in san josé sein mussten. wir fuhren pünktlich ab und konnten unser glück nicht fassen, als wir um elf nur noch wenige kilometer von zu hause entfernt waren. doch wie es murphy wieder einmal mehr wollte, lief natürlich nicht alles nach plan, wie es hätte sein sollen. mitten auf dem weg liess ich ein auge auf die temperaturnadel im auto werfen (aus vergangener erfahrung, als wir mit überhitztem motor abgeschleppt werden mussten, habe ich doch was gelernt). wieder befand sich diese auf abnormaler höhe. dieses mal warteten wir jedoch nicht lange und stoppten so bald wir konnten am rande der strasse. glücklicherweise war das nötige wasser im motor vorhanden, so dass wir nur einige minuten warten mussten, damit sich das auto abkühlen konnte. mit halber stunde verspätung kamen wir um halb zwei in meinem zu hause an. dann ging's schlegelawegge: duschen, kleider bügeln, sich hübsch machen, etwas essen, um nicht beim ersten wein unter dem tisch zu liegen und weiter ging's ab in die kirche, wo wir fünf minuten vor der braut ankamen. es war also geschafft!
und so erlebte ich meine erste heirat hier in costa rica. ich war echt gespannt, welche traditionen die ticos pflegen. der erste und ja eigentlich wichtigste teil, war die zeremonie in der kirche. ich war von der unpersönlichkeit dieser eher trockenen und emotionslosen zeremonie ziemlich erstaunt. vielleicht lag dieser eindruck auch an dem fakt, dass ich den pfarrer praktisch nicht verstehen konnte. doch später stellte sich heraus, dass dies nicht an meinen unzureichenden sprachkenntnissen lag, sondern am pfarrer selbst, der von den ticos nicht einmal verstanden wurde :-)
nach der kirche dann die hochzeitsfeier. für uns jungen anwesenden ehrlich gesagt der viel spannendere teil. die kurze zusammenfassung dieser feier: ununterbrochen fliessender likor. unglaublich die menge an alkohol, die an diesem abend konsumiert wurde. kurz nach ankunft im festsaal, wurde uns wein und ein kleiner apperetiv angeboten. darauf folgte champaner, schliesslich musste auf das neue paar angestossen werden. danach folg
te das abendessen, drei gänge, begleitet von rum, whisky, tequila oder was das herz auch immer begehrte. die gute laune verbreitete sich unter den leuten, bis die stimmung schliesslich beim eintreffen einer cimarrona das maximum erreichte. mit masken und karnevalmusik erhitzten sie den tanzsaal und jedermann befand sich auf den beinen. als dann noch eine minibar mitten im tanzsaal aufgestellt wurde, wo auschliesslich tequila-shots ausgeschenkt wurden, schien die situation zu eskalieren. manche wussten am schluss nicht mehr, ob sie nun neun oder zehn shots im blut hatten, das einzige was sie wussten war, dass sie sich nicht mehr so gut fühlten und alles doppelt sehen konnten. andere verfluchten sich und sahen den kommenden kater schon vor sich. zum glück konnte ich durch meinen abnormal grossen konsum an wasser diesen trotz einem glas wein und champaner, rum und einigen tequila-shots verhindern.
am samstag nach der feier wurde uns das auschlafen jedoch nicht gegönnt: am morgen ging's gleich in die badi, wo wir den geburtstag von elmers papa mit grillieren feierten. so verbrachten wir vermehrt einen tag an der sonne, konnten den vergangenen stress vergessen und uns auf's schlafen konzentrieren.
montag und dienstag, das haus und die katze hütend in san josé, verliefen ruhig und ich verbrachte die meiste zeit mit lesen und mich bräunen im garten.schliesslich erwartete ich den mittwoch ungeduldig, da wir uns nach elmers arbeit endlich auf den weg richtung strand, nach santa teresa machten. unser freund dan, der uns vor kurzem noch im kalten new york unterkunft zur verfügung stellte, erwartete uns samt freundin an diesem ort in guanacaste. den donnerstag und freitag verbrachten wir dann zusammen in der sonne. wieder einmal mehr kam ich in den genuss der ruhe und wärme. das meer rauschte vor sich hin, die sonne prasselte mit voller kraft auf mich herunter und wärmte meine haut und seele.
das wochenende war dann jedoch alles andere als die ruhe selbst. am samstagmorgen begann der stress: um sieben mussten wir uns wieder auf den nach hause weg machen, da wir am nachmittag an einer heirat von freunden in san josé sein mussten. wir fuhren pünktlich ab und konnten unser glück nicht fassen, als wir um elf nur noch wenige kilometer von zu hause entfernt waren. doch wie es murphy wieder einmal mehr wollte, lief natürlich nicht alles nach plan, wie es hätte sein sollen. mitten auf dem weg liess ich ein auge auf die temperaturnadel im auto werfen (aus vergangener erfahrung, als wir mit überhitztem motor abgeschleppt werden mussten, habe ich doch was gelernt). wieder befand sich diese auf abnormaler höhe. dieses mal warteten wir jedoch nicht lange und stoppten so bald wir konnten am rande der strasse. glücklicherweise war das nötige wasser im motor vorhanden, so dass wir nur einige minuten warten mussten, damit sich das auto abkühlen konnte. mit halber stunde verspätung kamen wir um halb zwei in meinem zu hause an. dann ging's schlegelawegge: duschen, kleider bügeln, sich hübsch machen, etwas essen, um nicht beim ersten wein unter dem tisch zu liegen und weiter ging's ab in die kirche, wo wir fünf minuten vor der braut ankamen. es war also geschafft!und so erlebte ich meine erste heirat hier in costa rica. ich war echt gespannt, welche traditionen die ticos pflegen. der erste und ja eigentlich wichtigste teil, war die zeremonie in der kirche. ich war von der unpersönlichkeit dieser eher trockenen und emotionslosen zeremonie ziemlich erstaunt. vielleicht lag dieser eindruck auch an dem fakt, dass ich den pfarrer praktisch nicht verstehen konnte. doch später stellte sich heraus, dass dies nicht an meinen unzureichenden sprachkenntnissen lag, sondern am pfarrer selbst, der von den ticos nicht einmal verstanden wurde :-)
nach der kirche dann die hochzeitsfeier. für uns jungen anwesenden ehrlich gesagt der viel spannendere teil. die kurze zusammenfassung dieser feier: ununterbrochen fliessender likor. unglaublich die menge an alkohol, die an diesem abend konsumiert wurde. kurz nach ankunft im festsaal, wurde uns wein und ein kleiner apperetiv angeboten. darauf folgte champaner, schliesslich musste auf das neue paar angestossen werden. danach folg
te das abendessen, drei gänge, begleitet von rum, whisky, tequila oder was das herz auch immer begehrte. die gute laune verbreitete sich unter den leuten, bis die stimmung schliesslich beim eintreffen einer cimarrona das maximum erreichte. mit masken und karnevalmusik erhitzten sie den tanzsaal und jedermann befand sich auf den beinen. als dann noch eine minibar mitten im tanzsaal aufgestellt wurde, wo auschliesslich tequila-shots ausgeschenkt wurden, schien die situation zu eskalieren. manche wussten am schluss nicht mehr, ob sie nun neun oder zehn shots im blut hatten, das einzige was sie wussten war, dass sie sich nicht mehr so gut fühlten und alles doppelt sehen konnten. andere verfluchten sich und sahen den kommenden kater schon vor sich. zum glück konnte ich durch meinen abnormal grossen konsum an wasser diesen trotz einem glas wein und champaner, rum und einigen tequila-shots verhindern. am samstag nach der feier wurde uns das auschlafen jedoch nicht gegönnt: am morgen ging's gleich in die badi, wo wir den geburtstag von elmers papa mit grillieren feierten. so verbrachten wir vermehrt einen tag an der sonne, konnten den vergangenen stress vergessen und uns auf's schlafen konzentrieren.
16 January 2011
die schwindende zeit
sinnlos presse ich meine hände zusammen, in der hoffnung, dass mir die zeit nicht so schnell durch die finger rinnt. bekannt ist dieses phänomen, dem wir immer wieder ausgeliefert sind und trotz jeglicher massnahme ohnmächtig zusehen müssen, wie die tage in den ferien in windeseile an uns vorbei sausen.
von wärme umhüllt verbrachte ich so ziemlich jeden tag an der sonne und liess mich im garten bräunen. die vergangene eiskalte woche in new york gleicht einem schleier, skeptisch, ob diese überhaupt existierte oder nur ein hirngespinst von mir ist.
schnell konnte ich mich jedoch wieder an die hitze adaptieren, die hosen wurden kürzer, die pullover machten ärmellosen t-shirts den platz frei und die wärmende mütze wurde durch eine sonnenbrille ersetzt. von der atmosphäre motiviert, organsierte meine mitbewohnerin und ich gleich ein bbq in unserem zu hause, schürten trächtig das feuer und zelebrierten den fakt, dass wir wieder hier sind.
da ein freund elmers bald heiraten wird, verbrachten wir das wochenende getrennt an den junggesellenparties. ich mit den weibern, elmer mit den männern. das ziel war jedoch das gleiche: bechern, bis die braut, bzw. bräutigam, unter dem tisch liegt - bis um elf hat's die braut durchgehalten. der bräutigam jedoch musste um neun von seinem bruder nach hause getragen werden. wir feierten jedoch trotz deren ausenz weiter.
am samstag dann die traditionelle serenata. der bräutigam stellt sich samt einem gitaristen als musikalisch unterstützung vor das haus der braut und gibt seiner stimme klang. so lange, bis die braut erwacht, das fenster öffnet und ihn mit offenen armen in empfang nimmt.
was so romantisch klingt, wurde bei diesem brautpaar ein bisschen modernisiert. aus welchen gründen auch immer sang nicht der bräutigam, sondern ein bezahltes trio, das die braut besang. und wir, die freunde und familie des brautpaares, wurden für dieses spektakel eingeladen. nebst gesang gab's grilliertes und so konnte ich eine echt romantische tradition erleben und bedauerte, dass dies nicht auch in europa praktiziert wird :-)
die woche in sich war also entspannend. bis auf den montag und dienstag, wo sich unsere katze manchita nicht blicken liess. die schlimmsten gedanken gingen durch unsere köpfe und ich rechnete während dem rennen draussen stets damit, ein von blut getränktes fell am strassenrand entdecken zu müssen. merkwürdigerweise war das futter am dienstagmorgen verschwunden, sodass wir erleichtert feststellen konnten, dass sie noch lebte. am dienstag in der nacht kam sie dann zerstreut, jedoch quietschvergnügt und gesund zurück, so, als ob nichts passiert wäre. und wir konnten wieder eine ohne alpträume unterbrochene nacht verbringen.
und nun bleiben uns noch mikrige zwei wochen. beklagen werde ich mich nicht, schliesslich geht's nun definitiv an den strand!
von wärme umhüllt verbrachte ich so ziemlich jeden tag an der sonne und liess mich im garten bräunen. die vergangene eiskalte woche in new york gleicht einem schleier, skeptisch, ob diese überhaupt existierte oder nur ein hirngespinst von mir ist.
schnell konnte ich mich jedoch wieder an die hitze adaptieren, die hosen wurden kürzer, die pullover machten ärmellosen t-shirts den platz frei und die wärmende mütze wurde durch eine sonnenbrille ersetzt. von der atmosphäre motiviert, organsierte meine mitbewohnerin und ich gleich ein bbq in unserem zu hause, schürten trächtig das feuer und zelebrierten den fakt, dass wir wieder hier sind.
da ein freund elmers bald heiraten wird, verbrachten wir das wochenende getrennt an den junggesellenparties. ich mit den weibern, elmer mit den männern. das ziel war jedoch das gleiche: bechern, bis die braut, bzw. bräutigam, unter dem tisch liegt - bis um elf hat's die braut durchgehalten. der bräutigam jedoch musste um neun von seinem bruder nach hause getragen werden. wir feierten jedoch trotz deren ausenz weiter.am samstag dann die traditionelle serenata. der bräutigam stellt sich samt einem gitaristen als musikalisch unterstützung vor das haus der braut und gibt seiner stimme klang. so lange, bis die braut erwacht, das fenster öffnet und ihn mit offenen armen in empfang nimmt.
was so romantisch klingt, wurde bei diesem brautpaar ein bisschen modernisiert. aus welchen gründen auch immer sang nicht der bräutigam, sondern ein bezahltes trio, das die braut besang. und wir, die freunde und familie des brautpaares, wurden für dieses spektakel eingeladen. nebst gesang gab's grilliertes und so konnte ich eine echt romantische tradition erleben und bedauerte, dass dies nicht auch in europa praktiziert wird :-)
die woche in sich war also entspannend. bis auf den montag und dienstag, wo sich unsere katze manchita nicht blicken liess. die schlimmsten gedanken gingen durch unsere köpfe und ich rechnete während dem rennen draussen stets damit, ein von blut getränktes fell am strassenrand entdecken zu müssen. merkwürdigerweise war das futter am dienstagmorgen verschwunden, sodass wir erleichtert feststellen konnten, dass sie noch lebte. am dienstag in der nacht kam sie dann zerstreut, jedoch quietschvergnügt und gesund zurück, so, als ob nichts passiert wäre. und wir konnten wieder eine ohne alpträume unterbrochene nacht verbringen.
und nun bleiben uns noch mikrige zwei wochen. beklagen werde ich mich nicht, schliesslich geht's nun definitiv an den strand!
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