17 September 2008

día de la independencia y despedida numéro 3

dem jahre 1821 ist es zu verdanken, dass costa rica jährlich ihre unabhängigkeit, den dìa de la independencia, so ausgiebig feiern kann. schon die ganze woche durch wurden im parque central konzerte gegeben, stände aufgestellt und typisches essen serviert.
unglaublich auch, wie gnädig petrus war: die ganze woche hindurch war morgens strahlend blauer himmel mit viel hitze. geregnet hat es selten, teils gar nicht. einfach herrlich und wie für diese feier bestellt. dementsprechend war auch die stimmung in ganz heredia.


ich wollte natürlich nichts davon missen und habe mich erkundet, wann was statt findet. was schwieriger war als ich gedacht habe! denn ein programm existierte nicht. vom “hören sagen”
wusste ich schliesslich ungefähr wann was stattfinden wird.

nachdem wir am samstagabend nochmals in den ausgang gingen und ausgiebig getanzt wurde, bis mir der schweiss auf der stirn stand, gings am sonntag etwas ruhiger zu und her.
am nachmittag gings in den parque central. dort sollte, laut leute, um drei uhr die antorcha, die fackel mit dem feuer der unabhängigkeit, eintreffen. traditionell wird eine fackel in guatamala angezündet und bis nach cartago getragen, sprich leute rennen (wie an der olympiade) eine strecke und geben das feuer weiter.
auch in heredia ist das feuer eingetroffen, jedoch eine stunde später als gedacht.

an diesem tag hatte petrus leider eine weniger gute laune, als die antorcha eintraf fing es nämlich kräftig an zu regnen. und die fackel erlosch. :-) tja, natürlich wurde sie wieder angezündet (mit “feuer” aus heredia)...

nach diesem spektakel ging ich für das letzte, wirklich letzte mal in die schule. nebst diversen aktivitäten wurde viel gesungen und gegessen. gleichzeitig wurde die desfile de los faroles eingeleutet. auch dies eine tradition, ähnlich wie in der schweiz am ersten august. kinder halten laternen in ihren händen und laufen in der stadt umher. mit dem unterschied, dass hier die laternen meist selber gebastelt werden und diverse formen aufweisen, wie häuser, autos, burgen, etc. die stimmung, der regen verliess uns zum glück, war atemberaubend. als dann noch die hymne von costa rica gesungen wurde, lief es mir kalt den rücken herunter.
um neun uhr sollte dann noch ein juego de polvo, ein feuerwerk, stattfinden. damit ich bestimmt nicht zu spät war, traf ich mich mit eder um halb neun im park. als ich jedoch um 8 uhr 15 von draussen knälle hörte, liess ich alles stehen und liegen und rannte in den park. die letzten fünf minuten kriegte ich noch wenigstens was von den farbigen lichtern mit. eben, so läufts hier halt... :-)


am montag, ein freier tag für jedermann, wurde früh aufgestanden, denn eine parade der schulen hereidas war angesagt! und was für eine! in brütender hitze, über sechs stunden lang! und wir schauten zu, alles stehend, weil kein platz war um uns zu setzen. nachdem ich jedoch nach gut vier stunden anfing sterne vor meinen augen zu sehen, entschieden wir, dass es wohl besser sei, wenn wir mal was essen und trinken würden ;-)
aber ich sage
euch, ich bewunderte die kinder, die an dieser parade mitliefen. der schweiss lief ihnen nur so von der stirn und es war offensichtlich zu sehen, dass ihnen der schuh an allen stellen am fusse drückt (auch kein wunder mit diesen schuhen, siehe bild)...
der schönste moment für mich war, als mich meine schüler erblickten. die konzentration war nicht mehr dort, wo sie sein sollten und sie riefen laut meinen namen. war herzzerreissend, denn in diesem augenblick wurde mir bewusst, dass ich sie nicht mehr sehen werde...

tja, so ging auch dieses verlängerte wochenende zu ende. oder besser gesagt ging mein pura vida (bis auf weiteres) zu ende. nach vielen tränen und einer gut 17 stündigen reise bin ich wieder zu hause.
hallo zusammen ;-)

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