der anfänglich dreissig grad temperatursturz überwand ich erstaundlich gut, fühlte ich die kälte nicht so sehr, wie ich erwartet habe. liegt wahrscheinlich am wärmenden kamin im hause meiner eltern. oder vielleicht an der wärmenden kleidung, die ich letztes jahr noch in wermatswil hinterlassen konnte.
ungewöhnlich und gewohnungsbedürftig war jedoch, dass ich beim anziehen durchschnittlich zehn minuten länger brauchte als in costa rica. aber die rund fünf schichten, die ich jeden morgen anzog halfen mir schliesslich, die kälte zu überstehen. nur fluchte ich jeweils leise vor mich hin, als ich mit allen schichten im bus sass und zu schwitzen begann. ist noch schwierig hier, eine temperatur-regulierung hinzukriegen!
während den vergangenden tagen habe ich diverse leute getroffen, die mir wieder vor augen führten, was für geniale menschen hier in der schweiz leben und für mich da sind. auch wenn ich ein jahr von ihnen entfernt war, kehrten mir diese nicht den rücken zu, im gegenteil, kamen auf mich zu und wollten mich sehen.
um so schwerer fällt mir nun den abschied.
ich sah während diesen zwei wochen, dass auch die schweiz sehr viele vorteile aufweist, wenn man's mit costa rica vergleicht. so genoss ich, noch nachts um zwölf in den strassen herumzulaufen, ohne schiss zu haben, angesprungen und ausgeraubt zu werden. oder konnte ich in ein auto sitzen und musste nicht angst haben, von einem rücksichtslosen idioten in den hintern gefahren zu werden. oder genoss ich die stunden, die ich im wald verbrachte, den vögeln zuhören und dem knirschen des schnees unter meinen füssen lauschen konnte.
auch dies wird es mir nicht leichter machen, tschüss zu sagen.
und doch... mein kleines herz zieht mich auch wieder zurück nach costa rica.
über meine weiteren erlebnisse, erfolge und misserfolge, hochs und tiefs werdet ihr weiterhin hier im blog lesen können. dank euch lieben lesern!
auch möchte ich allen mir lieben menschen ein herzliches dankeschön sagen. danke, dass ihr in diesen zwei wochen für mich da wart. an meine eltern, die mich wie selbstverständlich zu sich nahmen und ich meinen dank gar nicht richtig ausdrücken kann. und das grösste danke ist für's konstante dasein und eure morale unterstützung unter dem jahr, auch wenn ich weit, weit weg bin von euch...
machts gut, wir hören uns!
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