15 November 2009

rüttelnde und feuerlodernde wände

schneller kanns wohl kaum mehr gehen. unspektakulärer wohl auch kaum. obwohl mir's so gefällt: vollbepackte tage mit viel arbeit (schlussexamen werden geschrieben) und mehr oder weniger motivierten schülern.
besonders in der zweiten klasse konnte ich am freitag mit einem riesigen grinsen das schulzimmer verlassen. wir sangen einen rap zusammen. ihnen hat das so viel spass gemacht, dass ich das ergebnis am liebsten mit video aufgenommen hätte. die einen kamen wir echt wie klein coolio vor.

am freitagnachmittag, nichtsahnend am tisch sitzend, rüttelte plötzlich der ganze boden samt wänden. ich wusste wieder nicht, was ich machen sollte. unentschlossen lief ich zur tür, wartete, doch wollte und wollte es mit dem schütteln nicht aufhören. ein erdbeben also, für mindestens fünf sekunden (so fühlte sich es zumindest an). glücklicherweise war das epizentrum tief in der erde, sodass es keine schaden anrichtete. trotzdem unangenehm, wenn alles rüttelt und man nicht weiss, wo man hingehen soll.

das wochenende war dann nach diesem schock wieder eine riesige energiezufuhr. erstmals gingen wir das tanzbein schwingen bis wieder pünktlich um zwei uhr morgens die musik abgestellt wurde. ich werde dies wohl nie verstehen können...
am samstag gings dann ins tirol von costa rica. ein ort in den "bergen" von heredia, wo wir schon vor zwei wochen waren. wieder einmal mehr fühlte ich mich wie in der schweiz: es war kalt, der himmel bewölkt und grau und der regen kullerte fast ununterbrochen nach unten. da das zimmer in dem wir übernachteten, jedoch ein cheminee hatte, störte dies überhaupt nicht. im gegenteil, ich konnte mich noch mehr wie in der schweiz fühlen (nachdem wir gut eine halbe stunde mühsam versuchten, ein feuer hin zu bekommen). nur die marshmellows, die wir im feuer schmolzen, sagten mir, dass ich doch nicht in wermatswil vor dem cheminee sitze.

leider wurde ich am sonntag wieder brüsk in die realität zurückgeholt, als wir von den bergen wieder ins stadtleben katapultiert wurden. aber egal, ich bin bereit für die nächste woche und schön entspannt. zudem sind es nur noch vier wochen! :-)

08 November 2009

limonengetränkte proteinbomben

die tage fliegen nur so dahin. ausgefüllt mit schule geben, examen korrigieren, schlafen und essen. diese vergangene woche war wieder intensiv. aber eine intensive, die mir gefällt.
was mir nicht gefallen hatte, war, dass sich meine angeschlagenheit von vorletzter woche in eine fast-grippe verwandelte. montag und dienstag ging's mir echt nicht gut, doch nach diversen tabletten und alka-c's kann ich jetzt sagen, dass ich wieder auf dem aufwärtssteigenden ast sitze und mich nur noch über eine verstopfte nase beklagen kann. me
in ziel, den winter ohne grippe zu überstehen, konnte ich also leider nicht erreichen. und das kurz vor dem ende des winters, es geht nämlich nicht mehr lange und der sommer wird wieder beginnen. doch bis dorthin werden uns noch einige durchnässte nachmittage begleiten.

spektakuläres stand dieses mal also nichts an. es lief erstaundlich ruhig, nur die zweitklässler hätte ich wieder am liebsten aus dem fenster geworfen. aber naja. ich hoffe mal, dass ich sie nächstes jahr nicht in der dritten wieder haben werde und dieser gedanke treibt mich voran. es sind schliesslich nur noch fünf wochen.

das wochenende war wieder super entspannend. am freitag ging ich an eine ausstellung eines malers, wo ich mich sofort in das eine bild verliebt habe. man kann sich denken warum... bei solchen farben kann ich einfach nicht widerstehen. doch der preis animierte mich dann dazu, doch nur ein foto zu machen, anstatt das bild mit nach hause zu nehmen ;-)
am samstag habe ich dann von elmer gelernt, wie man ceviche zubereitet. Ein gericht aus fisch, der in limone "gekocht" wird. was vielleicht nicht wirklich überzeugend tönt und auch nicht wirklich appetitlich aussieht - verurteilt nichts, was ihr vorher nicht probiert habt - kann ich euch garantieren, dass es super lecker ist! und das sage ich als frühere fisch-nein-danke-überzeugte.

meine batterien sind also wieder geladen für die folgende woche und mein körper mit protein vollgestopft für den nächsten monat. auf gehts!

01 November 2009

ein stück heimat

die woche verging wieder im affentempo. kaum stehe ich am montagmorgen auf, gehe ich am freitag in der nacht wieder ins bett. so fühlt es sich an. und dazwischen wird ein bisschen schule gemacht. obwohl, diese woche lief das "bisschen schule" nicht so wie sonst. ich war die ganze zeit schlapp und meine nerven waren ziemlich angekratzt, was die kinder (tut mir leid!) zu spüren bekamen. woran's lag, kann ich nur vermuten: zu viel nass (regen und fast keine sonne), zu wenig schlaf, zu viel sport und zu viel schule.
anstatt am freitag um zwölf nach hause zu gehen, blieben wir lehrer alle noch in der schule, da dieses mal wir deutschen (schlimm, zähle mich jetzt auch schon zu ihnen) die ticos kulinarisch verwöhnen durften. zudem präsentierten wir eine kleine karaoke-show mit liedern aus den 80ern, wo ich die nena mit den 99 luftballons zum besten geben durfte. den ticos hat's gefallen und waren ganz erstaunt, dass die deutschen einen solchen humor haben, über sich selber lachen können und mal nicht so seriös sind.

das wochenende war dann dafür eine einzig grosse energiespritze. ich konnte mich entspannen, geniessen und energie tanken, wie schon lange nicht mehr.
angefangen am freitagabend mit der nachricht, dass ich die spanisch-prüfung DELE bestanden habe. mir kamen fast die tränen, habe ich doch echt nicht gerechnet zu bestehen, nachdem mir einen teil so in die hose ging. und der ging mir wirklich in die hose! wäre es nur nach dem benotet worden, hätte ich nicht bestanden. aber da ich im mündlichen von 30 punkten 29 absackte (!), konnte ich das ganze kompensieren. klar könnt ihr mich jetzt fragen: "und was hast du jetzt davon?". einen mächtigen stolz auf mich selber und den beweis, dass ich spanisch sprechen kann. mir genügt das.

am samstag, nach einer langen geburtstagsfeier-nacht, schlief ich wieder einmal bis tief in den nachmittag hinein (verpennte sogar die feria!) und am abend wurde mein erfolg mit einem abendessen (verwundere mich nicht, wenn mir jetzt dann flossen wachsen) und kino gefeiert.
da die feria am samstag verpennt wurde, kaufte ich meinen gemüse- und früchtevorrat am sonntagmorgen an der feria de san rafael ein. ein bisschen kleiner das ganze, dafür unterhaltsamer, da gleichzeitig eine kleine chilbi statt fand. danach fuhren wir noch in die hügeln von heredia, einen "berg", der monte de la cruz heisst. von dort aus hat man die sicht auf das ganze tal von heredia und san josé. wir hatten glück mit dem wetter, selbst die sonne schien, sodass die sicht herrlich war. manchmal zweifelte
ich jedoch daran, in costa rica zu sein: es sah genau so wie in der schweiz aus. leider vergassen wir unsere kamera. einen grund mehr also, nochmals dort hin zu gehen.

das wochenende verging also viel zu schnell. obwohl ich in dem sinn nicht weg (=strand) war, habe ich wieder neue seiten von costa rica entdeckt und konnte mich erholen, sodass ich jetzt für die nächste woche gerüstet bin.

25 October 2009

wenn enttäuschung und freude hand in hand gehen

noch nie waren enttäuschung und freude so nah beieinander, wie bei mir in dieser vergangenen woche.
in gesprächen mit meinen liebsten in der schweiz konnte ich die enttäuschung raus hören. und verstehen. kaum teilte ich jedoch mein längerbleiben hier in costa rica mit, wurden freudesprünge und umarmungen ausgeteilt. und ich stand dazwischen. konnte mich weder so richtig freuen, noch so richtig trauern. eine schwierige situation, die mir nicht erlaubte, klar zu denken.
doch schlussendlich muss ich in mich selbst hinein schauen und dort befindet sich eine ruhe mit dem klaren zeichen, dass diese entscheidung die richtige war. ich freue mich total auf da
s nächste jahr und geniesse jetzt jeden einzelnen tag mit kindern, kollegen und schule mit so viel energie, wie schon lange nicht mehr.

die stunden in der woche rasen nur so an mir vorbei, was wohl daran liegt, weil es mir einfach momentan so was von spass macht. ich habe durch meine motivation wohl die kinder angesteckt, die mich mit ihrer motivation nun noch mehr motivieren. und so stapeln wir uns in die höhe ;-)
selbst der gesamtkonfent am donnerstag konnte meinen höhenflug nicht stoppen. wir waren sogar in rekordschnelle fertig, nach nur zwei stunden war das ganze grauen schon vorüber.

dann am freitag nach der schule wurden schnell nägel mit köpfen gemacht, die sachen gepackt und es ging mit elena, elmer und stefan richtig río celeste in den norden costa ricas.

es goss während der ganzen fahrt wie aus kübeln. wir verloren jedoch nicht die hoffnung und siehe da, je näher wir dem zielort kamen, desto schöner wurde es. zumindest hörte der regen auf, der himmel blieb jedoch grau in grau. dafür gab es auf der letzten steigung hoch zur cabina reichlich probleme. trotz 4x4 hatten wir mühe den hügel zu meistern und sahen uns schon rückwärts in den fluss kullern. doch es wurde geschafft und so kamen wir am freitag in der nacht um elf uhr schön müde und geschafft an.
am nächsten morgen gingen wir guten mutes mit einem guide in den nationalpark, den río celeste betrachten. im hinterkopf hatte ich die schönen bilder, vom wirklich himmelblauen wasser im fluss (bild links, soll-stand). doch eben, petrus meinte es nicht gut und kaum waren wir eine vierte stunde unterwegs, begann wieder der regen. und hörte nicht auf. wir waren bis auf die unterhosen pflotschnass, doch stapften wir tapfer weiter. enttäuschend war dann jedoch, als wir den fluss sahen, der anstatt das schöne himmelblau eine eher tümpel-braune farbe hatte (bild rechts, ist-stand)... die heisse quelle konnte dies jedoch wieder wett machen, wo wir uns ein bisschen aufwärmen, bzw. fast verbrennen konnten. weiter gings in die nassen kleider und schuhe und unter strömenden regen richtung cabinas zurück.
am sonntag dann das gleiche, so dass wir schon um elf uhr morgens den weg richtung san josé auf uns na
hmen. alles lief gut, bis plötzlich bemerkt wurde, dass der tank schon fast leer war... und der nächste ort mit tankstelle reichlich weit entfernt... wacker lief das auto jedoch weiter, bis es gut zehn kilometer vor erlösung ganz streikte. mit autostopp musste elmer und ich dann in die stadt fahren, benzin kaufen gehen und wieder per anhalter zurück, wo die zwei anderen wache standen. trotz diesem vorfall kamen wir pünktlich um fünf uhr in san josé an, um das auto unversehrt zurückgeben zu können.

ein wochenende, in dem wir also mehr wasser als sonst irgendwas zu sehen und spüren bekamen. doch konnte ich manches daraus lernen. in zukunft werde ich bestimmt öfters ein auge auf die tankanzeige werfen und meinen regenmantel mitnehmen, auch wenn mir die sonne am himmel entgegen lacht. man weiss nämlich nie...

18 October 2009

seilziehen mit meinem herzen

eine kurze woche geht wieder zu neige. ich bewegte mich in diesen tagen wie in einem traum und war, glaube ich, nie ganz bei der sache.

montags hatten wir dank columbus frei. día de la cultura war angesagt, angeblich hatte vor einigen jahren genau an diesem datum columbus amerika entdeckt. das wurde gefeiert mit nicht-arbeiten. sonst war aber nichts los und ich verbrachte den tag unspektakulär mit putzen und vorbereiten für die spezielle woche. dienstag gings dann wieder los und wie gesagt, war speziell, dass während vier tage vier leute aus mexiko in unserer schule herum liefen, uns im unterricht besuchten und die ganze schule unter die lupen nahmen.
mir war das so ziemlich egal, führte unterricht wie eh und je durch und hatte zusätzlich noch das glück, dass sie mich nicht sehen wollten :-)

meine beneblung hing jedoch nicht mit diesen leuten zusammen. sondern aufgrund dem fakt, dass ich die letzte gelegenheit hatte, um mich noch umzuentscheiden, um doch noch länger in costa rica zu bleiben. die frage "ein jahr länger costa rica oder die schweiz?" spukte mir pausenlos im kopf herum. stündlich wechselten meine gefühle, je nachdem mit wem ich redete, schwankte meine tendenz. die ganze zeit kam ich mir vor, als ob mein herz zwischen zwei seilen gespannt wäre, an welchen costa rica sowie die schweiz zieht. schlussendlich war mir klar, dass ich die entscheidung alleine nehmen und auf mich und niemanden sonst hören muss. nun ist die entscheidung gefallen, ich werde trotz all meinen negativen erfahrungen, meinen flüchen und schwuren, kein weiteres jahr mehr zu machen, nochmals ein jahr hier bleiben (wie logisch).
ich weiss, dass ich viele menschen mit dieser entscheidung enttäusche. doch ich habe mir alles gründlich überlegt. eine liste gemacht. mit allen mir lieben menschen gesprochen und rat geholt. bedingungen gestellt (und erhalten). zurückerinnert und "was ist wenn..."-situationen ausgedacht.
auch jetzt bin ich nicht sicher, ob ich mich richtig entschieden habe. doch im moment ist es für mich "das richtige" und ich bin optimistisch, freue mich sogar, weil ich weiss, dass sich nochmals vieles zum noch besseren wenden wird nächstes jahr: ich werde mit meiner kollegin eine wg gründen, in einem haus, das sich fünf minuten von der schule entfernt befindet. ich werde meine klasse beibehalten können und zwei neue klassen übernehmen, in denen ich den bisher erarbeiteten stoff wieder verwenden kann. ich werde einen park in der nähe haben und dort joggen gehen können. ich werde am morgen länger schlafen können. ich werde auf dem nach hause weg wegen dem verkehr keine nerven mehr verlieren. ich werde einen garten haben. ich werde mich spontan mit meinen kollegen treffen können. ich werde auch an einen gemüse- und früchtemarkt gehen können (wichtig! :-)). ich werde eine eigene hängematte kaufen und lernen, mehr zu hängen und zu geniessen.
ich habe viel vor. meine energie und ideen sprudeln nur so aus mir heraus. und doch... ich weiss, dass ich am boden bleiben muss, denn es wird bestimmt nicht alles nur toll und einfacher werden. aber ich bin gewappnet, meine haut ist schliesslich dicker.

11 October 2009

und wie recht hat janosch!

freitag um mitternacht ging die reise richtung panama endlich los. 18 stunden fahrt stand uns (elena, stefan und mir) bevor. alles lief super, bis auf den fakt, dass wir uns wie sardinen im tiefkühler vorkamen und bis wir morgens um halb sechs an der grenze zu panama standen. erst um sechs wurde das büro geöffnet. doch dank systemfehler (wieder einmal mehr ein hoch auf die technik) durften wir uns ganze fünf stunden die beine in den bauch stehen und warten, bis wir den stempel im pass hatten.
wenigstens gings dann ohne komplikationen weiter bis nach panama city, wo wir abends um sechs ankamen. voll gerädert von der reise feierten wir trotzdem mit weiteren zwei lehrerkollegen den fakt, dass wir endlich ferien haben.


wenn man in panama ist, steht der kanal miraflores auf der pflicht-liste. so gingen wir auch am samstag den kanal betrachten. schlussendlich unterschied sich dieser nicht wirklich von einem kanal am rhein. die schiffe waren zwar ein bisschen grösser, was auch beeindruckend war. grosse emotionen blieben jedoch aus, doch konnten wir einen haken hinter unsere to-see-liste machen.
da leider mit den schiffen auch der regen kam, flüchteten wir später in ein einkaufszentrum und shoppten ein bisschen. aber auch hier ein wenig enttäuschend, schliesslich unterschied sich eine mall in panama zu einer in costa rica kaum.

montag verbrachten wir dann morgens in der altstadt von panama. mich beeindruckten die gegensätze der stadt sehr: einerseits ruinen, teilweise nur fasaden von häusern und unweit davon ein schönes, renoviertes und gepflegtes haus. als wir dann noch in den modernen stadtteil panamas gingen, fühlte ich mich wieder wie in einer anderen welt. wie in einem klein-new-york. die hochhäuser würden in new york zwar nicht einmal die hälfte der höhe der gebäude von dort erreichen, doch nur schon mit dieser höhe fühlte ich mich ziemlich klein. abschluss unserer entdeckungs tour war der fischmarkt, wo wir ein herrliches ceviche verspeisten. ich werde hier echt noch zu einem fisch-fan.


am montagabend um acht ging dann schon unser bus richtung bocas del toro los. schon morgens um sechs befanden wir uns dann bei sonnenaufgang auf einem boot, das uns zur insel bastimento mitnahm. nach ein paar stunden schlaf-nachholen begaben wir uns mit grossen erwartungen auf den weg zu dem playa wizard. nach halbstündiger wanderung durch sumpf und moor standen wir schliesslich vor einem strand, den uns alles andere als überzeugte: abfall lag herum und das wasser hatte alle anderen farben, nur nicht das türkis, das wir von den postkarten her kannten und erwarteten. ziemlich enttäuscht machten wir uns eine stunde später schon wieder auf den rückweg und wären eigentlich am liebsten wieder nach costa rica zurückgekehrt.
am nachmittag trafen wir noch elmer, ein lehrerkollege von uns, mit dem wir dann am abend die hauptstadt unsicher machten.

am mittwochmorgen entschieden wir uns auf die hauptinsel, insel colon selber übernachten zu gehen. wie sich später herausstellte, war diese entscheidung auch die richtige. auch wenn keine strände direkt bei diesem dörfchen zu finden waren, war doch ein bisschen mehr leben vorhanden.
nach langem feilschen und verhandeln, konnten wir dann n
och am gleichen tag mit einem boot den atemberaubenden strand playa estrella besuchen, wo wir schliesslich das türkis farbene wasser endlich antreffen konnten.

leider hatten wir tags darauf kein glück, es regnete den ganzen tag. doch uns kam das gerade recht, da eine nacht zuvor ziemlich gefeiert wurde. so wurde ein gemütlicher kater-auskur-tag daraus, den wir mit lesen, spielen und reden verbrachten.

am freitag meinte es petrus wieder gut mit uns und wir konnten unsere vorgesehene tour durchführen. erster halt war für eine delfinbesichtigung. das gefühl ist unbeschreibbar, das ich hatte, als ich den ersten delfin in purer freiheit zu sehen bekam. es war unglaublich.
nachher gings weiter an den playa zapatilla. auch hier war der strand zu finden, den man sich im paradies vorstellt.


am samstag nahmen dann die traum-ferien ein ende. frühmorgens um acht gings richtung costa rica los. dieses mal mit viel weniger komplikationen, selbt der grenzübergang verlief wie butter. neun stunden später standen wir bereits in heredia. mit flipflops im regen... wie ein schlag ins gesicht wurde uns bewusst, dass nun der alltag wieder eingekehrt ist.

nun gehts mit viel energie in die endrunde. und ob ihr's mir glaubt oder nicht, ich freue mich auf die kinder in der nächsten woche! :-)

02 October 2009

wenn früchte wachsen und die haut dicker wird

eine intensive woche geht zu ende. ich bin total ferien-reif (was ich momentan ja sein darf), aber auch total glücklich!
es schaut danach aus, dass mein kleiner baum früchte zu tragen scheint.
nicht zusammenschisse, nein, sondern lobe wurden mir erteilt. eltern, die mir sagten, wie schade es sei, dass ich schon gehe. und plötzlich fühlte ich das selber auch... nicht umsonst sagen meine kollegen die ganze zeit, dass ich länger bleiben soll als nur ein jahr, denn das erste sei schliesslich das härteste.

die woche begann mit sitzungen bis in den abend hinein, zog sich weiter mit examen-korrigierende-"freie"-nachmittage, bis hin zum elternabend am mittwoch von vier bis acht uhr abends. es kamen viele eltern, doch konnte ich diese meistens sehr schnell "abfertigen".
zur grossen überraschung musste ich feststellen, dass meine haut einige millimeter dicker zu sein scheint als noch vor einem halben jahr. ich fühlte mich viel sicherer als beim letzten mal, nahm kein blatt vor den mund und sagte geradeaus, was die einzelnen kindern tun, oder eben nicht. schliesslich ist es nicht mein fehler, sondern der fehler des kindes (und der eltern), wenn sich dieses in meinem unterricht nicht benimmt! mit dieser einstellung fällt einem alles einfacher und die eltern sind plötzlich ruhig und haben keine argumente mehr zum kontern...

am donnerstag und freitag genoss ich die letzten stunden mit den kindern. um zwölf konnte ich es irgendwie nicht so richtig glauben, dass wir nun ferien haben. doch mit nach hinten lehnen und geniessen hatten die ersten stunden meiner ferien überhaupt nichts zu tun. wortwörtlich rannte ich dem busticket hinterher, im grössten schiff natürlich, damit ich auch diese nacht um elf mit meinen kollegen richtung panama fahren kann. ziel ist panama city (eine 18 stündige fahrt!) für zwei tage und dann gehts weiter zu bocas del toro, eine inselgruppe an der grenze zu costa rica, wo wir vier tage verbringen mit nichts-tun. scheinbar soll dieser ort den malediven gleichen... :-D

ich melde mich ab, trete in die fussstapfen von janosch und gehe auf die entdeckung des schönen panamas. bis bald!