02 February 2010

spuren im sand

kaum wieder hier, fliegt die zeit davon. kaum spuren im schnee hinterlassend, hinterlasse ich nun wieder spuren im sand. kaum vom einen zu hause abschied nehmend, hiess mich ein neues zu hause willkommen. kaum die letzten tage ferien geniessend, schon wieder den stress der schule fühlend.

die eine ferienwoche, die mir vor der sc
hule noch blieb, verbrachte ich ohne auch nur einmal zu atmen:
am dienstag, nachdem ich ankam, wurde mir wieder in den zähnen herumgefummelt, einen stärkeren draht reingedrückt, sodass ich den schmerz noch eine woche später spüren kann. später ging's gleich an die sonne, nicht an den strand, aber immerhin an einen ort mit wasser. am pool liegend konnte ich irgendwie noch nicht recht fassen, dass ich wieder in costa rica bin und noch vor tagen wie blöd am frieren war.

am mittwoch war umziehen angesagt! endlich, ab ins neue haus! doch ich konnte erst am späten nachmittag rein, so wurde nichts mit
dem grossen auspacken, da erstmals für die kommenden tage strand gepackt werden musste (wie anstrengend! ;-)).

am donnerstag hatte dann einer meiner schüler aplazado. das heisst, dass er bei mir durchgefallen war und deshalb eine nachprüfung schreiben musste. zum glück hat er bestanden, so konnte ich gleich um zwölf mit elmer an den strand fahren und musste nicht nochmals am freitag bereit stehen, da hätte der schüler nämlich noch sein glück in einem zweiten examen nützen können.
also gings wie gesagt gleich um zwölf richtung mal pais ab. am abend kamen wir an, stellten unser zelt auf und genossen unser ersten sonnenuntergang.
an diesem tag kam dann endlich auch meine seele nach costa rica zurück.
wir verbrachten drei super schöne, warme, entspannende, ruhige, sonnige und uns bräunende drei tage, bis wir am sonntagmorgen wieder schweren herzens tschüss sagten.

am sonntagabend, im neuen zu hause angekommen, wurde ich herzhaft von meiner mitbewohnerin, nicole, in empfang genommen. sie hat in der zwischenzeit, als ich noch am meer rumhängte, auch ihre dinge ins haus verladen. gleichzeitig waren noch zwei lehrerkollegen dabei und so wurde gleich das erste gemütliche abendessen im garten verzehrt.
der garten ist übrigens grösser, als ich ihn in erinnerung hatte! das wird ein vergnügen den zu bepflanzen! kanns nicht erwarten, wenn wir dann mal dazu zeit haben. denn vorerst heisst es mal, dass wir unser chaos im haus unter kontrolle bringen müssen!

24 January 2010

spuren im schnee

zwei kurze aber sehr intensive wochen in meiner heimat gehen zu ende.

der anfänglich dreissig grad temperatursturz überwand ich erstaundlich gut, fühlte ich die kälte nicht so sehr, wie ich erwartet habe. liegt wahrscheinlich am wärmenden kamin im hause meiner eltern. oder vielleicht an der wärmenden kleidung, die ich letztes jahr noch in wermatswil hinterlassen konnte.
ungewöhnlich und gewohnungsbedürftig war jedoch, dass ich beim anziehen durchschnittlich zehn minuten länger brauchte als in costa rica. aber die rund fünf schichten, die ich jeden morgen anzog halfen mir schliesslich, die kälte zu überstehen. nur fluchte ich jeweils leise vor mich hin, als ich mit allen schichten im bus sass und zu schwitzen begann. ist noch schwierig hier, eine temperatur-regulierung hinzukriegen!

während den vergangenden tagen habe ich diverse leute getroffen, die mir wieder vor augen führten, was für geniale menschen hier in der schweiz leben und für mich da sind. auch wenn ich ein jahr von ihnen entfernt war, kehrten mir diese nicht den rücken zu, im gegenteil, kamen auf mich zu und wollten mich sehen.
um so schwerer fällt mir nun den abschied.

ich sah während diesen zwei wochen, dass auch die schweiz sehr viele vorteile aufweist, wenn man's mit costa rica vergleicht. so genoss ich, noch nachts um zwölf in den strassen herumzulaufen, ohne schiss zu haben, angesprungen und ausgeraubt zu werden. oder konnte ich in ein auto sitzen und musste nicht angst haben, von einem rücksichtslosen idioten in den hintern gefahren zu werden. oder genoss ich die stunden, die ich im wald verbrachte, den vögeln zuhören und dem knirschen des schnees unter meinen füssen lauschen konnte.
auch dies wird es mir nicht leichter machen, tschüss zu sagen.

und doch... mein kleines herz zieht mich auch wieder zurück nach costa rica.

über meine weiteren erlebnisse, erfolge und misserfolge, hochs und tiefs werdet ihr weiterhin hier im blog lesen können. dank euch lieben lesern!
auch möchte ich allen mir lieben menschen ein herzliches dankeschön sagen. danke, dass ihr in diesen zwei wochen für mich da wart. an meine eltern, die mich wie selbstverständlich zu sich nahmen und ich meinen dank gar nicht richtig ausdrücken kann. und das grösste danke ist für's konstante dasein und eure morale unterstützung unter dem jahr, auch wenn ich weit, weit weg bin von euch...
machts gut, wir hören uns!

03 January 2010

temperaturschock ahoi

mein erstes jahr in costa rica neigt sich dem ende zu. das bedeutet, dass wir uns bald sehen werden, da ich für zwei wochen zu euch in die kalte schweiz zurück kehre!

deshalb rufe ich zu folgendem auf: sonntag, 10. januar, 20:00 im red ocre uster. ich bin dort warte auf euch. ich hoffe, dass eure terminkalender nicht zu voll sind und ihr es so "kurzfristig" hinbringt, kurz vorbeizuschauen. meine neugier, wer meinen blog liest, würde somit auch gleich beruhigt werden. und wenn ich den ganzen abend alleine sitzen bleibe, weiss ich, dass ich im 2010 bestimmt keinen blog mehr schreiben werde. ;-)

hasta pronto! ich hoffe, wir sehen uns!

rutschen im sand

kaum vom playa rajada zurück, ging es nach vier tagen schon wieder an den strand. wie hab ich das nur verdient?!


aber vorher wurde noch gemütlich mit einer schweizer kollegin weihnachten (bei 30 grad) und mein geburtstag gefeiert. da elmer eine woche vor mir seinen dreissigsten gebu
rtstag hatte, feierten wir am 26. dezember unser gemeinsames älter werden an einer party.
mein wunsch war eine piñata, was hier an kindergeburtstagen nicht wegzudenken wäre. ein behälter, der mit einer kordel an der decke befestigt wird. mir wurden die augen verbunden und ich musste wie eine wilde auf dieses ding einschlagen. als belohnung kamen etliche bonbons zum vorschein, die mein herz höher schlagen liessen. leider war ich viel zu langsam mit dem einsammeln. das muss noch geübt werden...


am 28. dezember ging's dann los, wieder richtung strand, meer, sonne, sand,... unser ziel war, innerhalb von unseren fünf tagen strand-ferien, möglichst viele strände in guanacaste kennenzulernen.
am ersten tag, erst um zwei uhr waren wir am wasser, besuchten wir den pl
aya conchal, den ich ja schon von den ferien im juli mit chrigi unsicher gemacht habe. nach wie vor verzückte mich der strand, war aber enttäuscht, da er mit touristen vollgestopft war. kein wunder, schliesslich ist jetzt die höchste hoch-saison.
die erinnerungen an
die zeit im juli waren an diesem tag ständig präsent und ich entdeckte immer wieder ecken, die mich an chrigi erinnerten.
am abend in huacas angekommen, bezogen wir unsere unterkunft. da wir keine küche zur verfügung hatten, nahmen wir einen grill mit. und was isst man wohl am meer? genau, fisch natürlich! wieder in ganz und haltet euch fest: dieses mal köpfte ich das vieh. ich habe also meine herausforderung für's 2009 noch geschafft. und so schlimm war's nicht. und gut war er! es läuft mir nur schon beim daran denken das wasser im mund zusammen.
was mir nun noch fehlt ist, den fisch selber zu fangen und ihn auszunehmen. ein neues ziel für's 2010?!

am dienstag, meinem geburi, gingen wir am playa ocotal eine kollegin von elmer besuchen, die dort in einem fitnessstudio arbeitet. der sand war dieses mal pechschwarz, die wellen leider auch nicht gerade der hammer. zusätzlich sammelten sich während dem tag immer mehr wolken am himmel zusammen, was sich schliesslich bei einem deftigen regenguss entschärfte. die sonne war danach zu schwach, um an diesem tag nochmals zum vorschein zu kommen...
was solls, wir feierten trotzdem und gingen am abend, dieses mal jedoch in einem restaurant, ganzer fisch essen. war lecker, aber bei weitem nicht so lecker wie wir ihn hinbekommen haben ;-)

den mittwoch verbrachten wir den ganzen tag am playa grande. so grande war dieser jedoch nicht, der wind blies uns wie blöd um die ohren. ich kam mir wie eine wurst auf dem grill vor, da kein einziger baum vorhanden war und wir uns den ganzen tag in der prallen sonne aufhielten. erstaundlicherweise fingen wir keinen sonnenbrand ein, sondern bräunten uns auf gesunde art und weise noch dunkler.
am abend wieder in huacas, natürlich wieder... jaaa, fisch!


den donnerstag sonnten wir uns am strand namens bahía del pirata. ich bin echt begeistert von diesem strand: fast keine menschenseele, ruhig, schöner sand, einigermassen ruhiges meer... eigentlich planten wir, nur den morgen dort zu verbringen, doch uns gefiel es dermassen, dass wir gleich bis abends in dieser bucht blieben.
am abend gingen wir dann richtung playa avellana, wo wir die neue unterkunft hatten. diesesmal ein ganzes apartment mit allem drum und dran. der grill wurde also nicht mehr benötigt und dieses mal gab's zur abwechslung auch mal was anderes als f
isch.
kurz vor mitternacht gingen wir an den strand und machten es uns mit kerze und marshmellows gemütlich. pünktlich um 12 uhr liessen wir unser feuerwerk los. für elmer war es das erste mal, so ging's auch ziemlich in die hosen, da er die raketen zu tief in den sand steckte, sodass diese nicht in den himmel schossen, sondern am boden explodierten. wir rannten wie die wilden und machten nachher vor lachen fast in die hosen. gelernt haben wir definitiv was dabei!

den ersten tag im neuen jahr verbrachten wir am playa avellana. auch dieser, nebst dem fakt, dass sehr viele leute präsent waren, war wieder richtig schön.
der sonnenuntergang war wie im bilderbuch und schloss unsere ferien dann noch schön ab.

am 2. januar packten wir wieder unsere sieben sachen ein und machten uns auf den nachhauseweg. leider, so schnell gehts vorbei.
aber mein kopf ist voll mit schönen erinnerungen. fünf tage mit fünf verschiedenen stränden, vier ganzen fischen im magen, drei wassermelonen und zwei ananas dazu... wie gesund wir doch lebten (die drei packungen kekse muss ich ja nicht erwähnen). jede menge sonne, gelesene seiten, ruhe, etliche stunden mit reden, lachen und geniessen. wenn das jahr so weiter geht wie es nun angefangen hat, werde ich ein noch schöneres jahr haben als das 2009! auf gehts!

24 December 2009

weihnachten mal anders

ich bin mit meinen gedanken schon so in die ferien vertieft, dass ich schon fast vergass, dass ich letzte woche doch noch tatsächlich schule hatte und mein jahr an der schule humboldt noch erfolgreich beenden konnte. ich habe also ein ganzes jahr in der schule humboldt in costa rica "hinter mich gebracht". nach diversen kopfschütteln, ich-kanns-nicht-glauben und schulterklopfen, waren am mittwochmittag nach dem letzten konvent endlich, endlich ferien angesagt. eingeklungen mit einem netten abend samt kino und ceviche-essen.
doch wie's den lehrern halt so geht, ich hütete am draufkommenden tag das bett mit fieber, halsschmerzen, husten und kopfschmerzen... so wusste also auch mein körper, dass ferien waren und er krank werden darf.

doch ich liess nicht locker, pflegte und hegte mich und war am freitag auch schon wieder auf den beinen.
nach einem openair am abend und abschieds-party, ging's am samstag endlich, endlich los richtung norden von costa rica. dieses mal wirklich in den norden costa ricas. bis fast an die grenze von nicaragua, an einen unbekannten strand namens playa rojada.

wir, elmer und ich machten uns auf den rund sechs-stündigen weg in diese richtung, wo wir unsere kollegen am zelten auffindig machten und uns auch mit unserem zelt nieder liessen.
menschenleere, sonnenschein, wolkenloser himmel, glänzendes meer, sternenüberströmter himmel in den nächten, stille, naturgeräusche, rauschen des meeres, all dies und noch vieles mehr konnten wir während sechs tagen in vollen zügen geniessen. es wurde gelesen, viel geschlafen (unter dem sternenhimmel), auf feuer gekocht, gegrillt, getrunken, gespasst, geschwommen, gesonnt, geträumt, gefischt, getaucht, gestarrt, geredet...
es war ein frieden, den ich nicht in worten fassen kann. genau das richtige nach einem solchen jahr. ich fühlte mich schon nach wenigen stunden einfach frei und sorgenlos.
ein höhepunkt des aufenhaltes war das grillieren eines ganzen fisches, den ich dann essen durfte. hätte mir das mal jemand in der schweiz gesagt, dass ich dies machen werde, hätte ich nur laut gelacht. aber so ist es. glücklicherwei
se konnten wir diesen ausgenommen einkaufen. schwanz und kopf hackte dann auch elmer für mich ab, das hätte ich nicht hin gekriegt. aber essen, das war dann meine aufgabe. und ich muss sagen: das letzte mal wird's nicht gewesen sein!

am donnerstag, dem 24. dezember, wurde ich von meiner kollegin mit den worten "fröhliche weihnachten" am morgen empfangen. nach einigen sekunden wurde mir's dann auch bewusst, stimmt, es ist weihnachten! weihnachten am strand, bei 30 grad, mit sand eingedeckt und bis zum himmel stinkend von rauch und schweiss!
mir gefällts!

und euch wünsche ich noch ganz schöne festtage und einen guten rutsch ins 2010. bei mir gehts in wenigen tagen schon wieder richtung strand...
machts gut und bis im nächsten jahr!

13 December 2009

achterbahn der gefühle

von "ach wie schön, bald ist weihnachten"-gefühle bis zu "zur hölle mit humboldt"-gedanken habe ich diese vergangene woche alles durchgemacht.

da dies die letzte woche vor den ersehnten ferien war, fanden fast jeden tag spezielle anlässe statt.
am montag war jedoch noch normal schule angesagt, alles war also noch in butter. dann, am dienstagmorgen, ein szenario wie in einem horrorfilm. nur wurden keine köpfe abgeschl
agen, sondern das recht, ein jahr länger in humboldt arbeiten zu dürfen, ersäuft. gratis dazu wurde einem das herz aus der brust gezerrt, trächtig darauf getreten, bis es ganz flach war und am schluss rücksichtslos liegen gelassen. tut mir leid für die detaillierte schilderung, aber die art und weise, wie hier menschen behandelt werden kommt diesem wirklich sehr nah.
drei lehrerkollegen mussten so die schule verlassen. die eine nach ganzen 24 treuen dienstjah
ren. ich, wie alle anderen, können es nicht fassen. und wenn ich frage, warum dies so grausam gehandhabt wird hier, ist die antwort "das war schon immer so". ich komme mir vor wie ein kleines würmchen, ohnmächtig und ohne verteidigung. da kam mir echt die galle fast hoch.

am mittwoch war dann das ganze "vergessen" (pura vida!).
wir konnten mit den kindern an diesem tag div
erse theater, tänze und sonstige musikalische vorstellungen geniessen.
am donnerstag war dann der höhepunkt mit einem ausflug, dem paseo. wir, das heisst die lehrer der 4. klasse und die kinder, gingen in einen park, wo sich die kleinen am morgen austoben kon
nten.

freitag dann noch der abschluss mit auszeichnungen und den zeugnissen verteilen. ich durfte mich auch von den zweitklässlern verabschieden und tschüss sagen, denn ich habe sie
das nächste jahr nicht mehr!!! ich freue mich total. zwar habe ich nicht meine traum-konstellation im nächsten jahr, aber immerhin kann ich ein paar klassen wieder geben, die ich dieses jahr so intensiv vorbereitet habe. ich werde wieder eine zweite, eine dritte, eine vierte und neu meine fünfte unterrichten. nur in mathe und deutsch, ich werde hier noch zu einer fachidiotin ;-)

der abschied war super. kinder kamen zu mir, umarmten mich, einige sagten noch, dass sie mich vermissen werden (ganze zwei monate werden wir uns nicht sehen!) und andere drückten mir ein geschenk in die hände. echt süss. und doch, ich war froh, als die schule um zwölf uhr fertig war. ich habs tatsächlich geschafft! das unmögliche möglich gemacht. hätte mir jemand vor einem jahr gesagt, dass ich mal sein werde, wo ich jetzt bin, hätte ich ihm nicht geglaubt. ich weiss, eigenlob stinkt, aber ist mir egal, wenn ich bis zum himmel stinke, ich hab's verdient!

das wochenende war dementsprechend entspannend. keine gedanken wie "ui, was muss ich noch alles vorbereiten?!". einfach eine ruhe in mir, es ist so schön.

am freitagabend suchten wir nach einem wohltuenden ceviche in heredia weihnachtsstimmung und fuhren an einen ort, der für eine strasse bekannt ist während dem dezember, da alles schön weihnachtlich geschmückt ist. ich kam mir fast wie in amerika vor: kitschige lichter und figuren, die aussen am hauseingang hingen, die palme und sträucher schmückten und der fakt, dass kein schnee vorhanden ist, vergessen lassen. alles blinkte und glitzerte.
es war so kitschig, dass es mir schlussendlich wieder gefiel.

am samstag ging ich mit elmer zum festival de la luz. das ist ein umzug in san josé, der einem umzug in einem disney-world gleicht: wagen mit lichtern und figuren aus sagen und märchen fahren an tausenden von menschen vorbei. schon morgens um sechs wird für diesen anlass der stuhl an den gewünschten ort gestellt und bis um sechs uhr abends gewartet. wir waren natürlich nicht so verbissen und gingen erst um fünf hin. es war echt schön. dazu orchester, die spielten und cheerleaders die ihre show zum besten gaben.
nach dem festival ging es gleich weiter zu der abschlussparty unserer zwei lehrerkollegen, die bald wieder zurück nach deutschland fliegen werden.

am sonntag war dann lang schlafen angesagt. verdient lang schlafen. ohne-schlechtes-gewissen-lang-schlafen. ach, wie schön sind doch ferien ;-) am nachmittag gings auf wohnungs-haus-suche in pavas. entweder zu teuer, keinen garten oder sonst was, das nicht so war, wie wir es uns vorstellen. aber immer noch positiv. irgendwas wird uns zufliegen, ich spür's.

so ging ein ruhiges und wieder sehr entspannendes wochenende zu ende. morgen bis mittwoch gehts zwar wieder in die schule, aber wie gesagt, die kinder werden nicht bei uns sein, wir haben unsere ruhe und dürfen selber die schulbank drücken. und dann. ja dann ist endlich, endlich, endlich schluss!!!

06 December 2009

wild durcheinander

alles hat ein ende. zum glück! ist auch nötig momentan. weder kinder noch ich wollen so richtig funktionieren. aber noch sind wir ja nicht so weit. aber fast... noch eine woche ist durchzuhalten, bis die kinder in die wüste geschickt werden. dann gibt es für uns lehrer noch drei tage extra-schule, wo wir die schulbank drücken dürfen und listo! überstanden! fertig! ein jahr durch! das unmögliche möglich gemacht!

die vergangene woche war ein bisschen mühsam: eltern, die noch auf den letzten drücker was von mir wollen und das gefühl haben, in den letzten sekunden noch einen einfluss auf die note zu haben, sitzungen, anlässe, die mich bis um neun in der nacht in der schule aufhalten liessen und examen schreiben (obwohl ich ja gehofft habe, dass es durch ist).
aber es gab natürlich auch schöne momente: all die deutsch-stunden, in denen die kleinen das erste mal ein buch lesen durften/mussten. und zwar lese ich mit ihnen "oh wie schön ist panama". sie sind vom tiger und dem bären total begeistert und freuen sich, dass sie deutsch lesen können und sogar auch was davon verstehen! und auch wenn die geschichte erst-klass-niveau hat, haben die viertklässler eine liebevolle zuneigung zum tigerentchen entwickelt. :-)

am donnerstagabend war ball des sports angesagt. ein anlass, wo die sportlichsten kinder der schule ausgezeichnet wurden. auch hier wieder schön, "meine" kinder auf der bühne zu sehen. auch wenn sie schlussendlich nicht gewonnen haben, waren sie doch zumindest nominiert.
vor diesem anlass jedoch, ging die kollegin und ich auf heimat-suche. leider wird es mit dem haus, das wir als wg gerne gehabt hätten, nicht klappen. der besitzer muss es aus finanziellen gründen verkaufen und so wissen wir nicht, ob dann der neue besitzer ebenfalls vermieten möchte, oder nicht. deshalb sind wir jetzt auf haus-suche. es war richtig lustig: wir liefen einfach los, haben die nummern auf den "zu vermieten"schildern notiert, angerufen und besichtigt. bis jetzt war noch nichts dabei. entweder zu teuer oder keinen garten, was für uns das wichtigste ist. das gute ist, dass wir ja zeit haben zu suchen und mit der hilfe einer marklerin, wird das bestimmt klappen. ich bin auf alle fälle gespannt, was wir kriegen werden!

am freitag war dann noch notenkonverenz. eine kurze und schmerzlose sache. zumindest für mich. schlussendlich müssen zwei kinder von mir in deutsch eine nachprüfung schreiben und eines in mathematik. bestehen sie dieses examen nicht, haben sie im januar noch die aller letzte chance, im allerletzten examen. wenn sie dieses nicht bestehen, gehts in eine ehrenrunde und die vierte muss wiederholt werden. bei einem kind in meiner klasse, vier fächer hat es nicht bestanden, steht schon fest, dass die fünfte klasse noch ein jahr auf sich warten muss. diese erfreuliche nachricht durfte ich dann auch am freitagabend den eltern überreichen. tolle neuigkeiten vor einem wochenende!

dann kam das wochenende, an dem ich wieder an eine geburi-party eingeladen war. dieses mal war es eine geburtstags-cocktail-party. wir waren gut 30 leute. immer zu zweit wurde ein cocktail mitgebracht und diese zum degustieren verteilt. sprich 15 verschiedene cocktails, die ich an diesem abend probiert habe. von cocktails mit bacardi, über rum, nach anis-likör, bis vodka und baileys... ihr könnt euch ja vorstellen, wie ich mich danach gefühlt habe. und so hat mein ganzer sonntag dann auch ausgesehen: schlafen, ausruhen, nichts-tun.

und jetzt... noch fünf tägli. ich kanns immer noch nicht fassen :-)