24 December 2009

weihnachten mal anders

ich bin mit meinen gedanken schon so in die ferien vertieft, dass ich schon fast vergass, dass ich letzte woche doch noch tatsächlich schule hatte und mein jahr an der schule humboldt noch erfolgreich beenden konnte. ich habe also ein ganzes jahr in der schule humboldt in costa rica "hinter mich gebracht". nach diversen kopfschütteln, ich-kanns-nicht-glauben und schulterklopfen, waren am mittwochmittag nach dem letzten konvent endlich, endlich ferien angesagt. eingeklungen mit einem netten abend samt kino und ceviche-essen.
doch wie's den lehrern halt so geht, ich hütete am draufkommenden tag das bett mit fieber, halsschmerzen, husten und kopfschmerzen... so wusste also auch mein körper, dass ferien waren und er krank werden darf.

doch ich liess nicht locker, pflegte und hegte mich und war am freitag auch schon wieder auf den beinen.
nach einem openair am abend und abschieds-party, ging's am samstag endlich, endlich los richtung norden von costa rica. dieses mal wirklich in den norden costa ricas. bis fast an die grenze von nicaragua, an einen unbekannten strand namens playa rojada.

wir, elmer und ich machten uns auf den rund sechs-stündigen weg in diese richtung, wo wir unsere kollegen am zelten auffindig machten und uns auch mit unserem zelt nieder liessen.
menschenleere, sonnenschein, wolkenloser himmel, glänzendes meer, sternenüberströmter himmel in den nächten, stille, naturgeräusche, rauschen des meeres, all dies und noch vieles mehr konnten wir während sechs tagen in vollen zügen geniessen. es wurde gelesen, viel geschlafen (unter dem sternenhimmel), auf feuer gekocht, gegrillt, getrunken, gespasst, geschwommen, gesonnt, geträumt, gefischt, getaucht, gestarrt, geredet...
es war ein frieden, den ich nicht in worten fassen kann. genau das richtige nach einem solchen jahr. ich fühlte mich schon nach wenigen stunden einfach frei und sorgenlos.
ein höhepunkt des aufenhaltes war das grillieren eines ganzen fisches, den ich dann essen durfte. hätte mir das mal jemand in der schweiz gesagt, dass ich dies machen werde, hätte ich nur laut gelacht. aber so ist es. glücklicherwei
se konnten wir diesen ausgenommen einkaufen. schwanz und kopf hackte dann auch elmer für mich ab, das hätte ich nicht hin gekriegt. aber essen, das war dann meine aufgabe. und ich muss sagen: das letzte mal wird's nicht gewesen sein!

am donnerstag, dem 24. dezember, wurde ich von meiner kollegin mit den worten "fröhliche weihnachten" am morgen empfangen. nach einigen sekunden wurde mir's dann auch bewusst, stimmt, es ist weihnachten! weihnachten am strand, bei 30 grad, mit sand eingedeckt und bis zum himmel stinkend von rauch und schweiss!
mir gefällts!

und euch wünsche ich noch ganz schöne festtage und einen guten rutsch ins 2010. bei mir gehts in wenigen tagen schon wieder richtung strand...
machts gut und bis im nächsten jahr!

13 December 2009

achterbahn der gefühle

von "ach wie schön, bald ist weihnachten"-gefühle bis zu "zur hölle mit humboldt"-gedanken habe ich diese vergangene woche alles durchgemacht.

da dies die letzte woche vor den ersehnten ferien war, fanden fast jeden tag spezielle anlässe statt.
am montag war jedoch noch normal schule angesagt, alles war also noch in butter. dann, am dienstagmorgen, ein szenario wie in einem horrorfilm. nur wurden keine köpfe abgeschl
agen, sondern das recht, ein jahr länger in humboldt arbeiten zu dürfen, ersäuft. gratis dazu wurde einem das herz aus der brust gezerrt, trächtig darauf getreten, bis es ganz flach war und am schluss rücksichtslos liegen gelassen. tut mir leid für die detaillierte schilderung, aber die art und weise, wie hier menschen behandelt werden kommt diesem wirklich sehr nah.
drei lehrerkollegen mussten so die schule verlassen. die eine nach ganzen 24 treuen dienstjah
ren. ich, wie alle anderen, können es nicht fassen. und wenn ich frage, warum dies so grausam gehandhabt wird hier, ist die antwort "das war schon immer so". ich komme mir vor wie ein kleines würmchen, ohnmächtig und ohne verteidigung. da kam mir echt die galle fast hoch.

am mittwoch war dann das ganze "vergessen" (pura vida!).
wir konnten mit den kindern an diesem tag div
erse theater, tänze und sonstige musikalische vorstellungen geniessen.
am donnerstag war dann der höhepunkt mit einem ausflug, dem paseo. wir, das heisst die lehrer der 4. klasse und die kinder, gingen in einen park, wo sich die kleinen am morgen austoben kon
nten.

freitag dann noch der abschluss mit auszeichnungen und den zeugnissen verteilen. ich durfte mich auch von den zweitklässlern verabschieden und tschüss sagen, denn ich habe sie
das nächste jahr nicht mehr!!! ich freue mich total. zwar habe ich nicht meine traum-konstellation im nächsten jahr, aber immerhin kann ich ein paar klassen wieder geben, die ich dieses jahr so intensiv vorbereitet habe. ich werde wieder eine zweite, eine dritte, eine vierte und neu meine fünfte unterrichten. nur in mathe und deutsch, ich werde hier noch zu einer fachidiotin ;-)

der abschied war super. kinder kamen zu mir, umarmten mich, einige sagten noch, dass sie mich vermissen werden (ganze zwei monate werden wir uns nicht sehen!) und andere drückten mir ein geschenk in die hände. echt süss. und doch, ich war froh, als die schule um zwölf uhr fertig war. ich habs tatsächlich geschafft! das unmögliche möglich gemacht. hätte mir jemand vor einem jahr gesagt, dass ich mal sein werde, wo ich jetzt bin, hätte ich ihm nicht geglaubt. ich weiss, eigenlob stinkt, aber ist mir egal, wenn ich bis zum himmel stinke, ich hab's verdient!

das wochenende war dementsprechend entspannend. keine gedanken wie "ui, was muss ich noch alles vorbereiten?!". einfach eine ruhe in mir, es ist so schön.

am freitagabend suchten wir nach einem wohltuenden ceviche in heredia weihnachtsstimmung und fuhren an einen ort, der für eine strasse bekannt ist während dem dezember, da alles schön weihnachtlich geschmückt ist. ich kam mir fast wie in amerika vor: kitschige lichter und figuren, die aussen am hauseingang hingen, die palme und sträucher schmückten und der fakt, dass kein schnee vorhanden ist, vergessen lassen. alles blinkte und glitzerte.
es war so kitschig, dass es mir schlussendlich wieder gefiel.

am samstag ging ich mit elmer zum festival de la luz. das ist ein umzug in san josé, der einem umzug in einem disney-world gleicht: wagen mit lichtern und figuren aus sagen und märchen fahren an tausenden von menschen vorbei. schon morgens um sechs wird für diesen anlass der stuhl an den gewünschten ort gestellt und bis um sechs uhr abends gewartet. wir waren natürlich nicht so verbissen und gingen erst um fünf hin. es war echt schön. dazu orchester, die spielten und cheerleaders die ihre show zum besten gaben.
nach dem festival ging es gleich weiter zu der abschlussparty unserer zwei lehrerkollegen, die bald wieder zurück nach deutschland fliegen werden.

am sonntag war dann lang schlafen angesagt. verdient lang schlafen. ohne-schlechtes-gewissen-lang-schlafen. ach, wie schön sind doch ferien ;-) am nachmittag gings auf wohnungs-haus-suche in pavas. entweder zu teuer, keinen garten oder sonst was, das nicht so war, wie wir es uns vorstellen. aber immer noch positiv. irgendwas wird uns zufliegen, ich spür's.

so ging ein ruhiges und wieder sehr entspannendes wochenende zu ende. morgen bis mittwoch gehts zwar wieder in die schule, aber wie gesagt, die kinder werden nicht bei uns sein, wir haben unsere ruhe und dürfen selber die schulbank drücken. und dann. ja dann ist endlich, endlich, endlich schluss!!!

06 December 2009

wild durcheinander

alles hat ein ende. zum glück! ist auch nötig momentan. weder kinder noch ich wollen so richtig funktionieren. aber noch sind wir ja nicht so weit. aber fast... noch eine woche ist durchzuhalten, bis die kinder in die wüste geschickt werden. dann gibt es für uns lehrer noch drei tage extra-schule, wo wir die schulbank drücken dürfen und listo! überstanden! fertig! ein jahr durch! das unmögliche möglich gemacht!

die vergangene woche war ein bisschen mühsam: eltern, die noch auf den letzten drücker was von mir wollen und das gefühl haben, in den letzten sekunden noch einen einfluss auf die note zu haben, sitzungen, anlässe, die mich bis um neun in der nacht in der schule aufhalten liessen und examen schreiben (obwohl ich ja gehofft habe, dass es durch ist).
aber es gab natürlich auch schöne momente: all die deutsch-stunden, in denen die kleinen das erste mal ein buch lesen durften/mussten. und zwar lese ich mit ihnen "oh wie schön ist panama". sie sind vom tiger und dem bären total begeistert und freuen sich, dass sie deutsch lesen können und sogar auch was davon verstehen! und auch wenn die geschichte erst-klass-niveau hat, haben die viertklässler eine liebevolle zuneigung zum tigerentchen entwickelt. :-)

am donnerstagabend war ball des sports angesagt. ein anlass, wo die sportlichsten kinder der schule ausgezeichnet wurden. auch hier wieder schön, "meine" kinder auf der bühne zu sehen. auch wenn sie schlussendlich nicht gewonnen haben, waren sie doch zumindest nominiert.
vor diesem anlass jedoch, ging die kollegin und ich auf heimat-suche. leider wird es mit dem haus, das wir als wg gerne gehabt hätten, nicht klappen. der besitzer muss es aus finanziellen gründen verkaufen und so wissen wir nicht, ob dann der neue besitzer ebenfalls vermieten möchte, oder nicht. deshalb sind wir jetzt auf haus-suche. es war richtig lustig: wir liefen einfach los, haben die nummern auf den "zu vermieten"schildern notiert, angerufen und besichtigt. bis jetzt war noch nichts dabei. entweder zu teuer oder keinen garten, was für uns das wichtigste ist. das gute ist, dass wir ja zeit haben zu suchen und mit der hilfe einer marklerin, wird das bestimmt klappen. ich bin auf alle fälle gespannt, was wir kriegen werden!

am freitag war dann noch notenkonverenz. eine kurze und schmerzlose sache. zumindest für mich. schlussendlich müssen zwei kinder von mir in deutsch eine nachprüfung schreiben und eines in mathematik. bestehen sie dieses examen nicht, haben sie im januar noch die aller letzte chance, im allerletzten examen. wenn sie dieses nicht bestehen, gehts in eine ehrenrunde und die vierte muss wiederholt werden. bei einem kind in meiner klasse, vier fächer hat es nicht bestanden, steht schon fest, dass die fünfte klasse noch ein jahr auf sich warten muss. diese erfreuliche nachricht durfte ich dann auch am freitagabend den eltern überreichen. tolle neuigkeiten vor einem wochenende!

dann kam das wochenende, an dem ich wieder an eine geburi-party eingeladen war. dieses mal war es eine geburtstags-cocktail-party. wir waren gut 30 leute. immer zu zweit wurde ein cocktail mitgebracht und diese zum degustieren verteilt. sprich 15 verschiedene cocktails, die ich an diesem abend probiert habe. von cocktails mit bacardi, über rum, nach anis-likör, bis vodka und baileys... ihr könnt euch ja vorstellen, wie ich mich danach gefühlt habe. und so hat mein ganzer sonntag dann auch ausgesehen: schlafen, ausruhen, nichts-tun.

und jetzt... noch fünf tägli. ich kanns immer noch nicht fassen :-)

29 November 2009

wenn sich osterhase und christkind mit handschlag ablösen

etwas vom schönsten im leben ist für mich der moment, in dem man von alt bekannt-geglaubten personen oder gewohnheiten überrascht wird. diese vergangene woche war bereichert von solchen momenten.
an
gefangen mit meinen "geliebten" zweitklässlern: am mittwoch durften sie ihren fleissig geübten rap den anderen klassen vorstellen. eine ganze stunde waren wir auf einer kleinen tournee und sie haben ihr erlerntes zum besten gegeben. ich konnte fast nicht vor lachen und stolz und den kindern ging es genau so. aber die gute frau moor hat wieder einmal mehr die kamera vergessen und so konnte ich leider keine aufnahmen machen.

während der ganzen woche war das sogenannte pokalturnier am laufen: jeder tag war eine andere sportart dran, in der sich die kinder unserer schule gegen kinder anderer schulen behaupten mussten. ich half an diesem anlass mit und sah das erste mal die schüler meiner klasse in accion. nebst grosser enttäuschung einzelner im alleinkampf von leichtathletik, war umso grösser der stolz, als unsere schule die goldmedaille in fussball und basketball verteidigen konnte. mein stolz wuchs ebenso, waren doch einige meiner kinder in den mannschaften dabei. und eben, überrascht war ich genauso, da ich nicht gedacht hätte, dass meine kinder so sportlich wären.

die woche flog also wieder einmal vorbei, kein wunder bei so vielen anlässen, schlussexamen und endspurt vorbereitung. ich habe echt das gefühl, dass es erst noch april war und wir eier versteckten, dann mal august mit den langen ferien und plötzlich stehen wir schon vor dem weihnachtsbaum im dezember. naja, zumindest fast.
mein weihnachtsgefühl liegt mittlerweile zum glück nicht mehr auf null, ich bringe schon fast ne zwei hin (von zehn). liegt daran, dass ich einen adventskranz geschenkt bekam, damit ich wenigstens ein bisschen weihnachten zu hause habe. ich kaufte mir dazu noch eine schöne lichterkette (die leider so blöd blinkt, was ich erst zu spät merkte). trotzdem hängt diese nun stolz an meinem fenster und wärmt mich mit ihrem licht.
wenn's so weiter geht, kann ich's vielleicht noch auf eine fünf schaffen. zeit habe ich ja noch... :-)

mein wochenende war wieder mit nichts-tun vollgestopft. das bedeutet viel schlafen, lesen, basteln (für weihnachten, deshalb die zwei von zehn) endlich, endlich wieder einmal putzen, kino und natürlich fisch-essen, was nicht fehlen darf.
die batterien sind geladen und ich bin bereit, die zweitletzte woche (!) in angriff zu nehmen.

22 November 2009

schrumpflige finger

schon wieder bin ich am blog schreiben und ich kann schon wieder nicht fassen, dass schon wieder eine woche vorbei ist und schon wieder das wochenende zur vergangenheit gehört.

zwischen examen schreiben, examen korrigieren, noten machen und unterrichten, hatte ich doch noch zeit für anderes, nicht-schulisches. ein eher unangenehmer termin war mein zahnarzt. so gross meine freude war, als er mir vier "döggeli" entfernte, so gross war auch die enttäuschung, als er wieder zwei neue anklebte. aber was solls, auch der schmerz nehm ich hin, so weiss ich nämlich wenigstens, dass sich auch was tut.
am donnerstagabend ging ich an das abi-theater von unserer schule. ganze drei stunden sassen wir im auditorium und sahen den abiturlern zu, wie sie (alles auf deutsch!) ein selbst erfundenes und geschriebenes theater zum besten gaben. teilweise hatte ich jedoch mühe, zu verstehen, was sie sagten. die deutschen sprachen so schnell, dass man sie nicht verstand und die ticos sprachen zum teil mit einem so extremen akzent, dass man nur durch erraten wusste, was die person sagte. aber trotzdem, chapeau für die leistung.
freitag war dann im gegensatz zu den eher unspektatkulären tagen zuvor, ein highlight, als in der schule plötzlich der alarm los ging. doch der alarm war ein anderer wie normalerweise, also hab ich die schüler beruhigt und gesagt, dass sie im zimmer bleiben sollen. eine halbe minute später hörten wir stimmen und entschieden, doch nach draussen zu gehen. und siehe da, es war ein erdbeben! nur spürte es praktisch niemand. so ist der alarm auch nicht wirklich hilfreich und bei meiner reaktions-fähigkeit wären wir bei einem grösseren erdbeben schon längst unter der decke begraben gewesen...

dass die tage nur so dahinrasten war mir nichts als recht, denn ich konnte das wochenende fast nicht erwarten. es ging auf zu den termales del bosque. vor gut vier monaten war ich schon mit meinen freunden aus der schweiz dort in den termalbädern. es hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt nochmals hin gehen wollte. und ich werde bestimmt nicht das letzte mal dort gewesen sein! :-) pure erholung in den termalbädern und im jaccuzzy, umgeben von der natur und der ruhe, sodass ich ganz vergessen konnte, dass ich eigentlich keine ferien habe. um so härter dann die rückkehr in die realität...
aber was solls: noch drei!

15 November 2009

rüttelnde und feuerlodernde wände

schneller kanns wohl kaum mehr gehen. unspektakulärer wohl auch kaum. obwohl mir's so gefällt: vollbepackte tage mit viel arbeit (schlussexamen werden geschrieben) und mehr oder weniger motivierten schülern.
besonders in der zweiten klasse konnte ich am freitag mit einem riesigen grinsen das schulzimmer verlassen. wir sangen einen rap zusammen. ihnen hat das so viel spass gemacht, dass ich das ergebnis am liebsten mit video aufgenommen hätte. die einen kamen wir echt wie klein coolio vor.

am freitagnachmittag, nichtsahnend am tisch sitzend, rüttelte plötzlich der ganze boden samt wänden. ich wusste wieder nicht, was ich machen sollte. unentschlossen lief ich zur tür, wartete, doch wollte und wollte es mit dem schütteln nicht aufhören. ein erdbeben also, für mindestens fünf sekunden (so fühlte sich es zumindest an). glücklicherweise war das epizentrum tief in der erde, sodass es keine schaden anrichtete. trotzdem unangenehm, wenn alles rüttelt und man nicht weiss, wo man hingehen soll.

das wochenende war dann nach diesem schock wieder eine riesige energiezufuhr. erstmals gingen wir das tanzbein schwingen bis wieder pünktlich um zwei uhr morgens die musik abgestellt wurde. ich werde dies wohl nie verstehen können...
am samstag gings dann ins tirol von costa rica. ein ort in den "bergen" von heredia, wo wir schon vor zwei wochen waren. wieder einmal mehr fühlte ich mich wie in der schweiz: es war kalt, der himmel bewölkt und grau und der regen kullerte fast ununterbrochen nach unten. da das zimmer in dem wir übernachteten, jedoch ein cheminee hatte, störte dies überhaupt nicht. im gegenteil, ich konnte mich noch mehr wie in der schweiz fühlen (nachdem wir gut eine halbe stunde mühsam versuchten, ein feuer hin zu bekommen). nur die marshmellows, die wir im feuer schmolzen, sagten mir, dass ich doch nicht in wermatswil vor dem cheminee sitze.

leider wurde ich am sonntag wieder brüsk in die realität zurückgeholt, als wir von den bergen wieder ins stadtleben katapultiert wurden. aber egal, ich bin bereit für die nächste woche und schön entspannt. zudem sind es nur noch vier wochen! :-)

08 November 2009

limonengetränkte proteinbomben

die tage fliegen nur so dahin. ausgefüllt mit schule geben, examen korrigieren, schlafen und essen. diese vergangene woche war wieder intensiv. aber eine intensive, die mir gefällt.
was mir nicht gefallen hatte, war, dass sich meine angeschlagenheit von vorletzter woche in eine fast-grippe verwandelte. montag und dienstag ging's mir echt nicht gut, doch nach diversen tabletten und alka-c's kann ich jetzt sagen, dass ich wieder auf dem aufwärtssteigenden ast sitze und mich nur noch über eine verstopfte nase beklagen kann. me
in ziel, den winter ohne grippe zu überstehen, konnte ich also leider nicht erreichen. und das kurz vor dem ende des winters, es geht nämlich nicht mehr lange und der sommer wird wieder beginnen. doch bis dorthin werden uns noch einige durchnässte nachmittage begleiten.

spektakuläres stand dieses mal also nichts an. es lief erstaundlich ruhig, nur die zweitklässler hätte ich wieder am liebsten aus dem fenster geworfen. aber naja. ich hoffe mal, dass ich sie nächstes jahr nicht in der dritten wieder haben werde und dieser gedanke treibt mich voran. es sind schliesslich nur noch fünf wochen.

das wochenende war wieder super entspannend. am freitag ging ich an eine ausstellung eines malers, wo ich mich sofort in das eine bild verliebt habe. man kann sich denken warum... bei solchen farben kann ich einfach nicht widerstehen. doch der preis animierte mich dann dazu, doch nur ein foto zu machen, anstatt das bild mit nach hause zu nehmen ;-)
am samstag habe ich dann von elmer gelernt, wie man ceviche zubereitet. Ein gericht aus fisch, der in limone "gekocht" wird. was vielleicht nicht wirklich überzeugend tönt und auch nicht wirklich appetitlich aussieht - verurteilt nichts, was ihr vorher nicht probiert habt - kann ich euch garantieren, dass es super lecker ist! und das sage ich als frühere fisch-nein-danke-überzeugte.

meine batterien sind also wieder geladen für die folgende woche und mein körper mit protein vollgestopft für den nächsten monat. auf gehts!