01 June 2008

attacke!

regen-attacke: der plan für das vergangene wochenende war schön ausgeschmiedet, wir waren alle bereit, endlich wieder einmal den strand zu sehen. tja, der liebe petrus hat uns jedoch einen strich durch die rechnung gemacht: ganze zwei tage hat es geregnet (und das natürlich am wochenende, unter der woche wär's ja langweilig). wenn ihr jetzt denkt: regen? na und? was ist denn daran so schlimm? dann erkläre ich euch jetzt mal, was hier "regnen" bedeuetet: bindfäden! puuuure bindfäden und sonst nichts! zentimeterhohe wasseransammlungen, sodass man nicht mehr über die strassen gehen kann! neu entstehende flüsse! wären fische darin, hätte ich vor meinem haus mein nachtessen fangen können...
hätte ich das gewusst, hätte ich meine gummistiefel von zu hause mitgenommen... und meine regenhosen. denn es ist unmöglich in diesem regen vorwärts zu kommen, ohne dabei nass zu werden.

dem nicht genug: ich habe dazu noch meinen schirm im taxi liegen lassen... aber! jetzt habe ich einen neuen: gelb mit winnie the pooh. der macht den regen ein bisschen erträglicher ;-)

heredia blieb zum glück verschont, doch dort wo wir hin wollten ("samara") gab es mächtige überschwemmungen. deshalb war unsere entscheidung zu bleiben, wirklich nur das beste. und der strand muss nun halt warten. was er ja auch bestimmt wird...

cucaracha-attacke: als ob es nicht schon genügt, dass diese hässlichen cucarachas (
lat: blatta orientalis, der schöne name trügt!) überall in den Strassen herumkriechen, jetzt müssen sie mich auch noch attackieren!
stellt euch vor: ich, gemütlich auf dem sofa liegend und nichts ahnend, geniesse die unterhaltung im fernsehen, als doch plötzlich eine cucaracha aus dem nichts auf meinen arm springt. wow! im nachhinein unglaublich, wie schnell mein hirn reagierte und das, obwohl es so viele dinge auf einmal zu entscheiden hatte: erstmals das fokusieren "was ist das?", dann die erkenntnis "cucaracha!", dann die innerliche reaktion "iiiiik! das isch nöd guet!" und die physische reaktion mit dem schrei und dem wegjagen. und das innert wenigen sekunden! ein hoch auf das hirn! ;-)


bakterien-attacke: wie schon im letzten blog-eintrag erwähnt, haben wir noch kleinere, und ekligere dinger, die sich momentan in der residenz befinden. diese dinger treiben uns dazu, dass wir herumsäuchen, krank sind und husten, bis wir keine luft mehr haben. auch kein wunder, bei diesem feuchten und warmen wetter fühlen sich die kleinen bakterien richtig wohl. und das ist ja der fall hier, denn, habe ich schon erwähnt?, es regnet hier ziemlich oft :-)

nebst all den attacken geht's mir prächtig!
das unterrichten in der schule macht immer mehr spass, kein wunder, denn nun kann ich auch mehr als nur "sí" und "no" sagen, wenn mich die kinder etwas fragen. und sie sind sooo schnüger! (siehe bild)

das spanisch geht also vorwärts. besonders nach einem wochenende wie diesem, wo ich mit ticos (so werden die einheimischen hier genannt) in den ausgang ging. da kam ich nicht drumrum, spanisch zu sprechen, was mir geglückt ist. mit bier gehts auch viel einfacher, die zunge löst sich, was für das ausprechen von spanisch wichtig ist ;-)



trotzdem, es gibt momente, wo ich die schweiz wirklich vermisse. besonders, wenn es draussen bindfäden regnet wünschte ich mich in die schweiz, wo es jetzt ja, so wie ich hörte, sommer ist.
und bitte: wenn ihr das nächste mal ein stück brot, mit feeeiner kruste esst: denkt an mich... tortillas können die costaricaner wirklich machen, aber brot, das kriegen sie einfach nicht so gut hin... ;-)

und hey, ratet mal.... es regnet!!! ;-)