26 April 2009

und weiter gehts

den wecker hätte ich am sonntagabend erst gar nicht zu stellen brauchen. auch ohne wusste mein unterbewusstsein (mein bewusstsein leider auch, doch das hat ja im schlaf wenig zu sagen), dass wieder schule angesagt ist und man früh aufzustehen hat. den blick auf den wecker um 5:30 uhr hätte mir jedoch gereicht (um 5:35 geht er ab). auf den von 3:30, 4:05, 4:47 und 5:13 hätte ich verzichten können.

wie immer wurde ich von meiner kollegin mitgenommen und bequem zur schule gefahren. geändert hat sich nichts und es kam mir vor, als ob wir zwischen der letzten und der ersten fahrt gar keine ferien gehabt hätten.
veränderung konnten wir jedoch feststellen, als wir in die schule kamen: ein neues lehrerzimmer! ziemlicher luxus und
totales gegenteil vom bisherigen lehrerzimmer: das neue ist auf dem zweiten stock, gross, geräumig, hell und man hat sogar die möglichkeit, auf dem balkon frische luft zu schnappen und über das ganze schulareal zu schauen. auch hätte ich nicht gedacht, dass sich das ganze so extrem auf das ambiente im lehrerzimmer auswirken wird. alle scheinen ruhiger zu sein. auch ich, ich fühl mich viel relaxter und nicht mehr so gestresst wie vorher.
vielleicht liegt das aber auch daran, dass wir erst gerade ferien hatten ;-)

den kindern ging es so wie uns lehrern: sie waren müde und hätten gerne noch einige
tage länger ferien gehabt. trotzdem traf ich motivierte schüler an, was sich auch gleich auf mich übertrug und ich somit einen super start hatte.
mit neuen methoden versuche ich jetzt auch, ein bisschen mehr ordnung in die klassen, besonders in der zweiten, zu bringen, was schon jetzt früchte zu tragen scheint.

ich wende jedoch nicht nur in der schule neue methoden an, sondern auch in meinem leben, um ein bisschen mehr ordung hinein zu bringen ;-) nach den nächsten zehn wochen möch
te ich nämlich nicht wieder zurücksehen und merken müssen, dass ich eigentlich nichts anderes als nur für die schule gearbeitet habe.
so habe ich mich entschlossen, wöchentlich an einem abend einen tanzkurs zu besuchen, der von einem guten freund geleitet wird.
nach den ver
gangenen ersten zwei tanzstunden war ich jedoch ziemlich erschrocken. meine kondition scheint dahingeschwunden zu sein, es brauchte nicht viel und ich war bereits aus dem atem. nichts als höchste zeit also, etwas dagegen zu unternehmen!

seit dienstag hat sich mein lebensstandard zudem mit hilfe eines schlichten geschenkes um ein vielfaches gesteigert. mit einem simplen milchschäumer (von der chefin persönlich erhalten! sie hätte diesen sonst in einer ecke verstauben lassen) ist es mir nun möglich, meinen schon seit drei monate ersehnten traum zu erfüllen: einen cappuccino, hausgemacht und mit viel schaum.
herrlich sag ich euch! nachdem ich dann auch noch schokoladenpulver mit streuer anschaffte, habe ich nun starbucks persönlich bei mir zu hause ;-)


leider verschlechterte sich mein gesundheitszustand während der woche zusehends. zwar hatte sich der husten schon fast verabschiedet, der mich nun seit fast einer woche treu begleitete, doch leider verabschiedete sich meine stimme gleich mit ihm. so, dass ich am donnerstag und freitag nur noch sehr leise sprechen konnte. der einzige vorteil an der ganzen sache war, dass der unterricht schön leise war, weil die kinder viel rücksicht genommen haben :-)


am freitag nach der schule traf ich mich wieder mit sonja, die schweizerin, die ich vor ein paar wochen an der feria kennengelernt habe. wir gingen miteinander mittagessen und verbrachten einen gemütlichen nachmittag.
wieder einmal mehr klinkte ich mich somit in dieser woche mit meinen gedanken aus der schule und konnte was für mich machen. weiter so, nadja! :-)

am samstag, wie immer in der früh, war la feria angesagt. mein herz erfreut sich nun jedesmal mehr: die mango-saison hat uns nämlich erreicht. drei kilo dieser supersüssen früchte für gerade mal zwei franken (wenn man daran denkt, dass
man bei euch in der migros für den doppelten preis gerade mal eine kriegt, die dann nicht einmal reif ist... :-p
am abend gingen wir dann bingo spielen (ja, es geht mir immer noch gut und bin nicht krank ;-) ). der anlass war von der schule von eder's mutter organisiert, mit der absicht, geld zu sammeln. meine aufgabe bestand darin, den kindern die backen anzumalen. schwieriger als ich gedacht habe, besonders wenn man mit so unruhiger "unterlage" zu zeichnen hat ;-)
gewonnen haben wir leider nichts. wäre schön gewesen, denn ein neuer mikrowelle oder waschmaschine hätte schliesslich nicht geschadet ;-) die preise wurden übrigens gesponsert, sonst hätten sie sichtlich schulden anstatt geld gesammelt...

am sonntag stand nebst ausschlafen wieder tanzkurs für eder's eltern auf dem tagesplan. und ich staunte nicht schlecht, es wurde intensiv geübt und die figuren sassen fest, sodass sie zur belohnung gleich neue lernen durften.

übrigens habe ich seit ein paar tagen einen neuen mitbewohner, er heisst geki. ein supersüsser gecko. nicht grösser als drei zentimeter und einfach nur schnüsig. ich habe immer meine freude, ihn zu sehen. jedoch denke ich nicht, dass dies auf gegenseitigkeit beruht: sobald ich in seine nähe komme, rast er immer sauschnell unter's bett oder sucht sonst irgendwo schutz.
trotzdem liess er sich kurz von mir ablichten, damit ihr ihn sehen könnt ;-)

so ging also wieder eine weitere erstaundlich ruhige woche inklusive friedliches wochenende vorbei. auch wenn es mir gesundheitlich noch nicht ganz 100 prozentig gut geht, irgendwie habe ich in mir drin ruhe gefunden und bin viel relaxter als noch vor den ferien. hoffe mal, dass sich dies auch so bleibt!

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