24 May 2009

que? hä? was? cómo? und wo ist mein kopf?




die horrorwoche stand am montagmorgen noch vor mir. nun ist sie vorbei. und ich bin froh. froher als froh! es gibt gar kein wort dafür, wie froh ich bin.

kein wunder also, dass ich am montag nicht gerne aufgestanden bin. trotzdem schleppte ich mich zur schule und erlebte zum glück einen super tag mit den kindern: in meiner klassenstunde gingen wir nach draussen, um partnerakrobatik zu machen. ich dachte mir, dass es nicht schaden würde, wenn die kinder mal was zusammen machen und erreichen müssten. erfreulicherweise war dies gleich ein volltreffer: die übungen kamen bei den kindern so gut an, dass sie sich in dieser stunde richtig in etwas hinein steigerten und gar nicht mehr aufhören wollten. sie erfanden selber übungen und versuchten sogar mit der ganzen klasse eine pyramide zu bauen (nach der zweiten etage wurde den untersten jedoch das gewicht doch zu viel). den versuch seht ihr auf dem foto rechts.
schliesslich hatten wir geniale fotos im kasten, auf die nun alle stolz sind.

am mittwoch kam dann der grosse tag mit dem elternsprechabend. ich möchte den abend aber lieber "elternmassenabfertigungsmarathon" benennen.
ab vier uhr mussten wir lehrer in unserem schulzimmer anwesend sein, damit uns die eltern besuchen kommen konnten. eltern von kindern, die knapp in der schule oder sonst auffällig sind, wurden eingeladen, andere kamen vorbei um einfach in erfahrung zu bringen, wo ihr kind stünde. bis um acht uhr (!) wurden dann die einen eltern nach den anderen von mir ins zimmer gebeten und "abgefertigt". und ich sage euch, am ende dieser vier stunden wusste ich nicht mehr, wo mir der kopf steht. gleichzeitig hatte ich das gefühl, erst gerade neu spanisch gelernt zu haben. sich sehr spezifisch auszudrücken ist sehr schwierig, musste ich feststellen. zudem der wechsel zwischen schweizerdeutsch, spanisch, deutsch dann wieder spanisch und wieder deutsch. was spreche ich eigentlich?
im grossen und ganzen bin ich zufrieden. nur ein elternpaar hat konstant den fehler bei mir gesucht, anstatt ihr kind mal genauer unter die lupe zu nehmen. am schluss war sogar noch mein schweizerdeutsch-akzent daran schuld, dass mich das kind nicht verstehe. komisch nur, dass die anderen zwanzig kinder in der klasse keine probleme zu haben scheinen. aber in solchen situationen sagt man lieber nichts, hört einfach zu und nickt.

donnerstag und freitag wuchsen meine augenringe schliesslich immer grösser und mein körper arbeitete in einem konstanten sleep-modus.
die gespräche mit den eltern aber zeigten glücklicherweise schon ihre wirkungen: plötzlich streckten mir kinder die hausaufgaben entgegen, die diese sonst nie dabei hatten und plötzlich mussten die kleinen nicht mehr so oft auf's klo gehen und strecken ihre hände in die höhe, als ob sie noch nie was anderes gemacht hätten in ihrem leben :-) aber mir passt's. jetzt soll dies nur noch ein bisschen so bleiben.
wenn wir's genau nehmen, noch fünf wochen. dann haben wir wieder ferien (obwohl ich diese nach dieser woche eigentlich schon jetzt brauchen könnte).

am samstagmorgen gings dann wie immer an die feria. ich zog meine flip-flops an und wusste: heute wird irgendetwas passieren mit den schuhen. weiss nicht warum, aber ich hatte so mein gefühl dabei, dass was schief gehen wird. und tatsächlich: auf dem nachhauseweg lief mein linker fuss doch plötzlich ohne schuh weiter. doch der schuh meinte es lieb mit mir: blickte ich nämlich auf, nachdem ich die situation analysiert habe (dauert bei mir jeweils ein bisschen), stand ich doch tatsächlich direkt vor einem schuhladen. es musste also sein. nach fünf minuten lief ich mit einem lächeln und neuen flip-flops von einer lächelnden und zufriedenen verkäuferin weg.

ansonsten war das wochenende mit viel schlafen und dösen ausgefüllt. so hoffe ich, dass ich wieder genügend energie haben werde für die kommende woche, die doch einiges ruhiger sein wird als die letzten zwei!

1 comment:

Victor Lopez said...

Es stimmt diese Elternsprechtag haben was marathonhaftiges... es geht darum, dass man lange genug aushält bis man alle Eltern nach Muster xy abfertigt. Ich muss aber sagen, dass dieses Jahr die Gespräche vernünftiger waren als sonst.Entweder ich kann besser lügen oder die Eltern sind sanfter geworden. :D

Ich brauche auch jetzt mein Urlaub.

Gruss
V.