schon früher hatte ich immer mühe, mich an den alltag zu gewöhnen, nachdem ich von einem cevi-lager nach hause kam. die stille war ungewöhnlich und das fehlen von vielen menschen und ereignissen, liess mich das gefühl haben, alleine zu sein. auch mit dem alter scheint sich dies nicht ausgewachsen zu haben :-) diese zwei ferienwochen waren einfach zu genial und halten mich momentan noch mehr in der vergangenheit als im jetzt.
deshalb bin ich (hätte vor ein paar wochen niemals gedacht, das zu sagen) froh, dass die schule morgen beginnen wird.
mal schauen, was ich dann morgen abend sagen werde...
viel gemacht habe ich diese woche nicht, nur verändert habe ich viel. dass der computer ein neues hirn hat, wisst ihr ja bereits (obwol dies alles andere als beabsichtigt war)... ich kann übrigens nicht genug betonen, wie froh ich bin, so viele informatiker-kollegen und einen informatiker-bruder zu haben. ohne sie wäre ich immer noch am verzweifeln. danke also, ihr seit die besten!
zudem riss ich alle bilder von den wänden und tapezierte sie mit neuen. ich putze wie eine wilde, selbst auf dem kühlschrank (obwohl ich zu klein bin um dort hin zu sehen) ist es jetzt sauber. die neuen rennschuhe (danke chrigi, dass du mich überredet hast!) wurden montiert und trugen mich schon über mehrere kilometer um heredia herum. der kleiderschrank wurde entrümpelt, altes raus, neues rein.
so ganz im motto: alles macht neu der juli... war schon immer ein spätzünder...
am samstagabend war dann ladie's night angesagt. ich ging zu riana (gringa-kollegin), wo wir sushi bestellten (gringo-stile halt, lieber bestellen als selber machen) und assen gemütlich (selbstgemachte schmecken eben doch besser!).
nachher gings noch mit drei weiteren costaricanischen kolleginnen in eine bar. war für mich noch spannend, das erste mal ausgang mit costaricanerinnen. die themen waren auch ein bisschen anders, als ich es mir gewohnt bin: krach mit dem ehemann, probleme mit freund, weil er schon heiraten möchte... und alle in meinem alter oder sogar jünger. als ich meine meinung zur heirat deklarierte, wurden die augen der anderen immer grösser und mir wurde wieder einmal mehr bewusst, wie die kulturen verschieden sein können.
den sonntag genoss ich draussen an der sonne und versuchte mich gedanklich von morgen abzulenken. aber eigentlich bin ich ja startklar.
fühl mich momentan einfach so, als ob ich in einem vergnügungspark an einer struben bahn anstehen würde. nervös, weil ich nicht weiss, was kommen wird, ob es lustig, gefährlich oder angsterfüllend sein wird. bittend, dass die wartezeit endlich vorbei ist, damit es beginnen kann und gleichzeitig mir wünschend, dass ich es schon hinter mir hätte... aber solange ich nicht aus der bahn geworfen werde, ist mir alles recht ;-)
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