17 July 2009

das dream-quartett kreuz und quer durch costa rica

achtung: dieser blog-eintrag ist lang. könnte noch länger sein, glaubt mir. für all diejenigen, die nicht gerne lesen, keine zeit haben oder was auch immer, ein resumee:
zu viert (aldo, chrigi, leni und ich) machten wir während einer woche mit auto costa rica unsicher. es wurde viel gelacht, geredet, getratscht, genossen, gefeiert, gegessen, getrunken (fruchtsäfte natürlich, was denn sonst?!), geschlafen, gelaufen, gefahren, geschwommen, gebadet, geplantscht, gefiebert, geföttelt, gesehen, gehört, gebräunt (bzw. gerötet), geschält, ...
ferien, die einmalig waren, meiner meinung nach
die besten in meinem seither bescheidenen kurzen leben. schade nur, dass sie nun zu ende sind.

ich wünsche euch viel spass beim lesen, es lohnt sich ;-)


samstag, 4.juli

misserfolg beim start unserer gemeinsamen ferien. aldo und leni verpassen beide ihren anschlussflug, so dass sie mit bis zu 24 stunden verspätung eintrafen. das positive, ich konnte da
für ausschlafen und musste nicht schon um sechs am flughafen sein.
mit leni (er hat gewonnen und kam als erster an) ging ich nach ankunft das auto abholen, wobei er schnell realisierte, weshalb ich mich strikte gegen das autofahren in costa rica wehre. aber ich muss sagen, er hat sich wacker geschlagen und schnell gelernt, ein bisschen rücksichtloser als gewohnt zu fahren, damit mir überhaupt vom fleck kamen...
am nachmittag spielte ich stadtführerin, währenddem wir den neusten klatsch und tratsch austauschten und dabei aufpassen mussten, nicht in ein strassenloch zu fallen.
das nachtessen wurde gleich auf thomas' wunsch hin in einem kleinen, traditionelle
n restaurant eingenommen. das nenne ich interesse an einer neuen kultur!
in der nacht kam dann schliesslich chrigi dazu. endlich konnte ich sie knuddeln!!! fehlte also nur noch aldo, um das quartett zu vervollständige
n.


sonntag, 5. juli

eigentlich hätten wir ja nur drei stunden schlafen können in dieser nacht. doch der wecker meinte es lieb mit uns und liess uns gut eine stunde weiter schlafen. lieb gemeint, doch deshalb hatten wir drei morgens um fünf einen riesen stress. wir kamen jedoch gerade noch rechtzeitig am flughafen an, ohne dass aldo uns hätte unterstellen müssen, dass wir ihn vergessen hätten. so fuhren wir gleich, endlich vollständig, richtung norden los.
diverse male verfuhren wir uns, doch glücks meiner kleinen hemmungsschwelle, leute nach dem weg zu fragen, erreichten wir doch noch das hotel
termales del bosque. ein geheimtipp für jedermann, der entspannung sucht und ein idealer ort, die ferien einklingen zu lassen: bäder, auf natürliche weise bis zu 48 grad geheizt, gringofreiheit, natur-geräusche, die ohrenbetäubend waren, pure natur, die man nicht satt sehen konnte und dem null plus ultra: drinks im wasser an einer bar. das nenn ich ferien!


montag, 6. juli
früh am morgen (vor 8 uhr, sogar ohne wecker!) gings schon wieder los. morgenessen war angesagt. durchs reden wurde es jedoch schon wieder spät und so fuhren wir um 10 uhr richtung la fortuna und vulkan arenal los. der weg war dieses mal selbsterklärend, sodass wir (bzw. ich) nicht einmal danach fragen musste. direktes fahren war jedoch nicht möglich, da jede und jeder ihre und seine extrawünsche bezüglich fotosession äusserte und diese durch freundliches anhalten gewährleistet wurden (danke aldo und leni!). kurz vor zwölf konnten wir die herzigen, vorreservierten cabinas beziehen.
da der vulkan, direkt vor unserer hütte(!), bis nach oben frei zu sehen war, riskierten wir es gleich, ihn näher zu bekunden. wie sich später herausstellte, war dies auch die richtige entscheidung: lautes gerummel, steingerolle und sicht bis ganz nach oben liessen uns unser glück kaum fassen.
nach einem gemütlichen nachtessen beim mexikaner wurde noch bis in die morgenstunden gefeiert (natürlich mit fruchtsaft, was denn
sonst?!). schliesslich sind ferien dazu da!


dienstag, 7. juli
mit wolken bedeckten und regen getrieften himmel, fiel uns die verabschiedung vom arenal leicht. richtung playa hermosa ging's weiter, eine gut fünfstündige fahrt richtung süden, wacker von den männern bezwungen. die fahrt führte uns durch alle klimazonen: regenwald, trockene gegenden, begleitet von sonne und regen, reisfeldern, bananen-, papaya- und ananasplantagen, noch nie gesehene pflanzen, blumen in allen farben und kilometerlange palmgesäumte strassen. trotz langer fahrt also ein naturspektakel, das uns keine zeit, noch lust zum dösen oder schlafen liess.
in playa hermosa angekommen waren wir von unserer vorreservierten unterkunft nicht wirklich üb
erzeugt. bilder im internet können sehr trügen... so beschlossen wir gleich, unsere reise weiter richtung quepos zu führen, denn selbst der "schöne" strand überzeugte mit seinem schwarzen sand kaum.
angekommen, müde, aber doch glücklich, die richtige entscheidung getroffen zu haben, fielen wir ins bett.


mittwoch, 8. juli
dieser tag bestätigte schliesslich, dass die entscheidung wirklich ein schuss ins schwarze gewesen war. "früh" morgens, um 10 uhr, ging's nach manuel antonio, an den sonnenüberflutenden, heissen und ferienadäquaten strand. leider übetriebens die wellen ein bisschen mit ihrer intensität, sodass gewisse ausflüge ins meer mit einem gegen die strömung schwimmender kampf endete, den mich am nächsten tag die muskeln spüren und schmerzen liess (sollte wohl doch ein bisschen mehr sport treiben)... an diesem tag wurde also auch sport ausgeübt, so dass wir es uns, nach leichtem regen, jedoch immer noch schönwarmen temperaturen, im pool im hostel gemütlich machten.
am abend ging die gemütlichkeit beim nachtessen gleich weiter und über in die abendunterhaltung mit ausgehölter wassermelone, angereichert mit erstklassigem rum (fruchtsaft ging uns leider aus :-)). prost!


donnerstag. 9. juli
wie gerufen war der himmel an diesem tag am morgen mit wenigen wolken befleckt, sodass uns petrus wieder einmal mehr signalisierte, dass wir das richtige machen. denn an diesem tag besuchten wir den nationalpark in manuel antonio, wo die bäume sowieso nicht zuliessen, dass man den himmel sieht.
die natur bewies uns, dass grün eben doch nicht gleich grün ist und geheimnisse verbirgt, die sich nur erahnen oder erhören lassen.
nach gut dreistündigem laufen
(wobei sich das "laufen" aus staunen, stehen, rückwärtslaufen, lauter "hei lug!" zusammensetzte) konnten wir unsere schweisstriefenden kleider auswinden, jedoch stolz sagen, dass wir zeugen von tukanen, sowie krebsen, eidechsen, spinnen und selbst affen wurden. wobei mir persönlich die affen, zähnezeigend und ungewohnte laute von sich gebend, plötzlich doch nicht mehr so "knuddelig" rüberkamen...
die strände im park genossen wir am nachmittag, bevor wir wieder vor dem regen und der flut flüchten mussten.


freitag, 10. juli
nach morgendlicher shoppingtour ging's wieder ans meer. die wellen schienen sich beruhigt zu haben, so dass sie selbst mich verzauberten und im wasser hielten. sieger war und blieb jedoch aldo, der bestimmt nicht gemerkt hätte, wenn wir ohne was zu sagen uns aus dem staub gemacht hätten.
schliesslich mussten wir uns endgül
tig vom meer verabschieden und es ging wieder zurück ins hostel. der tag war zu schnell zu ende, sodass sich unsere stimmung mit dem gedanken, dass morgen schon alles wieder zu ende sein sollte, ein bisschen trübte.


samstag, 11. juli
mit fruchtsalat gestärkt, nahmen wir die rückreise in den angriff. schweren herzens...
die trauer dauerte jedoch nicht lange an und wandelte sich schnell in spannung um. dank unserem leni, der immer wieder auf's neue überrascht.
man schliesse die augen und stelle sich vor: leni lenkt. ich sitze vorne rechts im auto, chrigi und aldo hinten. eine überlandstrasse erstreckt sich unter den vier rädern und vier eher lansame autos höttern vor uns hin. die sicht ist gut, was leni nutzt und ans überholen ansetzt, von uns animiert. kaum ist das überh
olmanöver zufriedenstellend terminiert, stellt sich eine person mitten auf die strasse und zwingt uns somit anzuhalten. die person stellt sich als polizist heraus. die zahl 104km/h strahlt uns auf dem geschwindigkeitsmessgerät entgegen. bei erlaubten 60 km/h... wow...
doch wieder einmal mehr meinte es unser schicksal gut mit uns: da am samstag und sonntag die banken geschlossen haben und leni also vor abflug die strafe (von 50 dollar) nicht hätte bezahlen können, wurde alles "vergessen".
was jetzt vielleicht so einfach und simpel tönt, war in realität ein halbstündiges gespräch, in dem mich meine spanischkenntnisse ans limit und ins schwitzen brachten. doch mit der masche "wir alles touristen und wissen von nichts" fuhren wir genau auf der richtigen schiene. das liebe lächeln von chrigi und mir, die unschuldigen blicke von aldo und leni und der fakt, dass wochenende ist, liess den polizisten schliesslich dazu erweichen, den strafzettel zu "vergessen".
leicht zitternd und das glück nicht fassend kamen wir, ohne weitere zwischenfälle, in heredia an.
das auto konnten wir ohne weitere kratzer (was bein einem kratzer-übersääten auto auch nicht schwierig war) abgeben und den allerletzten abend zu viert in einer pizzeria mit überdimensionalisierten pizzen ausklingen lassen.
auch wenn nicht für viele stunden, legten wir uns in meinen bescheidenen vier wänden schlafen.


sonntag, 12. juli
der kreis schloss sich: um viertelvorfünf ging das licht, wie im militär, unsanft an, begleitet mit den worten: wir haben verschlafen! irgendwie kam uns diese situation zu bekannt vor...
in rekordzeit waren die männer aus dem bett (und das nach nur 3 stunden schlaf!), konnten gleich ins taxi einsteigen und den weg richtung usa antreten. der abschied war also kurz, jedoch von kleinen schmerzensstichen begleitet.
ab diesem moment hiess es für chrigi und mich: selbst ist die frau, bzw. die frauen!

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