schon wieder eine woche weiter! und was für eine! es lief alles wie am schnürchen und dies trotz elterngespräche und zahnarztbesuch.
kopfstände machte ich jedoch, als ich die mathe-examen meiner viertklässlern korrigieren musste. die kamen teils auf lösungen, die so was von unlogisch waren, dass ich die welt nicht mehr verstehen konnte und mich fragte, wie zur hölle so was ausgedacht werden konnte. aber es ist logisch (zumindest für mich): die kinder hier lernen alles auswendig, um dies wort für wort wieder zu geben. sobald sie jedoch ein bisschen überlegen und zusammenhänge erstellen müssen, haben sie schwierigkeiten und gehen so weit, dass sie deswegen heulkrämpfe kriegen und ihren müttern anrufen, weil sie im examen nichts verstanden und machen konnten.
so kommt man dann aber auch gleich selber ins zweifeln: hab ich ihnen in diesen vergangenen monaten denn nichts beigebracht?! aber eben, was kann ich gegen elf jahre anders-denken in nur wenigen monaten schon unternehmen?
am mittwoch dann der tag, dem ich jeden monat mit gemischten gefühlen entgegen schaue: zahnarztbesuch. nun kann ich vor lauter drähten meine zähne kaum mehr sehen. die schmerzen waren höllisch, ich verfluchte meine entscheidung und versuchte mir gleichzeitig mut zuzusprechen: wenn's weh macht, tut sich wenigstens auch was...
wieder waren am donnerstag zwei elterngespräche angesagt in meiner sprechstunde, die jedoch super liefen. als sich die eine mutter erkundigte, warum denn die endnote ihres sohnes so viel tiefer sei, als der schriftliche durchschnitt, erklärte ich ihr, wie ich die mündliche note zusammenbastle und was für mich eine gute note ist und was nicht. ihre reaktion war so positiv, dass ich meinen ohren erstmals nicht glaubte: "lieber strenge noten als fantasienoten" war ihre devise und damit war das thema gegessen. wenn alle so wären!
freitag war dann auch schnell vorbei und ich freute mich auf ein gemütliches wochenende mit viel schlaf und zeit für mich.
am samstagabend war jedoch zuerst bewegung angesagt. ich ging mit einem lehrerkollegen in's jazz café in escazú und hörte dort den son de tikizia, einer salsa-band zu. die füsse konnten wir nicht ruhig halten und so begaben wir uns auch auf die überfüllte tanzfläche. ich hatte glück, denn das deutsche blut meines kollegen ist mit rhythmus-gefühl bereichert, sodass wir einen netten abend verbrachten.
sonntagvormittag war wieder meine geliebte hängematte angesagt und ich liess mich von der sonne benieseln, bevor die wolken aufzogen und die schönen strahlen verdeckten.
No comments:
Post a Comment